Globale Banken- und Kredit-Krise

UN, INTERNETPARLAMENT, TERRORISMUS, WELTHANDEL, DIPLOMATIE, andere LÄNDER etc.

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Globale Banken- und Kredit-Krise

Beitragvon micha » Mo Sep 29, 2008 09:10:17:

Spiegel Online berichtet heute:
Mit der Münchner Hypo Real Estate ist der erste Dax-notierte Konzern in den Sog der weltweiten Finanzkrise geraten. Ein deutsches Bankenkonsortium hat den angeschlagenen Immobilienfinanzierer jetzt mit einer milliardenschweren Kreditlinie vorerst gerettet.

Das Vertrauen in Banken und Kreditinstitute, in den Finanzmarkt und in befreundete Länder, die Verluste auf andere Länder verteilen wollen, allen voran die USA, ist weg. Existenzen im Finanzsektor sind ruiniert. Spareinlagen von Bürgern drohen einfach verschluckt zu werden. Das kapitale Sorglos, Zocker und Betrugs Monster frisst nun seine Kinder.

Massen von Kreditnehmern haben auf zu großem Fuß leben wollen, Villen, Familienhäuser vom Standard des American Way of Life, wurden leichtfertig Kredit finanziert, die hohen Ansprüche konnten nicht mehr bezahlt werden, weil Beschäftigung und Lebens Standard sanken, die Teuerungen aufgrund des Irak Krieges über den Kopf wuchsen und sich dann ein kollektiver Zahlungs Widerstand ergab. Viele farbige und weiße Familien warten nun zu, ob ihnen nach den Kredit Tauben nun Rettungs Hühner in den Mund fliegen. Sie rühren keinen Finger und verhalten sich wie ganze Bevölkerungen in Entwicklungs Ländern, die nur auf Gelder von außen warten und sonst nichts unternehmen.

Die US Wirtschaft implodiert zu einer riesigen internen Entwicklungs Hilfe, an der nun wieder diverse parasitäre Verwaltungen, Firmen, Politiker samt ihrem Helfern und Finanzleute die Rosinen aus dem Rettungs Kuchen heraus pulen. Der lineare Betrug geht weiter, weil plötzlich wieder Geld zur Verfügung steht und unten, bei den Kreditnehmern, die Erfahrung gemacht wurde, dass sich Nichtzahlen auszahlt. Denn in die leeren verwaisten Immobilien, die sonst keiner kaufen will, sollen möglichst die alten Familien wieder einziehen, eventuell wird ihnen sogar Geld aus dem Hilfsfont dafür angeboten, damit eine Scheinwelt zurück gespult werden kann und erneut das ganze schlaue Geschäft wieder von vorne beginnt.

Dazu wird lustig Geld gedruckt, das gar nicht erarbeitet wurde. Die Wertverdünnung wird auf die Erde verteilt, denn der Dollar ist - bis jetzt noch - Weltwährung geblieben. Damit wird es aber demnächst vorbei sein. Dann gibt es erst die noch schlimmere Finanzkrise. Dann nämlich kommt der ganze Betrug mit dem Dollar ans Tageslicht.

Abgesehen von den tragischen existenziellen Folgen für sehr viele Familien innerhalb dieses Arbeits Sektors und abgesehen von noch unbekannten Einlage Vermögens Verlusten sieht der vRhein Schreibtisch die ganze Sache gelassen. Es kann nämlich nicht schaden, wenn die faulen Schleichwege zu Reichtum nun bekannt werden. Es kann auch nicht schaden, wenn es ein paar Dutzend Banken weniger gibt. Sie sind ersetzbar. Sie haben die Ärmsten der Armen wie Dreck behandelt, wenn es um eine Überziehung von ein paar Dollar oder Euro ging, Milliarden wegen lotteriger schlüpfriger Zocker Spekulationen aus ihren Glas Palästen geworfen, wo sie sich noch in der Luft aufgelöst haben. Die Risiko Bereitschaft stieg jedesmal dann noch einmal überproportional.

Erstens wäre es hilfreich, nicht alles und jedes Projekt mit Krediten zu finanzieren, sondern vorher Rücklagen zu schaffen, die einen Direkthandel ermöglichen. Sodann könnten beispielsweise Baufirmen Arbeit und Material selbst kreditieren, da sie das Objekt behalten - es muss beileibe keine Bank sein. Ferner könnten bürgerliche Solidarbanken entstehen, die besser im Sinne des Bürgers funktionieren und nicht im Sinne der abgehobenen Banken und Börsen Geschäfte, die allmählich alle nach Las Vegas hin wollen.

Hierzu füge ich am 09 10 08 19:00 folgenden Teil eines Interviews im Spiegel Online ein:

SPIEGEL ONLINE: Wen machen Sie als den Schuldigen der Krise aus?
Muhammad Yunus: Den Markt mit seinen jetzigen unzureichenden Regeln. Der heutige Kapitalismus ist zu einem Spielcasino verkommen. Der Finanzmarkt ist getrieben von Gier. Es wird in einem Ausmaß spekuliert, das katastrophale Auswirkungen hat.
Zuletzt geändert von micha am So Mär 07, 2010 15:33:08:, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon micha » Mo Sep 29, 2008 23:35:49:

Halten wir die Hektik an den Finanzwerten mit Spiegel Online einmal fest:

+++ Juncker fordert internationale Zusammenarbeit +++

[19.23 Uhr] Der Vorsitzende der Euro- Finanzminister, Jean-Claude Juncker, hat sich für eine verstärkte internationale Zusammenarbeit ausgesprochen, um die Folgen der Finanzkrise einzudämmen. Die Abwehrmechanismen müssten international "systematisiert" werden, forderte Juncker am Montag am Rande einer Veranstaltung in Solingen. Er wollte sich aber nicht auf die Frage äußern, ob die Europäer angesichts der Turbulenzen bei europäischen Banken ein Stützungpaket nach dem Vorbild der USA bräuchten.

+++ BayernLB droht Milliardenrisiko +++

[19.03 Uhr] Die Bayerische Landesbank (BayernLB) muss einem Zeitungs bericht zufolge womöglich noch in diesem Jahr finanziell gestützt werden. Mehr als eine Milliarde Euro seien nötig, falls keine anderen Lösungen gefunden würden, sagte Bayerns Sparkassenpräsident Siegfried Naser der "Süddeutschen Zeitung". Gefordert seien dann die Eigentümer der Landesbank, die Sparkassen und der Freistaat Bayern. Die Größenordnung könne heute noch nicht genau benannt werden. "Aber sie wird sicher jenseits eine Milliarde Euro sein müssen. Also eine Milliarde Euro plus X", sagte Naser.

+++ Berlin kontaktiert EU wegen Hypo Real Estate +++

[18.34 Uhr] Für das milliardenschwere Rettungspaket zugunsten des Finanzkonzerns Hypo Real Estate hat die Bundesregierung erste Kontakte mit der EU-Kommission aufgenommen. Es seien "einige Informationen" übermittelt worden, sagte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Montag in Brüssel. Es handele sich aber nicht um eine förmliche wettbewerbsrechtliche Anmeldung der Rettungsaktion. Noch am Mittag hatte der Sprecher erklärt, es habe keine Zusammenarbeit der deutschen Seite gegeben.

+++ Dax schließt auf Zwei-Jahres-Tief +++

[18.00 Uhr] Ein dramatischer Kurssturz der Hypo Real Estate (HRE) hat am Montag den Deutschen Aktienindex (Dax) tief in die roten Zahlen gerissen. Der Leitindex ging mit einem Minus von 4,23 Prozent bei 5807 Punkten aus dem Handel. Das war ein Verlust von 256,42 Punkten. HRE-Papiere verloren am Montag 74 Prozent und schlossen bei 3,52 Euro.

+++ US-Justiz verlangt Papiere von Fannie und Freddie +++

[17.58 Uhr] Im Zuge der Überprüfung von Fannie Mae und Freddie Mac haben die US-Justizbehörden offiziell Dokumente von den beiden Hypothekenfinanzierern angefordert. Die mittlerweile verstaatlichten Unternehmen teilten am Montag mit, das Büro des Bundesanwalts im südlichen Bezirk von New York verlange Papiere zu Buchführung, Angabepflichten und Corporate Governance seit Januar 2007. Auch die Börsenaufsicht SEC habe im Zuge ihrer Ermittlungen die Unternehmen aufgefordert, die Dokumente aufzubewahren. Fannie Mae und Freddie Mac kündigten an, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Gegen die Unternehmen ermittelt wegen Verdachts auf Betrug mittlerweile auch das FBI.

+++ Steinbrück lobt HRE-Hilfspaket +++

[17.26 Uhr] Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat die staatliche Beteiligung am Rettungsplan für die Hypo Real Estate als "richtig und erforderlich" verteidigt. "Es ist das getan worden, was am ehesten eine geordnete Abwicklung (von HRE) ermöglicht", sagte Steinbrück am Montag in Berlin. Hätte man dem Institut nicht geholfen, hätte die Gefahr bestanden, dass andere deutsche Unternehmen und Arbeitsplätze und auch solche jenseits der Grenzen unter Druck gekommen wären. In den Verhandlungen um die Hilfen sei auch das Ansinnen gestellt worden, die Bank zu verstaatlichen. Das aber habe er ebenso wie Bundeskanzlerin Angela Merkel abgelehnt.

+++ EZB und Fed ändern Währungsabkommen +++

[16.52 Uhr] Als Reaktion auf die anhaltende Finanzkrise haben die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank Fed den Umfang ihres wechselseitigen Währungsabkommens verdoppelt. Statt wie bisher 120 Milliarden Dollar können künftig Devisen im Wert von 240 Milliarden Dollar getauscht werden, wie die EZB am Montag mitteilte. Mit dieser sogenannten Swap-Vereinbarungen solle die Dollar-Liquidität in der Eurozone erhöht werden. Die Vereinbarung gilt bis zum 30. April 2009.

+++ Kurse an der Wall Street brechen ein +++

[16.20 Uhr] In New York hat die Wall Street mit deutlichen Verlusten eröffnet. Der Dow Jones verlor in der ersten Handelsstunde 334 Punkte oder 3,3 Prozent auf 10.809 Punkte.

+++ Morgan Stanley bekommt Hilfe von Mitsubishi-Bank +++

[16.09 Uhr] Die durch die Kreditkrise bedrängte US-Bank Morgan Stanley verschafft sich eine Kapitalspritze in Milliardenhöhe und holt den japanischen Finanzkonzern Mitsubishi UFJ als neuen Großaktionär an Bord. Die zu den führen japanischen Banken zählende Mitsubishi UFJ investiert neun Milliarden Dollar. Im Gegenzug erhält sie 21 Prozent der Anteile an Morgan Stanley und wird damit größter Einzelaktionär. Das teilten die beiden Finanzhäuser am Montag in New York mit.

+++ EZB teilt 120 Milliarden Euro als Tender zu +++

[15.06] Die Europäische Zentralbank hat vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise dem Geldmarkt in einem Sonder-Tender 120 Milliarden Euro an Liquidität zugeführt. Der durchschnittliche Zinssatz bei dem Geschäft mit einer Laufzeit von 38 Tagen habe bei 4,88 Prozent gelegen, teilte die EZB am Montag in Frankfurt mit. Der Marginalsatz, der niedrigste Satz zudem noch Gebote angenommen wurden, lag bei 4,36 Prozent. Die 38 Bieter haben laut EZB Gebote über insgesamt 141,683 Milliarden Euro

+++ Belgien und Frankreich deuten Dexia-Rettung an +++

[14.29 Uhr] Nach der Teilverstaatlichung des Finanzkonzerns Fortis hat der belgische Ministerpräsident Yves Leterme eine Rettungsaktion auch für die französisch-belgische Dexia angedeutet. "Wir werden auch bei Dexia unsere Verantwortung wahrnehmen", sagte er. Die Dexia-Aktie war zuvor um rund 30 Prozent eingebrochen. Leterme betonte, die Probleme bei dieser Bank seien "grundlegend anders" als bei Fortis. Auch die französische Regierung kündigte an, die in Turbulenzen geratene Dexia-Bank notfalls zu unterstützen.

+++ Citigroup übernimmt Wachovia +++

[14.26 Uhr] Die amerikanische Bank Citigroup wird nach Angaben der staatlichen US-Einlagensicherung FDIC das Bankgeschäft des angeschlagenen Instituts Wachovia kaufen. Citigroup werde bei diesem Deal vom Staat unterstützt.

+++ Hypo Real Estate sieht Bestand gesichert +++

[12.37 Uhr] Die Hypo Real Estate sieht ihren Bestand durch das milliardenschwere Rettungspaket der Banken als gesichert an. Von einer Abwicklung des Unternehmens könne keine Rede sein, sagte ein Sprecher am Montag in München. Vielmehr gehe es darum, die Refinanzierung des Konzerns wieder auf ein solides Fundament zu stellen. Das Finanzministerium hatte in Berlin gesagt, es gehe um eine "geordnete Abwicklung" der Hypo Real Estate und mit dieser Aussage Verwirrung ausgelöst.

+++ WestLB und Deka-Bank rücken zusammen +++

[12.06 Uhr] Die angeschlagene WestLB und die Frankfurter Deka-Bank schieben die Neuordnung der Landesbanken an und wollen enger zusammenrücken. In einem Brief an die Mitarbeiter schrieb die WestLB am Montag, dass der Vorstand im Rahmen der anstehenden Konsolidierung der deutschen Landesbanken konkrete Vorschläge unterbreitet habe. Berichten zufolge will die WestLB als erste Landesbank eine funktionale Arbeitsteilung mit der Deka-Bank auf den Weg bringen.

+++ "Hypo Real Estate ist das einzige Problem" +++

[11.53 Uhr] Die Rettung des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate ist nach Darstellung des Bundesfinanzministeriums das derzeit einzige zu lösende Problem in diesem Bankensegment. Es gehe um keine andere Realkreditbank, sagte Ministeriumssprecher Torsten Albig am Montag in Berlin. Das deutsche Finanzsystem und die Bundesregierung seien gewillt, handlungsfähig und schnell zu reagieren, um dem Münchner Dax-Konzern zu helfen. Weitere Probleme darüber hinaus zeigten sich derzeit nicht.

+++ Finanzminister bestätigt Bürgschaft für HRE +++

[11.44 Uhr] Das Bundesfinanzministerium hat eine Bürgschaft für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) in Höhe von 35 Milliarden Euro bestätigt. Diese Zusage sei nötig, um die Finanzhilfen der Privatbanken abzusichern, sagte ein Sprecher am Montag in Berlin. Es handele sich nicht um bereits eingetretene Verluste, wurde betont. Sollte aber die Bürgschaft in Anspruch genommen werden, würde dies die Banken und den Bund natürlich belasten.

+++ Dänische Roskilde Bank wird zerlegt +++

[11.32 Uhr] Die schwedische Nordea AB , die dänische Spar Nord Bank und Arbejdernes Landsbank kaufen für rund 108 Millionen Dollar Teile der ins Schlingern geratenen Roskilde Bank. Zudem übernehmen die drei Banken nach Angaben vom Montag Kredite im Wert von rund 1,96 Milliarden Dollar und Einlagen von etwa 980 Millionen Dollar. Der Deal muss noch von der dänischen Finanzaufsicht genehmigt werden. Die Roskilde Bank wurde wegen der Finanzmarktkrise und angesichts fallender Häuserpreise in Dänemark bereits im August von der dänischen Zentralbank übernommen.

+++ EZB greift wieder ein +++

[11.22 Uhr] Um die Liquiditätslage der europäischen Banken zu verbessern hat die Europäische Zentralbank eine spezielle Refinanzierungsoperation angekündigt. Die Euro-Währungshüter teilten am Montag in Frankfurt am Main mit, bei der Operation mit variablem Zinssatz werde es kein festgelegtes Volumen geben. Die Laufzeit gehe bis zum 7. November.

+++ Euro-Geschäftsklima auf Sieben-Jahres-Tief +++

[11.08 Uhr] Die Stimmung von Unternehmern und Verbrauchern in der Euro-Zone ist im September auf den tiefsten Stand seit fast sieben Jahren gefallen. Der entsprechende Geschäftsklima-Index sank auf 87,7 Punkte nach 88,5 Zählern im August, wie die EU-Kommission am Montag mitteilte. Dabei sind die jüngsten Entwicklungen der Finanzkrise nicht einmal berücksichtigt: Die Unternehmen und Verbraucher wurden vor dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers vor zwei Wochen befragt.

+++ Island übernimmt Glitnir-Bank +++

[10.08 Uhr] Islands stark angeschlagene drittgrößte Bank Glitnir wird mehrheitlich verstaatlicht. Wie die Zentralbank in Reykjavik am Montag mitteilte, übernimmt der Staat 75 Prozent der Anteile für eine Kapitzalzufuhr von umgerechnet 600 Millionen Euro. Glitnir selbst versicherte, alle Einlagen seien gesichert, die Bank weiterhin zahlungsfähig.

+++ Briten verstaatlichen Hypothekenbank +++

[9.03 Uhr ] Die Reste der angeschlagenen britischen Hypothekenbank Bradford & Bingley (B&B) werden verstaatlicht. Dafür habe die britische Regierung 14 Milliarden Pfund bereit gestellt, erklärte das britische Finanzministerium am Montag. Ein nötiger Kredit sei von der Bank of England zur Verfügung gestellt worden und solle bald von einem Kredit der Regierung abgelöst werden, teilte das Finanzministerium weiter mit. Die B&B-Aktien waren vom Handel ausgesetzt. Die spanische Großbank Santander erklärte, sie werde von B&B Firmenteile für insgesamt 612 Millionen Pfund übernehmen.


Politik sollte den Selbstreinigungs Prozess des Finanzmarktes nicht frühzeitig beeinflussen und stören, sich nicht von der Hektik anstecken lassen. Die Selbstreinigungs Mechanismen der Politik allerdings müssen jetzt aufpassen, dass keine Schiebereien mit Öffentlichen Geldern passieren. Gewisse Banken gieren danach. Und die Presse sollte sich mit Aussagen wie "Amerika zittert" etwas zurückhalten.

BANKENKRISE IN DEN USA
700-Milliarden-Rettungsplan geplatzt, Panik an den Märkten
Die Finanzmärkte stehen unter Schock, Präsident Bush zeigt sich erschüttert: Ausgerechnet seine Parteifreunde ließen denn 700 Milliarden Dollar schweren Rettungsplan für die US-Banken durchfallen. Am Donnerstag soll erneut über die größte staatliche Intervention seit der großen Depression des Jahres 1929 abgestimmt werden. Amerika zittert.
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Beitragvon micha » Di Sep 30, 2008 09:56:57:

Spiegel Online heute:
In der Nacht zum Montag war nach tagelangen Verhandlungen bekannt geworden, dass die HRE vor der Pleite gerettet werden musste. Bund und ein Konsortium mehrerer Banken einigten sich angesichts des drohenden Zusammenbruchs auf ein Rettungspaket über 35 Milliarden Euro. Die Refinanzierung sei nun bis Ende 2009 gesichert worden, erklärten die Börsenaufsicht BaFin und die Bundesbank.

Die Bundesregierung hatte am Montag erklärt, sie werde mit bis zu 26,5 Milliarden Euro für Kreditzusagen des Bankenkonsortiums an HRE haften. Vom Verband der Privatbanken kommen weitere Garantien über 8,5 Milliarden Euro. Wie viel Geld die Bürger tatsächlich in die HRE pumpen müssen, hängt nun von ihrer Sanierung ab. Das Bundesfinanzministerium beteuerte, eine Pleite des wegen der Finanzkrise wackelnden Instituts wäre erheblich teurer gewesen. Nach Angabe der Bundesregierung hatten die Geldgeber der HRE den Risikoschirm zur Voraussetzung für neue Kredite gemacht. Nur wenn das Institut die Summe nicht zurückzahlen kann, greift die Bürgschaft.


Der US Kongress schmetterte ein 70 Milliarden Dollar Hilfspaket für ihren Finanz und Banken Sektor ab. Begründung: Subventionen privater Firmen seien "unamerikanisch".

BRAVO! Die weltweite Medienwelt ist darauf hereingefallen, dass sich die Finanzwelt stets in den Vordergrund gespielt hat. Ein großer Teil der Nachrichten westlicher Länder wird von Wirtschafts Nachrichten bestimmt. Das Leben, das wirkliche Leben, wird jedoch von anderen Dingen als Profit und Finanzgeschiebe bestimmt. Wegen des scheinbar so logischen Gewichtes, das in Wirklichkeit ein nahezu leeres Übergewicht lobbyistischer Manipulation ist, entsteht nun der Eindruck eines "Weltunterganges", wenn die Börsen krachen.

Gerade lese ich im Online Spiegel, ich füge hier 14 Stunden später nur die Überschrift ein:

RETTUNGSPLAN IM US-KONGRESS
Die ganze Welt hofft . . .

Da bestätigit sich gleich mal, was ich vorher hier sagte.

Im Gegensatz zum Kongress schiebt unser Finanz Minister (SPD) gewissen selbstverschuldet erkrankten Banken Milliarden zu. Er honoriert damit Wirschafts Betrug. Er müsste zur Verantwortung gezogen werden.

Die SPD erweist sich als unsozial und Wirtschafts lobbyistisch, viel schlimmer noch als die FDP es jemals vielleicht war. Sie benutzt den Schutzmantel des Sozialen, um Firmen zu subventionieren, die mit Bürger Geldern betrügerisch umgegangen sind.

Den Banken geht es zurzeit um Kunden Erhalt. Sie brauchen die Kunden für ihre Hintergrund Geschäfte, die hohe Profite für unverantwortliches Risiko vorgegaukelt haben. Um die Profit Gier geht es. Die Spekulations Aussichten sollen auch für die Zukunft erhalten bleiben. In zweiter Linie, oder in letzter Linie, geht es um die Kunden, wenn man sie sicher hat. Schwimmen sie weg, soll ein Finanzminister die Hintergrund Betrügereien abdecken, damit die Kunden zurück kommen.

Die Banken "Mafia", wenn es stimmt, wüsste man mehr, lanciert nun Tränen rührige Geschichten, um die Rettungs Milliarden zu bekommen, und die Presse fällt darauf herein. Die letzte Meldung aus Spiegel Online füge ich hier ebenfalls 14 Stunden nachträglich ein:

BANKENPLEITE
Wie die Finanzkrise eine 70-Jährige um die Ersparnisse brachte
Sie legte 10.000 Euro an, jetzt sind sie weg. Ingrid Otto, Rentnerin aus Berlin, hat ihr Vermögen verloren, weil sie sich "krisenfeste" Zertifikate der Pleitebank Lehman andrehen ließ. So wie ihr geht es Tausenden deutschen Kleinsparern - in diesen Tagen bekommen sie die Hiobsbotschaften per Post.


Das Andrehen von Papieren in Banken gehört mit zum Hauptgeschäft. Dafür sind in der Regel gleich sofort Mitarbeiter zur Stelle. Bei Beschwerden oder gar Fehlern der Bank liegt die Befugnis oft bei den Rechtsabteilungen. Sie haben inzwischen so viel Macht, dass selbst ein Bank Filialleiter plötzlich keine Befugnisse mehr hat und die einfachsten Dinge nicht mehr eigenständig unterschreibt. So habe ich es bei der Citibank erlebt. Die Stellung der Rechtsabteilungen lässt auf Unsicherheit schließen. Den Banken ist bewusst, dass sie Kunden täuschen, sie hinhalten, sie ausnutzen, wenn ich mich nicht gänzlich täusche, und darum haben die Advokaten das Wort. Absicherungen der Bank werden groß geschrieben. Wegen Lappalien werden Kunden in die Schufa eingetragen. So erging es mir wegen einer kurzen Überziehung von knapp 300 Euro als Folge von Kommunikations Fehlern der Citibank, da ich in Thailand war. Nach schneller Klärung und sofortigem Ausgleich weigerte sich die Rechtsabteilung der Bank, den Eintrag löschen zu lassen, obwohl ich eine Bestätigung bekam, dass keine Verbindlichkeiten vorlagen. Diese kleine Geschichte erzähle ich deshalb, weil Banken offenbar auch wegen Lappalien Schufa Einträge benutzen, um ihre pädagogische gefärbte Sauberkeit zu demonstrieren. Sie hatten und haben es nötig, wie sich jetzt heraus stellt.

Einfügung am 1. Oktober 2008 17:17 aus Spiegel Online:
LEHMAN-PLEITE
Dresdner Bank soll Kunden über drohende Verluste nicht informiert haben
Die schlechte Lage bei der US-Investmentbank Lehman Brothers war bei der Dresdner Bank bekannt - dennoch hielt das Geldinstitut seine Berater offenbar an, Kunden, die Lehman-Zertifikate halten, nicht zu informieren

Das harte Urteil gegenüber Banken wurde jetzt also bestätigt. (Einfügung Ende)

Die Solidarpartei http://solidarpartei.de hat deshalb Solidarschafts Banken im Programm, die tatsächlich für den Bürger agieren. In diesem neuen Banken Modell werden Kammern Konten für jeden Bürger eingerichtet, mit dem Ziel, Verwaltung für seine Lebensbereiche einzusparen und selbst aktiv zu werden. Der bisherige Profit im Banken Geschäft soll ihnen selbst zugute kommen. Mit dem Kammern Konto ist zusätzlich noch eine parteiinterne Idee mvRs verbunden, die einen risikolosen Überweisungs Verkehr garantiert.

Diese bürgerfreundlichen Ideen sind Eigentum von micha vRhein und der Solidarpartei, die eine faire Solidargesellschaft ohne extreme Links oder Rechts Ideologie zum Ziel hat. Man beachte das Copyright beim Lesen des Partei Programms.

Statt kranke Systeme mit Milliarden zu unterstützen, sollten Politiker besser ihre Lobbyisten aus ihren Partei Reihen fegen.
Zuletzt geändert von micha am Mi Okt 01, 2008 16:21:37:, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon micha » Mi Okt 01, 2008 02:30:53:

Statt kranke Systeme mit Milliarden zu unterstützen, sollten Politiker besser ihre Lobbyisten aus ihren Partei Reihen fegen.

Sie tun es nicht, zumal sie ganz andere Möglichkeiten sehen, um ihren Einfluss zu erhöhen: DIE WEITERE KONTROLLE DER BANKEN. Inzwischen geht es gar nicht mehr so sehr um das "Vertrauen, das wieder hergestellt werden muss" (Merkel), sondern um eine Macht Erweiterung der staatlichen Systeme.

________________

Einfügung am 11.10.08 2:34, Bericht Zitat aus Spiegel Online:
RETTUNGSAKTION
Wenn der Staat zum Banker wird
Island, Großbritannien, Niederlande - europaweit retten Regierungen taumelnde Banken vor dem Zusammenbruch. Auch in Deutschland wird über Verstaatlichung nachgedacht. Den Eingriff der Regierungen beurteilen Experten kritisch

________________

Jeder Staat und jede Staaten Gruppe haben dabei unterschiedliche Ambitionen und Pläne. Die Staaten verfolgen Steuer Strangulations Ziele und wollen die Banken als INOFFIZIELLE MITARBEITER im Stil der ehemaligen DDR in die Pflicht nehmen, um Bürger und Firmen zu kontrollieren. Die Staaten Gruppe hat generelle Pläne einer System Änderung, die ebenfalls mehr Unfreiheit der "Freien Märkte" bedeutet. Sie wollen ihre Mitglieder Staaten besser kontrollieren um ihre eigene Effektivität und Macht zu erhöhen.

Um die Bürger geht es also gar nicht. Sie sind nur als Stimmvieh und scheinbar demokratische Legitimation bestehender Machtverhälnisse gefragt. Und natürlich als Melk Vieh.

Die SOLIDARPARTEI http://solidarpartei.de hat daher eine Rückkurbelung eines früheren Bank Geheimnisses auf ihrer Programm Agenda. Ein Bankgeheimnis "wie in der Schweiz" wurde gesagt. Aber dieses ist inzwischen so untergraben, dass es besser heißt: EIN BANKGEHEIMNIS WIE IN SINGAPUR.

Bürger Selbstbewusstsein hat in Bayern zu 10 Prozent der FREIEN WÄHLER bei den Wahlen am vergangenen Sonntag geführt. Somit machen Bürger die Erfahrung, dass sie nur eines zu tun haben: abwählen und frisch wählen.

Ein ähnliches Selbstbewusstsein sollte hinsichtlich der Banken entstehen. Konto auflösen und frisch da einrichten, wo tatsächlich eine durchgängige Vertrauens Würdigkeit besteht, die trotz der jetzigen Krise erhalten blieb, wäre eine gute entsprechende Möglichkeit. Banken verlieren ihren einzelnen Einfluss völlig, wenn ein ehemaliger Kunde weg ist, einfach weg, nicht mehr da.

Sodann besteht bereits die Idee innerhalb der SOLIDARPARTEI FÜR EINE FAIRE BÜRGER GESELLSCHAFT, dass ein Bürger Rat eine oder mehrere SOLIDARSCHAFTS BANKEN direkt für Bürger, für eine wesentlich erweiterte Selbstverwaltung der Bürger, jederzeit einrichten kann, wenn entsprechend gewählt wird. Auch in dieser Hinsicht soll die Möglichkeit von viel mehr Selbstbewusstsein der Bürger angelegt werden. Auch diese Punkte sind Eigentum von micha vRhein/Solidarpartei. Sie dürfen zitiert werden, eine eigene Verwertung durch andere Parteien oder irgend sonst jemand ist verboten, gegen das Gesetz. In Anbetracht bisherigen geistigen Diebstahls aus dem Internet Schreibtisch muss auch an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen werden.
Zuletzt geändert von micha am Sa Okt 11, 2008 01:36:12:, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon micha » Mi Okt 01, 2008 14:36:21:

Ohne staatliche Hilfe ganz und gar wird die Krise allerdings nicht zu bewältigen sein. Stehen Hilfsgelder in Milliarden zur Debatte, kommt es zu einem Kampf ums Geld. Die Schwächsten haben dabei die schlechtesten Karten. Es sind die kleinen Kreditnehmer, die in Not geraten sind. Es sind auch kleine und mittelständische Unternehmen, deren Existenzen von einem funktionierenden Kredit Markt abhängig sind.

Der Druck der Banken, dass Hilfe über sie selbst abgewickelt wird, könnte sehr groß werden. Die Bank Lobbyisten an Entscheidungs Hebeln wollen den Kuchen für sich.
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Einfügung am 02.10.08 1:37 gemäß Nachricht Spiegel Online:
Josef Ackermann ging voran. Als erster Top-Banker hat der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ein staatliches Hilfsprogramm nach dem Vorbild der USA ins Spiel gebracht. "Wenn die USA ein solches Paket verabschieden, sollte Europa bereit sein, vergleichbare Lösungen zu finden", sagte der Schweizer an diesem Mittwoch am Rande einer Veranstaltung in Frankfurt am Main.
_______________

Die Kleinen haben kaum eine Lobby. Wer hilft ihnen?

Wenn ein Land keine Politiker mit genügend inneren Werten besitzt, wenn es an Menschen fehlt, die eine humanistische Ausbildung hatten, die eine Gesellschafts Ethik mit Energie vertreten, dann sieht es schlecht aus. Dann sieht das Licht am Ende des Börsenkrach Tunnels wie ein kaltes Neonlicht aus, das Profitgier angebracht hat.

Darum schlägt der vR Internet-Schreibtisch Modelle vor, die den Kleinkrediten für Frauen zur Existenz Gründung in Entwicklungs Ländern ähneln. Diese Modell müssen den Notlagen angepasst werden. Wichtig wären

1. Hilfe von Sozial Arbeitern, die auch an erfolgreichen Beschäftigungs Modellen und Sanierungs Modellen geschult sind, oder entsprechenden polizeilichen Abteilungen oder solchen der Inneren Sicherheit. Sie müssen den bedrohten Familien zur Seite stehen.

2. Sofort Kredite direkt über die Finanzämter, denn diese haben die Konten der Kreditnehmer, über die Zahlungen an die Kreditgeber abgewickelt werden können. Sie sollten das augenblicklich Notwendigste abdecken, keine Geschenke, aber staatliche Langzeit Kredite sein, die ein Belohnungs Prinzip eingebaut haben.

3. Einen Teil der staatlichen Hilfen muss in Beschäftigungs Programme gesteckt werden, die Sinn machen und kleine schon vorhandene Selbständigkeiten unterstützen und neue ermöglichen und einleiten.
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Beitragvon micha » Do Okt 02, 2008 01:26:45:

Zitierte Argumente zur Kredit und damit Wirtschafts Krise finden sich in Spiegel Online soeben auch hier:

Die Argumente für und gegen einen milliardenschweren Fallschirm sind im Prinzip die gleichen wie in den Vereinigten Staaten. Da werden zum einen die Verwerfungen ins Feld geführt, die eine solch große Summe für die Staatshaushalte mit sich bringt. Sollte etwa die US-Regierung den Banken die Ramschhypotheken wie geplant abkaufen, dürfte die Staatsverschuldung bald hundert Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen - ohne die Aussicht, das Geld so bald wieder zurückzuzahlen. Schon mehrfach in der Vergangenheit wählte eine US-Regierung in solchen Situationen den Weg über die Notenpresse. Dollarabwertung und Inflation waren die Folge.

Auch die reine marktwirtschaftliche Lehre spricht gegen eine Intervention von staatlicher Seite. Die Banken hätten jahrelang die Chancen genutzt und sehr gut damit verdient, jetzt müssten sie auch so konsequent sein und das Risiko tragen. Ein Rettungspaket wäre grundsätzlich ein falsches Signal, sagt der Mannheimer Wirtschaftswissenschaftler Roland Vaubel. "So schafft man Anreize für die Banken, fahrlässig mit dem Geld umzugehen." Statt Verluste zu verstaatlichen, müssten die Eigentümer stärker zur Kasse gebeten werden. "Der Staat sollte den Banken nur das schenken, was unbedingt nötig ist, um sie am Leben zu erhalten."


Allerdings geht es nicht um reine Marktwirtschaft allein. Die Haupt Ursachen für die Krise aus Sicht des vR Internet-Schreibtisches:

1. Gewohnheiten privater Haushalte, auf großem Fuß zu leben, überlappen sich mit den Tributen, die westliche Nationen wegen Terrorismus Abwehr und Einsätzen in fremden Ländern (Irak, Afghanistan etc) zollen, weil reine Ausgaben Projekte wirtschaftlich sinnvolle Projekte verdrängen. Private Haushalte geraten daher auf Umwegen in den Sog eines erodierenden Marktes und geraten in Schwierigkeiten, vervielfachen nun negative Effekte.

2. Banken klammerten sich an Profit Gewohnheiten aus Friedens Zeiten. Kompetenz Verteilung verhinderte vorausschauende Sicherheits Mechanismen gegen eine logische breite Rezession.

3. Auch für die Politik war Voraussicht wieder einmal ein Fremdwort. Nun wird das Heil im Geld-Drucken gesucht, die schlechteste, vordergründig scheinbar erfolgversprechende aber dümmste aller möglichen Lösungen. Sie entspricht zwei anderen Einfachlösungen, nämlich den immer verfeinerten Steuererhöhungs Findigkeiten und dem weiteren Staatsschulden machen. Wie gewöhnlich retten Politiker ihre Haut durch "Lösungen" für den Augenblick, um dem Druck der geringsten Verantwortung auszuweichen und in den Tag hinein zu quasseln wie bisher. Sie geraten - wie nahezu immer eigentlich - in den Sog der Folgen ihrer Fehlentscheidungen und Entscheidungs Verweigerungen aus Gründen der Bequemlichkeit und satten Eigenversorgung. Aber auch das scheint sie nicht zu berühren, ebenfalls aus Gründen der Bequemlichkeit und satten Eigenversorgung.
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Beitragvon micha » Do Okt 02, 2008 12:47:59:

Der Finanzmarkt hängt mit einer Kaufkraft des Geldes zusammen. Im Markt x-beliebiger Dinge zum Kaufen steckt ein vergangenes Arbeits Volumen, im ruhenden Geld steckt ein zukünftiges Arbeits Volumen. Wenn Familien, die ein zukünftiges Arbeits Volumen eingeplant haben, um Raten abzahlen zu können, arbeitslos werden, fallen die Objekte mit vergangenem Arbeits Volumen an die Gläubiger zurück. Dieses ist massenweise geschehen. Daher die Finanzkrise. Sie ist eine Krise fehlender Arbeit. Die Finanzwelt hat es selbst vorgemacht. Stellen Streichungen ohne Ende waren die Regel. Nun rufen sie nach mehr Geld aus Liquiditäts Gründen. Es fehlen aber die zugehörigen Arbeits Möglichkeiten zu diesem Geld.

Was bedeutet das? Es bedeutet nichts anderes, als das, was eine Fälscher Werkstatt tut, wenn sie Geld druckt. Dem Falschgeld fehlt das zugehörige Arbeitsvolumen als Gegenwert. So machen es die Banken jetzt. Sie wollen Geld - vom Staat in Massen zusätzlich gedruckt - und wollen praktisch staatliche Organe als Fälscher Werkstatt missbrauchen, ohne nach einem Ausgleich an Arbeits Werten überhaupt zu fragen.

So ist die oben zitierte Empfehlung von Ackermann entsprechend negativ zu werten. Seine Tage vor Gericht haben ihn notfalls noch als Opfer erscheinen lassen. Seine Empfehlung, die eines Bankers, deutet an, dass die Staatsanwaltschaft wohl überaus recht hatte. Der damalige ausgehandelte Kompromiss erscheint nun in einem anderen Licht.
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Beitragvon micha » Sa Okt 04, 2008 14:37:05:

Spiegel Online berichtet:
Die Freude über das Wall-Street-Rettungspaket ist verfrüht: Die Sanierung des US-Bankensystems ist nur der erste Schritt. Viele Ökonomen erwarten, dass die Finanzkrise trotz der 700-Milliarden-Dollar-Spritze weiter gehen wird


Die "unamerikanische" Hilfe für Privat Banken etc. hat nun doch die Abstimmungs Hürden passiert. Die Krise aber bleibt, denn sie ist eine Verhaltens Krise der US Amerikaner. Zu leichtfertig wurde mit Krediten umgegangen, die zu leichtfertig vergeben wurden. Gespart wurde so gut wie nicht mehr. Die Geldbörsen und Brieftaschen füllten sich seit Jahren mit Kreditkarten. Die Gewohnheit, alles auf Pump haben zu können, führte bei Banken zu einem laxen Umgang mit Geld, bei Konsumenten zu einem laxen Umgang mit Arbeit. Warum arbeiten, wenn Kredite winken, schien das Motto geworden zu sein. Das Hilfs Paket ändert daran nun rein gar nichts. Es verstärkt höchstens den laxen Umgang auf beiden Seiten.

So schnell aber lassen sich Verhaltensweisen nicht zu ändern, zumal wenn sie bestätigt werden. Die Auswirkungen werden noch schlimmer ausfallen als die Folgen des viel zu schnell und ehrgeizig eingefädelten Irak Krieges. Die Weltwährung Dollar wird andere Länder noch stärker in Mitleidenschaft ziehen.

