Das Kehren mit dem Besen vor der eigenen Tür

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Das Kehren mit dem Besen vor der eigenen Tür

Beitragvon micha » Sa Jan 22, 2005 10:57:58:

Das Kehren mit dem Besen vor der eigenen Tür war kein allgemeines "Kehren", kein Herauskehren von Ausländern. Mein Buchtitel http://www.rheindeutschland.de/forum/vi ... 8985bb4cdd , der sich auf das Auskehren von Korruption, eines Staatswasserkopfes, unbewältigter Vergangenheit etc. bezog, scheint die Vorlage für eine verwandelte Interpretation dieser Idee gewesen zu sein.

Spiegel Online:

"AKTION KEHRAUS"

Innenminister bereiten Ausweisung Hunderter Islamisten vor

Die Beamten in Bund und Ländern stellen schwarze Listen von Islamisten zusammen, die in nächster Zeit ausgewiesen werden sollen. Die "Aktion Kehraus" soll Hunderte Ausländer betreffen.

Hamburg - Die Aktion stützt sich auf das neue Zuwanderungsgesetz, das seit dem 1. Januar in Kraft ist, berichtet der SPIEGEL. In dem Gesetz heißt es: Abgeschoben werden können Ausländer auch "aufgrund einer auf Tatsachen gestützten Prognose zur Abwehr einer besonderen Gefahr".


Der Innenminister hat somit zwei meiner Titel in ihrem Sinngehalt vertauscht, wie ich sehr vermute, den oben genannten und "Weltereignisse gegen Deutschland - Wie reagieren?" http://www.rheindeutschland.de/forum/vi ... 2ff7b46e98

Die Ankündigung des Kehraus macht die Aktion allerdings zur Farce, denn diejenigen Radikalen, die schon Zerstörungsaufträge in der Tasche haben, werden sich verstecken, denn für sie gilt: Wir führen einen globalen Krieg.

Nach der dummen Ankündigung werden diejenigen übrig bleiben, die relativ harmlos sind und sich deshalb nicht verstecken, weil sie so halbwegs reinen Gewissens sind. Sie müssen dann leiden, weil der Staatsapparat wieder einmal falsch gehandelt hat.
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Beitragvon micha » Fr Sep 16, 2005 16:59:50:

Die SPD schaltete ein Animationsanzeige im Spiegel Online: "Von wem werden Sie lieber geschröpft, Friedrich Merz oder Paul Kirchhof, Paul Merz, Friedrich Kirchhof; Schichtarbeiter, Pendler, Nachtarbeiter, Familien, Auszubildende, Studenten ..." "Sie zahlen drauf mit Merkel-Merz und Kirchhof-Kahlschlag."

Damit hätte die CDU/CSU eine schriftliche Grundlage für eine Verleumdungsklage. Das populistische Lügengebäude, mit dem Kanzler Schröder durchs Land zieht, dürfte dann zusammen fallen.

Die überzogene Verleumdung merkt allmählich auch der kleine Mann, dem es unter den Rot-Grünen immer schlechter ging. Die Parteiübergreifend beschlossenen Reformen weisen zwar in die richtige Richtung, die Durchführung seitens der Regierung war jedoch miserabel und endete im Schuldensumpf zugunsten der Sumpfblüten und Aasfliegen der Nutznießerparteien am Sumpfrand, da wo mittelständische Betriebe, Selbständige, Arbeitssuchende, Entlassene über 50 etc. untergehen, bis sie der Morast mit Haut und Haaren verschlungen hat.

Dafür gibt es immer beängstigendere Zahlen. Hinter der Verleumdung im Stil Schröders - eines Bundeskanzlers unwürdig - gibt es keine Zahlen, die korrekt sind.

Deutschland rangiert weiter unter seinem Wert. Hatte Helmut Kohl einst "blühende Landschaften" versprochen? Die Staatsschulden blühten am besten. In der gleichen Zeit brachte Israel die Wüste Nageb zum Blühen. Dort wird Wasser, das nur 10 Prozent Meerwassersalz enthält, aus riesigen unterirdischen Wasserreservoirs gehoben und für Fischzuchtbetriebe verwendet. Die Exkremente der Fische bereiten das Wasser für riesige Olivenhaine auf. Das Wasser wird Computergesteuert in ein kontrolliertes Bewässerungssystem geleitet. Aus der ehemaligen Wüste entsteht eine reiche Kulturlandschaft, eine "blühende Landschaft", die Arbeit und Reichtum herbeischafft. Ben Gurion dachte an die Verwandlung der Wüste in landwirtschaftlich genutzte Fläche. Nun wurde entdeckt, dass sich der geringe Salzgehalt des Tiefenwassers und die Wärme besonders gut für exquisite Fischzucht eignen, die wiederum Olivenplantagen nach sich zieht.

Die deutschen "blühenden Landschaften" schafften Armut, Arbeitslosigkeit und Privatverschuldungen nach leichtfertigen Verführungen der Westbanken. Nach 7 Jahren Rot-Grün verschlimmerte sich die Lage. Mit Propaganda und Verleumdung lassen sich nur die Sümpfe kultivieren, die Deutsche in den Abgrund ziehen. Schröder, der sich auch in seinen Wahlreden entlarvt, hat Deutschland heruntergezogen. Die Linkspartei mit Oskar Lafontaine gräbt ihm das Wasser ab. Nun nützt es nichts mehr, wenn sich Schröder plötzlich links profilieren möchte. Es ist zu spät. Die Diffamierungen schnell noch auf Friedrich Merz auszuweiten, der Kirchhof zu Hilfe kam, auch dafür ist es zu spät.

Schlüsselfigur der Wahl bleibt Oskar Lafontaine, der mit großem Redetalent eine neue Linke hinter dem großen Vorbild Willy Brandt propagiert, der ein Europa der Arbeitnehmer möchte.

Europa braucht sie beide, meine ich, die Unternehmer und die Arbeitnehmer. Das Schlagwort vom Neoliberalismus sollte Lafontaine lieber vergessen. Einseitigkeit schadet dem Tandem des Wohlstands und des Wachstums. Unternehmer dürfen nicht abheben, Arbeitnehmer nicht bequem werden, sobald ihnen staatliche Grundversorgung allzu billig garantiert wird. Beide Seiten müssen aktiv werden, müssen gescheucht werden wie dicke Parkenten, denen es an Bewegung mangelt. Wachstum ist Bewegung, ist Muskeltraining.
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