Darum war es richtig, von deutscher Seite ein ähnliches Hilfspaket wie in den USA abzulehnen und sich vorsorglich wieder den Märkten im Osten zuzuwenden.
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Beitragvon micha » Mo Okt 06, 2008 19:07:55:

Spiegel Online berichtet soeben:

Die Skepsis über die Zukunft der Hypo Real Estate (HRE) ist trotz des Rettungspakets von 50 Milliarden Euro nicht nur bei Anlegern groß. "Es gibt nach wie vor große Zweifel, ob dieses Geld ausreichend ist, um den Liquiditätsbedarf der Bank zu decken", sagt Rudolf Hickel, Wirtschaftsprofessor an der Universität Bremen. "Das Geld reicht jetzt erstmal für 2008, aber es gibt erste Hinweise, dass es neue Risiken für das Jahr 2009 gibt."

Dass die Rettung der HRE trotz allem unvermeidbar war, bezweifelt jedoch niemand: "Die Bundesbank hat völlig zu Recht den strategischen Stellenwert der Bank betont, ein Bankrott hätte katastrophale Kettenreaktionen hervorgerufen", sagt Hickel.


Die HRE wurde erst 2003 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt priesen US Banken ihre Hypotheken Verträge wie warme Semmeln an, Marmelade zum Versüßen gab es noch oben drauf, um zu vertuschen, was längst bekannt war: die Semmeln waren bereits schimmelig. Die Republikaner hatten vor den Folgen gewarnt. Die Demokraten ließen alles passieren, aus zwei Gründen: 1. Bush war am Ruder, 2. Farbige und ärmere Weiße sollten ihr Haus haben. Die Warnungen der Republikaner wurden in Deutschland bewusst ignoriert.

Dann passierte folgendes: die HRE wurde aufgebläht, vielseitig verunklärt und in den Dax geschoben, wie und warum, bleibt ein Rätsel, das aber restlos aufgeklärt werden sollte. Das Nahziel war erreicht. Kaum im Dax brachte es die Firma fertig, innerhalb von fünf Jahren 60 Milliarden Liquiditäts Bedarf anzuhäufen.

Das Ganze würde ich Wirtschafts Betrug in großem Stil nennen. Die HRE wurde offenbar dafür gegründet. Ausgelagerten "Zweckgesellschaften" wurden weder von Journalisten, Analysten noch Aufsichts Behörden enttarnt und kommen erst jetzt ans Tageslicht. Jede Art von "Rettung" ist grundfalsch.

Naivität paarte sich mit krimineller Energie. Die Naivität bezog sich darauf, anzunehmen, dass genügend bauliche Großprojekte Kredite benötigen würden, um Hypotheken als Sicherungsmittel dafür einzusetzen.

In Wahrheit entstand ein Übergewicht an Hypotheken kleiner Leute. Warum? Seit 2001 hing die Welt schief. Die künftigen Auseinandersetzungen, Militär und Sicherheits Organe gegen Terrorismus, ließen Drogen und Mafia Gelder sprunghaft ansteigen. Die Unsummen mussten alle gewaschen werden. Geld für bauliche Großprojekte war daher im Überfluss vorhanden.

Diese Theorie wird lediglich durch meine Beobachtungen untermauert, dass Bauprojekte weltweit aus dem Boden gestampft wurden, die keinen adäquaten Gewinn abwerfen können. Korruption ist immer mit im Spiel. Wenn die Finanzmärkte gegenwärtig so offensichtlich kriminelle Energie offenbaren, wenn staatliche Hilfs Pakete schon vorher einkalkuliert werden, dann dürfte der Korruptions Pegel proportional gestiegen sein.

Die Bewertung des Papstes Benedikt XVI auf der jetzt aktuellen Weltbischofs Synode, "Streben nach Geld und Karriere sinnlos" trifft den Kern der weltweiten Finanzkrise nicht so ganz, weil sich nun ja herausstellt, dass Staaten mit Steuergeldern und Notendruck Pressen barmherzig "Gnade" walten lassen und sich der Wert des Geldes dadurch von allein minimiert - wieder zu Lasten der Leute.
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Beitragvon micha » Mi Okt 08, 2008 17:37:41:

Zwei Bankenaufsichten in Deutschland - die Bundesbank und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) - haben versagt, sagen nun Politiker wie Merkel, Steinbrück und Westerwelle. Die Aufsicht habe die Finanzkrise und die Machenschaften von Banken nicht rechtzeitig erkannt.

Die BaFin hatte auch die Propaganda Blase einer Firma, der Teles AG, Berlin, nicht erkannt und sie in den TecDax kommen lassen. Sobald dies anstand, konnte der Firmenchef mit der Veröffentlichung nicht zurückhalten und wurde dafür gerügt. Er war verpflichtet, bis zur offiziellen Aufnahme zu warten. Die Aussicht auf eine Geldschwemme von Kleinanlegern hatte einen Adrenalin Schub wie bei einem Lottogewinn und vorschnelles Handeln wie in einem Rausch verursacht.

Die Firma log dann astronomische Wachstums Steigerungen vor, schob dafür Scheingeschäfte in den Vordergrund, mit dubiosen Geschäfts Partnern, und verließ sich auf die Durchsetzung von zweifelhaften Patenten vor Gericht. "Erfindungshöhe" nicht ausreichend hieß es richterlich dann.

Die Aktie ging kontinuierlich bergab, unterbrochen nur von Insider Verkäufen. Geschäftsbereiche wurden aufgegeben, übrig blieb kaum mehr als ein Riesenbetrug an Kleinanlegern, die zum Teil ihre Ersparnisse anlegten, weil der Firmenchef seine Professur als Glaubwürdigkeits Garantie einsetzte.
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Beitragvon micha » Do Okt 09, 2008 02:51:33:

Spiegel Online heute:
DÃœSTERE PROGNOSE
IWF sagt deutscher Wirtschaft rasante Talfahrt voraus

Die Weltwirtschaft schwächelt unter dem Druck der Finanzkrise. Nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds droht Europa im kommenden Jahr eine Konjunkturflaute. Die deutsche Wirtschaft werde 2009 überhaupt nicht mehr wachsen - die Wahrscheinlichkeit einer Depression sei aber gering.


Diese Auffassung teile ich nicht. Export hängt von Produzenten und Kunden ab, die an den Waren überaus interessiert sind. Banken haben nur dann Einfluss, wenn kurzfristig Kredite, die eingeplant waren, verweigert werden. Da sich aber auch andere Möglichkeiten im Handel anbieten, ohne sich auf spezielle Banken zu stützen, dürfte die Prognose falsch sein.

Ebenso wahrscheinlich könnte sich auch eine Export Steigerung ergeben, weil Verluste aus der Banken und Finanz Krise durch zusätzliche Anstrengungen im Handel ausgeglichen werden müssen.
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Beitragvon micha » Sa Okt 11, 2008 02:39:15:

Steinbrück, unser Finanz Minister von der SPD, stolpert, dreht sich und will nun eine Wende, den Banken generell helfen, stottert bei seiner öffentlichen Ankündigung und wirkt irgendwie völlig neben seiner selbst. Das Selbst waren bisher Lügen zur finanziellen deutschen Finanzlage angesichts immer neuer Neuverschuldungen statt Schulden Abbau.

_____________

Einfügung am 12.10.08 2:19 aus einem soeben erschienenen Spiegel Online Bericht, der meine Analyse von gestern bestätigt und generalisiert:
Die (folgende) Aussage (von George Bush) ist noch aus anderem Grund bemerkenswert - sie ist eine erstaunliche Kehrtwende einer Regierung, die noch vor wenigen Wochen erklärt hatte, derartige Rettungs-Aktionen verstießen gegen ökonomische Grundprinzipien.

Bush redet von (Anmerkung vRhein: bettelt wegen) der Suche nach globaler Abstimmung, er setzt an zu historischen Analogien. Früher seien Länder in solchen Krisen gegeneinander angetreten, nun arbeiteten sie gemeinsam an einer Lösung. "Wir stecken alle zusammen in dieser Krise, wir werden sie alle zusammen meistern."

______________

Die elitäre parasitäre Schuldenmacher Politschicht Deutschland hat sich bisher geweigert, auch nur einen Cent von Ihrem Luxus Leben abzugeben, setzte auf WEITER SO und wollte die Ärmsten im Land zur Kasse bitten, immer mehr indirekte Steuern erfinden und sich bei steigenden Energie und Benzin Kosten insgeheim freuen, da zusätzliche Steuern sprudeln.

Banken setzen Kredit Nehmern die Pistole auf die Brust, wenn sie nicht parieren und außer den Zinsen noch Sachgewinne in Aussicht sind. Firmen und Privat Personen bekamen es zu spüren, wenn sie am Ende waren. Nun ist der Staat dran. Die Banken drohen mit Selbstmord Taktiken und erpressen Milliarden aus den Notenbank Pressen. Die verschuldeten Staaten geraten in einen Strudel der Angst. Island hat es vorgemacht. Über allen hängt das spitze Schwert, das alle durchbohren wird:

STAATS BANKROTT

Plötzlich also die Wende, das Zittern, die kranken Mienen, die blassen Gesichter, das Betteln (siehe oben G. Bush).

Um die deutschen Bürger selbst geht es nicht. Sie sollen nur ausgenommen werden, sollen etwa einem Drittel oder sogar mehr als einem Drittel der Bevölkerung zu Diensten sein. Die Steuer Töpfe als Geldregen zum Verschwenden bleiben ihnen verwehrt. Sie sollen dort einzahlen. Das Drittel der Nutznießer soll empfangen, bekommen, darf Luxus Renten für sich selbst in einer Art Absicherungs Geheimlabor zurecht destillieren.

Beweis:

Auch die TV/Rundfunk Gebühren weiten sich zu indirekten Steuern aus, die gnadenlos eingetrieben werden, auch bei Familien, die am Existenz Rand leben. Ein Staats Vertrag ermächtigt die GEZ und ihre Juristen und Inkasso Helfer, bis zum Äußersten zu gehen. Der Staats Apparat ist wie die GEZ, die GEZ gebärdet sich wie ein Staats Apparat, der Steuern eintreibt und Menschen sehr schlecht behandelt, wenn sie Einwände haben. Der vRhein Internet-Schreibtische hat einen Einwand. Alles ist illegal, gegen Grundgesetz und Amtseid.

Begründung:

Eine Informations Grundversorgung durch ARD und ZDF & Co. ist überflüssig. Die "Grundversorgung", auf die sich die Öffentlichen berufen, gibt es bereits. Sie wird bereits vom Steuern Zahler getragen. Sie ist bereits bezahlt. Sie heißt: Deutsche Welle. Dieser Sender leistet Hervorragendes, auch für Deutsche, ist weit über eine "Grundversorgung" hinaus für das Ausland und Deutsche im Ausland schöpferisch aktiv.

Die Deutsche Welle wird in Deutschland nur deshalb nicht gesendet, was ohne Änderungen mit einigen Handgriffen möglich wäre, ohne jede Probleme, weil die sogenannten Öffentlichen, ARD und ZDF nebst ihren Verzweigungen, das Argument der "Grundversorgung" für sich pachten, damit Milliarden so schön bequem wie Steuern fließen und folglich astronomische Gehälter konstruiert werden.

Man hat gar nicht beachtet, dass der Steuern Zahler doppelt zahlen soll: für eine Grundversorgung durch die Abzocker mit ihren Unterhaltungs Programmen, die den Wettbewerb verzerren und für eine Deutsche Welle, die künstlich Deutschland vorenthalten wird und nur im Ausland und Internet senden darf. Nicht ein einziger Bürger hat jemals gefordert, dass sie es nicht darf.

Die elitäre parasitäre Schuldenmacher Politik und Parteien Schicht hat sich bisher geweigert, auch nur einen Cent von Ihrem Luxus Leben abzugeben und weigert sich darüber hinaus, irgendeinen Cent im Sinne der Bürger einzusparen, selbst wenn diese doppelt zahlen.

Die Banken und Finanz Krise ist eine Staaten Krise und betrifft diejenigen Länder, die auf Staatsverschuldungen gesetzt haben, nur dann sind sie abhängig. Die ausufernden Staatsverschuldungen sind die Krise, weil sich diese Staaten in ihrer verleugneten Abhängigkeit in das Banken Vorzimmer der Erpressung gesetzt haben. Sie sitzen da nur noch mit einem Unterhemd, beide Hände nach Hitler-Manier vor ihrer Schamlosigkeit.

Dies ist in Deutschland der Fall. Dieses Deutschland hat zugleich alles getan, um einen überblähten Staatsapparat zu füttern und die zahlenden Leute kurz zu halten. Dieses Deutschland hat nichts getan, um die Geprellten und Ausgenutzten in irgendeiner Weise zu entlasten, selbst dann nicht, wenn sie doppelt für etwas zahlen, es aber noch nicht gemerkt haben.
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Beitragvon micha » So Okt 12, 2008 02:09:00:

Spiegel Online soeben, Bericht zum Bundespräsidenten Köhler:
Bundespräsident Horst Köhler knöpft sich Deutschlands führende Banker vor: "Mehr Selbstkritik wäre gut, Menschen, die sagen: Ja, hier haben wir einiges falsch gemacht, und dafür stehen wir jetzt gerade", sagte Köhler dem SPIEGEL. Die Wirtschaftseliten müssten wieder lernen, "was Maß und Mitte ist, was Bodenhaftung bedeutet". Da sei "eine Menge Unaufmerksamkeit, Selbstzufriedenheit, Zynismus" im Spiel gewesen. Besonders in der angelsächsisch geprägten Finanzbranche habe man geglaubt, "aus nichts Gold machen zu können, und das dauerhaft", sagt Köhler. Es sei nur noch um die Maximierung der Rendite gegangen.

Köhler plädiert für ein "Bretton Woods II" - eine Konferenz mit dem Ziel, einen "internationalen Ordnungsrahmen für die globale Ökonomie" zu schaffen. "Ich würde mir wünschen, dass die Regierungen ein paar Weise auswählen, Männer und Frauen, wie damals unter anderen den Ökonomen John Maynard Keynes, die sich den Kopf darüber zerbrechen, wie wir der globalisierten Welt Regeln geben." Auf der ersten Bretton-Woods-Konferenz 1944 verhandelten Vertreter von 44 Staaten über ein stabiles Weltwährungssystem für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Infolge der Konferenz entstanden unter anderem die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF).

Notwendig sei auch eine "wirksame Regulierung für die Finanzmärkte", die "Wiederentdeckung von Ethos" bei den handelnden Personen.


Köhler war in seiner Zeit als IWF Chef offenbar nicht in der Lage, Modelle zur besseren globalen Regulierung der Finanzmärkte vorzuschlagen, die eventuell jetzt hätten greifen können. Hinterher sind Ratschläge billig. Seine moralische "Standpauke" gegen das weltweite Finanz Management kann hilfloser nicht klingen. Die Forderung nach "Ethos" ist eine Entlehnung der "Ethik" Definitionen aus dem vRhein Internet Schreibtisch auf dem Weg zu einer besseren Gesellschaft. Die verballhornte Wandlung "Ethik" in "Ethos", von Theorie zur Moral, zeigt offenbar wieder einmal eine Verwertung der Texte vRheins, die eigentlich geschützt sind. Eine Verwertung eigener Ideen aus seiner IWF Zeit war nicht möglich, weil nicht vorhanden.

Die pathetisch moralisierende Forderung nach "Ethos" ist, angesichts des Kräfte Messens aller Beteiligten, Regierungen wie Wirtschaft wie Finanzsektor, siehe den Thread oben, außerdem irgendwie völlig neben der Realität. Ganz allgemein gesehen steht ein Kopist immer etwas daneben.

Warum hat der Bundes Präsident nicht gleich auch eine Tapferkeits Auszeichnung wie das Eiserne Kreuz, das in diesen Tagen wohl von ihm selbst aus der nationalen Mottenkiste herausgeholt wurde, vermutlich für Soldaten in Afghanistan zur Unterstützung des Drogen Anbaus (Anm.1), auch für Broker vorgeschlagen, die Ethos zeigen?

_________

Anmerkung 1
Das Bundesparlament weigert sich, um neue Richtlinien für Afghanistan zu beschließen, mit anderen Nationen gleich zu ziehen, um unsere Kinder vor Heroin Schwemmen aus diesem Land zu bewahren und eine der Haupt-Finanzierungs Quellen des Terrorismus zu stoppen.
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Beitragvon micha » So Okt 12, 2008 19:54:13:

Heutige Zusammenfassung des Problems durch Spiegel Online in einer kleinen Sachkartei für Banken, Sparer, Managergehälter und Aufsicht als Wissens Grundlage in einem gleichzeitigen Artikel "KAMPF GEGEN FINANZKRISE Haushaltsexperte rechnet mit 400-Milliarden-Hilfspaket". Solche Zusammenfassungen sind eine besondere geistige Leistung, weil sie Berichte zusammenfassen. Der vRhein Internet-Schreibtisch übt ein Nachdenken über Geschehnisse eigentlich generell die ganzen Jahre, um hinter vorgehaltene Verschleierungen hindurch zu dringen und den Bürger aufzuklären. Die Spiegel Online Zusammenfassung geht diesen Schritt noch nicht, erleichtert ihn aber. Nun also das Spiegel Online Zitat zur Sachkarte "Banken":

Die EU-Staaten verbürgen sich für das Überleben der wichtigsten Banken. "Systemrelevante Finanzinstitutionen" sollen vor dem Bankrott bewahrt werden. Dies soll durch nationale Rettungspakete geschehen. Italien pocht dagegen auf einen gesamteuropäischen Rettungsfonds für Banken nach US-Vorbild, für den auch Frankreich und die Niederlande Sympathien haben. Deutschland lehnt dies entschieden ab.


Deutlich ist hier erkennbar, was vorher auf unserem "Schreibtisch" schon als Analyse vorgelegt wurde: Systemrelevante Banken Bankrotte müssen verhindert werden, um Staatsbankrotte verschuldeter Staaten zu verhindern. Dieser logische Schluss erklärt die Konsequenz, Schnelligkeit der Reaktion, die Höhe von Bürgschaften und Hilfsgeldern und die plötzliche seltsame Einhelligkeit der sonst konkurrierenden Staaten. Es geht ihnen nämlich an den Kragen. Die Banken drohen - wie oben hier beschrieben wurde - mit "Selbstmord Szenarien" und provozieren die Staaten, damit die Gelder auch fließen. Der Bürger fragt sich verdutzt, warum denn solche Summen vorher nicht in Konjunktur Programme gegen Armut und Arbeitslosigkeit und für Ausbildung und Invetitionen gesteckt wurde, wenn es doch jetzt plötzlich mit dem Geld so schnell geht.

Die Erklärung liegt einzig und allein in der Verschuldung der Staaten in diesem Finanzsystem, das auf Biegen und Brechen erhalten werden muss, damit die Schulden Aufnahmen weitergehen können und der Schuldendienst auch. Hinter den Selbstmord Szenarien der Banken stecken Mord Drohungen gegen die staatlichen Systeme, denen die Pistole auf die Brust gesetzt wurde.

Nicht von ungefähr hatte die SOLIDAR PARTEI http://solidarpartei.de in ihrem Programm folgende System Änderungen vorgesehen:

    1. Solidarschafts Banken eines zwischen Parlament und Bürgern etablierten Bürger Rates
    2. Kammern Konten zur Selbstregulierung bürgerlicher existenzieller Sicherheiten
    3. Staatsschulden Abbau durch vorübergehend erhöhte Mehrwert Steuer
    4. Danach kontinuierliche Gutschrift des bisherigen Schulden Dienstes, der vorher an das marode Finanz und Banken System ging, nun an die Bürger selbst automatisch auf eine Kammer ihres Kontos als Eigentum Bildung für ihn selbst, für alle Bürger einschließlich der Neugeborenen - das Ganze über den gleichen Zeitraum, den der Schulden Abbau benötigte. (Copyright micha vRhein/Solidarpartei/Rheinsverlag, wie alles, das hier eigenständig durchdacht wird und wurde und das bisher der schamlosen Verwertung höchster staatlicher Stellen ohne jedes Zitat, ohne selbstverständliche Vergütung für eine Nutzung eines Consultings der großen politischen Linie, schutzlos ausgeliefert war, weil der Ethos fehlt, den der Bundespräsident gestern ansprach, siehe den vorherigen Thread, bei ihm selbst und bei anderen, die sich hier jahrelang bedient haben.)
Dem Leser wird zugemutet, zu erkennen, dass diese Programm Punkte weit vor der jetzigen Finanz Krise formuliert wurden. Zur Belohnung bekommt er ein Gedicht:

    Wir kaufen jetzt die Banken
    und leihen was nur geht,
    wir kennen keine Schranken,
    die Staatsverschuldung steht!

    Wir drucken einfach Scheine
    und zahlen sie zurück,
    Bedenken gibt es keine,
    es zeichnen Stein und Brück.


So wie Stein, Brück und Co. es machen, gehts in die Hose! Zuerst werden die Staatsgarantien ausgeräubert, dann folgt der Rest, ein Gau für die Bürger.
Zuletzt geändert von micha am Fr Feb 18, 2011 06:02:37:, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon micha » Di Okt 14, 2008 02:14:54:

Spiegel Online heute:
US-Finanzminister Paulson schwenkt um: Wie die Europäer will auch er jetzt durch Übernahme von Bank-Anteilen die Kreditkrise lösen. Zeitungsberichten zufolge sollen dafür 250 Milliarden Dollar dienen, die eigentlich zum Aufkauf fauler Kredite gedacht waren. Neun große Institute sind im Visier


Da haben wir es! Beteiligte Staaten wollen die Fehler der Banken nicht wiederholen, undurchsichtige Derivate und faule Kredite einfach zu übernehmen. Sie wollen es den Banken selbst überlassen, damit zu hantieren. Stattdessen wird der staatliche Einfluß verstärkt. Bürgschaften und staatliche Aufkäufe von Anteilen der Banken sollen Banken zu gegeseitigem Vertrauen zwingen. Das bisherige allseitige Pumpsystem der Banken soll wieder funktionieren, das gegenseitige "Vertrauen" plötzlich wieder da sein.

Die Banken Pleiten wurden durch Spiegel Online so erklärt:

mit der US-Immobilienblase, der Politik der US-Regierung und den immer gewagteren Geschäftspraktiken der Banken - befeuert durch niedrige Zinsen.

Die variablen Zinsen stiegen mit der Überbewertung des Immobilien Marktes und führten in der Folge zu Pfändungen von Objekten, die keine Käufer mehr fanden. Die Raten fehlten, ein Loch im Finanzierungs System der Banken entstand, das nicht mehr zu stopfen war.

Der betreffende Artikel in Spiegel Online, "Wie das Multimilliardenloch entstand", von Christian Stöcker, erklärt die Ursachen nur sehr oberflächlich. Die Staaten als Kreditnehmer, deren Schulden Dienst, deren Bindung an das Finanz System, deren Abhängigkeit, werden unter den Tisch gekehrt. Das Verständnis der tieferen Ursachen, nämlich der Zusammenhang von Arbeit, Produkt und Dienstleistungs Qualität im Kontext eines Finanz Systems, das sich verselbständigt, kommt zu kurz. Die Ursachen der Krise liegen viel tiefer und lassen sich weder durch Bürgschaften noch durch Geldspritzen beheben.

Die Geldschwemme durch eine konzertierte Aktion der gefährdeten Staaten hat später eine gegenteilige Wirkung, nämlich Inflations Schübe, Teuerung und eine Verlangsamung des Geldumlaufs. Alles tragen die Bürger und bekommen die negativen Veränderungen schleichend, aber sehr deutlich zu spüren. Die Rettungs Aktionen der Staaten sind nur Strohfeuer. Das Kreditwesen wird gestützt und nicht die Eigentums Bildung bei Bürgern. Eigentum wird im Gegenteil genommen, Kredit Anreize werden wieder vorgegaukelt. Lebensqualität wird untergraben, Stolz auf Eigentum unmöglich gemacht, die nun rasant steigende Staatsverschuldung auf Kosten der kommenden Generationen wird wieder weggetäuscht.

Der Geldumlauf war durch Spekulation mit undurchsichtigen Immobilen Paketen überhitzt, Märkte und Wirtschaft konnten nicht die adäquate Arbeit verteilen und nicht die adäquate Qualität von Produkten liefern. Zuviel überflüssiges Zeug untergrub Kauf Anreize, damit Arbeits Anreize, damit Motivation der Konsumenten. Der Immobilien Boom hatte viele Haken. Notwendige Renovierungsarbeiten wurden unterlassen, Ersatz Produkte waren zu teuer und zu schlecht. Mit der Psyche der Hausbesitzer auf Pump ging es bergab, umso mehr, als im Finanzsektor das leichte Geld scheinbar ohne Arbeit verdient wurde - aufkosten der Menschen, die noch handfeste Arbeit zu leisten bereit waren. Diese Ungerechtigkeit wird durch die hektischen Hau Ruck Aktionen der beteiligten Staaten gegen die Krise nun belohnt statt abgestraft.

Dringend gebraucht wird eine Kontrast Analyse der Staaten, die sich nicht verschuldet haben und eine Statistik der Korruption der Staaten, die sich verschuldet haben.

Nach Island sind nun Ungarn und die Ukraine dicht am Staats Bankrott, wie soeben in der DW berichtet wurde.
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Beitragvon micha » Di Okt 14, 2008 11:07:16:

Meine Antwort in Yahoo Clever auf die Frage, ob sich ein Mann heute noch eine Frau, damit ein Kind leisten kann, kann ich hier gleich übernehmen, so wie sie ist. Sie macht den grundsätzlichen Irrtum der letzten politischen Finanz Krisen Entscheidungen deutlich. Sie entlarvt den Irrweg.

http://de.answers.yahoo.com/question/in ... rKBon3Htaa

Gemeinsames Kind:

Der Mann ist vom ersten Moment an für beide verantwortlich und sollte dafür sorgen, dass sich die Frau seelisch und körperlich geborgen fühlt, denn sie hat sozusagen eine komprimierte weibliche Lebensaufgabe vor sich. Ist das Kind geboren, verändern sich die Prioritäten, die Geld kosten. Der gescheite Mann ändert sich auch und gewinnt an Persönlichkeit, wenn er im Rahmen seiner Möglichkeiten zuarbeitet und sein Ego zurück stellt. Natürlicherweise würde alles das ganz automatisch passieren. Unsere Konsum Gesellschaft verführt und überfordert jedoch. Der Mann soll dem möglichst widerstehen und sich auf das Nötige beschränken. Seine Frau hilft ihm dabei. Sein Kind bietet einen sehr guten Ausgleich für alle seine bisherigen Freuden und kostenintensiven Hobbys, die eventuell zum Teil wegfallen. Notfalls wird er seine finanziellen Möglichkeiten auf seine kleine Familie konzentrieren müssen. Dann bekommt er einen tausendfachen Wert zurück und wird zu einem richtigen Mann, vorher war er meistens nur ein "Würstchen". Wenn er beruflich nicht immer bei seiner Familie sein kann, dann soll er versuchen, sie trotzdem irgendwie in die Nähe zu bringen. Die Frau will Nähe, macht alles mit, wenn sie nahe sein kann und ist glücklich, wenn Kind und Vater zusammen wachsen. Sie unterstützt, dass ein stolzer Besitz entsteht, der alles in den Schatten stellt, das man auf der Erde sonst noch so kaufen kann.

Angenommenes Kind:

Viele Komponenten, die für ein gemeinsames Kind gelten, werden sich übertragen. Die menschliche Herausforderung ist ähnlich.

Unser Staat unterstützt solche Familien bei weitem nicht genug. Die Prioritäten sind andere: eine halbe Billion für das Kreditwesen, für die Verführung zu einem abscheulichen Konsum vor Arbeit und Ersparnis, so wie es die verantwortlichen deutschen Staats Schulden Parteien in den vergangenen Jahrzehnten leider vorgemacht haben, aber kaum einen Cent für die Besitz Konsolidierung, die mit Kindern verbunden sein kann. Wir brauchen eine gesellschaftliche Bewegung, die natürliche Prioritäten setzt und zurück holt http://solidarpartei.de.

Zur vorübergehenden Unterstützung vor allem des Mittelstandes, der auf Kredite angewiesen ist, wäre eine virtuelle neu gegründete Staatsbank für Not Kredite sinnvoll, wo Notwendigkeiten im Einzelnen geprüft werden können. Dieser Weg ist dem Deutschen Staat wegen seiner horrenden Staats Verschuldung und seiner Verflechtung mit dem bisherigen Großbanken und Finanz System verwehrt.

Die jetzigen "Volksparteien" können ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Sie machen Kardinal Fehler zu Lasten der Bürger.
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Beitragvon micha » Mi Okt 15, 2008 03:13:05:

Spiegel Online, aus zwei Berichten soeben:

FOLGEN DER FINANZKRISE
US-Haushaltsdefizit erreicht Rekordhöhe
Die Finanzkrise drückt heftiger als erwartet auf den Haushalt: Nach Angaben von Finanzminister Paulson hat sich das Haushaltsdefizit der USA im vergangenen Jahr fast verdreifacht - gigantische 455 Milliarden Dollar fehlen mittlerweile im Budget.



BANKENRETTUNG IM BUNDESTAG
XXL-Koalition will Milliardenplan durchpeitschen
Von Carsten Volkery und Severin Weiland
In der Krise rücken die Lager zusammen: Regierung und Opposition wollen das 500-Milliarden-Euro-Gesetz zur Bankenrettung im Schnelldurchlauf durch den Bundestag bringen. Sogar die Linkspartei macht mit - und erntet Lob von der überraschten Union.


Die Nachrichten kann man auch überkreuz lesen. Europa mit Deutschland macht sich nicht klar, dass "Schnellverfahren" Fehler trächtig sind. Die Häuser der US Immobilien Finanz Krise stehen in den USA und nicht in Europa. Sie haben Besitz Werte. Sie sind nicht so ganz Ramsch. Drüben hat man sie, hier nicht. Das Gleichziehen in allem, Europa kopiert USA und umgekehrt, hat also einen Haken für Europa.

Im groben Zügen: Die Rettungs Pakete honorieren unverantwortliche Spekulation, sind Bürger Betrug. Die Teil Verstaatlichungen von Banken bedeuten zusätzliche Banken Bürokratie, zusätzliche Undurchsichtigkeit, zusätzliches Misstrauen, zusätzliches Bespitzeln, zusätzliche Inkompetenz und folglich zusätzliches Risiko. Die Bürgschaften im Billionen Mass Krug werden in die Hose gehen, der Gau kommt.

Richtig wäre eine Regulierung von staatlichen Hilfen an unschuldig in Mitleidenschaft gezogene Unternehmen über die Finanz Ämter. Diese sind bis jetzt Einbahn Strassen für immer mehr Steuerdruck auf Bürger, Selbständige und Unternehmen. Sie können auch in die andere Richtung operieren, da in ihnen das nötige Wissen und die nötigen Konten zur Verfügung stehen. Man muss das nur erkennen und kann entsprechende Beschlüsse fassen, Staatsverträge verfassen, Konzepte entwickeln. Mit der unmoralischen und illegalen Absaug Maschine GEZ ging es, warum geht es nicht mit etwas Nützlichem, Legalem?

Sodann kann der Staat eine konkurrierende Bürger Bank ins Leben rufen, um Hilfen direkt steuern zu können, statt an die Billion schwere Rettungs Pakete an Krebs Geschwüre eines maroden Finanz Systems zu schicken, damit es seine Abstrafung übersteht und stattdessen belohnt wird. Man kann diese Aktion auch mit der Betonierung von Tschernobyl vergleichen. Sie bringt nur Schadens Begrenzung, keine Zukunft.

Wenn die Linken, die immer alles verstaatlichen wollen, nun zustimmen, sollte die Regierung nicht mit Lobeshymnen antworten, sondern hellhörig werden. Die nun an den Tage gelegte und heute berichtete Übereile der politischen Entscheidungs Träger verdrängt alles andere, sogar den letzten Rest von Verstand. Die agilen schreienden Lobbyisten der Banken müssen jetzt vom Tisch gewischt werden.

Das Parlament benötigt eine vierwöchige Pause. Wie wäre es mit einem Luxus Urlaub für alle? Der Internet-Schreibtisch empfiehlt die Malediven und Seychellen. Die Öffentlichkeit darf es wissen, der Urlaub darf All-inclusive sein und pro Person 30000 Euro kosten. Dort soll in einer ruhigen Minute am blauen Meer auf irgendeiner schönen Terrasse einmal logisch überlegt werden. Dann wäre dieser Massen Urlaub unserer Volksvertreter die beste Investition, die jemals deutschen Bürgern zugute kam.

Die Eile, das zerstörerische Massen vernichtende Paket zu verabschieden und an die Öffentlichkeit zu schicken, wo es Jahrzehnte weitere Bürger Armut produzieren wird, kommt vom betrügerischen Netzwerk der Finanzwelt. Diesem Netzwerk darf ein Staat niemals auf den Leim gehen.

Ein Katz und Maus Spiel wäre jetzt am besten. Eine Pause (micha vRhein verordnet einen Luxus Urlaub für alle), den Markt beobachten, dann wieder ein mögliches Paket aktualisieren, dann den Markt beobachten, dann wieder eine Pause, wieder den Markt beobachten, und zum Schluss alle Vorhaben verschieben. Eile ist nur im Sinne der Betrüger, etwas Gleichmut und Geduld wäre im Sinne der Bürger.

Der wegen seiner hohen Schulden erpressbare Staat muss ein wenig lavieren und darf sich nicht antreiben lassen. Ausnahmsweise ist einmal das Ausweichen richtig. Potenz Gehabe "wir kaufen Banken Anteile", "wir kontrollieren" ernten bei den Gläubigern nur Heiterkeit. Diplomatie muss dafür sorgen, dass den Wirtschafts und Finanz Betrügern das Lachen vergeht, weil Verantwortungslosigkeit und schon krankhaft Risiko bereite Spekulation nicht auch noch belohnt wird.

Die Geld Anleger müssen lernen, dass sie Betrügern auf den Leim gegangen sind. Kunden Nostalgie der raffigen Banken muss als Versuch erkannt werden, brutale Vergewaltigungen einer Jungfrau des Vertrauens ungeschehen zu machen. Das Stoß Gebet der düpierten Kanzlerin "Das Vertrauen muss zurück" kann nicht erkauft werden, schon gar nicht mit dem Geld der Opfer. Die Kanzlerin hat den Überblick verloren. Sie darf, erlaubt von hier, ihren netten Mann auf die Malediven oder Seychellen mitnehmen, 60000 Euro sind genehmigt.
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Beitragvon micha » Mi Okt 15, 2008 22:10:04:

Das habe ich schon erlebt, wenn in völliger Ratlosigkeit meine Argumente nicht sorgfältig gelesen werden. Deutlich war die Resonanz in der Deutschen Welle um 19:00 Berlin Zeit zu hören: Konjunktur Programme höre man in der Finanzwelt nicht wo gerne, wenn man "den Leuten einfach Geld geben will". Stattdessen möchte man den Rettungs Rundumschlag, die Richtung noch beibehalten. Dieser wurde folgendermaßen verteidigt: die Banken brauchen das Geld jetzt, aber die Verantwortlichen für die Misere sollen es doch bitte nicht ein zweites Mal machen. Danach kamen die ganzen Ausflüchte, die man zur Verfügung hat, wenn Politiker gerne kontrollieren wollen, es aber nicht so recht können, wenn das Potenz Gehabe aufgebläht war, die Kompetenz aber fehlt.

Zumindest sind schon Zweifel gestreut, da nun die Länder protestieren, denn sie sollen finanziell mit in den Ruin. Noch feilschen sie, denn der Internet-Schreibtisch steht nicht ihnen, sondern der Regierung zur "Verfügung", das spüre ich hier ganz genau. Der Draht führt direkt nach oben und nicht über die Länder. Er erreichte Länder aber indirekt und ziemlich schnell. Die Schattendiskussion findet also wieder über die Medien statt. Die Beteiligten sind die beteiligten Spitzen Politiker in Berlin. In der Verwirrung kam aber schon durch, unterstützt von der DW, wem man denn nun eigentlich helfen will, der "in Mitleidenschaft gezogenen Wirtschaft", wie ich oben schrieb. Zumindest soweit sind wir zusammen schon.

Spiegel Online soeben - es ist jetzt 23:15 Berlin Zeit, 4:15 Bangkok Zeit und schon der 16.10.08. Das heißt, die Forum Uhr ist auf Berlin eingestellt, der bisherige Text beanspruchte etwa 5 Minuten, nämlich von 23:10, als ich diesen Thread begann, bis zur Feststellung 23:15. (Nun ist der Thread fertig, es ist jetzt 4:59 Bangkok-Zeit, ich kann weiterschlafen)

BANKEN-HILFSGESETZ
Länder feilschen um Milliardenrabatt bei Rettungspaket
Sie sollen mitzahlen - aber nicht mitreden: Die Bundesländer protestieren gegen das Rettungspaket für Deutschlands Banken. In Rage über die Kanzlerin feilschen die Ministerpräsidenten jetzt um Preisnachlässe, Vorteile und ein bisschen Macht.


Die Überschrift des Spiegel Online Berichtes über die Länder genügt schon, um zu erkennen, nicht sie haben die vRhein Internet-Schreibtisch Gedankengänge hier gelesen - und noch nicht richtig verstanden - sondern Berlin.

Was wurde falsch verstanden?

Der hier beschriebene Rettungs Weg ist kein Konjunktur Programm sondern ein NOTPROGRAMM für die in Mitleidenschaft gezogenen Firmen, die nur einzeln festgestellt, geprüft und ersatzweise vom Staat bedient werden können/müssen, weil/wenn die Banken Wege gesperrt sind. Es handelt sich unter anderem um den internationalen und nationalen Zahlungs Verkehr, der zum Beispiel Weiterproduktion verhindern kann, wenn die Banken technische Probleme und Liquiditäts Probleme haben.

Statt nun die Banken mit einem irrsinnigen Rettungs Rundumschlag, oder in einem Billionen Couvert mit einem Goldregen Befreiungs Scheck "liquide" zu machen, das heißt für eigene Verschuldung zu belohnen, soll der Staat einzel einspringen, um die fehlende Liquidität von Fall zu Fall zu überbrücken, ohne dass die Banken direkt beteiligt sind, allenfalls durch Belege der Zahlungs Unfähigkeit, die Firmen vorlegen. Der Staat mit seinen Finanz Ämtern soll diese Brücke zu ähnlichen Konditionen schlagen, die Banken üblich waren. Dazu bedarf es einer breiten Kompetenz. Diese haben die Finanzämter und Ministerien in Bund und Ländern, die sich mit Finanzen befassen. Es gibt ein Heer von Helfern, die alle vom Steuerzahler leben und nun ihre Bewährungsprobe hätten.

Man muss also folgendes tun:

1. Die in Not geratenen Firmen öffentlich auffordern, sich an ihr Finanzamt zu wenden.

2. Die Finanzämter anweisen, die Anträge auf das Brücken Programm doppelt gegen zu prüfen. Dazu muss die Firma Belege der Unterbrechung im Zahlungsverkehr liefern.

3. Die Finanzämter versenden Verträge an die Firmen, die den Banken Konditionen, die vorher da waren. ähneln.

4. Nach eigenhändiger Unterschrift des betreffenden Unternehmens Chefs, der zu seinem zuständigen Finanzamt geht, das er nur allzu gut kennt, aber diesmal geht er gerne, wird direkt ein gedeckter Staats Scheck ausgegeben. Er kann nicht Betrügern ausgegeben werden, da die Firmen ihrem zuständigen Finanzamt bestens bekannt sind, die Chefs eingeschlossen.

5. Beim nächsten Banken Engpass wiederholt sich das Ganze.

6. Dieses Notprogramm erfordert Breite wie Schnelligkeit wie Massen von bearbeiteten Anträgen. Dies ist kein Problem, da die Finanz Ämter ja vorhanden sind.


Eine Staats Bank zur besseren Regulierung im Sinne der Bürger und Unternehmen dauert etwas länger und ist für später. Als eine Referenz Bank, mehr brauchen es nicht sein, würde sich die Postbank eignen, auch wenn Gewinn Maximierungs Pranken der Deutschen Bank schon halbwegs drin stecken. Sie war vertrauenswürdig, Bürger orientiert. Bei anderen Banken: staatliche Finger weg. Kunden müssen sich ihre Banken selbst suchen.

Nun verstanden?
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Beitragvon micha » Do Okt 16, 2008 11:57:41:

Nun fordert auch die Deutsche Industrie ein NOTPROGRAMM zur Abfederung der Wirtschafts Krise. Dort sieht man, wie der Staat sich auf dem Finanzparket erneut verzockt und Riesensummen in eine riskante marode Welt der Kredit Institute fließen, an der Industrie vorbei fließen.

Spiegel Online soeben:

DROHENDE WIRTSCHAFTSFLAUTE
Industrie fordert staatliches Notprogramm
Deutschlands Wirtschaft schlägt Alarm: Industrie und Ökonomen fordern staatliche Hilfen, um die drohende Rezession abzuwenden. Der BDI verlangt Großinvestitionen der Bundesregierung in Straßenbau, Flughäfen oder Kraftwerke.

Berlin/Hamburg - Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), nimmt den Staat in die Pflicht, um die Folgen der Finanzkrise abzufedern. "Die Bundesregierung sollte ihre Investitionen auf keinen Fall reduzieren, sondern sogar beschleunigen und aufstocken. Infrastruktur sollte erneuert werden, und zwar in Partnerschaften mit privaten Unternehmen", sagte Thumann dem Berliner "Tagesspiegel". Er denke etwa an Straßenbau, Flughäfen oder Kraftwerke. Projekte gebe es genug.


Das wäre ein reines Konjunktur Programm, während vRhein ein Notprogramm im Auge hat, das funktionslose, erpresserische und weiter spekulierende Banken ersetzt, wenn sie versagen, statt das Versagen zu honorieren. Sie werden auf ihre Eigenverantwortung gesetzt. Dieses Modell geht davon aus, dass die Konjunktur weiter läuft und nicht behindert wird. Hierbei wird die Logik beachtet, dass ein zweiter Schritt nicht vor dem ersten erfolgen kann. Diese Aufgabe, Behinderungen und damit Rezession abzuwenden, konsolidiert und beruhigt die Lage für die Wirtschaft erst einmal. Zusätzliche Aufträge können später kommen. Sie werden nicht kommen, wenn das Gießkannen Prinzip an die Kredit Institute durchgeführt wird und Amtseide mit Füßen getreten werden.

Wie der Herr so das Gescherr. Wie der Bund so die Kommunen. Jetzt aufgedeckte Fälle, die nur Beispiele sind, zeigen, wie gegen Amtseide mit Steuergeldern umgegangen wurde und ein kriminelles Ausverkaufs Zocken ohne Skrupel dabei heraus kam.

http://www.rheins.de/forum/archive/Oktober2008/Kommunenkrise1.htm
http://www.rheins.de/forum/archive/Oktober2008/Kommunenkrise2.htm

Die Kanzlerin erwähnte heute, dass sie ihren Amtseid erfüllt. Dies ist nicht der Fall, wenn sie den Kredit Instituten nachgibt und diese ohne Not mit einer Geld Schwemme bedient (die wieder verzockt werden wird, damit die Bürgschaften des Staates angegriffen werden können).

Der 72-jährige McCain will eine umfassende Entlastung der überschuldeten Hausbesitzer, geht gedanklich das Problem an der Basis an und berücksichtigt, dass die Häuser Werte darstellen und einen Sinn haben, nämlich für die Menschen und Familien, die darin wohnen und normalerweise in ihrem Besitzer Stolz auch Konjunktur fördernd sind, weil sie in ihr Anwesen investieren würden. McCain will die Spekulations Blase der Zwischenhändler des Geldes, der Kreditinstitute etc, umgehen.

In Deutschland will man die Spekulations Blase tätscheln, versorgen, umsorgen und der Öffentlichkeit Lügen auftischen, "stärkere Kontrolle", "Banken in den Grifft bekommen" etc. Die Gegenwerte, nämlich die Häuser, um die es ging, sind gar nicht da. Sie stehen in den USA.
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Beitragvon micha » Do Okt 16, 2008 18:26:20:

Noch einmal ganz deutlich: die Immobilien Krise war die Ursache. Europäische Banken hatten sich Derivate etc andrehen lassen, ohne die Objekte prüfen zu können. Sie waren praktisch unerreichbar. Profitgier siegte über Vorsicht. Nun sind die Beteiligten verfeindet.

Staaten/Steuerzahler dürfen diesen Unsinn, diese Dummheit und diese Leichtsinnigkeit nicht ausbügeln. Die Banken selbst müssen sich untereinander einigen, wieder helfen und versuchen, Kunden Vertrauen zurück zu gewinnen. Darum fordere ich Kanzlerin Dr. Angela Merkel dazu auf, keine Gelder in diese Richtung zu leiten. Vielmehr müssen die anderen Konzepte greifen, die oben Punkt für Punkt beschrieben wurden und als Orientierung dienen können. Selbstverständlich müssen Finanzfachleute das Ganze überprüfen.

Der Staat muss sich aus den jetzt notwendigen Bank internen Vorgängen heraushalten, darf nicht regulieren und kontrollieren wollen. Das alles erledigt sich durch die Banken selbst, die übrig geblieben sind. Vor allem dürfen keine Steuergelder noch nachträglich in diesen Unsinn gesteckt werden. Einige beteiligte Banken existieren bereits nicht mehr, wurden woanders aufgenommen oder haben schlicht pleite gemacht. Das Hilfs Paket, das jetzt geschnürt wurde, hat seine Adressaten zum Teil verloren, hängt darum vielfach in der Luft. Bitte den anderen Weg wählen!
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Beitragvon micha » Fr Okt 17, 2008 04:09:20:

Nun kuschen in eigenartig sanfter Zustimmung auch die Länder und übernehmen Verpflichtungen für ihre Landes Banken, vorher nein, jetzt ja, wie soeben in den DW Nachrichten gemeldet wird. Die Deutsche Welle stellt fest: 10 Prozent der "Rettungs" Paket Summe würde gegen den Welthunger ausreichen. Eine gute Information, die zeigt, wie unsicher Medien jetzt reagieren. Sie schweben zwischen Loyalität, wenn sie vom Staat/Steuerzahler getragen werden, wie die DW, und fast völliger Ratlosigkeit.

Die Ratlosigkeit ob der nun anstehenden und schon sicher positiven Abstimmung im Bundes Parlament zur Verabschiedung des Paketes kommt aufgrund folgender kommentierenden Aussage der DW heute recht deutlich zum Ausdruck:

EIN BRUCHTEIL DES GELDES WÃœRDE DEN WELT HUNGER BESIEGEN. DIE GESAMTSUMME, DIE IRGENDWO HERKOMMT, GEHT GUT ÃœBER EINE HALBE BILLION EURO.

DIE IRGENDWO HERKOMMT - diesen Satz sollten sich Bürger in Deutschland merken. Er sagt aus, dass die Regierung die Wahrheit vorenthält und nicht einmal ein staatlich und steuerlich gestütztes Pflicht Informations Medium wie die DW weiß, woher eine solche Summe kommt. Die DW darf nciht sagen, was Sache ist, weil die Regierung verdeckt agiert. Der Bürger soll für dumm verkauft werden.

Durch den undurchdringlichen Nebel, den die Regierung verpufft - ffffff ffffff ffffff fffff fffff - dringen nur die Großbuchstaben RETTUNG zum Bürger durch. Der Internet-Schreibtisch puppt dageben - pppp pppp pppp pppp - und plötzlich sind "staatdessen" die Großbuchstaben SCHEISSE erkennbar.

So sagt denn der vRhein Internet-Schreibtisch, was Sache ist:

    1. Die verschuldeten Weststaaten sind vom Finanz System, das sie ausgestreut und gefüttert haben, abhängig und sind nun in der Patsche, erpressbar.

    2. In einer konzertierten Aktion der westlichen Staaten werden die Banknoten Pressen angeworfen: es wird gedruckt und gedruckt, ohne Limit, ohne Blick auf die Zukunft und folgende Generationen, die immens belastet werden, ohne gegen sachliche und personelle Erpressungen aufzumucken. Sie gehorchen den Zwängen, die sie verschuldet haben, und drucken Inflations Geld, mit anderen Worten Falsch Geld, das vom betrügerischen Finanz Markt nun mit der Kanone gefordert wird, entweder her mit dem Geld oder aber STAATSBANKROTT.

    3. Das Geld hat keinen Gegenwert in Form von Waren/Warenqualität/Arbeit/Wissen/Patenten/Mühen/Sachwerten, in denen das alles drinsteckt. Es ist leichtes Geld und wird die Rezession antreiben. Die Regierungen sagen: egal, nur raus aus der Klemme.

    4. Die schlimmere Krise steht noch bevor. Bürger, der Geldwert schwimmt weg, rette sich wer kann, ruft der eine, Bürger, die Renten sind sicher, die Kredite sind sicher, der Geldwert ist sicher, die Einlagen sind sicher, Deutschland ist sicher, Nord Afghanistan ist sicher, der Terrorismus ist sicher, die Zeitbomben sind sicher, die Krisen sind sicher - verbreitet der Staat.

    5. Wer einmal erlebt hat, wie in der Bundesrepublik Deutschland der Schulden Dienst der Staats Verschuldung gehandhabt wird/wurde, hektisch, lavierend, Löcher stopfend, spekulativ, risikobereit, eilig Riesenbeträge hin und her schiebend, der ahnt, dass wie in den Kommunen, siehe die beiden Links im vorherigen Thread, auch hier Leichen im Keller liegen, von denen die Öffentlichkeit noch keine Ahnung hat.

    6. Das "Rettungs" Paket ist ein Vertuschungs Paket, ein Ausweich Paket, um einem drohenden Staats Bankrott zu entgehen und die Haut zu retten.

    7. Das Vertuschen der Wahrheit zieht nun ein Unrecht nach dem anderen nach sich. Bald ist der Keller voll.


_______________________

Nachtrag am 22/Maerz/2009 10:00 GMT +1

Die kleine bundes-deutsche Möchtegern-Drachen kann seinen Kopf gar nicht so schnell wenden und den schwänzelnden Bundesadler herum bekommen. Siehe das Bild: http://michavrhein.blogspot.com/2009/01 ... tsche.html - Noch ist er auf den chinesischen Drachen gerichtet. In den USA aber überschlagen sich die Ereignisse, die als rettend bis zerstörerisch eingestuft werden: angeblich wurden nur eine Billion neue Dollar-Noten gedruckt, um dem Staat wieder Spielraum zum Schuldenmachen zu geben. Angeblich werden auch faule Finanz-Papiere aufgekauft. Die FED wird so selbst zur Müll-Bank.

Da nun die westlichen Staaten vorhaben, die Schulden-Schleusen aufzumachen, ungeniert wie nie zuvor, wird die Öffentlichkeit vorsorglich auf die schlimmen Bank-Methoden, die gierigen Manager eingeschworen. In allen Medien kommt die Losung an die Bürger: Kontrollen, Besteuerungen der Bösen und staatliche Eingriffe. Das Eigentliche wird verschwiegen: Schulden-Schleusen auf, Augen zu beim Schulden-Dienst, die Notenbanken helfen dann schon, Inflation wäre dann das Bequemste, die Leute kommen um ihr Geld und Niemand ist daran schuld. So werden die Menschen hinters Licht geführt.

Die US-Notenbank FED hat nun eine Billion Druck-Geld zugegeben. Die Nachricht kam vor drei Tagen in die gesamte Presse, Nachrichten von der Presse an die Presse. Wir dürfen an solchen Nachrichten zweifeln, was die Höhe und den Zeitpunkt betrifft. Der Internet-Schreibtisch vermutet weit höhere Summen aus den staatlichen Geld-Maschinen, die unter Geheimhaltung zwischen Regierungen und ihrem abhängigen Instrumenten-Orchester hinter verschlossen Türen passieren. Vor allem die ständig genährten Nachrichten über eine angeblich drohende Deflation - Waren werden billiger bei Überangebot - lassen ahnen, was hinter verschlossenen Türen vor sich geht. Deflations-Ängste, geschickt gestreut, sind das Sicherheits-Netz, falls die Luftakrobatik des Teams der Regierungen mit ihren so genannten "System-Finanz-Systemen", staatsrelevante Schulden-Karten-Häuser vor Staatsbankrott, an die frische Luft geraten und freien Bürgern zu Ohren kommen.
Zuletzt geändert von micha am Sa Mär 21, 2009 22:28:43:, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon micha » Fr Okt 17, 2008 13:30:26:

Die Reden im Bundes Tag zum soeben beschlossen Hilfe Paket für die Banken klagten in der Regel noch einmal das Hinlangen der Banken Manager an. Minuten zuvor hatte der Bundestag aufkosten der Steuerzahler hingelangt, um die Luxus Zuwendungen der Abgeordneten und aller Pöstchen Schieber aus den Parteien und alle Korruptiönchen und alle Lobbyisten Torten in angemessener Höhe alle auf einmal und diesmal endgültig für gleich alle Jahrzehnte Verschwendung honoriert zu bekommen, auch wenn die Staats Schulden noch einmal zigfach steigen.

Die Staatsschulden, deren Summe nicht genannt wurde, die so begründet entstanden, und die Ursache der Erpressbarkeit geworden sind, veredelte eine goldene Anstecknadel der Uferlosigkeit gleich einer Sehnsucht nach mehr, mit einem kleinen Deutschland Fähnchen daran. Sie schmückt nun die Herren und Damen Abgeordneten aus allen Parteien, die vertreten sind und zugestimmt haben, mit der Begründung, Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden.

Ich hätte mir gewünscht, der Bundespräsident hätte diese Fähnchen Nadeln in einem Festakt mit der Neunten Symphonie von Beethoven an jeden Einzelnen und jede Einzelne der Abgeordneten feierlich an den Festanzug und das Festkleid gesteckt, jedesmal die Zukunfts Formel Deutschlands zuflüsternd:

Von der Maas bis an die Memel,
von der Etsch bis an den Belt


Ich hoffe, dass die Ironie verstanden wird, denn er wollte eine andere Fassung nicht fördern: http://solidarpartei.de/hymne.html#1

Die Begründung, es müsse doch Schaden vom Deutschen Volk abgewendet werden, hörte man vom Rednerpult aus höchsten Mündern, was ich hier extra noch einmal betone, um sicher zu gehen, dass dieser Umkehrschluss auch wirklich in die vRhein Internet-Schreibtisch Dokumentation aufgenommen ist.

Alle Firmen, alle Privatpersonen in Deutschland, sogar der Staat selbst mit seinen Einnahmen, benötigen ein Vierteljahr ihrer Arbeit und Gewinne, um mit ihren Netto Erträgen das "Hilfe" Paket zusammenverdient zu haben, hieß es in der DW gerade.

Das Hinlangen der Banker ist das eine, das Hinlangen des Bundestages aus den Taschen der anderen hatte dagegen eine andere sphärische Dimension. Die Abgeordneten, aufgeregt wie nicht einmal nach VIAGRA, siehe viewtopic.php?t=382, schwebten noch weit über dieser Sphäre des Gigantischen, nämlich in Empyräischen, während die Banker auf der Erde blieben und die Hilfen offenbar gar nicht haben wollen. Sie wollen den Staat nicht dabei haben, der sich einschleichen will. Ich will diesen Staat in dieser Zusammensetzung auch nicht.

Aus den Taschen der anderen bedeutet, dass geducktes Geld, das Staaten zur Verfügung gestellt wird, gesetzlichen Regeln unterworfen ist, geliehen zu Verfügung steht und in einen Schulden Dienst eingebunden wird. Da dieses Geld noch keine Gegenwerte hat, unterscheidet es sich zunächst nicht sonderlich von Falsch Geld, das noch nicht im Umlauf ist. Sobald der Staat dieses Geld anbietet, in den Finanzmarkt wirft, nimmt es einen Wert an, der vom Staat abgesichert sein müsste. Der Staat kann nichts absichern, hat nur noch Schulden, kann nur eine geringe Teil Absicherung aus Steuermitteln anstreben. Für diesen Teil müssen die Leute etwas leisten.

Sie müssen mehr arbeiten für weniger Geld, Teuerung in Kauf nehmen, damit Mehr-Steuern in den Schulden Dienst gehen können. Aber davon ist angesichts der Riesen Summe nur ein Bruchteil abgedeckt. Langsam zurückgeben müssen es kommende Generationen, die das anfangs "leere" Geld in Arbeit und Werte verwandeln, selbst nichts davon haben, weil ihnen dieser Schuldendienst aufgezwungen wurde. Sie müssen schuften für unsere Goldnadel Parlamentarier, die diese Schulden aufgenommen haben.

Die Häuser Hypotheken in den USA wurden im Finanz Markt aufgewertet, weil zukünftige Abarbeit der Hausbesitzer eingespeist war. Leider waren es die ärmeren Schichten, denen Clinton helfen wollte, die das aber nicht so ohne weiteres konnten, erst recht nicht, als Energiekosten und Zinsen anzogen. Mit der astronomischen Neuverschuldung des Bundes und der Länder ist es ähnlich. Man speist zukünftige Arbeit bis in entfernte Generationen ein.

Leider sind die Menschen nicht unbegrenzt belastbar. Sie werden fast alle zu armen Leuten. Der Staat produziert also nicht nur Horror Schulden, sondern auch die ärmeren Schichten, die dann überfordert sind. Er versucht, durch indirekte Steuer Erhöhungen an allen Ecken und Kanten einen Ausgleich zu schaffen, verschlimmert die Lage aber noch. Die Geldmengen, die eine entmutigte und überstrapazierte und schließlich kranke Gesellschaft nicht mehr nachträglich erarbeiten kann, ähneln in ihrem schwindenden Wert immer mehr dem hier zitierten "Falsch Geld". Gegen die logische Rezession ist dann kein Kraut gewachsen.

Der Staat wird darüber zusammenbrechen, so oder so, die Schulden Macher aber haben die ganze Zeit fett gelebt, keinen Cent abgegeben, haben ihre Gewohnheiten fortgesetzt und sich Luxus Renten genehmigt, wollen auf dem Rücken einer verarmenden Bevölkerung weiter prassen, weiter verschwenden, weiter das Land mit Ausland Projekten überlasten. Der jetzige Zusammenbruch des Finanzmarktes war ein Vorspiel. Das schlimme Ende kommt noch.
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Beitragvon micha » Sa Okt 18, 2008 11:12:46:

Spiegel Online Nachrichten Resonanz, gefiltert und zitiert für den verehrten Internet-Schreibtisch Leser:

480-MILLIARDEN-PROGRAMM
Regierungsparteien feiern ihren Banken-Kraftakt
Erleichterung und Stolz in Berlin: Mit Riesenmehrheiten haben Bundestag und Bundesrat das 480-Milliarden-Eilgesetz zum Schutz der Banken durchgepeitscht.

Der Bundes Präsident hat schnellstens unterschrieben, so schnell wie nie. Ich hoffe, ihm hat wenigstens die Hand gezittert.

FINANZMARKTAUSSCHUSS
Rettungsplan-Kontrolle ist Geheimsache
Von Christina Hebel und Katharina Peters
Die Finanzkrise beschert dem Bundestag ein neues Gremium: den Finanzmarktausschuss. Die Runde soll geheim tagen und die Eingriffe des Staates bei den Banken überwachen.

Nach Paragraph 10a des Gesetzes wird der Ausschuss neun Mitglieder haben, sechs Abgeordnete der Großen Koalition, drei von der Opposition. Sie werden über alle Maßnahmen rund um den Rettungsfonds informiert und beraten zudem über langfristige Entwicklungen der Finanzmarktpolitik. Die Arbeit des Gremiums ist zeitlich befristet: Sie endet mit der Auflösung des Rettungsfonds.

Die Abgeordneten verpflichten sich zur Geheimhaltung. Vorbild ist das sogenannte Bundesfinanzierungsgremium des Bundestags. Es berät seit zwei Jahren über die Schulden des Bundes. Auch dieses Gremium tagt geheim und war bisher in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Mehr in Erscheinung trat der Geheimdienstausschuss.


Der schönste Kommentar wird aus dem Munde eines Herrn Schneider (SPD) zitiert:
..."Das Parlament (habe) gar keine Kompetenz, denn es bestehe nicht aus Finanzmarktexperten, sagt SPD-Politiker Schneider.

Richtig, das übereilige Parlament hatte gar keine Kompetenz. Und deshalb ist alles auch so schön geheim, Staatsgeheimnis sozusagen. Wenn aber die Regierung in finanzieller Hinsicht auch nur den kleinsten Erfolg verbuchen könnte, wäre gar nichts geheim.

Nun wieder eine Analyse des Internet-Schreibtisches dazu:

Die eine Lüge lautet: das "Rettungs Paket" kann aufgelöst werden, wenn es seinen Sinn erfüllt hat. Falsch! Bürgschaften sind langfristig, können nicht aufgelöst werden. Die andere Lüge lautet: Staatverschuldung ist ganz gut, dann können Bürger und Banken Staatsanleihen erwerben, die sicher sind. Falsch! Wie unsicher alles ist, zeigte sich in der hektischen Verabschiebung und schnellen Unterzeichnung gerade gestern. Es drohte ein Zusammenbruch, eine Insolvenz des Staates, der dann seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Kommt erst einmal ans Tageslicht, dass plötzlich beispielsweise die Renten den nächsten Monat nicht mehr ausgezahlt werden können, entsteht ein Schneeball Effekt, sind plötzlich Rezessions Schübe da und ist jedes Vertrauen verspielt, auch in die Staats Papiere. Dann ist der Gau da, von einem Tag auf den anderen können die Lebensmittel Regale leer sein.

Staatsanleihen sind sowieso Wertpapiere ohne Wert, mit versprochenem Wert in der Zukunft, der ab der nächsten Generation erst erarbeitet werden muss - Wert auf Pump. Der Staat produziert aber immer mehr Verrückte, Kranke, Halbidioten, Säufer, überfettete Fernsehsessel Konsumenten und Vertreter, die mit Zivilisations Scheiss daherkommen, die Versicherungen andrehen, die überteuert sind, er produziert ein Irrenhaus der Kinderfeindlichkeit, der Unbelastbarkeit, der Neonazis und Stalinisten.

Warum? Weil der gesellschaftliche Zusammenhalt fehlt, Deutschland in sich entfremdet wird, kein ethisches gesellschaftliches Konzept existiert, sondern nur ein juristisches, das Vertrauen in Stabilität und Gegenwert des Geldes verloren gegangen ist. Weil sich zu viele Bürger, Selbständige, Angestellte, verlassen und ausgenommen fühlen. Nicht ein einziges Zeichen kommt von oben, der Macht Ebene, für bedrängte Menschen wirklich einzustehen, etwas zu tun, damit Grundkosten und aufgezwungene Verpflichtungen reduziert werden. Sie erhöhen sich immer nur. Dadurch entstehen psychische Zwänge, denen ausgewichen wird. Ersatzbefriedigungen werden gesucht, nach dem Süßen gegriffen, nach dem billigen Konsum - mit der Folge, dass Mischungen aus Aggressionen, Verzweiflung und Verweigerung entstehen. Von oben diktierte "Werte" werden gehasst. Die psychischen Schäden, Gefühllosigkeit, Desinteresse, der innere Ausstieg - alles das produziert dieser Staat, dem Finanz Probleme über den Kopf wachsen. Die Probleme wären nicht in diesem Ausmaß vorhanden, wenn ein gesetzlicher Schulden Abbau, gestützt von Gesetzen, schon vor zehn Jahren eingeleitet worden wäre. Solange bete ich schreibend nun schon. Die Forderung kam immer wieder auf den vRhein Internet-Schreibtisch. Die Voraussicht wurde verächtlich beiseite geschoben.

Sie alle, die immer größer werdende Anzahl der Schwächeren und Schwachen, die steigenden Anzahl der spsychisch Kranken in dieser Gesellschaft, sind in Zukunft alles andere als Garanten für irgend einen Wert von irgendwelchen Staatspapieren, die Werte versprechen. Die wenigen anderen, vor allem diejenigen, die von den Steuerzapf Hähnen leben, sehr gut leben, können sich Staats Anleihen auch leisten. Nur sie, die ohnehin alles haben, etwa ein Drittel Schmarotz Deutschland, kommen in den Genuss der Zinsen der ach so sicheren Papiere auf Pump, die anderen, die am Existenz Rand kein Lebensglück finden, können sich solche Papiere nicht leisten, auch wenn sie nicht einmal verschuldet sind. Jede Neuverschuldung des Bundes verstärkt die Kluft zwischen Schmarotz Deutschland und Ausquetsch Deutschland.

Das fadenscheinigste Argument der Finanz Branche hebt die Staats Anleihen auf den Podest der Sicherheit zwischen all den so unsicheren Aktien. Da habe man doch einen sicheren Hafen fürs Geld. Der zweite Scheinfaden dieser Argumentation endet in der Horror Vision, dass der Staat eventuell gar keine Schulden hat, wie soll dann die Finanz Branche leben? Völlig abseits, sozusagen im Lobby Dreck, liegt das Argument, das die Wahrheit ist: Jeder gesparte Cent Schuldendienst kann für Investitionen für Bürger, Konjunktur Anreize, Kultur, Familien, zivilisierte Projekte dann zur Verfügung stehen. Aus dem Finanz Branchen Quirlpott der Unersättlichen ist dieser Cent raus. Er ist gerettet.

Da nicht ein einziger Cent "gerettet" wird, vielmehr 50 Billionen Cents neue Schulden gemacht werden, ist das fälschlich etikettierte "Rettungs Paket" ein Versklavungs Paket für Deutschland.

__________________
Hier nachträglich eingefügt am Mittwoch, 22.10.08 2:50

Alle Web-Ergebnisse soeben angezeigt für: Armut in Deutschland (Google Suchmaschine). Den Sachverhalt zitiere ich aus der Lausitzer Rundschau.

Nach Angaben der Organisation der führenden Industriestaaten OECD ist die Armut in Deutschland in den vergangenen Jahren so rasant gestiegen wie in keiner anderen entwickelten Region der Welt. Die soziale Schere geht also immer weiter auseinander. Bei der Frage nach den Ursachen trägt auch die Bundesregierung eine große Mitverantwortung. Besonders hart sind Kinder und Alleinerziehende betroffen. Dabei gehört der Nachwuchs zum größten Kapital dieses Landes. Dass arme Kinder auch bei den Bildungschancen benachteiligt sind, war bereits an zahlreichen Untersuchungen abzulesen. Mit einem Schulstarterpaket, wie es der Bildungsgipfel heute in Dresden preisen wird, ist es da wohl nicht getan. Die frühkindliche Erziehung fängt schon bei der Sprachausbildung an. Damit auch Schüler aus ärmeren Schichten einen soliden Bildungsabschluss erhalten, muss das Bildungssystem deutlich durchlässiger werden. Wer nicht über einen ordentlichen Abschluss verfügt, hat auch im Berufsleben schlechte Karten. Spätestens hier wird die Entwicklung zum Teufelskreis. Erwerbslosigkeit potenziert das Armutsrisiko. Auch das belegt eine neue Statistik. Demnach schnappt die Armutsfalle am häufigsten bei Arbeitslosen zu. Und es ist zu befürchten, dass der konjunkturelle Abschwung die Probleme weiter verschärft. Wer etwa in der ohnehin geringer bezahlten Leiharbeitsbranche beschäftigt ist, muss wegen der schlechteren Auftragslage zuerst mit seiner Entlassung rechnen. Ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Armutsbekämpfung ist die Bundesregierung bis heute schuldig geblieben. Dabei machen es Länder wie Dänemark oder Schweden vor. Dort leben anteilig nur halb so viele Menschen in Armut wie in Deutschland.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau, vor etwa 5 Stunden

Der Saarländische Rundfunk berichtete vor ca. 15 Stunden darüber, Heidenheimer Neue Presse, vor 16 Stunden. die Öffentlich Rechtlichen: kein Bericht, soweit ich sehe, die Deutsche Welle hakte vor ca. 8 Stunden ein. Spiegel Online: Fehlanzeige, stattdessen ein Bericht: Jugendliche ohne Chance.

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Zuletzt geändert von micha am Mi Okt 22, 2008 02:00:07:, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon micha » Mo Okt 20, 2008 03:54:18:

"Versklavungs Pakete" haben die soziale Misere in Deutschland verursacht und den aufgeblähten Staats Apparat abgesichert. Nun geht es um das neue "Versklavungs Paket", die Neu Verschuldung des Bundes zwecks Bürgschaften für den Finanzmarkt, zwecks Liquidität des Finanz Marktes, zwecks Vertrauen in die Funktions Fähigkeit des Finanz Marktes. Angesichts des drohenden Zusammenbruchs, des Banken Sterbens, des Ersetzens fauler Kredite in Massen Bündeln etc. ist es logisch, dass eine astronomische Summe, genannt "Rettungs Paket" dagegenhalten muss. Die Summe ist also real, egal wo sie herkommt. Das besprechen wir jetzt.

Sebastian Dullien, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, sagt dazu im Spiegel Online:
Der Mythos: Immer wieder berichten die Medien, die Europäische Zentralbank oder die amerikanische Notenbank Fed hätten erneut zig Milliarden an "Liquidität in den Markt gepumpt". Schwarzmaler schließen daraus, dass uns bald eine Hyperinflation droht: Wenn die Geldmenge steigt, so ergebe sich am Ende schließlich auch ein Preisanstieg.

Die Realität: Tatsächlich steigt durch die Liquiditätsmaßnahmen der Notenbanken die Geldmenge gar nicht dauerhaft. Die Notkredite aus den Schlagzeilen sind üblicherweise nur Kredite für einen Tag oder wenige Wochen. Danach werden die Kredite von den Geschäftsbanken zurückgezahlt und das Geld verschwindet wieder.
Außerdem fahren die Notenbanken im Gegenzug ihre übliche Liquiditätsversorgung der Banken zum Teil zurück, und die Geschäftsbanken vergeben weniger Kredite an Unternehmen und Verbraucher. Wie man an den Statistiken der Zentralbanken sieht, hat sich das Wachstum breiter Geldmengen wie M2, in die auch Einlagen auf Sparkonten eingehen, in der Summe sogar stark verlangsamt. Weil die Geldmenge aber derzeit insgesamt nur noch leicht steigt, gibt es durch die Aktionen der Notenbanken auch keine Inflationsgefahr.


Der Fachmann sagt, dass Geld nach Bedarf gedruckt wird, temporär wirkt und wieder eingezogen wird. Somit übernehmen die Noten Banken gegenüber den Geschäfts Banken eine Herzfunktion. Bei höherer Belastung wird mehr Blut durch die Adern gepumpt, mehr Sauerstoff zur Verbrennung aufgenommen. Nach der Belastung beruhigt sich das Herz wieder.

Herauszuhören ist auch, dass vermehrt gedruckte Geldmengen im Markt bestehen bleiben und nicht gänzlich wieder eingezogen werden können. Inflations Tendenzen können also nicht ganz verhindert werden. Wenn eine globale Anstrengung aufgrund einer globalen Belastung auf die Notenbanken drücken, können diese mit ihrem Regulation Potential am Ende sein.

Die Höhe des zusätzlich gedruckten Geldes kann daher niemand genau definieren, weil der Puls Faktor, hier verglichen mit einem Herz, für eine ständige Veränderung sorgt. Dies verführt jedoch, wie jede Verunklärung schuldigen Staaten hilft. Sie sind es, mit denen die Notenbanken verbandelt sind.

Der Druck auf die Notenbanken kommt sowohl von den Geschäfts Banken als auch von den Staaten. Die Staaten verschweigen diesen Druck und signalisieren: alles nicht so schlimm und finden Experten, die die Lage vor der Öffentlichkeit verharmlosen.

Eines aber steht fest: Gesetze regeln, dass zusätzlich gedrucktes Geld nicht einfach verkonsumiert werden darf. Es muss zu Konditionen geliehen werden, zurück gezahlt werden. Dieser Vorgang wurde oben im Zitat angesprochen. Aber: der Bedarf ist nun sehr langfristig, weil Bürgschaften abgesichert werden müssen. Oder aber sie sind Betrug. Kann sein, dass Staaten sich um die Echtheit ihrer Bürgschaften insgeheim drücken wollen.

Wenn nicht einfach verkonsumiert werden darf, wie es in Diktaturen geschieht und die Inflation dann gleich astronomisch hochschnellt, die Menschen morgens nicht mehr wissen, was die Scheine abends noch wert sein sollen, für ein Pfund Kartoffeln ein Pfund Gewicht an Scheinen zahlen, wenn es schlimm kommt, ja wie läuft es dann?

Vereinfacht ausgedrückt: die Notenbanken in westlichen Demokratien sind wie Pfandhäuser. Die Staaten kommen mit Werten daher und wollen Geld. Sie sagen: "Wir haben hier noch ein paar Prozente Brutto Inlands Produkt in der Tasche, wir möchten Geld dafür." "Wir haben Wertsteigerungen in der anderen Tasche". "Wir haben ja noch die Erfolgs Aussichten der kommenden Generationen". "Sie bauen auf dem auf, was wir geschaffen haben, Infrastruktur, Schulen, Universitäten, Fabriken etc. und brngen es."

Der bereits überschuldete Staat versucht es also mit alles Tricks, mit allen Lügen aus den noch übrigen Taschen, mit allen Taschenspieler Tricks, um an neues Geld zu kommen. Schließlich geben die Notenbanken nach. Danach warten sie auf die Rückzahlung, das kann dauern. So geht es mit dem Lügen nach "oben", gegen die Juristen der Notenbanken. Dann versucht der Staat, Anleihen herauszugeben und anzupreisen. Er lügt nun nach unten, an die Adresse der vielen Bürger, die vielleicht kaufen würden.

Er lügt auch an die Adresse der notleidenden Banken und hofft nun, Staats Einfluss und Macht bei ihnen einzupflanzen. Darum geht es, um Einfluss und Macht, um Disziplinierung der Manager, um prinzipielle Rechthaberei, um das "Primat" der Politik. Dabei gebären sich Politiker nun tatsächlich wie Primaten, wie Affen, da sie sich erpresst fühlten, hintergangen fühlten, unwichtig zu werden drohten.

Sie setzen neue Prioritäten auf einem konstruierten Kriegs Schauplatz, in einer Schlacht auf dem Feld des Kreditwesens und vergessen die Bürger, die mittelständische Wirtschaft, ihre eigene Bestimmung und ihren Amtseid. Sie glauben nun Waffen zu haben. Astronomische Geldsummen auf Pump. Diese "Waffen" sind die gleichen wie die der Kreditwirtschaft selbst, die zum Ruin geführt haben: schlechte, faule Kredite, schlechtes Geld, das auf zukünftiger Volkswirtschaft beruht, keineswegs gedeckt ist und, im Gegensatz zu den Immobilien Krediten, nie einen Gegenwert hatte und bekommen wird.

Er lügt, die Anleihen hätten Werte im Hintergrund. Alles heiße Luft, aus den Gründen, die oben geschildert wurden und zu denen noch der demografische Faktor hinzukommt, die steigende Überalterung der Bevölkerung. Kinderboom bei den Muslimen kann abgehakt werden, weil die Kinder schulresistenz und lernresistent sind. Sie sollen den Koran lernen.

Die arbeitenden Generationen in Deutschland werden also in zweierlei Hinsicht belastet. 1. durch die absackenden Unfähigen und 2. durch die Belastung, den Gegenwert für die Staatsschulden hoch zu halten - durch immer mehr Arbeit, die immer schlechter honoriert wird, durch immer mehr Steuern und Abgaben, die erzwungen werden.

Darum: Versklavungs Paket, das der Berliner Bürgermeister, aus der Praxis seiner Stadt Verschuldung, deren Summe alle anderen Städte überragt, kommentiert mit den Worten "zu Lasten des Steuerzahlers", unmittelbar nach Verabschiedung im Bundestag. Herr Wowereith hat nach eigenem Lebens Bekenntnis nicht die Qualität eines Familien Vaters. So ist es ihm schnuppe, geht er feiern.

Dass selbst in einem Berliner Bunker 1945 noch gefeiert werden kann, um eine melancholische Untergangs Stimmung mit Alkohol zu doppen, wissen wir. Wie sehr sich westliche Spitzenpolitiker übertreffen, sich für ihre Finanzmarkt "Rettungs Pakete" feiern zu lassen, wissen wir inzwischen auch, wie sehr ihnen Herr Ackermann von der Deutschen Bank die Suppe versalzen hat (Anmerkung 1), indem er vergiftete Staats Geschenke ablehnt, er müsse sich sonst schämen, wissen wir obendrein seit ein paar Stunden. Was zu diesem Zeitpunkt aber noch schlummerte: Auch die US Kreditkarten Devirate platzen. Der Umfang soll die Immobilien Zahlungs Unfähigkeit noch übertreffen. Der Unterschied: die Immobilien bilden nach wie vor einen soliden Gegenwert, die Werte hinter den überzogenen Kredit Karten, Fernseher, Autos, PCs, Haushalts Geräte etc., der ganze Konsum Ramsch, sind inzwischen Schrottwert.

Wo stehen nun die Neuverschuldungen der Staaten? Auch sie sind Kredite, solche der Notenbanken. Ähneln sie eher den Immobilien Krediten oder den Ramsch Krediten überzogener Kreditkarten? Die Antwort erspare ich mir lieber.

_____________________

Anmerkung 1 (13:43)
Online Spiegel berichtet nun auch:

Berlin/Frankfurt am Main - Die Bundesregierung hat die Äußerungen von Josef Ackermann zum Rettungspaket für die Finanzbranche scharf kritisiert. Die Einlassungen Ackermanns seien "äußerst bedenklich, unverständlich und inakzeptabel", sagte Thomas Steg, einer der Sprecher von Kanzlerin Merkel. Er warnte den Chef der Deutschen Bank vor einer Beschädigung seines Rufs: Die Äußerungen seien nicht angetan, um Ackermann als leuchtendes Vorbild anzusehen.

Ackermann hatte angekündigt, dass die Deutsche Bank keine Gelder aus dem Rettungsfonds in Anspruch nehmen will. Er fügte nach SPIEGEL-Informationen hinzu, er würde sich schämen, wenn die Deutsche Bank die Leistungen des Rettungsprogramms in Anspruch nehmen müsste. Diese Äußerung kann den Druck auf börsennotierte Geldinstitute erhöhen, die sich für die staatliche Hilfe interessieren - aber aus Angst vor einer harschen Reaktion der Börsen davor zurückschrecken, weil sie dann als besonders belastetes Unternehmen im Gegensatz zu gesünderen Finanzkonzernen wie der Deutschen Bank gebrandmarkt wären.
Steg sagte dazu, Unternehmen, die sich unter den Rettungsschirm begeben würden, handelten verantwortungsbewusst und keinesfalls ehrenrührig.


Die Auflagen des Staates ähneln Steuergesetzen in ihrer schlimmsten Form, Behörden Aufsicht Gesetzgebungen in ihrem ganzen Grauen, Nebensteuer und Gebühren Verordnungen in ihrer ganzen Ekligkeit. Der Staat will Dividenden selbst einstreichen, will Geschäfte drosseln, von denen er nichts versteht, will Gehälter bestimmen und Spitzel einschleusen. So ruiniert man eine Bank. Der Staat umarmt Banken, um sie vor lauter Eigenliebe und vor lauter Sehnsüchten nach der Selbständigkeit - daran hapert es ja im Parlament, die Abgeordneten sind alle Steuergeld Bekommer, Selbstständige sind äußerst rar - zu erdrücken. Wehe dem, der in irgendeiner Weise vom Staat abhängig ist, die Hartz IV Empfänger wissen es, die Bauwilligen wissen es, die Banken sollen es nun auch zu wissen lernen.
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Beitragvon micha » Di Okt 21, 2008 02:46:48:

Hoffentlich wird nun klar, dass Geldwert dehnbar ist, der Staat mit wertlosen Zukunfts Hoffnungen operiert und die Gegenwart belastet, um einen Streit mit dem Kreditmarkt auszufechten, befangen im Glauben an Kreditwesen und Zurecht Recht, das entsprechend geschustert wird. Sie denken förmlich nur noch in Kredit Kategorien, daher die Schlagseite der Entscheidungen vom vergangenen Freitag, damit am Montag die theoretisch aufgenommenen 50 Billionen Cent Neuschulden eventuell schon wirken, auf einem Kreditmarkt, dessen angenommene Werte jenseits des Atlantik stehen und auf deren falsche Handelsoptionen man in den nimmersatten Manager Kreisen der europäischen Banken hereingefallen ist, weil Quellen Forschungen oder auch nur Nachforschungen als hinderlich angesehen wurden. Sie werden dafür fürstlich entlohnt, und die Steuerzahler müssen dafür blechen.

Dabei wurde die eigentliche Aufgabe des Staates, nämlich der Realwirtschaft und somit Bürgern zu helfen, völlig an den Rand gedrückt. Im Gegenteil: sie werden mit Schulden auf Verzicht und Mehrarbeit, jenseits aller Phantasie, belastet, um in der Gegenwart einen Scheinwert als real vorzugaukeln. Dafür muss geschuftet werden.

Den Kindern wird nichts vererbt. Sie sollen für den ganzen Zivilisations Müll, der ihnen hinterlassen wird, auch noch bezahlen, wieder mit Schuften für den Staat, der ihnen Eigenentwicklung nicht erlaubt. Sie dürfen nicht einmal mehr ihre eigene Welt gestalten, sondern müssen den Uropas vom Raff und Schulden Parlament die zubetonierte Erde zwangsabkaufen.

Das heute in den Medien dargestellte Gezänk zwischen Ackermann/Deutsche Bank und der Koalitions Regierung/Bundes Parlament zeigt die Absurdität der Situation. Der ausufernden Gier des Kredit Marktes und ihrer Manager steht die ausufernden Gier des Staates nach mehr Macht und Einfluss gegenüber. Die geradezu kriminellen Mittel, nämlich aus Nichts Werte zu konstruieren und damit egoistisch umzugehen, aus faulen Konstruktionen reale Werte aufkosten der Steuerzahler und der übrigen Bürger tatsächlich abzuschöpfen, sind ähnlich. Völlig vergessen wurden Strategien zur Vermeidung von Krediten und zur Vermögensbildung in Wirtschaft und Bürger Schichten.
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Beitragvon micha » Mi Okt 22, 2008 02:03:42:

Statt Vermögensbildung für zwei Drittel der Deutschen - nur das obere Drittel legte noch Vermögen oben drauf - gab es staatlichen Raubbau:

viewtopic.php?p=1950#1950

Auch der Tod meines Freundes Roland steht in diesem Zusammenhang.

http://www.rheins.de/forum/viewtopic.php?p=1891#1891

Die Staaten haben versagt, Mittel für ehrgeizige außenpolitische Projekte verplempert, Energien für produktive Arbeit umgeleitet und verschwendet, ihre Voraussichts Pflicht für ihre Bürger nicht einmal versucht, Verwaltungs Apparate aufgebläht, über ihre Parteien Macht durch Posten Streuung betrieben, die Bürger angelogen zwecks Stimmenfang, Probleme schleifen lassen.

Dazu gehört auch Frankreich. Frankreichs Präsident Sarkozy bezeichnete gestern, berichtet von der DW, die US Finanzmanager pauschal als Betrüger an der Wirtschaft und an den Kunden, die ihnen vertraut haben. Da komme ich trotz satirischer Bissigkeit kaum noch mit. In der Ideen Küche hinter den Augen von Sarkozy brodelt es zurzeit. Anschuldigungen gegen die Wallstreet lenken vom Versagen auch des französischen Staates ab, Ankündigungen neuer Initiativen wie Verstaatlichung von Schlüssel Industrien sichern das Ablenken ab. Ich wollte nur sagen: die Bezeichnung "Betrüger" kann er wohl kaum vom Internet-Schreibtisch weggenommen haben. Sie war Original Ton.

Nun wenden sich Bürger Massen in den USA wütend gegen die versammelten "Betrüger" und gleich auch ihren Staat, der nur der Finanzwelt hilft, nicht aber den Opfern. Zugleich durchleidet Griechenland einen allenthalben gut geheißenen Generalstreik, weil der Finanzwelt geholfen wird, nicht aber den Bürgern, die unter den Lasten zerdrückt werden, die ihnen vom Staat aufgebürdet werden.

Mit dem Wort "Betrüger" stellt sich Sarkozy auf die Seite der Bürger und Opfer. Er müsste daher eigentlich einem General Streik auch in Frankreich mit intelligentem Wohlwollen entgegensehen.
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Beitragvon micha » Do Okt 23, 2008 04:11:22:

Spiegel Online Zitat:
Bevor die Heuschrecken kommen, soll der Staat marode Unternehmen kaufen - mit diesem Vorschlag erregt Frankreichs Präsident Sarkozy die Gemüter.

Sarkozy brachte die Banken unter einen Hut, weil in Frankreich ein patriotischer Konsens besteht. In Deutschland gibt es ihn nicht, nicht einmal in der Bildungs Politik, siehe Spiegel Online Titelbericht von heute, stattdessen Verdächtigungen, Kontrollen, das Treten nach unten, das Ausschlachten unterer Bevölkerungs Schichten, kleinerer Betriebe, des Mittelstandes.

Soeben komme ich von einem Bekannten zurück, der in Deutschland eine leitende Funktion bei Unilever innehat. Er berichtete:

"In Deutschland ist der Teufel los. Keiner traut mehr keinem. Die Menschen reagieren wie vor einem Krieg. Ãœberall herrscht Unzufriedenheit, fast Panik. Sie rennen zu den Banken und heben ab, was geht. Sie vertrauen weder der Wirtschaft, noch den Banken und erst recht nicht der Politik".

Meine Schlussfolgerung: "Die Regierung hat keinen Rückhalt bei der Bevölkerung."
Heftige Zustimmung, als ob dieser Satz die Kern Wahrheit war. Ich sagte zu ihm: "Wenn jemand die Stimmung im Lande spüren kann, dann jemand wie Du, weil Du bei einem großen Lebensmittelkonzern beschäftigt bist, der mit vielen Menschen zu tun hat, mit Kunden Massen." Seine Antwort: "Ich bin aber auch innerhalb Unilever dafür bekannt, dass ich Strömungen früh erkennen kann, ich habe offenbar die nötige Sensibilität dafür."

Der Regierung fehlt bei allem, was sie falsch macht, mit katastrophalen Folgen, auch noch der Rückhalt bei der Bevölkerung.

Meine erweiterte National Hymne kann ich wegschmeißen, Perlen vor die Säue:

http://solidarpartei.de/hymne.html

Sie war vom Kanzleramt und vom Bundespräsidenten ignoriert worden, obwohl meine "Denkfabrik (Anmerkung 2) mit Kommentaren nach Ereignissen", siehe den präzisierten Titel des Internet-Schreibtisches, weidlich ausgeschlachtet wurde und wird, ohne jemals das geistige Eigentum durch Zitat zu achten, geschweige denn das Consulting Angebot in irgendeiner Weise zu honorieren, wenn es verwertet wurde.

Direkt angesprochen konnte die Reaktion auf die erweiterte Hymne nicht ignoranter und, seitens der Bundes Präsidialamtes, nicht abweisender ausfallen, und doch wurde der Inhalt ausgeschlachtet und vom Bundespräsidenten in seiner ersten Berliner Rede verwertet. Offenbar sollen die Zeilen "Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt" im petto gehalten werden, eine Unglaublichkeit. Diese Zeilen sind im erweiterten Lied wegen nationaler Unverträglichkeit herausgenommen worden. Die Quelle, das ursprüngliche Burschenschafts Lied, bleibt selbstverständlich bestehen.

In Frankreich kann Patriotismus entstehen, wenn er in Notzeiten gebraucht wird. In Deutschland ist nur ein schmaler Pfad überhaupt möglich, um ein wenig Kultur bewussten Patriotismus zu entwickeln. Vergangenheits Bewältigung muss vorgelagert sein. Das Bewusstsein, einen hingemogelten Staat ohne Friedensvertrag haben zu müssen, muss vorhanden sein. Jetzige Regierungen dürfen also gar nicht so diktatorisch mit den Kräften des Volkes umgehen, wie sie es tun. Aber das Wichtigste: die guten Lehrer deutscher Geschichte müssten gelebt, geachtet, respektiert, belebt und verinnerlicht werden. Dies war nicht einmal mit Hoffmann von Fallersleben der Fall.

Bis keine neue Hymne gefunden werden kann, die besser als die angebotene erweitere ist, sollte sie geachtet und beachtet werden. Sie ist der einzige Weg zu einem guten Ausweg deutscher verkorkster Identität, solange kein anderer Weg aufgezeigt wird.

Die "Kinderhymne" von Bertold Brecht, von Exkanzler Schröder favorisiert und nun vom Präsidentschafts Kandidaten der Linken, Peter Sodann, Herrn Lafontaine vorgelegt, der vielleicht entzückt ist (Anmerkung 1), geht jedenfalls inhaltlich nicht, so schön sie auch sein mag, weil Deutschland zu einseitig aus der Überheblichkeit der Nazi Ära interpretiert wird. Es wird darum gebeten, doch so zu sein wie andere Nationen auch: "Daß ein gutes Deutschland blühe wie ein andres gutes Land. . . Daß die Völker nicht erbleichen wie vor einer Räuberin." Diese Bitte ist zu zeitgebunden, ungeeignet für eine Hymne, Anmerkung 3.

Also es bleibt vorläufig dabei: die erweiterte Hymne ist bislang der einzige Weg zu einem unbedenklichen Patriotismus, der dann auch von jüdischen Gemeinden mitgetragen werden kann, ähnlich der Zustimmung der Vorsitzenden des Zentralrates der Juden, Frau Knobloch, zum harmlosen, naiven und unbedenklichen Fahnenmeer der Deutschen während der Fussball Weltmeisterschaft 2006. Zu diesem Zeitpunkt bestand eine wirkliche Einheit. Die gleiche entzieht der jetzigen Regierung Vertrauen und Rückhalt.

Nun zeigt sich, dass Ignoranz und Abweisung der erweiterten National Hymne falsch waren, denn ein wenig patriotisches Bewusstsein hat Deutschland, das in Not gerät, nun bitter nötig. Die erweiterte Hymne hat das Potenzial, echte patriotische und dabei unbedenkliche Gefühle zu erzeugen. Die unechten Reaktionen von damals, als sich zum Beispiel CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer der vRhein Denkfabrik bediente, direkt oder indirekt, nachdem Oskar Lafontaine einen Teil der neuen Hymne in die Bild Zeitung setzte und von einer "neuen Bewegung" sprach, kann man als Strohfeuer vergessen. Immerhin drehte sich damals die Richtung Deutschlands um 180 Grad, was die Wahl von Kanzlerin und Bundespräsident Köhler erst ermöglichte.

____________________

Anmerkung 1

Spiegel Online vom 20.10.08 mit Bildzitat: Josef Ackermann ins Gefängnis? Dieser Vorschlag reicht dem Parteichef der Linken, Oskar Lafontaine, nicht. Er fordert härtere Vorschriften für die Managerhaftung. "Leider haben wir zu bescheidene Vorschriften zur Managerhaftung. Und die, die wir haben, werden noch nicht einmal angewandt", sagte Lafontaine der "Stuttgarter Zeitung". "Hätten wir da ordentliche Gesetze, dann müssten jetzt einige hinter Schloss und Riegel."

Lafontaine sprang damit Peter Sodann bei, dem Kandidaten der Linkspartei für das Amt des Bundespräsidenten. Der ehemalige Tatort-Kommissar hatte gesagt, wenn er tatsächlich Polizist wäre, würde er Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann verhaften.

Der 72-jährige Schauspieler, der bei der Präsidentenwahl im Mai kommenden Jahres gegen Amtsinhaber Horst Köhler und SPD-Bewerberin Gesine Schwan antritt, war wegen seiner Äußerung heftig kritisiert worden.
Ackermann selbst hatte sich empört gezeigt. "Ich finde es ungeheuerlich, dass jemand so etwas sagt, der für das höchste Amt in einem Rechtsstaat kandidiert", sagte Ackermann der "Bild am Sonntag". "Mir wird langsam Angst um dieses Land."

Lafontaine sagte nun allerdings, er finde es "erfrischend, wenn ein ehemaliger Tatort-Kommissar so empört ist über die verzockten Summen, dass er dies für strafrechtlich relevant hält". Er allerdings "würde da nicht nur an Herrn Ackermann, sondern an viele andere denken, die ebenfalls an dieser Zockerei beteiligt waren".


        Bild


Anmerkung 2

Fabriken bauen oft auf einige wenige Ideen auf. Im Internet-Schreibtisch nehmen Denkarbeit und Ideen kein Ende. Sie basieren auf universitärer Kompetenz, beruflicher Erfahrung im Staatsdienst, im Verlagswesen und in freiberuflicher Tätigkeit. Ein Promotions Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes begründet zugleich eine unabhängige Verantwortung für deutsche Entwicklungen, die in der Gegenüberstellung von Hoffmann von Fallersleben mit heutiger Politik geschärft wurde und ca. 6000 Sofortkommentare nach Ereignissen hervorrief.

Anmerkung 3

Interessante Antworten zu Sodann/Brecht kamen auf eine Frage in Yahoo Clever:

http://de.answers.yahoo.com/question/in ... 957AAHOscK
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Beitragvon micha » Sa Okt 25, 2008 13:30:56:

Langsam keimt, besonders nach einer Diskussion mit meinem Freund Franz, auch die Erkenntnis einer höheren Theorie. Sie betrifft einen übergreifenden Konsens, negative Entwicklungen wie eine Finanzkrise mit Rezession zuzulassen, indem nicht genug dagegen unternommen wird. Die "Lähmung", wirklich etwas zu tun, kann ein globales Phänomen sein und hängt mit der Natur des Menschen und seinen Ängsten zusammen.

Regiert dann Angst die Welt? Zwar ist nicht jedem die Angst aufs Gesicht geschrieben, hinter der Fassade aber regiert zweifellos die Angst vor der persönlichen Zukunft, vor dem Tod, vor den schlimmen Aussagen der Religionen. vor dem Versagen in einer Leistungs Gesellschaft, vor dem Versagen im familiären Bereich, vor Krieg, Terror und Katastrophen, vor finanziellen Verlusten, vor dem Job Verlust und nun immer mehr auch die Angst vor einem Versagen des Staats Apparates, dem zu Recht misstraut wird.

Nur auf einen Gebiet gab es offenbar keine Angst: vor Börsen Crash und Rezension. Alle Risiken waren vorher bekannt. Warnungen lagen offen im Raum. In diesem Fall aber sieht die "Angst" eher nach insgeheimer Berechnung aus. Große Vermögens Verluste sind, nach dieser Theorie, so gut wie gewollt. Wieder mehr Menschen soll es schlecht gehen, damit sie arbeiten gehen - für andere. Für diejenigen, die die Finanzkrise mit verursacht haben und diejenigen, die auf Steuern und Abgaben angewiesen sind.

Wir leben in einer Demokratie, ja. Sie ist aber nur Legitimation. Dahinter blüht das Prinzip der Versklavung. Zu viele waren es geworden, die für sich arbeiten lassen wollten. Der Bedarf an dieser modernen Form von Versklavung war und ist Staats immanent geworden. Unter Exkanzler Schröder schossen Arbeits Agenturen aus dem Boden. Tatsächliche Arbeiter waren kaum noch zu finden. Wer also schnelle Hilfe brauchte, um seine Wohnung preisgünstig zu renovieren, fand keine Hilfskräfte, nur noch Arbeits Agenturen.

Deshalb findet eine Korrektur statt. Mehr Armut bis in die Mittelschichten zwingt die Menschen zu Konzessionen, zwingt sie Arbeiten anzunehmen, für die sie nicht ausgebildet wurden, oder Arbeiten anzunehmen, die weit unter ihrer Qualifikation liegen. Staatsapparat, Parteien und Regierungen agieren doppelbödig. Nach außen alles für die Bürger, um Wählerstimmen zu sichern, ab und zu war/ist auch eine ehrliche Haut bemüht. Von innen aufgrund Bequemlichkeit und Schicksals Ergebenheit heimliches Zulassen einer hierarchischen Machtordnung aufkosten ganzer Bevölkerungs Schichten.

Die Logik dieser Theorie erweist sich, da es so gekommen ist, andererseits aber über eine halbe Billion Mehrschulden für ein marodes Kreditmarkt System sehr schnell zur Verfügung steht. Die Schnelligkeit weist darauf hin, dass - wie bei den deutschen Landesbanken - auch von höchster staatlicher Seite mit Steuergeldern und Neuverschuldungen in großem Umfang gezockt worden ist, in der Absicht, Staatsschulden zu minimieren. Der Internet-Schreibtisch hat seinen Fuß auf diesem Geheimnis.

Die es trifft, haben Angst. Diese Angst wird bewusst eingesetzt. Sie sollen auf Biegen und Brechen Arbeit annehmen oder finden, dann Steuern und Abgaben zahlen, um den Staatsapparat zu füttern. Arbeit in Sinne von Nachbarschafts Hilfe wurde fast schon zu einem Staats Verbrechen gegen den Steuern Bedarf, der immer größer wurde, je mehr Menschen durch eigenes kleines Vermögen nicht mehr voll zu arbeiten bereit waren. So konnte es, aus der Sicht eines Staats Apparates, nicht weiter gehen. Neue Armut musste her!
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Beitragvon micha » Di Okt 28, 2008 04:50:58:

Sollte daran noch nicht gedacht worden sein ...

Die Regierung versucht, Finanz System, Banken, Manager, Börse und Kredit Unternehmen zu züchtigen, ohne sich selbst zu bändigen. Sie kommt mit Peitschen und neunschwänzigen Steuer Fahndungs Katzen. Sie hebt schon an, um zuzuschlagen. Freie Geschäfts Banken wollen sich nicht gerne bücken. Landes Banken, die Parteibuch verseucht sind, sind indessen Züchtigung gewohnt, um personelle finanzielle Vorteile zu mehren. Geldgier und Partei Macht züchten Masochismus, wie man in der Club Szene wohl weiß.

Ans Züchtigen wurde gedacht.

Die Regierung könnte indirekt aber auch Konkurrenz schaffen, die Kunden abjagt, Markt Freiheit aber belässt. Sie sollte beschreiben und veröffentlichen, wie viele Existenz Anteile von einem ausufernden Finanz System vernichtet werden/wurden und wie falsch Bürger investieren können. Sie sollte Alternativen anbieten statt die Peitschen und Katzen zu schwingen. Nichts spricht dagegen, wenn ein Teil des Staats Apparates indirekt selbst unternehmerisch tätig wird und bessere Konzepte anbietet, ohne zu verstaatlichen, was privat aufgebaut wurde.

Stattdessen haben Karriere Schleicher mit omnipotentem Partei Buch im Rücken Landes Banken durch Idioten Spekulationen ruiniert. Die Peitschen und Katzen, die Grusel Kammer der Macht Schocks, Disziplinierung mit roher Gewalt, sind immer falsch.

Daran wurde nicht gedacht. Die Solidar Partei, vorerst Muster Partei, hat daran gedacht http://solidarpartei.de. Sie sieht Bürgerschafts beziehungsweise Solidarschafts Banken vor. Diese dienen der Selbstverantwortung und Selbstregulierung. Bürger werden zu Akteuren. Sie legen ihre Opfer Rolle ab. Nicht eine Regierung, sondern ein Bürger Rat initiiert. Dadurch entsteht keine Wettbewerbs Verzerrung.
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Beitragvon micha » Di Okt 28, 2008 19:47:23:

American Beauty, der mit fünf Oscars ausgezeichneter Spielfilm des britischstämmigen Regisseurs Sam Mendes aus dem Jahr 1999 und gleichzeitig dessen Regiedebut, wirft ein Licht auf die Immobilien Krise der USA. William Jefferson „Bill“ Clinton war noch bis 2001 der Präsident der Vereinigten Staaten. Der Film lief also gegen Ende seiner Amtszeit.

Clinton hatte den Amerikanischen Traum von einem eigenen Haus, das "allein steht", kein Reihenhaus also, an die nächst untere Bevölkerungs Schicht weitergeben wollen. Der Film repräsentiert eine Schicht darüber, eine Mittelschicht, die ihre Hypotheken Häuser perfekt auszustatten gewohnt war. Nach außen hin schien alles perfekt, nach innen gärte es in den Familien, wurde dieser Amerikanische Traum zu einer vielfältigen Lügen Geschichte. Die aufgeladenen materialistischen und perfektionistischen Selbstverpflichtungen ließen nicht genug Zeit für die Kinder der Familien, denen ersatzweise Luxus geboten wurde, die mit kostspieligen Dingen zufrieden gestellt werden mussten, sich dann in der Regel trotzdem gegen die Eltern stellten. Mit einem Lügengebäude, mit lauter Fassaden, lassen sich Kinder nicht beeindrucken. Sie merken es.

Das logische Auseinander Brechen von Familien Zusammenhalt wirkte sich negativ auf die Verpflichtungen aus, auf Hypotheken zum Beispiel, die plötzlich nur noch mit Mühe monatlich bezahlt werden konnten. Die karrieresüchtige Frau des Titelhelden, Carolyn, sagt es offen: "Du hast Deinen Job gekündigt. Wie können wir allein mit meinem Verdienst die Hypotheken abbezahlen?" Der Film bekam nicht umsonst so viele Oskars. Er traf die Wahrheit über die Gesellschaft im Kern.

Die Immobilien Krise begann also schon in der potenten Mittelschicht, die in einer Sinn Krise steckte. Der später drohende Zusammenbruch des Finanzierungs Systems begann so mit Fragen nach dem Sinn des Lebens und den Lügen des American way of life.

Umso mehr kriselte es in den unteren Schichten. Der gute Wille Clintons hatte ihnen geholfen. Sie kamen zu billigen Krediten und kopierten das Leben der scheinbar etablierten Mittelschicht. Sie übernahmen auch die Zwänge, Fassaden aufzubauen, die dem Zusammenhalt der Familien nicht gut bekamen. Die Angst vor negativen Urteilen der Nachbarn, der Familien der anderen Schulkinder, führte zu gestresstem Dasein. In diese allgemeine Situation platzte der Irak Krieg. Der amerikanische Traum, gehalten von Fassaden, wurde auf das Militär übertragen. Ein erhoffter schneller Sieg erwies sich als ein Billionen Dollar Grab. Die Realität schlug zurück.
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Beitragvon micha » Mi Okt 29, 2008 14:35:42:

Oben wurde beschrieben, wie breit und tief die Ursachen der heutigen Finanzmisere liegen. Hinzu kommt noch die Politik Gerhard Schröders als Verweigerungs Kanzler. Auf dem Internet Schreibtisch micha vRhein wurde genauestens protokolliert und kommentiert, wie fatal die populistische Verweigerungs Politik Schröders war und wieviel die von ihm verursachte Spaltung des Westens wohl gekostet hat. Der Schaden, sich zu weigern, mit guten Argumenten in das Weltgeschehen einzugreifen und die Trotz Politik der Bush Regierung zu dämmen, geht ins Astronomische. Man glaubte damals, Deutschland ginge es nichts an. Nun erreicht der Finanz Tsunami Deutschland mit voller Wucht.

Soeben in Spiegel Online:

29.10.2008
RESSOURCENVERBRAUCH
Menschheit lebt auf viel zu großem Fuß

Im "Living Planet Report" schlägt der WWF Alarm: Wenn die Menschheit den Planeten weiterhin so ausbeutet wie bisher, wird sie schon bis zum Jahr 2035 die Ressourcen von zwei Erden brauchen. Der Fußabdruck der Menschheit ist einfach zu groß für den Planeten.

Berlin - Der letzte Report vor zwei Jahren war schon deprimierend. Nun wird es noch schlimmer: In dem "Living Planet Report 2008", den die Umweltstiftung Worldwide Fund for Nature (WWF) jetzt vorgestellt hat, zeichnet sie ein düsteres Bild vom Zustand unseres Planeten. Fazit: Der globale Raubbau an der Erde wird immer dramatischer, Ressourcen werden immer schneller verbraucht und verglichen mit der vorangegangenen Studie von 2006 hat sich die Situation noch einmal drastisch verschärft. "Wir übersteigen mit unserem Konsum die vorhandenen Möglichkeiten um ein Drittel", warnte WWF-Naturschutzdirektor Christoph Heinrich.


Der provisorische deutsche Schulden "Staat" ohne Friedensvertrag begibt sich auf das Niveau eines Zeitschriften Drückers an Bürger Türen. Merkel/Steinbrück/Glos wollen Konjuktur verkaufen wie penetrante Vertreter, die ihre Geschäftsmittel vorher gerade verjubelt haben und Bürgern den Schrott andrehen, vor dem der WWF warnt. Soeben haben sie sie sich gegen den Rat des Internet Schreibtisches in aller Eile astronomische Schulden herbei gejubelt, nachdem sie dies noch vor Tagen nicht wollten. Dann plötzlich vehement. Dieser Bruch lässt tief blicken, hat mit Erpressbarkeit und völlig undurchsichtiger Staatszockerei zu tun. Wie die Landesbanken, so doch erst recht der Staat! Die Öffentlichkeit wird hinters Licht geführt.

Noch mehr Schulden gehen nicht. Nachdem mit "Rettungs Paketen" auf Bürgerkosten zugunsten von Wirtschafts Kriminellen und zur Vertuschung der gesamten Staatszockerei aber auch alles verloren wurde, sparen sie nun mit Selbtkritik und setzen Dinge auf irgendeine nebulöse Agenda, die sie hätten vorher bedenken sollen.

Schuld an allem haben nun die Leute, sie kaufen nicht. Die Leute sollen kaufen, kaufen, kaufen, Zeitschriften und alles, was drin steht an Werbung. Vorrangig setzen sich Merkel und Co. nun für die Auto Industrie ein, da nach ihrer Vorstellung zigtausende Zulieferer Firmen vom Ruin bedroht seien. Die armen Zulieferer, Merkel und Co. dagegen die hehren "Retter". Das muss doch jeder einsehen.

Zu allem werden Experten Kommissionen berufen, hinterher wieder mal, nachdem gar kein Handlungs Spielraum mehr besteht, um irgendwelche Argumente zur Rechtfertigung des staatlichen Chaos zu finden. Die Diskussion, Rettung der Banken oder Konjunktur Programm, ist nur mehr theoretisch, die Mittel sind ohnehin weg. Originalton CDU, heute in der DW zu hören: das Konjunktur Programm der 70er Jahre, das heute noch abbezahlt werden muss, war ein Fehlschlag. Wirr werden nun auch Konjunktur Belegung und Subventionen verwechselt.

Wir befinden uns in einer derartigen Chaos Phase der Politik, wie es sie seit der strammen Hitler Vernichtungs Maschinerie (Hitler: "Wie nahe war ich doch an der Welt Herrschaft") nie wieder gegeben hat. Das Duo Merkel/Steinbrück mit Glos im Schlepptau stellen nahezu alles Bisherige in den Schatten. Sie haben den Durchblick völlig verloren, agieren nach dem Vorbild der USA, wo das Gegenteil richtig wäre und entwickeln eine hektische Reisetätigkeit, um Argumente zu kopieren, da ein Weltwirtschafts Gipfel bevorsteht. Kanzlerin Merkel reist nach England, weil dort Verstaatlichungs Modelle diskutiert werden.

Nebenbei werden auch andere Kritikpunkte des Internet Schreibtisches "erledigt", auf der Suche nach etwas Konkretem, wenn schon die Rettungs Pakete schlecht ankommen. Das Argument war, GEZ und ARD/ZDF werden illegal bezahlt, weil es eine Informations Grundversorgung aus Steuermitteln schon gibt, nämlich die Deutsche Welle. Das "Erledigen" sieht nun so aus: ZDF und ARD schleichen sich an die DW heran, um ihre illegale Abzock Legitimation juristisch abzusichern. Gesagt wurde, auch heute in der Deutschen Welle zu hören: Der Deutschen Welle wird die Möglichkeit einer Zusammenarbeit gegeben. ARD/ZDF nebst Regierung hinterlassen auf ihrem Anschleichweg der Gebühren Konsolidierung eine schleimige eklige unverträglich stinkende Abfall Spur der Gier nach Geld und Macht.

Die GEZ soll bestehen bleiben, um in Wohnzimmer der Bürger hineinspionieren zu können, Bankkonten abfragen zu können, Spitzel Systeme aufbauen zu können. Der Bürger wird immer mehr stranguliert, mit Staats Schulden, die er später tragen muss und jetzt schon zu spüren bekommt, mit Zwangs Methoden, die einer Gummizelle ähneln.
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Beitragvon micha » Do Okt 30, 2008 14:15:11:

Und wie lautet dann der Weg aus der "Krise" mal abgesehen von der GEZ, im Hinblick auf den bevorstehenden Weltwirtschafts Gipfel? Es gibt keinen. Wir hatten gar keine Krise. Wir hatten einen globalen Einsturz, ungefähr so wie am 11. September 2001, der global die Welt veränderte. Nun werden Trümmer "gerettet", anstatt an Neubauten zu denken.

Eine halbe Billion fließt in Schutt und Asche, Neubauten können vergessen werden. Das alles, weil Misswirtschaft mit Steuergeldern vertuscht werden soll. Alles wäre heraus gekommen, wenn das marode System nun nicht "gerettet" werden würde. Es drohte der Staats Bankrott, anders ist der plötzliche Schwenk nicht zu verstehen. Zuerst haben Merkel und Co. den Ernst der Lage nicht richtig eingeschätzt. Dann plötzlich ist ihnen die Lage vor die Nase gehalten worden. Kanzlerin Merkel sprach von einer schicksalhaften Entscheidung, um großen Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden. So formuliert man, wenn beispielsweise eine Auszahlungs Unfähigkeit des Staates unmittelbar bevorsteht. Sie wissen selbst, was geschah und die Wende zur "Rettungs" Strategie = Schulden Verpflichtung von über einer halben Billion Euro, die in Wirklichkeit eine Verteidigungs und Vertuschungs Strategie war, verursacht hat.
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Beitragvon micha » Mo Nov 03, 2008 08:12:17:

Die Bundes Regierung schüttet zurzeit große Mengen an rein Schulden finanziertem Geld aus, um sich aus einer selbst verschuldeten politisch brisanten Notlage heraus zu winden. Sie war über Jahrzehnte verpflichtet, weit vor diesem Desaster, für mehr Teilung zu sorgen. Das hat sie versäumt. Was sie nun aber macht, ist Beraubung kommender Generationen (micha vRhein in http://de.answers.yahoo.com/question/in ... 332AA2UVrc - das Teilen als Naturgesetz und das falsche Verteilen als politisches Chaos)

Nachdem Herr Steinbrück noch vor Tagen ein Konjunktur Programm ablehnte, wurden soeben riesige neue Schulden in ein deutsches Konjunktur Programm gesteckt, um kurzfristige Erfolge zu erzielen. Die langfristigen Folgen werden verschwiegen. Lediglich in der Deutschen Welle kam die Nachricht, Spiegel Online, der schnellere Spiegel, hält sich bedeckt.

Einmal Hü, halbe Billion nicht abgreifen, dann Hott, halbe Billion Neuschulden abgreifen, so verläuft zurzeit die Chaos Politik der Regierung. Dazwischen wirbt Herr Steinmeier in seinem Wahlkreis für sein Bundestags Mandat mit den Worten: "Auf die SPD ist Verlass". Solche leeren Hülsen werden von den meisten Menschen, die Herrn Steinmeier gerne lächeln sehen, geglaubt. Chaos herrscht in der Politik, Chaos auch in den Köpfen der Menschen, die nach irgendetwas suchen, das ihnen Halt gibt. Das kann ein Lächeln sein. Der Außenminister muss lächeln, unterläßt er das Lächeln, werden schräge Gesichtszüge sichtbar.

Das Chaos und die Unverlässlichkeit der Regierung einschließlich der SPD besteht darin, folgenschwere Beschlüsse zu fassen, ohne vorher überlegt zu haben. Um nicht überlegen zu müssen, erfolgen diese Beschlüsse im Eiltempo. Der vRhein Internet-Schreibtisch hatte Mühe, dazwischen vorher immer noch rechtzeitig die richtigen Lösungen anzubieten. Nicht zu überlegen und blind Schwerstfolgen zu produzieren ist sicherlich weniger gut, als nicht zu überlegen, mit geschlossenen Augen dem Internet-Schreibtisch zu folgen und Folge Katastrophen zu vermeiden.
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Beitragvon micha » Di Nov 04, 2008 10:33:53:

Frankreich macht es besser und lehnt ein Konjunktur Programm ab, wie gemeldet wird. Stattdessen sollen gezielt und einzeln Notlagen von Wirtschafts Unternehmen geprüft werden. Diese Richtung vertrat zuvor auch der Internet Schreibtisch. Gießkannen Prinzip lautet dagegen die Devise in Deutschland, um genügend "Mitnahme Effekte" (ein Terminus des Bundes der Steuerzahler) zu erzielen. Staatliche Betrügereien sind vorprogrammiert.

Mein Vorschlag, das personelle Potential der Finanzämter als Mittler für staatliche Einzelhilfen nach Prüfung zu nutzen, statt Kreditwesen zu erhitzen, Wettbewerbs Verzerrungen zu schaffen und Rücklagen zu verhindern, wäre den deutschen "Mitnahme" Politikern viel zu genau. Sie nutzen die Gelegenheit, große Summen durch erneute Schulden Aufnahmen in die Finger zu bekommen. Die Gelegenheit, den Bürger durch Scheinargumente mundtot zu machen und sich zu bedienen, ist günstig. Schließlich blickt kaum einer durch. Schaden von den Staatsbürgern abzuwenden wurde geschworen. Betrug an den Staatsbürgern wird praktiziert.

Im Internet kursiert diese Liste: http://www.staatsverschuldung.de/ausland.htm Stand: Oktober 2008

Wenn man die deutsche Staatsverschuldung mit der anderer Länder vergleicht, muss man berücksichtigen, dass die Volkswirtschaften verschieden groß sind. Deshalb wird die Gesamtverschuldung nicht in absoluten Geldbeträgen ausgedrückt, sondern in Beziehung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) gesetzt. Nach den Maastricht-Kriterien für die EURO-Währungsunion soll die Gesamtverschuldung 60% des BIP nicht übersteigen. - Für den 31.12.2007 nennt die Europäische Union folgende Zahlen:

Auf den ersten Blick scheinen zwischen den Ländern gewaltige, entscheidende Unterschiede zu liegen. So ist die Gesamtverschuldung in Belgien, Griechenland und Italien doppelt so hoch wie etwa im Vereinigten Königreich.

Aber das verstellt den Blick darauf, dass alle größeren europäischen Länder viel zu hohe Schulden haben! Sie alle sind belastet durch in Jahrzehnten aufgehäufte Schulden, die jetzt die Steuern erhöhen und das Aushandeln politischer Kompromisse erschweren.

Weiter muss man daran zweifeln, ob die Maastricht-Kriterien ernst genommen werden. Drei Länder (Belgien, Griechenland, Italien) nehmen an der Währungsunion teil, bei denen die 60%-Grenze dramatisch überschritten ist. Und es erscheint fraglich, ob bei einer neuerlichen Überschreitung der Grenzen wirklich Sanktionen gegen das betreffende Land verhängt werden: Schließlich geht es dem Land dann gerade besonders schlecht. Im März 2005 wurden zudem auf Betreiben Deutschlands die Anforderungen an die Haushaltsdiziplin aufgeweicht, so sind jetzt jahrelange Überschreitungen der 3%-Grenze zulässig.

Außerordentlich günstig verläuft die Entwicklung in Dänemark. Lag die Staatsverschuldung 1997 noch bei 61% des BIP, sind es jetzt nur noch 26! - Generell liegt die Verschuldung in den kleineren Ländern niedriger.

AT Österreich 61,7%
BE Belgien 84,9%
BG Bulgarien 18,2%
CY Zypern 59,8%
CZ Tschechien 28,7%
DE Deutschland 65,0%
DK Dänemark 26,0%
EE Estland 3,4%
ES Spanien 36,2%
FI Finnland 35,4%
FR Frankreich 64,2%
GR Griechenland 94,5%
HU Ungarn 66,0%
IE Irland 25,4%
IT Italien 104,0%
LT Litauen 17,3%
LU Luxemburg 6,8%
LV Lettland 9,7%
MT Malta 62,6%
NL Niederlande 45,4%
PL Polen 45,2%
PT Portugal 63,6%
RO Rumänien 13,0%
SE Schweden 40,6%
SI Slowenien 24,1%
SK Slowakei 29,4%
UK Großbritannien 43,8%


So sieht die Liste vor der Kreditkrise mit anschließenden Rettungspaketen aus. Die neuen Zahlen werden auch vom Bund der Steuerzahler noch nicht genannt. Stattdessen begnügt man sich dort mit Kritik am geplanten Konjunkturprogramm:

Bund der Steuerzahler kritisiert Konjunkturprogramm der Bundesregierung

Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ist die beste Alternative

Der Bund der Steuerzahler fordert die Bundesregierung auf, den Solida-ritätszuschlag abzuschaffen. Die Politik muss hierfür in den laufenden Haus-haltsberatungen die Voraussetzungen schaffen. Sie darf ihre Kraft nicht in einem Kleinkrieg um punktuelle Konjunkturspritzen vergeuden.
„Das jetzt geplante Konjunkturprogramm der Bundesregierung ist Stückwerk“, sagt der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke. Damit werden einzelne Sektoren der Volkswirtschaft zu Lasten anderer Wirtschaftsbereiche gefördert und hohe Mitnahmeeffekte produziert. Solch ein geradezu planwirtschaftlicher Ansatz ist zum Scheitern verurteilt.

„Das beste Konjunkturprogramm ist eine steuerliche Entlastung für alle Bürger. Die Bundesregierung sollte die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ab 2009 verkünden. Das bringt auf einen Schlag rund 13 Milliarden Euro jährlich, die den Konsum und die Investitionen massiv beflügeln würden“, argumentiert der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke.

Inmitten der aktuellen Rezessionsängste brauchen die Bürger ein klares und allgemein verständliches Zeichen zügigen Regierungshandelns. Mit einer parlamentarisch schnell umsetzbaren Soli-Abschaffung würde man solch ein Zeichen setzen. Die Botschaft wäre klar: Zu arbeiten und zu investieren, lohnt sich ohne den Solidaritätszuschlag wieder mehr. Das legt die Basis für mehr Konsum. In welchen Bereichen der Volkswirtschaft mehr gearbeitet, investiert und konsumiert wird, entscheiden die Bürger und nicht die Bundesregierung.

„Keynesianische Konjunkturprogramme und Solidaritätszuschläge sind zwei Relikte der Vergangenheit. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sich von beiden zu verabschieden“, resümiert Dr. Däke.

Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.


Zum Vergleich Entwicklung und Staatsverschuldung in den USA:

Ebenso wie in Deutschland steigt in den USA die Gesamtverschuldung. Dabei waren die Jahre 1993-2001 (Clinton-Ära) von einem enormem Sanierungserfolg geprägt; in den letzten vier Jahren wurden sogar Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet: Grafik

Für diesen Erfolg gab es zwei Ursachen: Ein ungewöhnlich lang anhaltender Boom der Wirtschaft und der Kampf um das Balanced Budget.

Unter dem Eindruck der Anschläge vom 11. September 2001 und des Krieges im Irak nimmt die amerikanische Regierung seit Jahren wieder Haushaltsdefizite von gigantischen Ausmaßen in Kauf. Das Jahr 2008 wird wegen des Rettungspakets für die Banken alles bisher Dagewesene übertreffen.

Die Sünden der Vergangenheit: Auch in den USA haben die Schulden eine ungeheuere Höhe erreicht: Nach dem World Fact Book betrug Ende 2007 die Gesamtverschuldung 61% des Bruttoinlandsprodukts (Deutschland: 65%)


Das Jahr 2008 wird wegen des Rettungspakets für die Banken alles bisher Dagewesene übertreffen - gilt für die USA und Deutschland. Deutsche Bürger sollten nicht meinen, dass die kommenden Probleme aus der Welt sind, nur weil sich die Presse anderen Tagesthemen zuwendet und die verantwortlichen Politiker den Mehltau des Abtötens aufmerksamer Kritiker über Deutschland legen.

Nachtrag Verweis: viewtopic.php?p=1972#1972
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Beitragvon micha » Sa Nov 08, 2008 04:55:13:

Der Steuer Schnüffler Promotor und Schuldenmacher der SPD, Steinbrück, macht sich bei Ländern wie Banken unbeliebt und legt eine Art Fußpilz Arroganz an den Tag (Anmerkung 1).

Zitat aus Spiegel Online:

Brüssel - Es war eine klare Retourkutsche. Nicolas Sarkozy reagierte beim EU-Sondergipfel in Brüssel auf die Kritik des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück (SPD) vom Dienstag, als dieser die Vorstöße des französischen Präsidenten für eine neue Weltfinanzordnung verurteilte. Steinbrück sei "überhaupt nicht der gleichen Meinung wie die Kanzlerin", schimpfte Sarkozy. Und: "Er ist manchmal weniger liebenswürdig." Zugleich versuchte er, seine Verärgerung einzugrenzen: "Die deutsch-französische Freundschaft muss über solche kleinen Schäbigkeiten erhaben sein."


"Schäbig"ist ein hartes Wort. Die Einheit Europas zerfällt, bevor sie begonnen hat. Noch ist Europa ein lahme Ente mit einer Spiegelung der viel zu Kosten intensiven aufgeblähten Verwaltungs und Parteien Staaten mit völlig unterschiedlichen Zielen. Die wenigen wirklichen Spitzen Kräfte mit Visionen, die aus einer so großen Fläche mit so vielen Menschen und Kulturen herkommen, können noch gar nicht wirksam werden.

__________________

Anmerkung 1

viewtopic.php?p=1981#1981
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Beitragvon micha » So Nov 09, 2008 04:56:33:

Die völlige Ratlosigkeit und Unfähigkeit, ein wenig in die Zukunft zu blicken, weil Gegenwart und Vergangenheit besser analysiert werden, wird hier deutlich:

viewtopic.php?p=1978#1978

Anmaßende Forschungs Etikettierung dient oft nur einer plietschen Geschäfts Idee.

Unabhängige Ideen Küchen wie der einsame Internet-Schreibtisch, dem eine kulturelle patriotische Gesinnung ohne Geschäfts Absichten zugrunde liegt, wären da schon kompetenter, vermute ich mal. Die einzige "Geschäfts Idee" besteht hier in der Forderung, die Copyright Gesetze zu befolgen, das kriminelle Verwerten ohne Zitat zu unterlassen (Anmerkung 1).

Die Kredit Finanz Krise mit anschließender Weltwirtschaft Krise in speziellen Bereichen ist noch keine Katastrophe. Sie zeigt lediglich, dass sich hoch verschuldete Staaten verkalkuliert haben, weil sie das Kreditwesen in den Vordergrund geschoben und eine Rücklagen Politik aufgrund falscher Führungs Ethik völlig vernachlässigt haben. Sie bekommen jetzt einen Hieb auf die Mütze.

Zum anderen zeigt die Krise, dass die Weltwirtschaft lebt, pulsiert und nach anderen Wegschildern und Konsum Werten sucht, als sie die betreffenden Staaten aufgestellt haben. Wenn diese unfähige Staaten nun anfangen, freie Kräfte des Marktes übermäßig zu regulieren, um ihre eigenen Fehler zu vertuschen und festgefahrene Kredit und Schulden Politik fortzusetzen, dann erst kommt die wirkliche Krise. Dazu sind Staaten fähig, wenn sich Macht Politik verselbständigt und Nutznießer wie Parasiten in Staats Verwaltungen überhand nehmen (Anmerkung 2).

__________________

Anmerkung 1

"Copyright micha vRhein, RHEINSVERLAG. Dies betone ich zum xten Mal, da eine Verwertung meiner originären Texte ohne Zitat gegen das Gesetz verstößt und geahndet wird. Sie basieren insgesamt auf einer akademischen Ausbildung mit Promotion und haben einen diesbezüglichen Wert Gehalt, selbst wenn sie oft keine Zustimmung finden, das ist egal. Ich will ja nicht eingebildet sein, aber übelste Erfahrungen kann ich haufenweise aufzählen. Für Täter lohnt es sich nicht. Zitiert werden darf immer ungefähr ein Viertel, außerdem muss auf die Quelle verwiesen werden."

Anmerkung 2

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Beitragvon micha » So Nov 09, 2008 19:20:34:

micha hat geschrieben:Verfasst am: 29 Okt 2008 14:35
Oben wurde beschrieben, wie breit und tief die Ursachen der heutigen Finanzmisere liegen. Hinzu kommt noch die Politik Gerhard Schröders als Verweigerungs Kanzler. Auf dem Internet Schreibtisch micha vRhein wurde genauestens protokolliert und kommentiert, wie fatal die populistische Verweigerungs Politik Schröders war und wieviel die von ihm verursachte Spaltung des Westens wohl gekostet hat. Der Schaden, sich zu weigern, mit guten Argumenten in das Weltgeschehen einzugreifen und die Trotz Politik der Bush Regierung zu dämmen, geht ins Astronomische. Man glaubte damals, Deutschland ginge es nichts an. Nun erreicht der Finanz Tsunami Deutschland mit voller Wucht.


Ex-Außenminister Joschka Fischer im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks, Bericht Spiegel Online am 09 11 08

Ex-Außenminister Fischer: "In einer solchen Krise guckt alles auf die Nummer eins"

Die Kanzlerin habe die europäische Führungsaufgabe, die alle Europäer von Deutschland erwartet hätten, nicht wahrgenommen, sagte Fischer. "In einer solchen Krise guckt alles auf die Nummer eins. Da bedarf es des festen Blicks nach vorn, einer starken Hand und zumindest des Eindrucks, dass sie weiß, wohin es geht." Außerdem sei das in dieser Woche vom Kabinett verabschiedete Konjunkturprogramm lediglich auf die übliche Dimension von Wachstumseinbruch zugeschneidert, "aber nicht auf das, was an realwirtschaftlichem Tsunami auf uns zurollt".


Sieht ganz so aus, als hätte sich Fischer in der dazwischen liegenden guten Woche auf dem Internet-Schreibtisch orientiert (ein solcher Zeitabstand kommt mir allzu bekannt vor). Der Vergleich mit einem Tsunami wurde von mir richtig auf die Finanzkrise bezogen. Sie war es, die europäische Banken traf. Fischer verwendet den gleichen Begriff Tsunami, wendet ihn aber sachlich falsch und sprachlich stümperhaft an (die Formulierung "... was an ... ist stümperhaft). Realwirtschaftlich verteilen sich nämlich die nun entstanden Lasten weltweit, im Gegenteil bleibt der US Markt der Hoffnungsträger für die realwirtschaftliche Zukunft. Chinas Rücklagen können wirksam werden (Anmerkung 1). Da ist es kein Tsunami mehr, der immer einen Ursprung und eine Richtung hätte. Fischer wollte mit dem Vergleich Eindruck machen, seinem Interview Gewicht geben. Ich habe oft erlebt, wie geklaute Ideen dann falsch verwendet wurden.

Die Kritik an der Führung von Dr. Merkel kopiert meine Schimpf Tirade über deutsche Chaos Politik. Wenn jemand ungenau zu arbeiten gewohnt ist, sich polemisch orientiert, dann kopiert und überliest er. Die kleine Fehlleistung ist bezeichnend. Fischer überlas meine Analysen von den tiefer liegenden Ursachen und dem großen Zeitraum, in dem die Finanz Krise entstand, bis es jetzt zum Ausbruch kam. Dieser Zeitraum umfasst auch und speziell seine Zeit als Außenminister der BRD.

Schon damals in der Irak Krise, als in der UN noch Verhandlungen möglich waren, hatte ich den belegten Eindruck, dass Fischer meine Positionen in sehr ähnlicher Form übernahm, jedoch durch die Verweigerungs Politik Schröders im Stich gelassen wurde. Da wo ich mich nicht äußerte, nämlich nicht über Zustände in deutschen Botschaften, Pflicht Programm jedes akribischen Außenministers, versagte Fischer total. Auch hier fehlte die Genauigkeit. Seine Ausbildung konzentrierte sich nach Studienabbruch offenbar auf eine Taxifahrer Lizenz. Er ließ Scheunentore für islamische Fundamentalisten offen, die dann Deutschland auch förmlich überschwemmten.

Fischer hat direktes Copyright und Zitat Pflicht verletzendes Consulting der vRhein Analysen geübt, soviel scheint ablolut sicher (trotzdem kann gerne auf eine Gegendarstellung gewartet werden), profitierte in einer schwierigen Situation UN/Irak/Hussein durch diese ohne Zitat abgekupferten und daher geraubten Analysen, gegen seinen Regierungs Chef Schröder, und übernahm wahrscheinlich auch die stets sachlich begründete pro jüdische Haltung vRheins, die für einen 68er Politagitatoren mit Nähe zu Gaddafi, Syrien und Palästinensern völlig untypisch war. Das Verwerten der Richtungsweisungen vRheins, in der Irak Krise und im Verständnis Israels, brachte ihm die lukrative Sympathie der damaligen US Außenministerin Fulbright ein, die ihm später eine Professur in den USA verschaffte, aus der heraus er wiederum vRhein abkupferte (bitte notfalls Gegendarstellung), um mit dummdreister Arroganz die vRhein Kritik an der Merkel Regierung für seine Zwecke publizistisch für sich selbst zu verwerten, dabei aber falsch interpretiete, was nun zu einer "forensischen" Täter Identifizierung führte.

_____________________

Anmerkung 1:

Am 23 Jan 2008 14:50 schrieb ich im Thread "Viagra Palament" - viewtopic.php?p=1701#1701 - "Die ganze Erde? Inzwischen gibt es China, Indien, ehemalige Schwellen Länder, die an den Wolken kratzen, dazwischen Saudi Arabien mit seinen 500 Milliarden Rücklagen. Dem Dollar wird Paroli geboten. Das Beben verliert dort seine vernichtende Wirkung." Heute, am 10. 11. 2008 wird an verschiedenen Stellen in den Medien berichtet: Europäische Börsen reagieren mit kräftigen Gewinnen bei Rohstoff Titeln auf ein chinesisches Konjunktur Programm von fast einer halben Billion Euro, der deutsche Wirtschafts Minister Glos zeugt sich erfreut. Der chinesische Handels Minister Chen Deming fordert die USA zu mehr Anstrengungen auf.
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Beitragvon micha » Di Nov 11, 2008 04:41:17:

micha hat geschrieben:

Das Parlament benötigt eine vierwöchige Pause. Wie wäre es mit einem Luxus Urlaub für alle? Der Internet-Schreibtisch empfiehlt die Malediven und Seychellen. Die Öffentlichkeit darf es wissen, der Urlaub darf All-inclusive sein und pro Person 30000 Euro kosten. Dort soll in einer ruhigen Minute am blauen Meer auf irgendeiner schönen Terrasse einmal logisch überlegt werden. Dann wäre dieser Massen Urlaub unserer Volksvertreter die beste Investition, die jemals deutschen Bürgern zugute kam.



Dort auf den Malediven hätte das gesamte deutsche Parlament dann ganz nebenbei etwas lernen können, das die Gewinn Marge des Urlaubs für alle noch erhöht hätte, nämlich wie man für ein Volk vorsorgt, da gewöhnlich kommende schlechte Zeiten die Regel sind.

Heute Spiegel Online:
Wie die britische Zeitung "Guardian" berichtet, plant das erste demokratisch gewählte Oberhaupt der Malediven ein weltweit einmaliges Projekt: Um sein Volk vor dem Klimawandel und dem damit verbundenen Anstieg der Meeresspiegel in Sicherheit zu bringen, spart der Präsident für den Umzug der gesamten Bevölkerung.

"Wir können nichts tun, um den Klimawandel zu stoppen, deshalb müssen wir uns gegen das Schlimmste wappnen und woanders Land kaufen", sagte das Insel-Oberhaupt dem "Guardian".

Erst im vergangenen Monat hatte der ehemalige Menschenrechtler den bisherigen Präsidenten Maumoon Abdul Gayoom in Wahlen geschlagen. Dieser hatte seit 1978 autoritär über den Inselstaat geherrscht - Nasheed selbst landete als Oppositioneller mehrfach im Gefängnis. In Asien wurde der Demokrat schon mit Nelson Mandela verglichen.


Von unseren Parlamentariern wird ja gar nicht verlangt, dass sie eine Leidens Vergangenheit von Menschenrechtlern besitzen. Sie durften einen Luxus Urlaub auf den Malediven machen, finanziert durch bessere Politik, erlaubt von hier. Sie dürfen auch Viagra nehmen, um sich aufzubessern - viewtopic.php?t=382.

Aber sie müssen bei allem Luxus auch hier in Deutschland, und bei aller gepumpten Größenordnung des Reichstags Anbaus - viewtopic.php?p=1981#1981 - eine Bedingung erfüllen: nämlich das Zurückschrauben der Zeit. Sie haben die Hausaufgabe, die letzten 50 Jahre zurück zu blättern und aufzuschreiben, wie hoch der Gewinn wäre, wenn auch nur ein Prozent der Vorsorge eines Menschenrechtlers mit Leidens Vergangenheit namens Nasheed stetig und unerschütterlich verwirklicht worden wäre.

Vorsorge ist also das Stichwort, das ich den Parlamentariern mit auf den Weg geben möchte, verpackt als Vision in einem Butterbrot Papier für die Zigaretten Pause, denn Vorsorge bei Staat und Bürgern rettet Menschen Leben, Vorsorge ist wichtig, und nicht das Zappeln der Befürchtungen, den nächsten monatlich fälligen Schulden Dienst aller alten und neuen Neuverschuldungen nicht aufbringen zu können. Vorsorge durch Sparen im Kleinen hat auch schon Alexander von der SOLIDARPARTEI auf dem Programm (er wird übermorgen zwei Jahre alt, hat einen deutschen Pass, bekommt kein Kindergeld aus Deutschland, weil die Vorsorge fehlt) http://solidarpartei.de/A5.html
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Beitragvon micha » Mi Nov 12, 2008 08:05:30:

Das Parlament der Würde:

viewtopic.php?p=1992#1992
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Beitragvon micha » Mi Nov 12, 2008 16:40:55:

Spiegel Online:

12.11.2008
FINANZKRISE
Hypo Real Estate rutscht tiefer in die roten Zahlen als erwartet
Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate hat im dritten Quartal ein deutlich höheres Minus verbucht als erwartet. Grund sind die Abschreibungen der Tochter Depfa - von deren Problemen das Finanzministerium früher wusste als bisher bekannt. Die Summe hat sogar die Experten überrascht: Die Hypo Real Estate hat im dritten Quartal einen Verlust von rund 3,1 Milliarden Euro verbucht.

11.11.2008
FINANZKRISE
HSH Nordbank drohen neue Verluste
Erst gab die HSH Nordbank einen Verlust von 360 Millionen Euro bekannt, dann trat Bankchef Berger zurück - doch die norddeutsche Landesbank ist noch nicht aus der Krise heraus. Ihr drohen nach Angaben des Hamburger Finanzsenators weitere Abschreibungen. Nach ... Angaben sind weitere Abschreibungen im vierten Quartal über die bekannten 1,3 Milliarden Euro hinaus nicht auszuschließen. - Die HSH Nordbank ist die Landesbank der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein. Das Institut will Bundes-Kreditbürgschaften bis zu 30 Milliarden Euro beantragen, wie die Bank erst vor einer Woche mitgeteilt hatte. Eigentümer der HSH Nordbank sind zu je etwa 30 Prozent die beiden Bundesländer, zu rund 15 Prozent die schleswig-holsteinischen Sparkassen und zu rund 25 Prozent eine Gruppe institutioneller Investoren um die US-Beteiligungsgesellschaft J.C. Flowers. Die HSH Nordbank ist die erste Landesbank mit privaten Gesellschaftern.


Die staatlichen Hilfen verlängern den Schrecken ohne Ende über das "ohne Ende" hinaus. Übrig bleibt lediglich ein Staat, der sich verausgabt und damit sämtlicher anderen Einfluss Möglichkeiten beraubt hat.

Darum hatte ich geraten, neue Anfänge mit Konkurrenz Bürger-Banken ins Auge zu fassen und für die Notlagen in der realen Wirtschaft vorübergehend die Finanzämter als Prüfungs und Transfer Instanz zu nutzen. Man soll schlechtem Geld nicht gutes Geld hinterher werfen. Das aber wird jetzt laufend getan - zum Schaden unseres Volkes, wo doch zum Nutzen unseres Volkes agiert werden sollte.

Die Wirtschafts "Weisen" haben sich in einem Gutachten auf ein Konjunktur Programm zu Gunsten des Strassenbaus festgelegt. Seehofer übernimmt die Forderung. Sie ist falsch. Die einseitige Förderung eines Wirtschafts Zweiges ist das Schlechteste, was jetzt möglich ist. Zwar werden kurzfristige "Erfolge" erzielt, schon mittelfristig wird daraus ein staatliches Desaster. Das deutsche Haus hat überall durchlässige Stellen, Regen und Wind gehen durch. Das Konjunktur Programm würde dann nur die Renovierung der Fassade betreffen. Wie die Deutschen einzuschätzen sind, machen sie diese Teilarbeit dann perfekt, ziehen das übliche Spiel mit Nachforderungen durch und nutzen aus, wenn der Staat unbedingt etwas "will". Korruption wird zur Genüge auch wieder dabei sein. Nein, diese Richtung ist falsch.
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Beitragvon micha » Do Nov 13, 2008 10:09:20:

Spiegel Online:

10.10.2008
RETTUNGSAKTION Wenn der Staat zum Banker wird
Von Hasnain Kazim
Island, Großbritannien, Niederlande - europaweit retten Regierungen taumelnde Banken vor dem Zusammenbruch. Auch in Deutschland wird über Verstaatlichung nachgedacht. Den Eingriff der Regierungen beurteilen Experten kritisch, gleichwohl ist es die letzte Hoffnung für die Geldhäuser.


Gänzlich gegen eine Verstaatlichung, in welcher Form auch immer, ist kaum jemand in Deutschland. "In den USA gibt es eine neoliberale Bewegung, die der Meinung ist, man müsse sogar die Bankenaufsicht abschaffen und alles dem Markt überlassen", sagt Kösters. "Deren Meinung nach sollen die Banken ruhig pleite gehen, das sei ein Gesundungsprozess für den Markt." Deutschland aber sei eine soziale Marktwirtschaft, in der ein starker und unparteiischer Staat den Wettbewerb garantiere und für Währungsstabilität und soziale Sicherheit sorge.


Hilfspakete und/oder mehr oder weniger Verstaatlichen bedeuten Schulden für Banken zu machen und zusätzliche Schulden der Banken zu übernehmen. Im Zitat steht auch ein neoliberaler Standpunkt aus den USA zu lesen. Da kommt viel Schadenfreude durch. Das ist unklug. Aber die Grundrichtung stimmt mit der Einschätzung größerer Banken überein, die die Krise ohne fremde Hilfe zu überstehen gedenken. Sie profitieren nämlich davon, wenn Konkurrenzbanken pleite gehen.

Der Staat übernimmt sich, Banken mit Schrott auf der einen Haben Seite und Schulden auf der anderen Soll Seite zu verstaatlichen. Ein Neuanfang mit Bürger Banken wäre klüger. Dann müssen diejenigen Lehrgeld zahlen, die sich verzockt haben, einschließlich lieber und guter Aktionäre, die alles mitmachen, nur wenn ihr Kurs steigt und alles verdammen, wenn einmal der Kurs sinkt. Dieses Risiko sind sie eingegangen, haben oft gut davon profitiert. Nun aber, da Verluste drohen, darf der Staat nicht aufkaufen auf Teutel komm raus, nur weil "Verstaatlichung" Einfluss und Machtzuwachs verspricht. Wie will denn dieser größtenteils unfachliche Staats Apparat künftig mit den Pleite Managern zusammen arbeiten? Es geht nicht. Liebe Leute, lasst die Finger davon und redet keinen Stuss über die soziale Marktwirtschaft, um eine Entschuldigung für Unsicherheit an den Haaren herbei zu ziehen.

Der hier auf dem Internet-Schreibtisch vorgelegte Gedanke neuer Bürger Banken beinhaltet den sozialen Aspekt viel deutlicher: sie können arbeitslose Banker nach Bewerbungen erst einmal prüfen und dann eventuell wieder verwenden, denn nicht jeder war unfähig.

Wir erleben zurzeit, dass Finanzkrise und Wirtschafts Krise wie Kraut und Rüben durcheinander gemischt werden. Die Abhängigkeit der Wirtschaft von Krediten wurde von Staaten mit zu hohen Abgaben und Steuern erzeugt. Die Gewinn Marge war daher zu niedrig. Das Überleben vieler Firmen spielte sich am Rand der Pleite ab. Staatliche Subventionen von Konkurrenz Unternehmen brachten viele Firmen zusätzlich in Bedrängnis. Immer wenn der Staat subventioniert, gerät die Wirtschaft in eine Schieflage. Ohnehin verschuldete Staaten verhindern, dass Firmen der freien Wirtschaft Rücklagen bilden können. Zu diesen Ländern gehört ganz besonders Deutschland. Kredit Abhängigkeit war hausgemacht.

Nur deshalb besteht eine ungesunde Abhängigkeit von der Finanzkrise. Wären Rücklagen da, wäre diese Krise nur eine Banken und Spekulations Krise. Die Sorge des deutschen Staates muß intakten Firmen mit guten Konzepten gelten, die trotzdem am Rand wirtschaften, weil sich seit 1968 eine Links Ideologie breit gemacht hat, die Selbständigkeit und Freie Wirtschaft als "kapitalistisch" verdächtigt. Leider kam die 1968 Generation politisch zum Zug.

Die beiden Haupt Akteure aus dem Jahre 1968, dann an der Spitze Deutschlands, Schröder und Fischer, sorgen sich nun um Russland und die USA, Fischer an der Seite der ehemaligen Außenministerin Albright, die im Auftrag von Obama den Wirtschafts Gipfel, der jetzt ansteht, beobachten soll. Fischer äußerte sich, das wurde bereits behandelt, siehe oben viewtopic.php?p=1990#1990

Das Auseinander Driften dieser Brüder von einst, der eine nach Ost und der andere nach West, belegt indirekt eine zunehmende Entfernung der beiden voneinander während ihrer Amts Zeit. Fischer orientierte sich offenbar nach vRhein, Schröder eben nicht, als nach dem 11. September eine grundsätzliche Orientierung notwendig war.

Schröder provozierte ein Thema, das sehr lange anhielt, "Hat Schröder Deutschland geschadet?" Fischer wurde auf der ganzen Linie seinen 68er Überzeugungen untreu. Er ahnte wohl schon, dass er sich damit seine spätere Existenz sichern konnte. Geradezu herablassend verließ er die Grünen.

Was kam nun von Ost und West von den beiden? Der eine vertritt einen Abhängigkeits Ausverkauf an Putin, der andere will wesentlich mehr Konjunktur Subventionen zur Belebung der Wirtschaft in Deutschland - indirekt zum Nutzen der USA. Damit haben sich sich verkauft. Patrioten sind sie jedenfalls beide nicht.
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Beitragvon micha » Fr Nov 14, 2008 11:21:19:

Spiegel Online als einfache und einigermaßen zuverlässige Quelle für Nachrichten berichtet:

Merkel verlangt schnelle Reform der Finanzmärkte: Alle Geldgeschäfte müssten überwacht werden.

Merkel verlangt im Kampf gegen die Bankenkrise eine globale Finanzreform. Nach den Erfahrungen der jüngsten weltweiten Krise müssten künftig "alle Gebiete, alle Produkte und alle Geschäfte" auf den Finanzmärkten angemessen überwacht werden. Die Banken müssten diesen Prozess unterstützen. "Deshalb habe ich kein Verständnis dafür, dass jetzt, kurz nachdem der Staat Schlimmeres verhindert hat, schon wieder vor zu viel Regulierung und staatlichem Einfluss gewarnt wird", sagte die Kanzlerin. "Was wir derzeit erleben, sind Exzesse der Märkte. Diese Exzesse dämmen wir ein, damit sich eine solche Krise nicht wiederholt."


Frau Dr. Merkel, Bundeskanzlerin der BRD, lässt sich von Weisen beraten, hat einen SPD Finanzminister Steinbrück zur Seite und schickt sich nun an, über Weise und Minister hinweg zu steigen, den Atlantik und den Pazifik in einem Rutsch zu überqueren, und im Anschluss an aufgedeckte Spenden Affären Erfolge um und zugleich gegen ihren Ziehvater Helmut Kohl die Welt nun vor weiteren Bösewichten zu retten. Sie galt zweimal als "mächtigste Frau" in einem US Wochenmagazin, was sie absolut sicher verinnerlicht hat.

Leider ist schon allein der Satz "Alle Geldgeschäfte müssten überwacht werden" reif für ein geflügeltes Wort nach dem Muster "Deutschland ist am Hindukusch zu verteidigen", das Herr Dr. Struck für den Deutschen Bundestag entwarf, der ihm offenbar gehorcht, komisch. Also auch komisch. Die "bösen Finanz Märkte" sind, rein objektiv betrachtet, nur eine Spiegelung der bösen Konsumenten, der bösen Kreditnehmer, der bösen Kreditkarten Überzieher, der bösen Staaten, die sich militärisch überfordern, der aufgeblähten Verwaltungen in den Staaten, der schwindenden Kraft der Menschen, die immer mehr kontrolliert werden und dafür mit immer mehr Quatsch Konsum gefüttert werden, mit Nachdruck von den gleichen Staaten, einschließlich der BRD, die jetzt nicht nur die Menschen, sondern den gesamten Globus und deren "Exzesse" kontrollieren wollen, weil sie in den Sozialismus abrutschen.

Wirkliche Exzesse, wie in Kafur und im Kongo, werden mit Unter Präsenz "kontrolliert", weil dafür die Courage fehlt. Wo immer auf der Erde Exzesse mit Waffen stattfinden, oder Exzesse mit Drogen Pflanzen Anbau, wie in Afghanistan, oder Exzesse der internationalen Kriminalität, da halten sich die geflügelten Kontroll Fetichisten unter den Politikern vornehm zurück. Wo Banker in Nadelstreifen Anzügen ganz ohne Waffen herumlaufen, da werden die gleichen sanften Politiker plötzlich zu Militaristen, die Geschwader losschicken wollen, so eine Art Drohnen Himmel am liebsten, der alles kaputt macht, das moralisch oder nicht moralisch, berechtigt oder nicht berechtigt, egal oder nicht egal, mit Geld in der Hand, mit Geld auf Konten, mit Geld auf Papieren erwischt wird.

Die BRD hat sich durch ihre Schulden Politik vom Geld derart abhängig gemacht, indem sie über Jahrzehnte mit den Drohnen am Boden die Sause gemacht hat, total über ihre Verhältnisse insgesamt, lohnend für einen Teil der Bevölkerung als Nutznießer, dass man nun aufhorcht, was Frau Dr. Merkel der Welt zu sagen hat: "Alle Geldgeschäfte müssten überwacht werden."

Die restlichen Freiheiten der westlichen Länder zu wahren, würde aber bedeuten, dass bessere Konzepte (stehen oben bei vRhein) verwirklicht werden, um schlechte Konzepte zu verdrängen. So ist es in der Natur. Dort ist Kontrolle ein Unwort, ist überhaupt nicht bekannt, auch bei unseren Primaten nicht, dort wird einzig und allein Erfolg verwirklicht - und alles funktioniert normalerweise in einem harmonischem Gleichgewicht mit äußerst langsamer Angleichung an langsame Natur Veränderungen, wenn nicht der Mensch so vieles plötzlich verändert und zerstört.

Die Kontroll Fetichisten benötigen eine Genbehandlung, fürchte ich, um zu einer natürlchen Harmonie zurück zu finden und Exzesse mit leichterer Hand zu bändigen, allein durch vorbildliche Erfolgs Konzepte, hier meinetwegen durch andere Banken Konzepte von Grund auf, aber doch um des Himmels willen nicht durch Kontrolle von Pleite Banken, dann wird alles nur noch schlimmer. In den staatlichen Kasinos, an denen der Fiskus kräftig mitverdient, wird ja auch nicht kontrolliert, außer bei den Einnahmen. Mögen möglichst viele Menschen doch Spiel süchtig werden, dann erhöhen sie sich nur.

In der Komponente 3 viewtopic.php?p=1997#1997 - wurde ein möglicher Hang zur Ehrlichkeit angesprochen. Basierend darauf wünscht man sich in Deutschland ehrliche Aufklärung zu der Frage, wie viel Euro der Staat nun selbst verzockt hat, wo doch die Landes Banken diejenigen feudalen Zocker gewesen sind, deren Katzenjammer nun bis nach Washington zu hören ist. Irgend einen Grund muss es ja haben, dass Frau Dr. Merkel derart resolut auf das Geld der Anderen los will und dieses Geld "kontrollieren" möchte.
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Beitragvon micha » Sa Nov 15, 2008 09:19:01:

"Alle Geldgeschäfte müssten überwacht werden"

sagte Kanzlerin Merkel. Sie hatte eine Broschüre der "fünf Wirtschafts Weisen" auf ihrem Flug nach Washington zum Weltwirtschafts Gipfel noch einmal kurz durchgeblättert. Schon am Tag der Übergabe stellte sie fest, "im Großen und Ganzen das, was wir ja schon gemacht haben". Während des Fluges werden sich keine großen neuen Erkenntnisse ergeben haben. Auftrags Weise bestätigen. Das nächste Mal wollen sie wieder beauftragt werden. Der Internet-Schreibtisch vRhein bestätigt nicht. Darum muss auch der Satz "Alle ..." nun sprachlich untersucht werden.

Sprache verrät. Sie verrät, was der Satz bedeutet. Richtig müsste er eigentlich heißen:

"Alle Wirtschafts Kriminalität müsste viel besser überwacht werden".

Das logische Ziel wurde verfehlt, die Weisen führten in die Irre. Das falsche Ziel sind die "Geldgeschäfte". Das richtige Ziel wäre die absichtliche Manipulation von Gewinnen aufgrund krimineller Energie, aufgrund Insider Wissen, aufgrund Falschmeldungen und aufgrund getürkter Gutachten.
Nur "Geldgeschäfte" zu kontrollieren, wäre ein Vertrauens Bruch gegenüber Geschäfts Partnern, die vertraglich gebunden sind, wäre ein unerlaubter und gegen internationales Recht verstoßendes Einmischen in Vertrags Situationen, die legal zustande kamen.

Schon wackelt der Satz, den Frau Merkel ausgesprochen hat, gewaltig, ein Orkan naht, der nichts übrig lässt als die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Aber dieser Orkan der Wahrheit allein erweist sich als zu schwach. Noch ein Tornado muss hinzu kommen. Erst dann wackelt der Satz lange genug und fällt. Der zusätzliche Tornado der Wahrheit, der gleiche, der die Finanzkrise so komplex macht, lautet:

"Alle Geldgeschäfte müssten zum Vorteil der Staats Haushalte verschuldeter Staaten überwacht werden".

Nur so lässt sich Einigkeit unter den Nationen erzielen, die am Weltwirtschafts Gipfel teilnehmen. Sie alle benötigen einen Teil des Kuchens der Spekulations Geschäfte und wollen nicht schon wieder hereinfallen.
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Beitragvon micha » So Nov 16, 2008 04:23:12:

Die seltsame Einigkeit der Staaten, die am Weltwirtschaftsgipfel teilnahmen, kann nur eine Ursache haben: sie alle profitieren von mehr Kontrollen - aber unterschiedlich. Dem einen Staat geht es um die Kriegskassen, die leer sind, dem anderen Staat ums Überleben am Rand von Rezession und Staats Bankrott. Allen geht es um mehr Macht auf Kosten der freien Märkte.

Ein Argument halte ich für vorgeschoben: die Finanzkrise soll sich nicht wiederholen und daher: mehr Kontrollen, Bush "damit klarer wird, was gekauft wird" (akzeptabel). Merkel/Steinbrück wohl: a) damit Kapital und Abschlags Steuern fließen, b) damit Steuer Oasen ausgetrocknet werden. Steuer Gier vermischt sich mit Steuer Fahndung, statt Staaten effektiver zu gestalten, damit sie mit weniger Steuern auskommen und auf das Dual System Unverschämte Steuern/Steuerhinterziehung weitgehend verzichten können. Die Gipfel Einigkeit zeigt, wie wesentlich Macht und Steuer Gier geworden sind.

Das Argument ist deshalb vorgeschoben, weil die Krise die Ursachen aufgedeckt hat, die gar nicht beim Finanz System liegen, sondern in den Staaten, und dass die Usachen unterschiedlich sind, aber das Finanz System belasten. Deshalb ja auch der "Gipfel". Richtig müsste es heißen: Danke an das Finanz System, denn nun können wir damit beginnen, die hausgemachten Ursachen jenseits des Finanz Systems zu bekämpfen.

Stattdessen werden zu einem großen Teil falsche Schuldige gesucht, um eigene Verschuldungen zu verschleiern, mit einer "Haltet den Dieb" Taktik, um das Fahrrad selbst zu entwenden. Mit weiteren staatlichen Profiten außer bei den Steuern wird geliebäugelt.
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Beitragvon micha » Mo Nov 17, 2008 02:03:20:

Der Punkte Plan des Weltwirtschafts Gipfels in Washington lässt sich auf einen Kern der schönen Absichten reduzieren.

1. Banken sollen Rücklagen bilden, um staatliche Stützen zu vermeiden (ein Witz, sie vermeiden Rücklagen gerade deswegen!!!), (Anmerkung 1).
2. Wirtschafts Kriminalität soll weg (jetzt erst???, keine Gesetze dafür da???): Bilanz Fälschungen (machen Staaten wie Wirtschaft lustig weiter!!!), Täuschungs Verpackungen bei Verbriefungen und Derivaten (wird raffinierter verpackt, umbenannt!!!), korrupte Rating-Agenturen (Korruption hat sich bis jetzt immer nur vermehrt!!!), Auswüchse bei kurzfristigen Manager Vergütungen nach Verlust Spekulation (Anmerkung 2) (geht dann unter der Hand munter weiter!!!), unlauterer Wettbewerb durch Steuer Oasen (auch witzig, wie vermeiden, wenn alle da versammelt sind???).
3. Mehr Mitgliedstaaten für internationale Finanz Stabilität (also auch die Piraterie Länder!!!).

Aus diesen drei Schwerpunkten lässt sich ein logischer Kern herauslesen, der auf Erfolgs Aussicht zumindest geprüft werden kann:

Der bisherige Kampf gegen Betrug und Kriminalität war erfolglos und wird es auch bleiben (wird noch erfolgloser, Kontroll-Korruption kommt hinzu!!!), zumal Mitgliedstaaten in die globale Aufsicht eingebunden werden sollen, die Kriminalität aus Eigennutz indirekt fördern. Die Gier einzelner Staaten nach Kapital Steuer Erträgen oder gar eine Reduzierung dieser Wegelagerer Beraubung wird überhaupt nicht erwähnt.


________________________

Anmerkung 1:

Spiegel Online Headline: "16.11.2008
STAATSHILFEN FÃœR DIE WIRTSCHAFT
Steinbrück warnt vor Bittsteller-Prozession" (wie die Banken, so die Wirtschaft)

Anmerkung 2:

Spiegel Online berichtet gerade eben: "Die jüngsten Kurskapriolen der VW-Aktie fordern offenbar ein prominentes Opfer. Adolf Merckle, einer der reichsten Deutschen, hat laut Zeitungsberichten Verluste in Milliardenhöhe erlitten. Jetzt muss er möglicherweise sein Pharmaunternehmen Ratiopharm verkaufen."

Bereits am Wochenende verdichteten sich Gerüchte, wonach der Pharmahersteller Ratiopharm vor dem Verkauf steht. Hintergrund sind laut Presseberichten mögliche Fehlspekulationen des Eigentümers Adolf Merckle. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) schreibt, dass sich der 74-Jährige Unternehmer mit Aktiengeschäften verzockt hat. Die Rede ist von Verlusten in Milliardenhöhe innerhalb der vergangenen Wochen.

Offenbar hat Merckle sich vor allem mit VW-Papieren verspekuliert. Laut "FAZ" soll er auf sinkende Kurse bei der Autoaktie gewettet haben. Allerdings hatten Volkswagen-Werte in den vergangenen Wochen einen wahren Höhenflug erlebt.


Die Zocker Sucht hat Staaten, Spitzenpolitiker, Unternehmer, Banken und Manager auch nach dem Weltwirtschafts Gipfel der schönen Absichten fest im Griff der eisernen Hand der Realität, während die Wirtschafts Kriminalität mit der flinken anderen Hand geschwind in die Taschen greift. Die nächste Krise kommt und auch der nächste und übernächste Weltwirtschafts Gipfel der "Mächtigen" auf dem Treibsand von Kriegen, denn auch der Frieden wird "verzockt".

Am 06 Okt 2004 14:22 verfasste ich noch einmal einen Artikel zum Finanz Skandal des damaligen Minister Präsidenten Stoiber, den es stur in den Zocker Ruin trieb, auf Kosten der bayerischen Kultur und Wissenschafts Stiftung, die danach keine Projekte mehr finanzieren konnte.

Stoiber verhält sich wie ein Glücksspieler: erst die Hoffnung, dann schauen wir mal. Selbstverständlich ist die Haltung Kochs die richtige. Stoiber hat aus seinen Aktienkäufen aus Stiftungsmitteln nicht gelernt. Dort handelte er nach der gleichen Devise: erst zocken, dann hoffen; dabei verlor die Stiftung 1,5 Milliarden Euro, wenn ich mich recht entsinne. Die Aktie der Bayerischen Vereinsbank sank in die Gefilde der Beate-Uhse Aktie.


      So sehen die wahrscheinlichen "Kontrolleure" aus, wenn man sie aus der Vergangenheit hochrechnet.

      Bild

      Bildkollage aus Bildzitat Spiegel Online nach dpa, Herr Merckle, und freie Bild-Zitate von Stoiber


Nachruf am 7.1.09 9:56 GMT+1

Herr Merchle schied mutwillig aus dem Leben, indem er sich von einem Zug in der Nähe seines Hauses überrollen ließ. Seiner Familie teilte er seine Absicht in einem Brief mit, der gefunden wurde, als es zu spät war. Ein Spiegel Video bringt zum Ausdruck, dass er nicht verwinden konnte, die Kontrolle über sein Imperium im Zuge einer Rettungs Aktion an Banken und andere Manager abgeben zu müssen.- Der Verzweifelte muss dramatische Sekunden vor seinem Tod erlebt haben. Macht, auch Macht über sein Leben, kann besser hinterfragt werden, wenn etwas Zeit verstreicht. Zeit heilt Wunden, auch persönliche, politische und weltanschauliche Konflikte, wenn sie nicht verkürzt wird. Jede Gewalt, gegen andere, gegen das Leben, auch gegen sich selbst, ist eine überhebliche eigenmächtige Verkürzung der Zeit. Adolf Merckle folgte seinem Namens Patron Adolf Hitler in verzweifelter Lage.
Zuletzt geändert von micha am Mi Jan 07, 2009 05:14:50:, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon micha » Fr Nov 21, 2008 16:10:03:

Banker sagten nun, was schon seit Wochen hier auf dem Internet-Schreibtisch geschrieben steht: Köhler hatte nicht die geringste Voraussicht. Nun möchte er als Bundespräsident den Bankern die Leviten lesen, die einzige Idee, die er vorträgt, ein Hilfsfont für dringend benötigte Kredite, wird von den Fachleuten als nicht machbar gesehen.

Spiegel Online Bericht, daraus:

Den Mittelstand jetzt mit Krediten zu überschwemmen sei sicher der falsche Weg, sagt etwa Ex-Deutsche-Bank-Manager Most. "Banken haben auch die Pflicht, sich selbst zu schützen und keine übertriebenen Risiken einzugehen."

Er hätte sich von dem Präsidenten zudem gewünscht, dass er als Ex-IWF-Chef seine eigene Mitverantwortung eingesteht, sagt Most: "Er hätte einfach sagen können, ich habe das auch nicht gesehen."


Schulmeisterei nützt jetzt gar nichts. Die Energie Ströme im Finanz Sektor müssen erkannt werden. Ein Bundes Präsident sollte aus der Enge einer Moral Predigt, die sowieso an vielen Ecken nicht stimmig ist, raus und stattdessen die nationalen Gefährdungen, die unser Land betreffen, deutlich machen. Dazu wird ein Präsident gewählt, dass er so etwas kann.

Die Haupt Gefährdung ist: die Regierung verfällt in kurzen Abständen nacheinander auf aktionistische hitzige Hilfs Aktivitäten und muss zum Schluss feststellen, dass der Steuerzahler zu allererst und dann diejenigen, die so frei mit seinen Geldern umgehen und in Aktionismus verfallen, fürchterlich betrogen wurden. Es bleiben immer nur - die Mitnahme Gelder, die irgendwo versickern, nachdem neue Staats Kredite in unvorstellbarem Umfang aufgenommen wurden. Auf die Mitnahmen macht der Bund der Steuerzahler immer aufmerksam. Keiner hört zu, am wenigsten Herr Köhler.
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Beitragvon micha » Mi Nov 26, 2008 04:39:49:

Die großen Bäume im Finanz Wald sind krank. Staatliche Unterstützung und Heilmethoden verstärken den tödlichen Pilz aber noch. Er hat dann wieder Nahrung. Eine Regeneration dauert etwas länger. Aus dem Unterholz wachsen Bäume nach, die immun sind. Sie gilt es zu unterstützen.

Das Konzept der Genossenschafts Banken könnte hilfreich sein. Es gibt in Deutschland verschiedene Ansätze. Kredite an Kleinunternehmen werden wieder besser abgesichert, indem Geschäfts Modelle eingehender geprüft und aussichtsreiche auch wirklich unterstützt werden.

Die von mir voraus gesehenen Solidarschafts Banken gehen einen großen Schritt weiter und betreuen Bürger mit Hilfe von Kammern Konten, die eine sinnvolle, nur leicht eingeschränkte Selbstverwaltung der Bürger ermöglichen und ihm viel Geld sparen.

Dagegen wirkt die Hypo Real Estate mit ihren aufgeblähten Anforderungen an den Staat wie ein Manager Klumpen. Aus dem Nichts sollte Geld gemacht werden. Aus der Pleite sollen Staats Finanzen angezapft werden. Würde man den Klumpen wie einen Gordischen Knoten durchschlagen, würden Unternehmen und weitere Banken bluten, die sich an den mutmaßlichen Scheingeschäften beteiligt haben.

Trotzdem, Bankern pauschal die Leviten zu lesen, wie es Bundes Präsident Köhler getan hat, macht keinen Sinn. Er ist kein "Ober-Banker".

Bezug:

viewtopic.php?p=1934#1934
viewtopic.php?p=2008#2008

Aufgabe eines Bundes Präsidenten wäre, statt in die Vergangenheit in die Zukunft zu schauen, keimende frische Pflanzen im Wald des kapitalen Chaos zu erkennen, diese heraus zu stellen und damit indirekt Wegweiser zu sein. Wegweiser und nicht Instanz mit der Gnade eines Monarchen oder der Macht eines Hitler. Das Gnaden Gesuch Christian Klars erweist sich nachträglich nun als Medien Rummel Flop, der den Präsedenten in die Schlagzeilen brachte, völlig unnötig, da Klar jetzt sowieso entlassen wird.

Die Schulmeister Tour vor der Banken Elite spricht ebenso für ein falsches und überzogenes Amts Verständnis als hierarchische Spitze. Er ist nur für einen Zeitraum gewählt, nicht einmal direkt. Er ist kein König Bhumibol Adulyadej (Rama IX., 1927), seit 1946 König von Thailand Anmerkung 1. Köhler ist ein vorübergehender angeblicher Bürger Präsident Anmerkung 2, dessen Aufgabe es wäre, die guten Ansätze der breiten Basis des gemischten deutschen Volkes heraus zu filtern und zu bekräftigen.

Dieser Aufgabe ist Köhler ebensowenig gewachsen wie damals seiner Aufgabe als leitender Angestellter des IWF. Zitat aus einem Blog eines Dr. Stefan Engelsberger, http://dorfkramer.blogspot.com/2007/10/ ... horst.html
Horst Köhler war mal Direktor des Internationalen Währungsfonds und hat im Jahr 2001 zwei Milliardenkredite an Argentinien gegeben, um die Märkte zu beruhigen. Ihm und der Deutschen Bundesbank war klar, dass Argentinien bereits damals pleite war. Viele wie ich haben darauf vertraut und Argentinien-Anleihen gekauft. Der IWF machte aber dann nichts mehr, sondern ließ sich einfach auszahlen. Also eine große Abzocke dieser Leute. Damals für die Bundesbank verantwortlich ein Ernst Welteke und für die Bundesregierung Hans Eichel, der noch im Herbst 2001 versicherte, Argentinien hätte bis Sommer 2002 genügend Luft, um sich zu sanieren. Für diesen verursachten Milliardenschaden an deutsche Bürger wurde bisher niemand dieser verbrecherischen Organisationen belangt. Verbrecherisch deshalb, weil es keine parlamentarische Kontrolle gibt und auch keine richterliche und die IWF Leute mit Vorsatz die Anleger geschädigt haben.



_____________________


Anmerkung 1:

Der König wird überaus geliebt. Er schaut immer auf die Basis des Landes, die einfachen Menschen, die Bauern, auch auf die Armen und unterstützt sie. Vor allem aber gewährt er Handlungs Freiheit, Freiheit also, die in Deutschland dagegen so langsam verloren geht. Die Menschen in Thailand haben immer erst einmal einen familiären Bonus, so dass ihnen möglichst geholfen wird. Auch in den Berufen kommt fast immer zuerst eine familiäre Freundlichkeit zum Ausdruck, die sich in einem ungezwungenen freundlichen Verhalten der Menschen zeigt. In Deutschland dagegen breiten sich Fahrrad Treten nach unten, Rassismus, Neid, Übervorteilung mit juristischen Findigkeiten (GEZ), Bespitzelung und Gebühren Strangulierung aus. Sehr viele Menschen in Deutschland werden regelrecht krank gemacht.

Anmerkung 2:

Als sich ein Bürger, nämlich micha vRhein, mit einer ergänzten und bereinigten National Hymne
http://solidarpartei.de/hymne.html#1
an diesen angeblichen Bürger Präsidenten wandte, wurde er in verletzender Weise kurz abgewimmelt, obwohl der Text anschließend in der ersten "Berliner Rede" Köhlers als Consulting Inhalt verwertet wurde. Es hieß damals in der Presse "Horst Wer?"
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Beitragvon micha » Mi Nov 26, 2008 20:13:53:

micha hat geschrieben:Dagegen wirkt die Hypo Real Estate mit ihren aufgeblähten Anforderungen an den Staat wie ein Manager Klumpen. Aus dem Nichts sollte Geld gemacht werden. Aus der Pleite sollen Staats Finanzen angezapft werden. Würde man den Klumpen wie einen Gordischen Knoten durchschlagen, würden Unternehmen und weitere Banken bluten, die sich an den mutmaßlichen Scheingeschäften beteiligt haben.


Zu den weiteren Banken gehört die Deutsche Bank. Sie half der Hypo Real Estate "großzügig" und gab damit das Signal, auch der Staat müsse helfen. So wurde das Signal auch aufgenommen. Wieder einmal wurde nicht genau genug rechechiert. Eine Bank hilft der anderen nicht so. Es muss andere Gründe gehabt haben Anmerkung1.

Wenn mich meine Logik auch diesmal nicht täuscht, hat Deutschland es mit einer Affäre, ich will mal sagen Affäre, zu tun, die alles in den Schatten stellt, was Siemens, die Telekom, der Skandal um den scheidenden Post-Chef Klaus Zumwinkel, die Parteispenden Skandale, die sonstigen Korruptions Praktiken, die Zuhältereien für Chef Etagen von Gewerkschaften wie bei VW, in Deutschland in letzter Zeit hoch gebracht haben. Zitat aus der Online SZ:

18.11.2008 18:19 Uhr http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/418/337266/text/
Korruptions-Affäre
Stille Post bei Siemens
Der zweite Prozess um Korruption legt ein beispielloses Verschleierungssystem im Konzern offen.
Von Markus Balser ...


Mein Sohn Alexander kann mit seinen zwei Jahren schon ziemlich viel überblicken, kann Menschen in ihrem Wesen erkennen, schnell, witzig reagieren und von allein spaßige Situationen aufbauen. Noch ein halbes Jahr, dann wird er vermutlich Entscheidungen treffen können, dann wird er wohl seinen Deutschen Pass für eine verlogene Statistik an dieses Land zurückgeben, zumal er als deutscher Staatsbürger in Thailand kein deutsches Kindergeld bekommt. Andere Länder halten zu ihren Staatsbürgern und legen den Pass und nicht den Aufenthaltsort zugrunde. Wieso setzte er sich überhaupt für dieses Land ein? Er spricht mit seinem Papa schon ein wenig Deutsch, daneben Englisch und Thai. Noch kennt er nur die schönen Seiten, vermittelt von seinem Papa, aber schon bald werden immer mehr Wahrheiten über dieses Land herauskommen.

http://solidarpartei.de


_________________________

Anmerkung 1:

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann stand in einer Neuauflage des Mannesmann-Prozesses 2006 zum wiederholten Mal vor Gericht. 2008 lehnte er staatliche Hilfen für seine Bank ab, erschien dann wieder in einer Art Büßergewand, das bei Bankern komisch wirkt, wollte dann zum Schluss doch Hilfen, will mit Ankäufen bei der Postbank im deutschen Banken Netzwerk bestimmend sein. Diese Achterbahn führe ich auf Verstrickungen mit der Hypo Real Estate zurück. Stets musste erst abgewartet werden, wie sich der Staat gegenüber diesem Konstrukt verhält. Nur so ist das Verhalten des Bank Chefs zu erklären, er will Geld vom Staat, lehnt jedoch Kontrollen aus Gründen von Verstrickungen ab, die gravierend sein müssen. Der Internet-Schreibtisch hält Ackermann für nicht vertrauenswürdig und seine Reputation für überzogen. Er ist Manager und Angestellter einer Bank, mehr nicht. Er ist nicht selbständig.
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Beitragvon micha » Fr Dez 12, 2008 15:45:15:

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Beitragvon micha » Sa Dez 13, 2008 10:41:42:

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Beitragvon micha » So Dez 14, 2008 08:35:11:

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Beitragvon micha » Mo Dez 15, 2008 02:18:53:

Spiegel Online berichtet:

14.12.2008
US-KONJUNKTURPAKET
Obama plant gigantische Infrastrukturprojekte
Der künftige US-Präsident Obama will seine Amtszeit offenbar mit einem großen Knall einläuten. Im Gespräch ist jetzt ein Konjunkturpaket von bis zu einer Billion Dollar - repariert werden sollen mit dem Geld Autobahnen, Brücken, Stromnetze, Schulen und der öffentliche Nahverkehr.


Hitler machte es so: Er holte sich die Liquidität neben der Annulierung von Reparations Verpflichtungen aus Kriegs Beute, von Zwangsarbeitern, durch Land Raub mit Bodenschätzen, Konfiszierung von Vermögen, Herausbrechen von Zahlgold, Lohn und Preis Diktatur, Ermordung lästiger potentieller Hilfsempfänger, kranker und behinderter Menschen, Euthanasie als Fürsorge Ersparnis, tödlichen Verschleiß von Kriegsgefangenen in der Rüstungs Industrie, Erpressung von Frauen Arbeit etc. Mit Gewalt nutzte er eine überhitzte Kriegs Konjunktur für Missbrauch aller Menschen und Völker Rechte und letztlich Zerstörung fast aller Güter und Werte der kommenden Generationen.

Wie will es Obama denn nun machen? Statt Reparations Verpflichtungen hat er ein Vielfaches an Staats Schulden bereits jetzt, Verpflichtungen gegenüber auch ausländischen Geldgebern. Geldscheine drucken? Schon jetzt zieht sich die Welt aus dem Dollar zurück. Mit Inflations Verteilung ist kaum noch ein Blumen Topf zu gewinnen. Nach den Finanzmarkt Betrügereien, getoppt vom kriminellen Schneeball System Anmerkung 1 des unaufhaltsam aufgestiegenen Azuro Hui Madoff, scheint nun der nächst Coup der USA zu drohen. Wahrscheinlich steht eine Eroberung der Ölfelder Saudi Arabiens bevor.

_____________________

Anmerkung 1:

Spiegel Online Bericht Zitat:

13.12.2008

BETRUGSVORWURF GEGEN STAR-INVESTOR
Madoffs 50-Milliarden-Abzocke
Von Konrad Lischka
Bernard Madoff ist eine Wall-Street-Legende: Er hat die US-Technologiebörse Nasdaq mit aufgebaut und Anlegermilliarden verwaltet. Nun soll er gestanden haben, alles sei "ein gigantisches Schneeballsystem" gewesen. Unter den Opfern des 50-Milliarden-Schwindels sollen auch Top-Banken sein.
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Re: Konjunktur Druck Maschine

Beitragvon micha » Mi Dez 17, 2008 12:46:44:

micha hat geschrieben:Nach den Finanzmarkt Betrügereien, getoppt vom kriminellen Schneeball System Anmerkung 1 des unaufhaltsam aufgestiegenen Azuro Hui Madoff, scheint nun der nächst Coup der USA zu drohen. Wahrscheinlich steht eine Eroberung der Ölfelder Saudi Arabiens bevor.

_____________________

Anmerkung 1:

Spiegel Online Bericht Zitat:

13.12.2008

BETRUGSVORWURF GEGEN STAR-INVESTOR
Madoffs 50-Milliarden-Abzocke
Von Konrad Lischka
Bernard Madoff ist eine Wall-Street-Legende: Er hat die US-Technologiebörse Nasdaq mit aufgebaut und Anlegermilliarden verwaltet. Nun soll er gestanden haben, alles sei "ein gigantisches Schneeballsystem" gewesen. Unter den Opfern des 50-Milliarden-Schwindels sollen auch Top-Banken sein.


Das Schneeball System praktizieren nun auch Staaten, die USA zum Beispiel, und im Schlepptau die BRD, angeführt von Frau Dr. Merkel. Staatsanleihen werden im Ausland bald nicht mehr gekauft werden. Wenn Zweifel bestehen, dass Staats Verschuldungen jemals zurück bezahlt werden, sinkt der Geld Wert, und drucken nützt dann auch nichts mehr. Schon hat die US Noten Bank die Zinsen für Banken so weit herunter gesetzt, dass sie praktisch bei Null liegen. Die Noten Bank bringt damit zum Ausdruck, dass der Geld Wert nur noch Schleuder Ware ist. Die Zocker Banken sollen sich doch bitte umsonst bedienen.

Dahinter steht aber die stärkste Militär Macht der Welt, die ebenfalls mit Schulden Geld aufrecht erhalten wird. Deutschland dagegen hat nur ein VIAGRA Parlament vor einer Heils Armee. viewtopic.php?t=382

Trotzdem machte die Kanzlerin Andeutungen, den nach Staats Mitteln geifernden Firmen und Organisationen, bei mir zukünftig abgekürzt mit Geifer FROGS, wenn sie denn noch einer zukünftigen Erwähnung wert sind, mit einem zweiten Konjunktur Paket zu "helfen". Sie schaut dabei auf die USA, was die dort machen, und das ist falsch. Deutschland wird zum großen Teil verarmen, an unbezahlbaren Staats Schulden nagen, keinen Käse darin mehr finden, weil stärkere Mächte wie die USA und Russland alle Happen um sich haben, keine mehr für unser Arm Land ohne nennenswerte Militär Polster im Schubhintern, der sich sowieso nur noch mit VIAGRA bewegt, übrig lassen.
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Beitragvon micha » Mi Dez 24, 2008 04:08:57:

Spiegel Online heute:

Neuer Vorstoß aus Hessen gegen die Finanz- und Konjunkturkrise: SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel will Wohlhabende verpflichten, zwei Prozent ihres Vermögens dem Staat zu leihen. . . Danach sollen Wohlhabende mit einem Geld- und Immobilienvermögen von mehr als 750.000 Euro verpflichtet werden, dem Staat zwei Prozent ihres Vermögens für 15 Jahre zu leihen. Angesetzt wird dabei ein Zinssatz von maximal 2,5 Prozent. . . Schäfer-Gümbels potentieller Koalitionspartner, die Grünen, verwiesen darauf, dass bereits die CDU/FDP-Regierung unter Bundeskanzler Helmut Kohl 1984 mit der Forderung nach einer Zwangsanleihe vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert sei.


Der Vorschlag von Hessens SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel - Zwangsanleihe ab Fast-Millionäre für 15 Jahre zu 2,5 Prozent Festzins - gibt meiner These recht, dasa die BRD an Kredit Würdigkeit verliert. Bisher wurden dem Staat Bank Kredit geradezu aufgedrängt. Unsere Regierung waren kurzsichtig genug, darauf einzugehen. Bei Überschuldung zerbricht die Glaubwürdigkeit des Staates aber. Alte Geldquellen werden daher ausbleiben.

Um den rasant steigenden deutschen Schulden Dienst weiterhin zu finanzieren, machen sich Schulden Politiker jetzt schon Gedanken. Anleihen anzubieten wird schwieriger. Der Anleihen Zwang wird daher wieder aufgetischt. Die Politik muss zum Schluss Macht ausspielen. Das kann sie. Wenn Gesetze und Gerichte bremsen, werden diese später selbst ausgebremst. Wir haben hier das erste Anzeichen für eine Staats Veränderung. Das unlösbare Problem der Staats Schulden wird dann gelöst, wenn sich der Staat selbst verändert. Schon jetzt wird er immer autoritärer. Bevölkerungs Verarmung wird als Bedrohung empfunden. Dann wird er noch autoritärer. Das Begehren richtet sich wie damals gegen die Juden nun zunehmend gegen Reiche. Ein Zurück gibt es nicht mehr.
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Beitragvon micha » Do Dez 25, 2008 10:59:26:

Spiegel Online als Nachrichten Lieferant ohne Tadel:

WEIHNACHTSPREDIGTEN
Kirchen kritisieren Raffgier-Ökonomie

"Inhuman", "ethische Maßstäbe aufgelöst", "Wachstum ist kein Gott" - so hart wie in ihren diesjährigen Weihnachtsreden haben Deutschlands Bischöfe das Wirtschaftssystem schon lange nicht mehr kritisiert. Konzerne sollen soziale Werte achten, statt nur Profite maximieren zu wollen.

München/Hannover/Berlin - Es ist eine der wichtigsten Predigten des Jahres - und Deutschlands Bischöfe haben sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, Klartext zu reden.

In ihren Weihnachtsbotschaften kritisierten sie einhellig die Entwicklungen an den internationalen Finanz- und Wirtschaftsmärkten und forderten eine Rückbesinnung zu den "Grundlagen des menschlichen Miteinanders", wie es der Münchner Erzbischof Reinhard Marx ausdrückte.

Marx warnte zu Heiligabend vor einer "Tendenz zur inhumanen Ökonomie": Ein Wirtschaftssystem, das sich nicht am Menschen orientiere und die Würde des Menschen nicht in den Mittelpunkt stelle, zerstöre letztlich die Grundlagen des menschlichen Miteinanders, sagte der Erzbischof bei der Christmette im Münchner Liebfrauendom.


Kirchen lieben Katastrophen. So können "wahre Lehren" besser präsentiert werden. Die Finanzkrise kann nun von der Elite christlicher Kirchen gut ausgenutzt werden. Der Teufel ist ausgemacht. Die Donner Predigten kommen an!

In Wahrheit liegt das Fehlverhalten gar nicht im menschlichen, sondern im organisatorischen Bereich. Nehmen wir einen Banker, der die für ihn günstige Vertrags Situation ausgeschöpft hat, mit seinem korrekten Gewinn nun aber seine vorbildliche christliche Familie mit allem versorgt.

Von diesem Normal Fall gehen wir aus. Darum interessiert uns die Organisations und Gesetzes Lücke, die zu "goldenen" Verträgen geführt hat. Dazu muss niemand ans Kreuz genagelt werden. Niemand muss auch auf einem öffentlichen Scheiterhaufen verbrannt werden. Klerikale Geschicklichkeiten in der mittelalterlichen Folterkammer sind ebenfalls nicht nötig. Predigten gegen eine Branche sollten wir ebenfalls vergessen.

Einzig und allein wird die Lücke gesucht. Sie war ein Fehler. Sie war klein aber effektiv. Sie gilt es zu schließen. Die Lücke war: Boni, Apanagen und Gewinn Prozente bezogen sich auf kurzfristige Gewinne. Waren sie gezahlt, durfte der Gewinn einbrechen. Dann wurden die Wetten auf Verluste nochmals honoriert. Allein das war falsch. Politik und Gesetzgeber versagten. Da lag der Fehler. Er wäre leicht zu beheben.

Haben sich die Donner Prediger denn auch gefragt, was wohl verhängnisvoller sei, Gewinn Maximierung oder Schulden Maximierung? Mit ihrer Schulden Politik haben sich ganze Staaten von Banken abhängig gemacht, staatlich durchsetzte Landes Banken haben die Schulden Politik mit Zocker Spekulationen gekrönt. Alle haben das System gestützt, gefördert, kurzfristig davon profitiert, langfristig nun verloren. Die Verstrickung der Gesetzgeber verhinderte die Schließung der Lücke. Sie wurde extra noch vergrößert. Eine Art Untergangs Zocker Sucht machte sich breit, immer alles mit Steuer Geldern. Immer mit dem Geld der anderen, der kleinen Leute, der mittelständischen Betriebe, auch mit den ganzen Mehrsteuern, die notwendig wurden, mit den Nebensteuern, Gebühren und Abgaben Fallen, die überall aufgestellt wurden - eine Zwangs Ablass Orgie für Zockerei. Staaten der christlichen Hemisphäre klammern sich nun aneinander an. Gemeinsam am Abgrund werden nun ganz andere Lücken geschlossen. Staats Bankrott droht hier und da, reißt Lücken im Kampf gegen den Abgrund. Die Notfall Beton Mäntel, auch wieder aus Schulden Geld, sind vom Orbit aus deutlich zu sehen.

http://online-schreibtisch-micha-vrhein ... f-der.html
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Beitragvon micha » So Dez 28, 2008 19:34:30:

micha hat geschrieben:Verfasst oben am: 09 Nov 2008 04:56

Die Kredit Finanz Krise mit anschließender Weltwirtschaft Krise in speziellen Bereichen ist noch keine Katastrophe. Sie zeigt lediglich, dass sich hoch verschuldete Staaten verkalkuliert haben, weil sie das Kreditwesen in den Vordergrund geschoben und eine Rücklagen Politik aufgrund falscher Führungs Ethik völlig vernachlässigt haben. Sie bekommen jetzt einen Hieb auf die Mütze.

Zum anderen zeigt die Krise, dass die Weltwirtschaft lebt, pulsiert und nach anderen Wegschildern und Konsum Werten sucht, als sie die betreffenden Staaten aufgestellt haben. Wenn diese unfähige Staaten nun anfangen, freie Kräfte des Marktes übermäßig zu regulieren, um ihre eigenen Fehler zu vertuschen und festgefahrene Kredit und Schulden Politik fortzusetzen, dann erst kommt die wirkliche Krise. Dazu sind Staaten fähig, wenn sich Macht Politik verselbständigt und Nutznießer wie Parasiten in Staats Verwaltungen überhand nehmen.


Spiegel Online berichtet soeben, am 28.12.08:

TROTZ KONJUNKTURKRISE
Außenhandel rechnet nur mit leichtem Export-Minus
Zuversichtliche Prognose in einer düsteren Zeit: Laut einer Umfrage glauben die deutschen Außenhandelskammern nicht an einen Exporteinbruch im kommenden Jahr. Dabei haben führende Wirtschaftsinstitute einen fast "senkrechten Absturz" der Ausfuhren prophezeit.


Auch an anderen Stellen hatte ich mich gegen die Schwarzmalerei von Wirtschafts Instituten, Wirtschafts Weisen etc gestemmt und vor dem lauten Geschrei nach Hilfs Paketen = Neuverschuldungs Paketen gewarnt. Aber warum mache ich das alles nur? Während Berater, Institute, Weise etc kräftig aus der Staats Kasse profitieren, sind meine Zeilen ein vereinzelter und völlig verarmter Rest einer unentgeltlichen Hingabe an ein bürokratisch vermanschtes Land, das einst einmal besser war.
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Beitragvon micha » Sa Jan 03, 2009 13:36:19:

Im fabulierend doppelschichtigen Film "Big Fish", der 2001/2002 gedreht wurde und 2003 in die Kinos kam, wird unter anderem auch eine Aussage über Hypotheken Finanzierer gemacht, die Banken ruinieren. Ein Bankraub im Film hatte deshalb keinen Erfolg, weil der Tresor seitens der Finanzierer schon "ausgeraubt" war. In den USA pfiffen es die Spatzen von den Dächern. Das Kredit System war oberfaul. In Europa wollen selbst die Experten von nichts gewusst haben.

Mit zunehmender Kriegs Belastung sank das Pro Kopf Einkommen der USA, konnten Kredite nicht zurück gezahlt werden und platzten endlich die Träume, Privat Schulden seien "normal" und beliebig. Der Kredit Hunger der Bevölkerung stieg. Den Banken wurde das Risiko zu hoch. Kredit Verweigerung führte dann zur weltweiten Finanz Krise. Die Verweigerung war ein Besinnen auf die eigentlichen Werte hinter den Krediten. Verteuerung von Krediten hinter dem Rücken der Kreditnehmer, deren Verträge weiter verschachert wurden, sollte Löcher stopfen und Scheingewinne erzeugen. Die noch vitalen Banken, selbst am Rand der Pleite, besannen sich nun aber - oder besinnen sich hoffentlich - auf reale Gegenwerte und vernünftige zumutbare Treuhand Eigenschaften.

Darum ist die Finanz Krise eher eine Werte Krise, eine Umstellung auf Realwerte und alte Werte des Geschäfts Gebahrens. Diese Rückbesinnung kann nur heilsam sein. Sie ist eine Stärkung des wirtschaftlichen Immunsystems, das nun Spekulation auf die Probe stellt und solide Finanzpolitik einiger weniger Banken belohnt.

Eine ähnliche Werte Umstellung findet in der Auto Branche statt. Überproduktion und Profit Streben als Angst vor hohen Verlusten entwickelten ein Eigenleben über die Köpfe der Kunden hinweg. Ein verhängnisvoller Kreislauf hatte sich ergeben: Rationalisierung, Technisierung und Perfektionierung von Fließband Ware führte zu Personal Abbau, Überproduktion und Selbstverliebtheit in der Produkt Palette. Nun stellt sich heraus, dass die entsprechende Kundschaft fehlt. Auch hier findet eine Rückbesinnung statt, nämlich auf Märkte, Kaufkraft und Bedürfnisse. Lange vorher kündigte sich an: viel mehr Menschen brauchen ein billigeres und Sprit schonendes Auto, viel mehr wollen das perfekte Umwelt Auto, das Energie spart oder sogar schonende Energie verwendet.

Die Werte Umstellung ist eigentlich ein Heilungs Prozess. Nur schade, dass die westlichen Schulden Staaten von dieser Heilung nicht profitieren können. Sie reagierten panisch. Die Bevölkerung soll und sollte zum Kaufen gezwungen werden, damit bei gleich bleibenden Steuer Einnahmen der staatliche Schulden Dienst aufrecht erhalten kann. Den Staaten wäre es lieber, die kranke Geschäfts Welt, die staatlich in nie dagewesenen gigantischen Ausmaßen gestützt wurde, und die kranke Bevölkerung blieben weiter so krank. Der Faden der Staats Einnahmen sollte und soll nicht abreißen, um Staats Bankrott zu vermeiden. Dafür wird alles in Kauf genommen. Es entstanden sogar so verrückte Ideen, den Menschen schlicht frisch gedrucktes Schulden Geld auszuhändigen, damit sie weiter konsumieren wie bisher.

Trickreich haben die Staaten die Gedanken Spielereien mit virtuellem Geld, mit Buchung Geld, Buch Geld, erfunden, um leichter an Neuschulden Geld heran zu kommen, in der Hoffnung, es niemals zurückzahlen zu müssen, denn es sei ja nur "Buchgeld", jenseits aller Gegenwerte, jenseits aller Goldreserven sowieso, die längst kein Gegengewicht mehr darstellen. Die Lasten der Staaten konzentrieren sich lediglich noch auf den Schulden Dienst. Die ganze Rechnung ist falsch, weil die Ausgaben des Buchgeldes, welches das Neuverschulden vertuschen soll, konkret auf Heller und Pfennig abgerechnet werden müssen. Bei den schönen Ausgaben werden die Staaten plötzlich konkret. Sie ähneln einer verwöhnten Frau, die ihre Ehe Krise mit Geldausgeben in Luxus Kaufhäusern kompensiert, ohne nachzudenken, ob die Konten ihres Mannes überzogen sind.

Westliche Staaten leben generell über ihre Verhältnisse, gönnen ihrem Apparat alles und der Bevölkerung nur ganz wenig. Die eigentliche Krise sind die Staaten selbst, einschließlich der Bundes Republik Deutschland. Gegen den Ausverkauf Deutschlands durch die eigene Staats Führung stemmt sich die erweiterte Hymne, siehe den Artikel "Nationalhymne" Anmerkung 2: http://nationalhymne.blogspot.com/2008/ ... hymne.html

Vor diesem Hintergrund waren die Weihnachts und Neujahrs Ansprachen des Bundes Präsidenten und der Kanzlerin eher Bütten Reden ohne Witz. Die Bühne wackelte, die Redner versuchten krampfhaft, darauf sicher zu stehen. Das Hin und Her Tanzen auf den wackeligen Brettern staatlicher Schulden Erschütterung diente dem Zweck, wenigstens den Ernst zu wahren und den jeweiligen Berater Punsch in die schluckende Bevölkerung zu schenken. Da alles wackelte, ging auch das Einschenken daneben.

Hier mit Karikatur: http://nationalhymne.blogspot.com/2009/ ... e-und.html
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Beitragvon micha » Mo Jan 05, 2009 13:47:45:

Ein Artikel, der schnell wieder von der Oberfläche von Spiegel Online verschwand, der aber eine unabhängige fachliche Kompetenz ausstrahlt, bestätigt nun meine vorher auf einsamer Flur hier aufgeschriebenen Thesen:

04.01.2009
VOTUM GEGEN KONJUNKTURPAKET - DIW-Chef hofft auf reinigende Wirkung des Abschwungs - DIW-Chef Zimmermann: "Nicht so dramatisch, wie viele befürchten" - mik/ddp

Ökonomen zweifeln, ob sich die einbrechende Konjunktur mit Finanzspritzen wiederbeleben lässt. Jetzt fasst DIW-Chef Zimmermann die Perspektive der Skeptiker noch einmal zugespitzt zusammen: Für ihn hat die Krise sogar etwas Positives.

Berlin - Zimmermann warnte davor, die Rezessionsphase immer nur negativ zu betrachten. "Ein Abschwung wirkt in gewisser Weise reinigend, nur gesunde Unternehmen überleben." Insgesamt werde es auch "nicht so dramatisch, wie viele befürchten", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung dem Berliner "Tagesspiegel".

So werde der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im neuen Jahr voraussichtlich weniger als drei Prozent betragen. Ab Mitte 2009 werde es wieder bergauf gehen, und 2010 werde sich die Besserung festigen. Allerdings werde es bis dahin "einige Hunderttausend Arbeitslose mehr" geben.
Es sei allerdings ein Irrglaube, dass der Staat sich kurzfristig gegen den Abschwung stemmen könne, betonte Zimmermann noch einmal. Die Rezession beschleunige überfällige Reformen und führe dazu, dass sich ganze Branchen besser aufstellten.

"Wer jetzt mit Milliarden um sich wirft, riskiert, dass langfristig das Geld für Infrastruktur, Bildung und Forschung noch knapper wird und die Staatsverschuldung private Investitionen verdrängt", sagte der DIW-Chef. Besser seien "langfristig wirksame, vertrauensbildende Maßnahmen".
Für dauerhafte Steuersenkungen fehle aber der Spielraum im Haushalt und gegen Investitionsprogramme spreche, dass es an baureifen Projekten mangele. Das Sammelsurium der Vorschläge zeige, dass die Politiker die Krise entweder nicht verstünden oder sie bereits für den Wahlkampf instrumentalisierten.


Sogar die chaotische Berater Situation wurde wiedergegeben: "Das Sammelsurium der Vorschläge zeige, dass die Politiker die Krise entweder nicht verstünden". Soll ich nun Punkt für Punkt nachweisen, was im Einzelnen übernommen wurde? Wie damals bei der ersten Rede des Bundes Präsidenten Köhler vor dem Deutschen Bundestag? Dort hatte ich den zitierten gesamten Text mit mehreren Farben markiert. Darunter standen die nicht zitierten Quellen meines Internet-Schreibtisches Anmerkung 1. Soll ich nun, wie bei der Köhler Rede, die Passagen markieren und die Quellen nennen, die ja hier unweit zu lesen sind? Nein!

Die Aussage des DIW Präsidenten, dass die Staatsverschuldung private Investitionen verdränge, ist wohl eine Zusammenfassung mehrerer Gedanken. Erst einmal wird durch neue staatliche Mehrverschuldung ein Etat geschaffen. Dieser Etat wird für Konjunktur Förderung ausgegeben. Dabei kommt der freie Markt durch einseitige Subventionen in eine ungerechte Schräglage. Private Initiativen werden verdrängt. Zimmermann kritisiert zudem, dass mangels baureifer Projekte ein künstliches Konjunkturpaket entsteht.

Sehr gerne möchte er Steuersenkungen, hält die Haushalts Mittel aber nicht für ausreichend. Dazu hatte ich mich noch nicht geäußert. So tue ich es jetzt. Steuersenkungen wären richtig, wenn auf künstliche Konjunktur Programme verzichtet wird. Über die Finanzämter kann der einen und anderen Firma in Not gezielt geholfen werden. Dadurch kann das Ausschütten neuer Verschuldungen vermieden werden. Die Steuer Senkungen sind dann möglich. Sie wären ein Signal, dass der Staat tatsächlich für seine Bürger einsteht. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn untere Einkommens Klassen und untere mittelständische Firmen zuerst entlastet werden Anmerkung 2.

________________

Anmerkung 1:

Nahezu der einzige eigene Gedanke Köhlers kam am Schluss der Rede: "Deutschland, Land der Ideen". Sofort argumentierte ich, es müsse "Deutschland, Land mit Ideen" heißen. Dies wurde ignoriert. Mit einem teuren Werbespot wollte Köhler seinem nationalistischen Gedanken, Deutschland sei das Land der Ideen, zum Durchbruch verhelfen, in Konkurrenz zu dem geflügelten Wort: "Deutschland, Land der Dichter und Denker". Erst meine Schatten Diskussion über die Duden Redaktion, die Köhler falsch beriet, brachte den überheblichen Spruch zu Fall. Der Spot im Fernsehen verschwand dann.

Anmerkung 2:

    1. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mit Sitz in Berlin ist das größte deutsche Wirtschaftsforschungsinstitut. Seine Finanzierung (aus Wikipedia):

    Die öffentlichen Zuwendungen, die das DIW Berlin als Forschungsförderung zu gleichen Teilen vom Land Berlin (Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur) und vom Bund (Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit) erhält, machen etwa die Hälfte des Institutshaushalts aus. Hinzu kommen Einnahmen aus Projekten und Aufträgen Dritter sowie Beiträge der Kuratoriumsmitglieder und Spenden. Bedingt durch die Art seiner Finanzierung ist das DIW Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, eingegliedert in Sektion B - Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften.

    2. Der deutsche Internet-Schreibtisch micha vRhein. Er ist eine armselige, beklaute, Copyright missachtete, geflissentlich heimlich konsultierte und öffentlich bewusst ignorierte, mit Füßen getretene, unentgeltlich patriotische ehrenamtliche Institution, die seit 1998 eigene Richtung weisende Analysen und Kommentare so gut wie immer zuerst veröffentlicht, bevor andere nachziehen. Seine Finanzierung:

    Zur einen Hälfte aus dem Nichts. Zur anderen Hälfte aus dem Nichts. Was über die beiden Hälften hinausgeht, ebenfalls aus dem Nichts.

    Unterstützung: keine. Knapp eine Million Klicks aus politisch interessierten Kreisen, einschließlich der hoch bezahlten Ideen Lieferanten unterhalb der Ministerien und politischen Hochämter. Irgendein Dank für die so oft verwendete Arbeit: keiner.

    Consulting für Richtungen weisende schnelle Entscheidungen, möglich durch die Schnelligkeit und unmittelbare Lese-Verfügbarkeit des Internet-Schreibtisches, ist vergleichbar mit einem Top Management, hat eigentlich einen sehr hohen Wert. Wir haben jetzt alle erlebt, wie königlich bezahltes Top Management in die Hose gehen kann. Die Consulting Verwendung seitens deutscher Entscheidungs Träger und diverser Institute waren allesamt der Griff nach Werten aus der Hosentasche vRheins.
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Beitragvon micha » Di Jan 06, 2009 06:55:40:

Spiegel Online heute soeben:
05.01.2009 KONJUNKTURPAKET II
Wieso das Steuer-Wunder verpuffen könnte

Steuern senken für ein Wirtschaftswunder - oder doch besser eine Abwrackprämie für Altautos? Experten bewerten auf SPIEGEL ONLINE die Pläne von Union und SPD zum zweiten Konjunkturpaket. Fazit: Alle Ideen bergen große Risiken.

Kein Tag ohne düstere Prognosen. An diesem Montag ist es der Chef des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, der die schlimmste Wirtschaftkrise der Nachkriegsgeschichte heraufziehen sieht: Zwei Jahre wird sie dauern, sagt er voraus. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat der deutschen Wirtschaft für 2009 kürzlich gar einen Rückgang um bis zu vier Prozent prophezeit - bisher der Negativrekord der Prognosen.

Um dem Absturz der Wirtschaft entgegenzuwirken, will die Große Koalition bis zum 12. Januar ein zweites Konjunkturpaket beschließen. Allerdings gehen die Vorstellungen der Parteien diesmal weit auseinander. . .

Wieso sollten Bürger nach Steuersenkungen plötzlich mehr einkaufen? Daran zweifeln auch Fachleute. "Das Risiko ist hoch, dass das Geld weggespart wird", sagt Christian Dreger vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und lehnt Steuersenkungen auf breiter Front deshalb ab. Seine Theorie: Die derzeit niedrige Inflation entlaste die Konsumenten schon genügend. "Im vergangenen Jahr lag sie noch bei rund 2,6 Prozent - dieses Jahr dürfte es nur ein Prozent werden, wenn der Ölpreis niedrig bleibt", sagt er. So hätten die Bürger auch ohne Steuersenkung real mehr Geld in der Tasche: "Der Konsum wird dadurch schon stabilisiert." Jetzt durch Steuersenkungen "noch einen draufzusetzen" werde kaum zusätzliche Effekte bringen.


Konjunktur Schwarzmaler und Lobbyisten haben jetzt Hochkonjunktur. Sie wollen ein Konjunktur Paket II der Bundes Regierung erreichen. Daraus springen Profite, Prozente. Die Bürger sind ihnen ein Dorn im Auge. Sie seien durch Deflation schon genug abgefüttert. "Das Risiko ist hoch, dass das Geld weggespart wird", sagt Christian Dreger vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und lehnt Steuersenkungen auf breiter Front deshalb ab. Das Geld der Deflation werde ausgegeben, Steuer Senkungen würden dagegen "weggespart" werden. Vielleicht fällt Herrn Dreger dieser Widerspruch selbst auf.

Man möchte den verantwortungslosen Konjunktur Paket II Lobbyisten gerne in die Parade fahren. Sie waren schon immer die Ellenbogen Sieger. Gerechter wären daher statt Konkuktur Paket II: Steuer Senkungen. Sie sind ohne Lobby Kalkül. Sie sind sinnvoll. Sie haben Breitenwirkung. Und sie helfen wirklich. Zuerst werden Bürger notdürftig ihre Schulden Löcher so gut es geht stopfen. Dann aber konsumieren sie. Sie haben aufgestaute Konsum Wünsche. Ein Anstieg der Kauflust ist sicher. Kirchen und Regierungen haben ihnen auch den letzten Rest Sicherheit und Hoffnung genommen. Die eigene Konsum "Belohnung" ist oft das Einzige, was noch geblieben ist. Wer also ein Vermögens Zuwachs der gestressten, ausgesogenen und beraubten Bevölkerung betreibt, hat umgehend einen Konjunktur Boom, das ist absolut sicher.

Stichwort "Vermögens Zuwachs". Wie allmählich bekannt sein dürfte, habe ich eine - noch nicht angemeldete - Solidarpartei gegründet, um Modelle, Konzepte und Ideen für ein besseres Deutschland aus dem Internet-Schreibtisch vRhein zu sammeln, herauszustellen und notfalls zu korrigieren. Während meine Blog-Schreiberei allzu leicht im Nebel der Vergangenheit verschwindet, ist das Partei Programm immer eine aktuelle Version (wenn ich mich hinsetze und meine Ergebnisse einfließen lasse).

Ein Konzept des bürgerlichen Vermögens Zuwachses war, den Banken den staatlichen Schulden Dienst, an dem sie so einfach absahnen, abzujagen. Dies sei möglich mit einer vorübergehenden Mehrwert Steuer Erhöhung, die den Schulden Berg des Staates allmählich abbaut. Dem Konzept zufolge zahlt der Staat den Schulden Dienst an die Bürger selbst, die Anteile durch die Mehrwert Steuer Erhöhung erworben haben.

Dieses Konzept war bisher darauf ausgelegt, dass zuerst große Schulden Anteile des Staates abgebaut werden und erst danach die Auszahlungen an die Bürger statt an die Banken erfolgen.

Mein neues Konzept ist nun eine gleitende Abtragung und Übertragung durch Bonus Punkte. Der Bürger hat die Wahl, einen Gegenstand zur normalen Mehrwert Steuer Marge zu kaufen. Er hat aber auch die Wahl, zwei oder drei Erhöhungen zusätzlich zu bezahlen und sich so Bonus Punkte zu erwerben. Der Schulden Dienst fließt von Anfang an zu genauen Anteilen an den Investitions bereiten Bürger selbst. Mit digitaler Unterstützung ist dies leichter zu programmieren als die Autobahn Maut, deren Satelliten gestütztes Programm erfolgreich war.

Warum nur dann Mühen, wenn dem Staat direkte Einnahmen zufließen, wie bei der Maut? Warum nicht auch Mühen, um eine Umschichtung für einen Vermögens Zuwachs der Bürger zu erreichen? Will der Staat nun Konsum oder nicht? Dann ist dieses Konzept, das ein Internet-Schreibtisch micha vRhein Konzept ist, Copyright geschützt, Programm Punkt der Solidarpartei, das richtige Konzept. Es steht unter dem Motto:

SCHULDENDIENST DES STAATES AN DEN BÃœRGER SELBST - DER BÃœRGER IST DIE BANK

Mit Bild: http://solidarpartei.blogspot.com/2009/ ... -bank.html
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Beitragvon micha » Do Jan 08, 2009 14:58:34:

Spiegel Online soeben:

08.01.2009 SCHUTZSCHIRM
Koalition plant "Deutschlandfonds" für kriselnde Unternehmen

Union und SPD machen Ernst: Nach den Banken wollen sie jetzt auch ein Rettungspaket für andere bedrohte Unternehmen schnüren. Die Koalition prüft einen Schutzschirm von bis zu 100 Milliarden Euro: Der "Deutschlandfonds" soll notleidende Firmen unter anderem mit Krediten versorgen.

Berlin - In den Regierungsparteien verdichten sich die Anzeichen für ein neues Rettungspaket. Diesmal wollen CDU und SPD einen Schutzschirm für Unternehmen aufstellen, die von der aktuellen Wirtschaftskrise betroffen sind. Beide Parteien peilen staatliche Bürgschaften für Firmen an, die die Staatsbank KfW oder andere Institute leisten könnten.


Na gut, dann nicht über die Finanzämter, wie ich vorgeschlagen hatte, sondern über Staatsbank KfW Anmerkung 1 und/oder andere Institute. Zukunftsorientierte erfolgversprechende Geschäftsmodelle sollten der Maßstab sein, in Not geratenen Firmen zu helfen. Der Teufel liegt im Detail. Der Weg ist prinzipiell richtig, denke ich, man beachte jedoch die Anmerkung.

________________

Anmerkung 1

Online Focus Bericht vom

24.11.08, 10:49 | | 10 KommentareArtikel merken

Staatsbank
KfW rutscht immer tiefer ins Minus
Der staatlichen Förderbank KfW macht die Finanzkrise offenbar immer mehr zu schaffen. Die Bilanz wird vermutlich katastrophal ausfallen. Die Verluste belasten die Bank noch Jahre, erwartet der KfW-Chef.

Die KfW wird bis zum Ende des Jahres voraussichtlich tiefer in die Verlustzone schlittern. Der neue Vorstandschef Ulrich Schröder rechnet wegen der dramatischen Verluste an den Börsen auch im vierten Quartal mit einem Verlust, wie er der „Süddeutschen Zeitung“ vom Montag sagte. Nach neun Monaten hatte bereits ein Fehlbetrag von 1,8 Milliarden Euro zu Buche gestanden.

„Der Oktober und der bisherige November waren noch einmal katastrophal an den Wertpapiermärkten“, sagte Schröder der Zeitung. „Auch wenn wir operativ weiterhin eine stabile positive Ergebnisentwicklung haben, lässt sich eine Ergebnisverschlechterung derzeit nicht ausschließen.“ Es werde noch Jahre dauern, ehe die Verluste abgearbeitet seien.


Wieder sollen die Seilschaften zu einer Staatsbank, vornehmlich wohl seitens der SPD, dazu dienen, ein Hilfspaket umzuleiten und eine Pleite Bank zu retten. Dem verängstigten Bürger wird weis gemacht, ein großes "Hilfspaket" für ihn sei unterwegs, "auf den Weg gebracht". Wiederum soll der Bürger betrogen werden. "Und" oder "oder" andere Institute bedeutet, dass man in verantwortlichen politischen Kreisen Ausschau hält, wem noch "geholfen" werden könnte, wo noch das Parteien gestützte Gewimmel der Pöstchen mit Luxus Renten Garantie als parasitäres Krebs Geschwür Deutschlands erhalten werden kann, während dem Bürger vorgegaukelt wird, ihm, seinem wirtschaftlichen Potential und unschuldig in Not geratenen Zulieferer Firmen soll tatsächlich geholfen werden. Zu allererst sind immer die staatlichen Institutionen an der Reihe, um durch Manipulation betrügerische staatlich geduldete Wirtschafts Kriminalität am Bürger zu vertuschen und Beton zu mänteln. Der Winter ist gekennzeichnet. Beton Mäntel gegen staatlichen Wirtschafts GAU sind der neueste Schrei.
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Beitragvon micha » Sa Jan 10, 2009 14:57:48:

Spiegel Online heute:

09.01.2009
DÃœSTERE KONJUNKTURWARTUNGEN
Regierung korrigiert Wirtschaftsprognose

Die Bundesregierung senkt ihre Prognose für 2009 - einem Zeitungsbericht zufolge geht sie von einem Rückgang von bis zu drei Prozent aus. Jetzt ruhen alle Hoffnungen auf dem zweiten Konjunkturpaket, zu dem auch ein 100-Milliarden-Euro-Rettungsschirm für Firmen gehören soll.


Die mitdenkende deutsche Bevölkerung, die regiert wird, hat allmählich die Prognosen satt. Sie dienen dazu, fadenscheinige Ziele zu erreichen. Sie haben bisher dazu geführt, dass Steuer Gelder "in die Hand" genommen werden können, wie es so schön heißt. Sie machen dem Bürger Angst, damit er den Konsequenzen der Prognosen zustimmt. Wieder wird der Bürger betrogen, hinters Licht geführt. Warum?

Bürger haben ein Anrecht auf Beweise statt Prognosen. Tatsachen müssen sprechen, nicht Prognosen irgendwelcher lobbyistischen Prog-Nasen mit dem Riecher fürs Abzocken. Der Staat muss auf Beweise einer Wirtschafts Lage reagieren. Er darf vage Hilfe zwar andeutungsweise in den Raum stellen. Aber dann muss er auf Beweise warten, nämlich tatsächliche überprüfbare Notlagen. Dann kann er "väterlich" helfen. Dazu ist er da.

Wer entscheidet, ob eine Notlage vorhanden ist? Gesucht werden integere Leute. Auf sie muss Verlass sein. Sie müssen ethische Grundsätze besitzen. Sie könnten einer Ehren Loge für eine solche Integrität angehören. Sie dürfen niemals korrupt werden können. Sie dürfen auf keinen Fall Lobbyisten sein. Gibt es sie noch? Oder muss eine solche integere Loge erst geschaffen werden? Im Zusammenhang mit einer neuen Partei wie der Solidar Partei für eine bessere Solidargesellschaft vielleicht?
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Beitragvon micha » Mi Jan 14, 2009 01:14:50:

In der Nacht vom 12.01.09 wurde ein Konjunktur Paket beschlossen, das die Staats Schulden noch einmal derart erhöht, dass kaum an eine Rückzahlung zu denken ist. Die kommenden Generationen werden dieser Schulden Macher Struck-Republik nicht folgen und die trügerischen "Hilfen" für Deutschland, wie von den Profiteuren und Schulden Aufnehmern vorgesehen, brav abzahlen. Das Land wird sich verändern. Dies wurde gestern beschlossen Anmerkung1.

Schon jetzt geht mit der ganzen Schulden Macherei eine versteckte Inflation einher, die von der Bevölkerung unter diesem Begriff in ihrem ganzen Ausmaß noch nicht wahrgenommen wird. Die offiziell zugegebene Inflation stimmt nicht. Die negativen Veränderungen müssen addiert werden. Die wahre Inflation beträgt bereits jetzt ca. 17 bis 20 Prozent. Der Grund: Qualitäts Schwund in fast allen Bereichen. Folge: Gesundheits Schäden. Folge: mehr Abhängigkeit, weniger Kaufkraft, Verarmung. Das ist die Inflation!

Diese gesamte "Inflation", einschließlich der Teuerungen in der Lebenshaltung und einschließlich der Folgen einer falschen Konjunktur. die Menschen krank macht und in die profitablen Gesundheits Systeme treibt, kann mit den lächerlichen Lutsch Bonbons des Konjunktur Paketes für die Bevölkerung nicht annähernd aufgehalten werden. Auch hier wird wieder die alte Taktik angewandt. Man wirft der Bevölkerungs kleine Beruhigungs Pillen durch die Mattscheibe und speist sie mit finanziellen "Erleichterungen" ab, so dass sie sich gelegentlich einen Cappuccino leisten können Anmerkung2. Am kulturellen Leben teilnehmen können die verarmten Bevölkerungs Schichten, allmählich über ein Drittel der Bevölkerung, jedoch längst noch nicht. Sie bleiben als neue - und offenbar beabsichtigte - Unterschicht ausgesperrt und werden auch noch mundtot gemacht. Die Hauptsummen des vorgestern beschlossenen Paketes der Koalition werden einem staatlich geförderten internen Verschwendungs Apparat zugeschoben Anmerkung3.

_____________________

Anmerkung1

Struck: "Deutschland wird am Hindukusch verteidigt", nun: "Ein guter Tag für Deutschland" (Aussage am 13.01.2009 zu 50 Milliarden neuen Schulden für ein Konjunktur Paket, dessen positive Wirkung geradezu abwegig ist. Nach einem voraussichtlichen Erfolgs Strohfeuer, geleitet in wieder falsche Taschen, bleiben nur die Schulden)

Anmerkung2

POLITIK 13.01.2009 | 11:26 Uhr
Düsseldorf (ots) - Der Spitzenkandidat der Grünen im Bundestagswahlkampf, Jürgen Trittin, hat das neue Konjunkturpaket der Bundesregierung scharf kritisiert. "Das ist viel Geld für wenig Effekt", sagte Trittin der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). "Wenn man die Binnennachfrage gezielt stärken will, muss man den ...

Düsseldorf (ots) - Der Spitzenkandidat der Grünen im Bundestagswahlkampf, Jürgen Trittin, hat das neue Konjunkturpaket der Bundesregierung scharf kritisiert. "Das ist viel Geld für wenig Effekt", sagte Trittin der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). "Wenn man die Binnennachfrage gezielt stärken will, muss man den Empfängern von Transfersleistungen und Geringverdienern helfen", betonte Trittin. Ein Drittel der Erwerbstätigen zahle kein Steuern, aber hohe Summen an Sozialabgaben. "Wir brauchen bei den Sozialabgaben im unteren Bereich eine Progression, wie man das auch von den Steuern kennt", forderte Trittin.


Das Interview mit Trittin wurde kurz von der Deutschen Welle ausgestrahlt. Darin brachte Trittin zum Ausdruck, wie beispielsweise im Straßenbau, der jetzt subventioniert werden soll, die Großprojekte dominieren werden, nach alter Gewohnheit, so dass wieder Großunternehmen im staatlichen Bandel profitieren. Mittlere Unternehmen werden wieder ausgeschlossen bleiben. Trittin gab politisches internes Wissen an die Öffentlichkeit. Das Interview verschwand deshalb sofort aus den Medien, so dass es von mir nur noch als Rudiment an relativ versteckter Stelle im Internet gefunden werden konnte. Auch eine Suchanfrage auf der Internet Seite der Deutschen Welle konnte den Kurzbericht mit dem Interview nicht mehr aus der Versenkung holen.

Anmerkung3

Spiegel Online berichtet:

13.01.2009 MILLIARDEN GEGEN DIE KRISE
Regierung preist Konjunkturpaket als einzigartig in Europa - Wachstum, Beschäftigung, eine bessere Zukunft für Deutschland - Kanzlerin Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier haben Details des historischen Konjunkturpakets vorgestellt. Ihre Botschaft: Das Land wird gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Wer das glaubt, wird selig.
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Beitragvon micha » Do Jan 15, 2009 16:45:00:

http://online-schreibtisch-micha-vrhein ... en-wo.html mit Bild-Persiflage

"Der Geldkreislauf trocknete aus, ein Infarkt des globalen Finanzsystems stand kurz bevor." Der nächste Aufschwung komme ganz sicher - "vielleicht schneller als wir heute glauben", so Deutsche Bank Chef Ackermann heute, am 15.01.09.


Die Geld-Trüffel im Finanzmarkt wurden rar, deshalb trocknete der Kreislauf aus, deswegen drohte ein Kollaps aller vorherigen Genüsse. Zurzeit scheint es überall nur Verlierer, Defizite, Verluste und Schulden zu geben. Wo aber sind die Gewinner?

Was alle, die laut klagen, nun verloren haben, einschließlich der Deutschen Bank mit 4,8 Milliarden Euro im letzten Quartal, muss theoretisch irgendwo geblieben sein, denn Geld wird weder verbrannt, noch eingestampft oder gefleddert. Um Geld zerreißt sich die Menschheit, selbst bleibt es ungeschoren und wird höchstens gebunkert, zum Beispiel auf Jersey, Costa Rica, Panama, Bahamas, Cayman Islands usw. Selbst wenn es "verschwendet" wird, Wolkenkratzer für Banken und Immobilien-Finanzierer gebaut werden, eine überbezahlte Finanz-Branche Geld gescheffelt hat, selbst wenn die Hälfte in Unterwelt, Drogen, Kriege, Waffenhandel, Diamanten, Luxus-Güter und -Weibchen geflossen wäre, ein Viertel an Spezial Kliniken, um die Gesundheits Schäden zu behandeln, selbst wenn 10 Prozent in Kleidung, Autos, Genussmittel, Alkohol und Zigaretten stecken, und so fort, dann ist es nicht verschwunden, sondern hat sich aus dem Finanzmarkt nur heimlich verabschiedet und ist verlagert worden. Es gibt schließlich noch andere Geld Kreisläufe als die der reinen Finanz Welt, die Spekulations Geld ohne Gegenwert aus den Ärmeln gezaubert hat. Angedeutet wurden sie soeben.

Die Motoren für beschleunigten Geldverbrauch vermehren sich wie Kaninchen. Zum Beispiel sorgen immer bessere Geräte im Gesundheitswesen für immer mehr Medikamenten Bedarf, für immer mehr Spender Organe Bedarf, für immer mehr Betreuungs Bedarf für Organ Empfänger, für immer mehr Alters Klassen am Tropf einer ausufernden Pharma Industrie. Ein weiterer Kreislauf beschleunigten Geldes wird von Fehlernährung, zunehmendem Abbau von Widerstands Kraft, zunehmenden menschlichen Schwächen verursacht. Soeben hat der totale Widerstands und Sitten Verfall der deutschen Regierung zu einer krankhaften Umlauf Beschleunigung des Geldes durch astronomische neue Schulden geführt. Dieser eine Kreislauf wurde hier bereits als Schneeball System beschrieben, siehe http://nationalhymne.blogspot.com/2008/ ... ulden.html .

Die Staaten mit ihren Riesen Banken Rettungs-Paketen haben sich schlicht gegen eine Verlagerung des Geld Kreislaufes aus den Finanzierern hinein in andere Kreisläufe gewehrt, auf Kosten der Allgemeinheit und der Steuer Zahler, weil sie an einen uferlos wachsenden Schuldendienst angekettet sind. Sie sind vom verlassenen - oder "ausgetrockneten" - Finanzierungs Kreislauf geradezu Drogen abhängig und standen und stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Dieser verlassene oder gemäß den Worten von Ackermann "ausgetrocknete" Kreislauf war ebenfalls für Firmen, die auf Kredite angewiesen waren, überlebenswichtig. Sie wurden zunehmend abhängig, weil der Staat mit seiner Abgaben Diktatur in der Regel kaum Möglichkeiten für Rücklagen übrig ließ.

Das Ganze war und ist ein Verschuldungs Problem, deshalb weil Firmen, Banken, Staaten und Länder, alle diejenigen, die so gerne "Geld in die Hand" nehmen, den eigenen Rachen nicht voll genug bekommen konnten und den Weg über das Spekulations Risiko gegangen sind, statt das krankhafte Geldumlauf Tempo durch Rücklagen wenigstens etwas zu verlangsamen. Der Mensch kann überkandidelte Hochdruck Geschwindigkeiten nicht gut verkraften, weil natürliche Zeitabläufe wie Schwangerschaft, Heranwachsen, Monats Zyklen, Jahres-, Tages- und Nacht-Zeiten seit der Steinzeit die gleichen geblieben sind.

Erkannt hat diese Entwicklung schon recht früh DB Chef Ackermann. Er stemmt sich gegen einen unzuverlässigen Staat, der mit Geld nicht umgehen kann. Ein flauer wie widerlicher Schnellkommentar gegen Ackermann in Spiegel Online vom 14.01.09, der höchstens nach alter Spiegel Art populistisch denunziert, liegt völlig neben jeder Realität. Das schnelle Kommentieren sollte Spiegel Online besser dem Internet-Schreibtisch mvRhein überlassen. Ackermanns Voraussicht eines Aufschwungs, der viel früher komme, als manche glaubten, teile ich. Nur gibt es bei dieser Voraussicht noch etwas ganz anderes zu bedenken.

Bewußt sage ich "Voraussicht" und nicht "Prognose". Prognosen haben wir satt, wurde hier geschrieben. Man hat die eifrigen, von Aufträgen und Subventionen abhängigen Prognose-Institute in einem Spiegel Online Artikel vom 15.01.09 alle schön zusammen, auch wie sie sich widersprechen. Der Artikel, mit der Auffassung von Ökonom Thomas Straubhaar, ist leserlich. Möglicher Gewinn und Verlust des Konjunktur Paketes werden ungefähr errechnet, die Erfolgs Aussicht ist "haarsträubend" schlecht. Straubhaar bestätigt indirekt meine vor einigen Tagen geäußerte Forderung, hauptsächlich den Steuerzahler zu beteiligen. Diese Forderung wurde ja nun in den Wind geschlagen. Trotzdem bleibt außerdem noch etwas zu bedenken.

Früher hatte ich geschrieben, dass wir in einer Werte Umstellung stecken, das Wort "Krise" sei nicht genau. Bedenken wir doch bitte, was in allen Prognosen der vielen Institute unberücksichtigt blieb: der Staat subventioniert mit seinem aktuellen Paket eine Wunsch-Konjunktur, aber es ist die falsche. Dazu schreibe ich wohl noch einiges.
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Beitragvon micha » Sa Jan 17, 2009 16:02:32:

Spiegel Online soeben:

Befragt wurden alle Großbanken und Landesbanken.
Danach besitzen diese Institute "toxische Wertpapiere" im Volumen von knapp unter 300 Milliarden Euro, von denen erst rund ein Viertel abgeschrieben wurde. Der Rest steht noch immer zu mittlerweile illusorischen Werten in den Büchern. Das Finanzministerium selbst geht davon aus, dass der gesamte deutsche Bankensektor Risikopapiere mit einer Summe von bis zu einer Billion Euro in den Büchern führt.

Regierungsexperten rechnen daher mit einem erheblichen Wertberichtigungsbedarf, der zu weiteren hohen Verlusten bei den Banken führen dürfte. Das wiederum bedeutet, dass schon bald noch mehr Institute auf staatliche Kapitalspritzen angewiesen sein könnten.
Erst kürzlich hatte sich die Commerzbank unter den Schutzschirm begeben. Der Bund hält nun eine Sperrminorität an dem Institut. Auch die Landesbank LBBW hat weiteren Kapitalbedarf angekündigt. Zudem wird in der Branche über weitere Hilfen für den angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate spekuliert.

Deutsche Bank beendet Eigenhandel

Erst Mitte der Woche hatte die Deutsche Bank Milliardenverluste für das abgelaufene Quartal angekündigt. Für das Gesamtjahr geht das größte deutsche Geldinstitut von einem Verlust von etwa 3,9 Milliarden Euro aus. Gleichzeitig musste Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann die Deutsche Post - und damit indirekt den Staat - als Großaktionär ins Boot holen, um den Kauf der Postbank noch einigermaßen kapitalschonend stemmen zu können. Die Deutsche Bank bereitet weitere Einschnitte vor. Nach hohen Verlusten von rund 1,5 Milliarden Euro hat der Vorstand nach SPIEGEL-Informationen entschieden, in der aktuellen Situation ganz aus dem Eigenhandel mit Wertpapieren auszusteigen.

Noch in der zweiten Jahreshälfte 2008 durften ein paar hundert Händler mit dem Kapital der Bank einem zweistelligen Milliardenbetrag auf die künftige Entwicklung von Aktienkursen oder Kreditderivaten setzen. Damit ist nun Schluss. "Die Risiken sind einfach nicht mehr vertretbar", sagt ein mit der Situation vertrauter Manager.


Unglaublich! Gerade erst sagte ich zu meinen Freunden: "Es ist alles viel schlimmer, als es an der Oberfläche zu sein scheint".

Der Steuerzahler und künftige Generationen können hier nicht helfen. Die bereits aufgenommenen Banken Hilfen, aus neuen Staats Verschuldungen, waren ein Fehler. Was fallen will, sollte fallen, hoffentlich zugleich auch Herr Struck. Das Rezept des Internet-Schreibtisches, Bürgerbanken zu errichten und Bewerbungen aus der bankrotten Banken Branche zu prüfen, hat nicht gefruchtet, weil Politiker wie Struck Deutschland in den Abgrund reißen.
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Beitragvon micha » Sa Jan 24, 2009 04:28:13:

Siehe das Zitat des Tages hier: viewtopic.php?p=2047#2047

Der Verfassungs-Bruch des Staates geschieht zwangsläufig, weil ein Staats-Bankrott abgewendet werden muss. Sonst gäbe es diesen Verfassungs-Bruch nicht. Sonst wäre die Regierung nicht so ratlos. Die Titanik "Germany" hat kein Ruder, wird getrieben. Rettungs-Pakete für den Finanz-Sektor und Scham-Pakete für die Konjunktur sind Zwangs-Jacken, die sich die bisherigen Regierungen durch ihre verant-wortungslose Schuldenpolitik angelegt haben.

Nun schauen Kanzlerin und ihre Sprecher auf Obama, der vor dem Brandenburger Tor nicht reden durfte, um Verhalten und Rezepte zu übernehmen, in der Hoffnung, die Lage in Deutschland werde sich bessern. Ich empfehle, auch die US-National-Hymne gleich mit zu übernehmen. Denn die eigene, die erwerterte Nation-Hymne Deutschlands, wurde vorher von den beiden mit den Hüten auf einen anderen Scherben-Haufen geschmissen, der rechte unter dem Hut mit einer unbeschreiblichen Ignoranz und Arroganz, die ihresgleichen sucht.

Sie haben den Internet-Schreibtisch mvR immer gelesen, oft für eigene Fensterreden verwertet, nicht gehört, jetzt stehen sie auf einem Scherben-Haufen, siehe das zugehörige Bild: http://online-schreibtisch-micha-vrhein ... h-mvr.html
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Beitragvon micha » So Jan 25, 2009 11:36:35:

http://online-schreibtisch-micha-vrhein ... siten.html Dort der Nachtrag von heute in der Anmerkung3.

Nun regt sich der eine oder andere Journalist und kritisiert die astronomische Neuverschuldung, mit der die Regierung nicht fertig werden kann. Müntefering, der "Wasserglas-Mephisto", der immer nur einen wirkungslosen Propaganda Sturm im Wasserglas auslöst, verteidigt den Zustand mit SPD Litaneien, mehr Arbeitsplätze, Menschen sollen Geld haben, sollen Sicherheit haben ... Auch Seehofer äußerte sich und entschuldigte die neuen Schulden mit dem Satz: "Wir erleben ja, wie dynamisch die Wirtschafts Krise um sich greift ..." - der Satz lohnt sich. Gehen wir jedes Wort hintereinander durch und erleben Seehofer persönlich. Das Wort "Wir", was meint er mit "wir"? Seine Partei? Seine Wähler, die Bürger insgesamt? Na gut, die Bürger insgesamt "erleben"... Was erleben sie? Gefilterte Nachrichten! Beileibe nicht! Seehofer beschreibt, dass etwas "dynamisch um sich greift". Ein chinesischer wild gewordener Drache oder das Ungeheuer von Lochness vielleicht, zum Fürchten. "Wir", die Bürger, sollen uns fürchten, weil da draußen so etwas wie ein Drache wütet. "Wir" sind noch drinnen, beschützt von Herr Seehofer. "Dynamisch" bedeutet, dass dieses fürchterliche Ding da draußen immer ungeheuerlicher wird, eben dynamisch gefährlicher wird, und "uns" bedroht. Daher nun die Schulden, sie retten "uns" vor dem Unheil.

Hitler und Göbbels könnten bei Herrn Seehofer in die Schule gehen. So geschickt verdreht er die Tatsachen. Die Finanz Krise ist erst einmal deswegen kein dynamischer Drache, weil sie auf einer Erschlaffung beruht, Kredite können nicht zurück gezahlt werden, Konsum schläft ein, Kaufobjekte werden neu überdacht. Hier gibt es keine Dynamik. Hier gibt es Bremsen, Anhalten, Pause, alles das Gegenteil von Dynamik.

Dynamisch ist dagegen die Schulden Politik der Regierung. Sie ist die Bedrohung. Sie ist der Drache. Sie greift um sich. "Ihr", die Regierung, Herr Seehofer, die Schulden Macher, seid es, die "uns", die Bürger, berauben, ausrauben, verschulden und mit Ausreden abspeisen. Am besten kann es Herr Müntefering.

Seehofer möchte ablenken, um das neue Zocker-Geld aus den Schulden Töpfen möglichst schnell in seine Hände nehmen zu können. War dies nicht der Ausdruck, der noch vor kurzem auch von Journalisten und Fachleuten benutzt wurde? "Wenn "wir" schon "Geld in die Hand nehmen", dann soll es wenigstens sinnvoll eingesetzt werden. Eine Dame aus einem Berliner Wirtschafts-Institut, die ab und zu von der DW interviewt wird, gebrauchte zum Beispiel diesen genannten Satz. Sie sagte "wir", Seehofer sagte "wir", der Internet-Schreibtisch vRhein sagt "ihr", die Bürger sagen "die".

Mit Bild: http://michavrhein.blogspot.com/2009/01 ... tsche.html
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Beitragvon micha » Mo Jan 26, 2009 13:18:28:

Die Personalkrise ist gelöst: Hannes Rehm, ehemaliger Vorstandschef der Nord/LB, übernimmt die Leitung des Bankenrettungsfonds Soffin.

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. http://michavrhein.blogspot.com/2009/01 ... -noch.html
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Beitragvon micha » Mo Jan 26, 2009 23:41:56:

Der Fall Satyam, gigantische Bilanz-Fälschung des indischen IT Konzern-Chefs, "Es war wie der Ritt auf einem Tiger", schreibt er. "Man weiß nicht, wie man absteigen soll, ohne dabei gefressen zu werden", wirft die Frage auf, wie es eigentlich um die Führungskultur in indischen Unternehmen steht. Wenn die Zahlen bei Satyam allesamt gefälscht waren - wie glaubwürdig sind dann die gigantischen Wachstumszahlen bei anderen indischen IT-Riesen wie Infosys, Wipro oder Tata Consultancy Services? http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,602901,00.html

Eine Reihe prominenter Selbstmorde schockiert die Wall Street. Doch nicht in allen Fällen bringen sich Banker und Börsianer tatsächlich um - einige täuschen ihren Freitod vor, um der Strafverfolgung zu entkommen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,603449,00.html

Fall Zumwinkel: 2001 galt aufgrund einer richterlichen Versäumnis als verjährt. Zumwinkel rutschte unter die Millionengrenze, eine Bewährungsstrafe rückte näher. Nun bekam er sie: zwei Jahre auf Bewährung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,603265,00.html - der Prozess ging glatt über die Bühne, Vorbildeigenschaft Zumwinkels gestrichen, Verdienstkreuz behalten. Meine Fragen: wieso muss in Deutschland Geld zweimal versteuert werden? Täuscht der Prozess? Hat Zumwinkel noch andere Steuer-Oasen genutzt?

Die reinigende Wirtschafts-Krise deckt Täter auf und macht auch die Opfer publik. Aber nur die Spitze des Eisberges ist zu sehen. Schon geht es mit Barcley wieder in die Gewinn-Zone. Die Finanz-Karavane hat eine kleine Pause gemacht, Staats-Hilfen mitgenommen, und zieht nun weiter. Der Weg, Geldvermehrung ohne Ende, ist das Ziel. Obama will zwar die Bewegungs-Freiheiten von Hedgefonds, Rating-Agenturen und Hypothekenmaklern einschränken, aber wie werden die Modelle, Geld für Gewinn zu riskieren, dann hinterher wohl aussehen? Mit kleinen kosmetischen Korrekturen undurchsichtig und spezialisiert wie bisher! Nur die Staats-Schulden, sie stiegen gewaltig und bescheren dem Finanz-Markt die Zugewinne, die auch kalkuliert wurden.

http://online-schreibtisch-micha-vrhein ... h-mvr.html
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Beitragvon micha » Mi Jan 28, 2009 20:04:35:

Bis Mitte Februar will Barack Obama sein gigantisches Konjunktur Programm durch den Kongress bringen. Dort warb der US-Präsident nun für den 825-Milliarden-Dollar-Plan. Weitere Nachricht 28.01.2009 : IWF erwartet schärfste Weltrezession der Nachkriegszeit, um ein Bad-Bank- Konzept zu puschen, das immer mehr faule Kredite aus dem Finanz-Kreislauf auf eine Art Kredit Müll-Deponie zu lasten der Steuerzahler verlegen soll. In den USA wird neben dem Konjunktur-Programm auch dieses Konzept einbezogen.

Auf Deutchland wird Druck ausgeübt, die lockere Kredit-Wirtschaft der USA mit zu tragen und ebenfalls eine Bad Bank zu gründen, da sich die Kredit-Papiere auch in Deutschen Banken nicht mehr gegenrechnen lassen.

Diese Richtung, alles mit Bürgerschulden zu finanzieren, das angeblich faul ist, steuert auf düstere Zeiten zu. Signalisiert wird: Schulden müssen nicht unbedingt zurück gezahlt werden, dafür gibt es dann eine Bad-Bank. Gleichzeitig sollen Wirtschaft wie Bürger neue Kredite aufnehmen, um den Geld-Umlauf durch riskante Investitionen zu beschleunigen. Ungesünder geht es nicht mehr. Wie bei Süßigkeiten und Genuss-Mitteln fördern nun westliche Staaten das süße "Geld-in-die-Hand-Nehmen" ohne große Verpflichtung. Sie geben folgendes Signal: Schulden sind gut, an die Folgen wird einfach nicht gedacht.

Die weltweite Wirtschafts-Krise dagegen signalisiert gerade das Gegenteil: übermäßiger Schulden-Umlauf macht krank mit Fieber, der Patient, die Weltwirtschaft, muss ins Bett, um die Selbstheilungs-Kräfte zu unterstützen und das innere Abwehr-System wirken zu lassen. Die westlichen Staaten lassen den Patienten nicht zur Ruhe kommen, ignorieren das Fieber, weil ihre Handlungs-Freiheit gefährdet ist. Kriegskassen müssen gefüllt werden, Sozial-Systeme unterhalten werden, Staatapparate gefüttert werden, Ansprüche von Vorzugs-Personalien erfüllt werden.

http://michavrhein.blogspot.com/2008/12 ... rbild.html
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Beitragvon micha » Do Jan 29, 2009 06:14:27:

Staaten betrügen einander, gelegentlich führen sie Krieg und massakrieren einander.

Die reinigende Wirtschafts-Krise deckt Täter auf und macht auch die Opfer publik. Aber nur die Spitze des Eisberges ist zu sehen. Schon geht es mit Barcley wieder in die Gewinn-Zone. Die Finanz-Karavane hat eine kleine Pause gemacht, Staats-Hilfen mitgenommen und zieht nun weiter. Der Weg, Geldvermehrung ohne Ende, ist das Ziel. Obama will zwar die Bewegungs-Freiheiten von Hedgefonds, Rating-Agenturen und Hypothekenmaklern einschränken, aber wie werden die Modelle, Geld für Gewinn zu riskieren, dann hinterher wohl aussehen? Mit kleinen kosmetischen Korrekturen undurchsichtig und spezialisiert wie bisher! Nur die Staats-Schulden, sie stiegen gewaltig und bescheren dem Finanz-Markt die Zugewinne, die auch kalkuliert wurden. Obama hantiert mit 50 Billionen, dann wieder mit 825 Milliarden Konjunktur-Hilfe.

Bei weitem sind nicht alle Täter bloß gestellt, vielleicht sind es nur zehn Prozent. Unter die möglichen Kandidaten, die noch verdeckt agieren, gehören auch Staaten. Die erstaunte Weltgemeinschaft der Journalisten musste vor kurzem die Nachricht verbreiten, dass die Ukraine behauptete, Milliarden-Summen an Russland überwiesen zu haben, Russland dagegen feststellte, diese Überweisungen nicht erhalten zu haben. Dieser Vorgang dient mir als Beweis dafür, dass Staaten selbst zu täuschen versuchen, wenn es um Geld und Macht geht.

Höchst verdächtig war, dass der US-dienliche Joskar Fischer die Bundes-Republik Deutschland zu riesigen Konjunktur-Paketen animieren wollte. Gleichzeitig werden noch umfangreichere staatliche Hilfspakete in den USA beantragt und passieren nach üblichen Bedenken den Senat.

Ich möchte diese Pakete geradezu für getürkt halten, entgegen dem Eindruck der Weltwirtschafts Konferenz in Davos, um andere Staaten zum Vorteil der USA zu ähnlichen Anstrengungen zu bewegen, nun aber wirklich, nicht getürkt. Die Regierung der Bundes-Republik ist ehrlich und dumm genug, darauf herein zu fallen. Sie hat aus dem Hypotheken-Ramsch, den Finanz-Unternehmen in den USA den europäischen Banken angedreht haben, noch immer nicht gelernt. Nach dem Ramsch-Verkauf kommt nun der noch viel größere Coup: Steuerzahler in Europa sollen immer größere virtuelle Zahlungs-Schwierigkeiten der USA auffangen und dafür ihr letztes Hemd verkaufen. Arafat konnte die Europäer an der Nase herum führen, die USA können es viel besser.
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Beitragvon micha » Fr Jan 30, 2009 18:25:01:

Spiegel Online:

30.01.2009 OBAMA GEGEN BANKER-LUXUS
Präsident Cool schaltet auf Angriff, von Marc Pitzke, New York - So offensiv hat man Barack Obama selten gesehen. Der oft als kühl kritisierte US-Präsident echauffiert sich über den Luxus der US-Banker. Teure Büromöbel, edle Firmenjets, jetzt noch üppige Boni - obwohl der Staat die Konzerne mit Milliarden stützen muss: "Das ist der Gipfel der Verantwortungslosigkeit."


Obama bekommt nun die Kehrseite der Schulden Politik, die er fortsetzen will, zu spüren. Der mächtigste Mann der Welt ist gefangen in einem Netz von Finanz-Dienstleistern und fällt spätestens beim ersten monatlichen Schulden-Dienst herunter auf den nackten Boden der Tatsachen, das heißt, sein Land wird von Gläubigern regiert, die das Land in der Hand haben. Ohnmacht ist der Tribut. Banker und Manager feiern indessen die neuen Verschreibungen, an denen kräftig verdient wird. Der Präsident hat nicht einmal mehr Würde, er ist im Spiel der Finanz-Ströme nur noch der abhängige Schuldner, der sein Sachvermögen am Schalter nachweisen muss, damit er seinen Schulden Dienst finanzieren kann.

Also sind die Pakete, siehe oben, wohl doch nicht getürkt. Die westlichen Demokratien sind an eine Grenze der Verschuldung angekommen, weil die Versuchungen, immer mehr "Geld in die Hand zu nehmen", von Periode zu Perode dahin geführt haben.

Die Reaktion Obamas ist Ohnmacht. Eine ähnliche Erfahrung machte Kanzlerin Merkel. Der Staats Bankrott wurde nüchtern vor Augen geführt. Danach blieb nur eines: neue Schulden.
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Beitragvon micha » Sa Jan 31, 2009 00:32:04:

Ach so! Es hätte mich auch gewundert, wenn mich meine Nase in den letzten Tagen auf eine falsche Fährte geführt hätte. Protektionismus ist also der Pferde-Fuß der US-Hilfs-Pakete, eine patriotische Klausel für die US-Wirtschaft, Stärkung für den eigenen Arbeits-Markt. Spiegel Online Bericht soeben:
30.01.2009 US-KONJUNKTURPAKET - "Buy American"-Klausel beunruhigt deutsche Wirtschaft. Von dem milliardenschweren US-Konjunkturprogramm soll möglichst wenig Geld ins Ausland fließen.

Hand in Hand damit geht eine Stärkung der Gewerkschaften, um die Kredit-Fähigkeit der US-Konsumenten wieder ins Lot zu bringen. Das Ausland hingegen hat noch keine Wirtschafts-Barrieren zusammen mit seinen Konjunktur-Paketen aufgerichtet. Daher waren die Anstrengungen in den USA "getürkt". Auf der Welt-Wirtschafts-Konferenz kam diese Art von Patriotismus zu früh ans Tages-Licht. Die USA hätten sie gerne noch eine Weile geheim gehalten.

Die Patria-Protektions-Welle der USA trifft Europa hart, weil sich unser Staatenbund konstitutionell noch nicht formiert hat, und besonders Deutschland, weil jede Patriotismus Disskussion wie gestern im TALK BEI MAYBRIT ILLNER nur Gebabbel hervor bringt. Der Bundes-Präsident konstatiert sogar eine deutsche Identität, die regelrecht falsch ist.

Protektionismus anderer Länder wird folgen. Das Export-Land Deutschland kann sich dann nur noch warm anziehen, die Wirtschafts-Eiszeit kommt, und außerdem den Gashahn zudrehen, der einen Teuerungs-Schub von 25 Prozent durch die Leitungen in die Wohnungen blies.

Anderes Ungemach droht der Wirtschaft in Deutschland durch Verstaatlichungen, Herr Streinbrück bastelt an den Banken, das Parlament verabschiedete einen Gesundheits-Zangs-Fond, universelle GEZ schreitet weiter voran, der Staat engt seine Bürger mit immer mehr Zwangs-Jacken ein, alles das Gegenteil von jeder Art patriotischer Gesinnung.

Barack Obama konnte Wähler-Massen aktivieren und begeistern, ein ganzes Land aktivieren. Ein neuer US-Patriotismus ist die Folge, ein neues Selbstwert-Gefühl der US-Amerikaner. Europa wollte davon ein wenig profitieren. Deutsche wollten einen Heiland. Die deutsche Regierung dagegen engt ihre Bürger immer mehr ein, mit Gesetzen, Neben- und Zusatz-Steuern, mit Kontrollen bis in die Wohnungen und den privaten Bereich. Die USA finden zum Land der Freien zurück. Deutschland erfindet die DDR neu. Jede unbedenkliche patriotische Möglichkeit wird im Keim erstickt. Der kultur-patriotische Internet-Schreibtisch vRhein ist isoliert und im Abseits, seine Nation-Hymne eine Mond-Hymne für ein Mond-Deutschland, das zwar wünschenswert wäre, das es aber nicht mehr gibt.

http://internet-schreibtisch.blogspot.c ... ndert.html mit Bild
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Beitragvon micha » So Feb 01, 2009 02:07:23:

Spiegel Online:

31.01.2009 KRISENPLÄNE - Merkel billigt Teilverstaatlichung schwächelnder Banken. Die Kanzlerin zeigt sich offen gegenüber einer Teilverstaatlichung angeschlagener Banken. Für den Steuerzahler könne die Übernahme von Anteilen günstiger kommen, sagte die CDU-Chefin - zugleich schloss sie die Einrichtung einer Bad Bank aus. . .

Entschieden wandte sie sich aber gegen die Gründung einer sogenannten Bad Bank des Staates: "Der Steuerzahler darf nicht für die schlechten Papiere zahlen, während die Banken mit den guten Papieren Geschäfte machen." Anders als wahrscheinlich die USA will die Bundesregierung keine zentrale Sammelstelle für unverkäufliche Wertpapiere gründen. Vielmehr soll jedes Geldhaus eine eigene Bad Bank errichten. . .

Die Hypo Real Estate ist nur deshalb noch nicht bankrott, weil ihr der Staat und andere Banken insgesamt gut 90 Milliarden Euro an Hilfen zur Verfügung gestellt haben. . .

Auch der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (CDU), befürwortet eine staatliche Rettungsaktion für die HRE: "Wir dürfen es nicht zulassen, dass auch nur eine einzige systemische Bank in Deutschland in den Konkurs geht. Das gilt auch für die Hypo Real Estate", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". . .

Ob sich die Regierung nun zu Maßnahmen wie einer Teilverstaatlichung entschließt oder nicht - die Stabilisierung des Bankensystems in Deutschland verschlingt möglicherweise ohnehin weitere Milliardensummen an Steuergeldern. SPIEGEL-Informationen zufolge muss der Bund seine im ersten Bankenrettungsplan vorgesehenen Kapitalhilfen von 80 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Experten des Finanzministeriums rechnen dem Bericht zufolge mit einem Kapitalbedarf bis zu 200 Milliarden Euro.


"Systemische Banken" - ein interessanter Begriff, den ich bisher noch nicht gehört habe. Systemisch, das Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Feinschmecker Kauder hatte eine Katzen-Zunge für den Steuer-Zahler.

Wegen der Verstrickung des Staates mit "systemischen" Banken, aufgrund ihrer Horror-Schulden in diesem System, hangelt sich die Regierung von einer Fehlentscheidung zur nächsten. Der Steuer-Zahler hätte nichts dagegen, wenn die HRE bankrott gehen würde, im Gegenteil, er würde es für gerecht halten. Die Regierung möchte den Leuten aber weismachen, dass eine Rettung notwendig ist. Sie wird erpresst. Der Staat hat selbst faule amerikanischen Hypotheken-Papiere gekauft und ist auf die Nase gefallen, was, wie viel und wo wird nicht verraten. Ich schätze, das Minus entspricht ungefähr dem der HRE. Das ist der Hintergrund.

Neue Gesetze und Verstaatlichung sollen das Problem nun lösen. Die Verstaatlichung ist aber ein schlechtes Geschäft, das weitere Milliarden kostet. Es bringt nichts ein und lässt die schon kriminellen Banken-Spekulanten davonkommen. Rettungs-Aktionen haben von Anfang an keinen Sinn, weil sich immer neue Löcher auftun, es ist ein Fass ohne Boden. Wer hier Risiken einging, um viel zu verdienen, muss auch die Folgen tragen, wenn es anders herum läuft. Das gilt für Banken und Kredit-Institute ebenso wie für deren Kunden. Die Praxis, die Realität erzieht, künftig vorsichtiger zu sein. Die Realität darf nicht verbogen werden. Ein Staat, der zu 90 Prozent von Tarif-Empfängern geleitet wird, und nicht von Selbständigen, darf hier nicht eingreifen.

Eine Verstaatlichung ist falsch, Konkurrenz-Unternehmen, nämlich neue Bürger-Banken mit besseren Konzepten, sind richtig. Dies entspräche einer sich regulierenden Markt-Wirtschaft. Verstaatlichung ist Rückfall. Unbelastete Neugründungen sind notwendig, um Konkurs-Masse aufkaufen und die Erlöse an geschädigte Sparer, Kleininvestoren und Aktionäre umleiten zu können. Erst ein Konkurs gibt die Bücher frei, zeigt das Ausmaß, ohne den Steuerzahler zu belasten. Die Täter bleiben belastet, die Allgemeinheit wird verschont.

Um eigene Bürger-Banken zu gründen, neu anzufangen, Banken-Personal nach eingehender Prüfung aufzunehmen, aber die Schuldigen der Misere nicht auch noch auf staatliche Hilfs-Daunen zu betten, sondern sie konkurs gehen zu lassen, die gerechteste Lösung, dazu fehlte den regierenden Parteien das Konzept. Sie sind auch schlicht zu faul, eine solche Aufgabe anzugehen. Gelder aus neuen Schulden-Töpfen verteilen ist einfacher. Auch die Opposition hatte nichts zu bieten. Der Internet-Schreibtisch und die Muster-Solidar-Partei standen hier allein da, wie immer betont machtlos, aber mit Einfluss, wie es scheint. Zuerst standen meine kritischen Kommentare hier. Danach schlug Kanzlerin Merkel die gleiche Richtung ein: gegen Bad Banks, während die USA mit Obama noch Bad Banks einrichten wollen. Es gibt seit Jahren immer nur diese eine Richtung, der Zeitabstand ist nahezu immer der gleiche.
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Beitragvon micha » So Feb 01, 2009 15:02:14:

micha hat geschrieben:Eine Verstaatlichung ist falsch, Konkurrenz-Unternehmen, nämlich neue Bürger-Banken mit besseren Konzepten, sind richtig. Dies entspräche einer sich regulierenden Markt-Wirtschaft. Verstaatlichung ist Rückfall. Unbelastete Neugründungen sind notwendig, um Konkurs-Masse aufkaufen und die Erlöse an geschädigte Sparer, Kleininvestoren und Aktionäre umleiten zu können. Erst ein Konkurs gibt die Bücher frei, zeigt das Ausmaß, ohne den Steuerzahler zu belasten. Die Täter bleiben belastet, die Allgemeinheit wird verschont.

Entschuldigung, dass ich mich selbst zitiere. Es geht nicht anders. Der Internet-Schreibtisch vRhein ist praktisch der öffentliche Arbeits-Schreibtisch eines Ereignis-Kommentatoren. Andere Journalisten oder versierte Schreiber können sich daran setzen und hier ebenfalls als Co-Autoren schreiben. Sie müssten es ehrenamtlich machen. Das will keiner.

Nun zitiere ich zu meinen eigenen Sätzen eine Aussage vom britischen Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson, 44, Professor in Harvard, Spiegel-Bericht soeben:

Es ist jetzt sehr wichtig, dass neue Banken gegründet werden, die vom Vertrauensverlust in die alten Geldinstitute profitieren. Man muss die Dinosaurier sterben lassen, wenn ihre Zeit gekommen ist - und die Welt neuen Lebensformen überlassen. 2009 ist ein großartiges Jahr, um eine Bank zu gründen.


Beide Zitate passen, meines von gestern Nacht gemäß meiner Aussagen vergangener Wochen und das des Harvard Professors von heute Nachmittag. Internet-Schreibtisch und Solidar-Partei sagen noch mehr und projizieren zusätzlich noch den Sinn neuer Banken. Es sollten Bürger-Banken sein, die Kammern-Konten führen, um eine geregelte Selbstverwaltung der Bürger zu beginnen, wo es geht. Einiges hatte ich dazu bereits geschrieben. Etablierte Parteien in Deutschland sträuben sich, weil sie im Netzwerk des bisherigen Finanz-Systems schuldhaft vertrickt sind. Daher lesen sich die neuen Ansätze im neuen Programm einer neuen und modernen Partei besser.
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Beitragvon micha » Mo Feb 02, 2009 14:01:22:

Spiegel Online heute:

Die Hilfsaktion wird teuer: Die Regierung muss ihre im ersten Bankenrettungspaket vorgesehenen Kapitalhilfen von 80 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Experten des Finanzministeriums rechnen mit einem Kapitalbedarf bei den entschlackten Banken von bis zu 200 Milliarden Euro.

Eine Entwicklung, die noch vor wenigen Monaten unvorstellbar gewesen wäre, jetzt aber sogar durch ein weiteres Rettungsprojekt der Koalition übertroffen wird: In aller Diskretion bereitet sie die Verstaatlichung der schwer angeschlagenen Hypo Real Estate vor.

Die relativ junge Firmen-Konstruktion der HRE fällt in eine Zeit saftiger Gewinne an amerikanischen Immobilien Deviraten und darum herum rankende Papiere, daher auch der amerikanische Name. Das Konstrukt entstand in enger Verbandelung mit staatlichen Stellen und in enger Bindung an parteipolitische Personal-Vorstellungen. Tausende von Pseudo-Angestellten glänzen dort mit goldenen Nasen.

Danach versuchte der Staat, indirekt über die HRE und Landes-Banken selbst in die Immobilien Spekulation einzusteigen, um Neuverschuldungen durch Gewinne zu minimieren und einen besseren Haushalt vorzulegen. Dann kam das Abrutschen vom hohen Gewinn-Berg in den Schlamm des Jammers. Immer mehr fällige Papiere, die acht bis zehn Prozent Zinsen brachten, werden nicht mehr eingelöst, können von US Finanz-Instituten nicht ausgezahlt werden.

Die Verluste sind astronomisch. Ihnen entsprechen nun die "Hilfs-Pakete" für die HRE. Sie sollen die Schiebereien über ausländische Mittels-Banken verdecken und die Betrügereien, die an Büchern und Bilanzen vorbeigeschleußt wurden, ausgleichen, möglichst ohne dass die Öffentlichkeit Genaues davon erfährt.

Der Staat wird damit zum Handlanger von Makro-Betrug.
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Beitragvon micha » Sa Feb 07, 2009 22:02:04:

Spiegel Online:

07.02.2009 BANKENKRISE - Hypo Real Estate plant radikalen Umbau - Der Name Hypo Real Estate könnte aus der Bankenlandschaft verschwinden: Nach SPIEGEL-Informationen plant das Management, das Geldhaus nach einer staatlichen Übernahme gesundzuschrumpfen. Im wahrscheinlichsten Szenario wird es zu einer rein deutschen Pfandbriefbank gestutzt.

Nachdem Staatshilfen geflossen sind, sollen Spuren von Wirtschafts-Verbrechen verwischt werden. Die zuständige Staats-Anwaltschaft macht Mimikri, wirkt wie nicht existent, ist gelähmt - merkwürdig!

Fasst sie, bevor sie verschwinden und vorher die Bücher und absichtlich fehlenden Bilanzen im "Umbau" versteckt werden! Der Rücktritts-Wunsch des Wirtschafts-Ministers Glos lässt einen Zusammenhang vermuten. Kleinaktionäre sollen symbolisch abgespeist werden, da die Aktie inzwischen das Papier nicht mehr wert ist. Das ganze Nest muss ausgehoben werden, bevor sich alle verflüchtigen und mit ihrer Steuerzahler Beute verschwinden.
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Beitragvon micha » Do Feb 12, 2009 10:54:37:

micha hat geschrieben: viewtopic.php?p=2014#2014 Verfasst am: 12 Dez 2008 15:35
Das Parlament benötigt eine vierwöchige Pause. Wie wäre es mit einem Luxus Urlaub für alle? Der Internet-Schreibtisch empfiehlt die Malediven und Seychellen. Die Öffentlichkeit darf es wissen, der Urlaub darf All-inclusive sein und pro Person 30000 Euro kosten. Dort soll in einer ruhigen Minute am blauen Meer auf irgendeiner schönen Terrasse einmal logisch überlegt werden. Dann wäre dieser Massen Urlaub unserer Volksvertreter die beste Investition, die jemals deutschen Bürgern zugute kam.

Die Eile, das zerstörerische Massen vernichtende Paket zu verabschieden und an die Öffentlichkeit zu schicken, wo es Jahrzehnte weitere Bürger Armut produzieren wird, kommt vom betrügerischen Netzwerk der Finanzwelt. Diesem Netzwerk darf ein Staat niemals auf den Leim gehen.

Die Geld Anleger müssen lernen, dass sie Betrügern auf den Leim gegangen sind. Kunden Nostalgie der raffigen Banken muss als Versuch erkannt werden, brutale Vergewaltigungen einer Jungfrau des Vertrauens ungeschehen zu machen. Das Stoß Gebet der düpierten Kanzlerin "Das Vertrauen muss zurück" kann nicht erkauft werden, schon gar nicht mit dem Geld der Opfer. Die Kanzlerin hat den Überblick verloren. Sie darf, erlaubt von hier, ihren netten Mann auf die Malediven oder Seychellen mitnehmen, 60000 Euro sind genehmigt.


In den USA sind 176 Milliarden Dollar Hilfen für Banken inzwischen praktisch versickert. Von den Bänkern hört man Ausreden und Unverbindliches. Spiegel Online berichtet 11.02.2009:

Washington/London - In seltenem Einvernehmen machten sowohl demokratische wie republikanische Abgeordnete im US-Kongress ihrem Ärger darüber Luft, dass die Banken staatliche Hilfen über 176 Milliarden Dollar in Anspruch genommen haben, ohne der Wirtschaft des Landes merklich anzukurbeln. "Ich will wissen, was mit dem Geld passiert ist", sagte der Demokrat Paul Kanjorski aus Pennsylvania. Wenn die Banken das Geld nicht sinnvoll nutzten, sollten die CEOs die staatlichen Hilfen zurückzahlen - und zwar noch bevor sie Washington wieder verlassen, verlangte Kanjorski. . .

Auch in Großbritannien mussten sich die Chefs großer Banken bohrenden Fragen von Politikern zur Integrität des Finanzsystems und den Millionen-Gehältern in der Branche stellen.


Also: der parlamentarische Gesamt-Urlaub auf den Seychellen und Malediven wäre gescheiter gewesen, wenn er zum Nachdenken an kühlenden Abenden bei untergehender Sonne angeregt hätte. Leider hat sich auch der Staat versündigt und ist erpressbar. Staats-Bankrott wird als Drohgebärde benutzt, "Verstaatlichung" ist die Voll-Mund-Antwort von Herrn Steinbrück, Verstaatlichung fordern natürlich auch die Ultra-Linken um Lafontaine, die einen ganz anderen Staat wollen, nämlich einen sozialistischen nach dem Vorbild der ehemaligen DDR. "Verstaatlichung" gackert nun auch das Parlaments-Huhn nach - und Glos, der gemobbte Wirtschafts-Minister, wirft hin, gestern wurde sein Rücktritts-Gesuch angenommen.
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Beitragvon micha » Do Feb 19, 2009 17:58:32:

Wie in den USA so verschwinden auch in Deutschland Banken-Hilfspakete vom Bürger-Rücken und sind hinterher einfach weg, versickert in Vorzugs-Gehältern, Boni etc. Die Hypo-Real-Estate ist das Parade-Beispiel.

Die HRE sei eine besondere Bank, hörte man heute in TV-Nachrichten. Sie sei "System relevant" hieß es. Sie beschaffe das Geld für Staats-Ausgaben und den Schulden-Dienst des Staates. Über andere Banken werden Anleihen und Pfandbriefe ausgegeben. Sie sind Staats-Papiere, die immer als sicher galten. Macht nun die "System-Bank" HRE pleite, fällt das Finanzierungs-System auch des Staates wie ein Karten-Haus zusammen. Daher sei die Stützung der HRE das kleinere Übel.

Ganz vergessen wurden die Tatsachen, dass eben gerade das Geld aus den Staats-Anleihen und Pfand-Briefen verzockt wurde. Es ist so, wie ich oben schrieb. In Nachrichten wurde die Katze aus dem Sack gelassen. Die Texte, um die Machenschaften der HRE zu umschreiben und nicht schlimm aussehen zu lassen, geriet zu einem Eiertanz der Medien. Schon in den folgenden Nachrichten war der Text etwas verändert, etwas abgemildert. Eines soll vermieden werden: die Wahrheit darf nicht ans Licht.

Die Wahrheit verhält sich ungefähr so, wie ich oben in weiser Voraussicht schon alles geschildert hatte, weil einfach die Logik und die Erfahrung mit den Laien des Staats-Apparates und der Parteien, die am großen Geld mitmischen wollen, kräftig dabei selbst absahnen wollten, letztlich immer größere Staats-Schulden verursachen, um daran zu profitieren.

Mehr Staats-Schulden brachten der HRE mehr Mittel. Die Abhängigkeit des Staates von dieser Finanz-Konstruktion zum Schulden-Machen verleitete zu Personal-Entscheidungen wie in einem Club. Einem staatlich infiltrierten Wirtschafts-Defilee-Klub. Die "Hilfs-Pakete" in immer größeren Ausmaßen sind nur das kriminelle Nachspiel. Voraus ging die Defiliercour an den heiligen Angeboten des US-Kredit-Finanz-Systems vorbei direkt in den Berliner Reichstag. Geprüft wurde nichts, faule Kredite hatte es nie gegeben, war die vorherrschende Stimmung, denn aus Bürger-Geldern wurde laufend auch noch Absahne erzeugt.

Normalerweise müssten Kanzlerin und Finanz-Minister zurücktreten. Das wirtschaftliche Kapital-Verbrechen scheint jedoch in Deutschland als Aschermittwoch-Kehraus durchzugehen.
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Beitragvon micha » Sa Feb 21, 2009 05:24:34:

Inzwischen kam heraus, dass die "private" Selbst-Lobbyisten Bank des Staats-Apparates und der Parteien-Projekte, die Hypo-Real-Estate, zusätzlich bis zu einer Billion Euro insgeheim in Risikopapiere gesteckt hat, an der Buchführung vorbei geschleußt, um die eigene, die staatliche und parteipolitische Gefräßigkeit decken zu können. Überall, wo noch Geld zu beschaffen war, über Lebens-Versicherungen zum Beispiel, wurde die Bevölkerung angegangen. Mit diesem Geld wurde dann gezockt, um es zu vermehren und damit zusätzlich zu profitieren. Aus sicheren Staats-Papieren und privaten Versicherungen auf Vertrauen wurden faule Papiere und Devirate aus Übersee.

In der letzten Quadriga Diskussion der DW kam so nebenbei bereits eine interessante Aussage zu meinen Ohren. Es sei bekannt, dass eine Hungersnot zu staatlichen Veränderungen führe. Nicht mehr Armut aufgrund der Misswirtschaft eines aufgeblähten Staats-Apparates war das entscheidende Wort, sondern "Hungersnot". So kündigt sich die Zukunft an.

Die Wirtschafts-Krise hatte ich als Verschuldungs-Problem geschildert. Zusätzlich fühlt sich der gesamte Weltmarkt mit den Schwemmen von überproduzierten Gesundheits-schädlichen und vielfach überflüssigen Produkten hintergangen und betrogen. Billionen Gelder wurden von Absahnern und Betrügern in Steuer-Paradiesen versteckt oder fließen in Kriegs-Projekte. Das Geld wurde, für Konsum wie bisher, zu knapp, daher zu kostbar für förmlich aufgezwungenen Konsum-Luxus ohne geistige Gehalte, einfach nur für die Geschäfte anderer.

Während sich die Wirtschaft flexibel zeigt und nun Produktionen zurück fährt, Kurzarbeit ansetzt und umdisponiert, Kunden-orientierter plant, bleiben die Staats-Apparate unflexibel starr und halten an ihrem Vorzugs-Personal, an ihren Ämtern, an ihren Selbst-Lobby-Banken, an ihren Luxus-Renten, Partei-gestützten Schiebereien und Pöstchen fest. Der Bürger soll zahlen, bis er in Hungersnöten dahin darbt und möglichst vorher krepiert, bevor er protestierend oder gar Gewalt-bereit auf die Straße geht. Eine zeitlang wurde die Bevölkerung damit abgetröstet, dass die kommenden Generationen alle Schulden dann schon zahlen. Aber nun allmählich frisst sich dieses Schein-Argument in die Gegenwart und verschlingt seine Kinder von heute.

Die aufgeweckten Kinder von heute wollen nicht mehr Gen-manipulierte Waren, wollen keine verpackte Industrie-Nahrung mit globaler Haltbarkeit, voller Chemie und getürkten Geschmacks-Verlockungen. Immer mehr dringt durch, was Wissenschaftler und Ärzte angerichtet haben, um natürliche Lebens-Prozesse zu umgehen und an den Schäden zu verdienen, und was Politiker angerichtet haben, um ebenfalls daran für ihren Staats-Moloch mit zu verdienen. Denn - oh Wunder, dass sie es gemerkt haben - Bio-Nahrung und Einkaufs-Ketten gesunder Produkte boomen. Sie haben Hoch-Konjunktur.
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Beitragvon micha » So Feb 22, 2009 15:09:51:

Spiegel Online 22.02.09:

G20-TREFFEN Steinbrück fordert europäischen Schulterschluss - Die Bundesregierung dringt darauf, Banken und Hedgefonds weltweit strenger zu kontrollieren. Zum Treffen der europäischen G-20-Staaten am Sonntag in Berlin legte Finanzminister Steinbrück ein entsprechendes Papier vor.


Steinbrück und Merkel gehen folgenden Weg:

    1. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Geldbeschaff-Bank Hypo-Real-Estate, die Bank fürs Grobe, wurde kriminell. Aber Riesen-Mengen neuer Schulden müssen auf Biegen und Brechen gemacht werden, weil Staats-Garantien, leichtsinnige Hilfspakete für Konjunktur und marode Banken, dazu ein nimmersatter aufgeblähter Verwaltungs-Staat und ausländische Verpflichtungen, die teuer sind, dazu zwingen.

    2. Sie versuchen, das Problem auf Europa, dann auf das atlantische Bündnis, dann auf die Welt zu verschieben.

    3. Sie arbeiten Konzepte für die ansteigenden Stufen zu den immer großeren Mammut-Konferenzen aus.

    4. Sie landen bei Konzepten, zum Beispiel soziale Marktwirtschaft für die ganze Welt, die nichts anderes ausdrücken als die dringende Bitte "Macht so viel Schulden wie wir!"


Leider sind diese Rechnung und auch die Steigerung falsch. Bis zum atlantischen Bündnis gerechnet sind die Teilnehmer-Staaten bereits hoch verschuldet, einige schweben am Staats-Bankrott. Auf die Welt gerechnet sieht alles ganz anders aus. Da gibt es Staaten wie China und Saudi-Arabien, die über große Reserven verfügen und die keine Schulden haben. Die Schulden-Staaten kommen als Bittsteller, doch ihre Staats-Anleihen abzukaufen, weil sie sie in ihren eigenen Ländern nicht mehr los werden, das Geld aber dringend brauchen.

Hinter den Welt-Verbesserung-Vorschlägen einer Kanzlerin Merkel verbergen sich Ängste und Bitten um Geld. Mögen deutsche Firmen noch einigermaßen gerüstet sein, um den natürlichen Welt-Konjunktur-Einbruch zu überstehen, die Staaten, einmal als Firmen gesehen, sind es nicht. Sie stehen vor chaotischen Veränderungen, die tatsächlich Furcht-einflößend sind. Sie sind nicht bereit, ihre internen Staats-Ausgaben flexibel an die Situation anzupassen, Staats-Stellen abzubauen, Gehälter zu kürzen, hohe Renten zu kappen etc. Sie machen stattdessen Welt-Politik-Theater und wollen Lasten irgendwo verteilen.

Die reichen Länder werden nun reicher werden, sich nichts diktieren lassen, die armen (hoch verschuldeten) Länder immer ärmer (immer höher verschuldet). Dazu gehört auch Deutschland.
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Beitragvon micha » So Mär 01, 2009 09:50:44:

Piet Klocke: Satire mit geballtem wahrem Kern. Er erklärt die Finanz-Krise so:

"Freiheit des Menschen, sich selbst zu entwerfen" - "die Freiheit des Geldes, sich selbst zu entwerten". Selbst?? In Medien höre man: "Niemand hat mit keinem Geld dieses Nichts hervor..." "Und das überwiegend durch Immobilien". "Die Frage muss doch da erlaubt sein, wenn jemand nicht existent ist, muss der auch noch wohnen?" In seinem Brevier (gekürzte Stunden-Gebete der katholischen Kirche) habe er "betreutes Denken". Und: "Wer schläft denn derartig lange?" Sodass die Matratzen-Geschäfte an fast jeder Kreuzung boomen. Klocke empfahl sich ein Wasser-Bett, aber der Verkäufer ertrank darin.

Ich versuche nun, diese Aussagen in einen Nachrichten-Text umzuschreiben:
    Die USA entwarfen einen neuen Menschen-Typus der totalen Freiheit auf dem Finanz-Sektor, um Geld aus dem Nichts mit Immobilien zu schöpfen, deren angebliche Käufer zum großen Teil gar nicht existieren. Europa hat sich durch gekaufte Rating-Agenturen mit Kurz-Gebeten immaginärer Erfolge, vergleichbar mit der katholischen Kirche, täuschen lassen, weil sie dem "betreuten Denken", unendlich lange auf Wasserbetten schlafend, vertrauten, bis sie darin untergingen.

    Einige Banken wie die Citi-Bank hatten ihre Wurzeln in den USA und setzten die Multiplikation falscher Papiere in ihren Europäischen Filialen fort. Diese Praxis fand Nachahmung bei anderen Banken, weil Head-Hunter Spitzen-Manager zu Höchstpreisen abworben. Sie füllten den neuen Menschen-Typus mit Eigen-Leben. Die Bestäubung des Banken-Netzwerkes mit einer Inflation falscher Devirate setzte sich fort, bis es zu Rückzahlungs-Problemen kam. Nun dienten die falschen Papiere dazu, den Staat zu erpressen. Das Druckmittel: keine Kredite mehr an Staaten und Firmen. Die so ergaunerten Bürgschaften in Billionen-Höhe, und die direkten verlangten Liquiditäts-Mittel an Banken, belasten nun den Steuer-Zahler, die Menschen in den Staaten.

    Ihre Regierungen sind bis heute nicht auf den Gedanken gekommen, die Devirate zählen zu lassen und mit den reellen Immobilien zu vergleichen. Der Grund: die Staaten beharken sich gegenseitig, können sich nicht einigen, um eine solche Aktion gemeinsam durchzuführen. Stattdessen wird der bequeme Weg gewählt, der über den Steuer-Zahler. Wir haben es nicht mit "System-Banken" zu tun, sondern mit einem maroden Gesamt-System, an dem die betreffenden Staaten indirekt beteiligt sind.

    Über Landes- und System-Banken haben sie ihr Partei-Personal mit Luxus-Pöstchen auf diesem Sektor versorgt, so dass ein Spinnen-Netz entstand, hart wie Stahl, in das sich ganz allgemein die gesamte Bürgerschaft verfängt. Sie war es Jahrhunderte lang gewohnt, dass ihnen das Denken abgenommen wird, weil sie eher glauben als wissen sollten. Rosenkranz-Gebete bis Paradies-Gläubigkeit haben sich in die Gene geschlichen. Bei Wahlen lassen sie sich mit Propaganda abfüttern, nun auch im Internet dank Obama.

    Rechtliche Schritte gegen den Mammut-Betrug werden vermieden, weil dies mit Arbeit verbunden wäre, die Stellen schafft. Solche Arbeit wollen die Staaten nicht. Dann wird ihnen selbst auf die Finger geschaut. Solche Stellen werden erst gar nicht ausgeschrieben. Die entsprechenden Gesetze werden erst gar nicht entworfen.

Ich bitte um Nachsicht, dass die gute Vermutung von Piet Klocke noch ein wenig ausgeschmückt wurde. Dies war möglich, weil seine Kern-Aussagen richtig sind. Ich vermute, dass er selbst Gelder verloren hat. Erst dann erlebt man die Wahrheit am eigenen Leib.

http://michavrhein.blogspot.com/2008/12 ... -0456.html Nachtrag2 mit Klocke-Video
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Beitragvon micha » Mo Mär 02, 2009 18:05:08:

Banken reißen Wirtschafts-Zweige mit in den Abgrund. Es sind zum Teil aber Zweige, die sich wie General Motors darauf verlassen hatten, dass Geschäfte immer so weiter gehen, ohne große Veränderungen und Innovationen.

1994 warnte Steven Seagal mit einer Rede am Ende seines Films "On Deadly Ground". Die Rede war das eigentliche Motiv des Films. Ich fand sie nur in englischer Sprache, habe sie übersetzt:

Transkript:

Schluss Szene: Rede im Alaska State Capitol-Gebäude in Steven Seagals Film "On Deadly Ground."

Ich möchte beginnen mit den Worten "Vielen Dank" an alle Brüder und Schwestern, die wegen dieses Themas hierher gekommen sind.

Ich bin von Herrn Itaka und Tribal Counsel gebeten worden, zu Ihnen und die Mitglieder der Presse über die Ungerechtigkeit zu sprechen, die gegen uns von der Regierung und großen Unternehmen zugefügt wird.

Wie viele von euch da draußen haben von "alternative Motoren" gehört - Motoren, die mit allem vom Alkohol bis Müll oder Wasser laufen, oder von Vergasern, die 100s Meilen pro Gallone machen oder elektrische oder magnetische Motoren, die praktisch für immer laufen? Sie haben nicht davon gehört, weil, wenn sie zum Einsatz kämen, die Öl-Firmen aus dem Geschäft wären.

Das Konzept der Verbrennungsmotoren ist seit mehr als 50 Jahren überflüssig. Aber wegen der Öl-Kartelle und korrupter Regierungs-Vorschriften sind wir als Rest der Welt gezwungen, Benzin für mehr als 100 Jahre nutzen zu müssen.

Big Business ist in erster Linie verantwortlich für die Zerstörung des Wassers, das wir trinken, der Luft, die wir atmen, und der Lebensmittel, die wir essen. Sie kümmern sich nicht um die Welt, die sie zerstören. Sie kümmern sich nur um das Geld, das sie mit diesem Zerstörungs-Prozess machen.

Wie viele Ölkatastrophen können wir ertragen? Millionen und Millionen Liter Öl werden nun die Ozeane und die vielen Formen des Lebens darin zerstören. Unter diesen ist Plankton, das 60-90% der Erde mit Sauerstoff versorgt und das gesamte maritime Ökosystem stützt, die Grundlage der Nahrungsmittel-Versorgung unseres Planeten. Aber das Plankton stirbt weg.

Ich dachte, gut, lasst uns einfach in ein anderes Land oder in einen anderen Staat ausweichen - irgendwo auf der Erde - aber nach ein wenig Forschung wurde mir klar, dass diese Menschen giftige Abfälle in der ganzen Welt abgelagert haben. Sie kontrollieren die Gesetzgebung und steuern das Gesetz. Das Gesetz sagt, kein Unternehmen kann eine Geldstrafe von über $ 25.000 pro Tag bekommen. Für Firmen, die 10 Millionen Dollar pro Tag, durch das Verkappen tödlich giftiger Abfälle ins Meer, verdienen, ist die Strafe nur ein kleiner Abzug vom guten Geschäft.

Sie beeinflussen die Medien und damit unseren Geist. Sie erklären es zum Verbrechen, wenn wir für uns selbst sprechen. Wenn wir es tun, sind wir Verschwörer, und sie lachen nur höhnisch.

Wir sind wütend, weil alles chemisch und genetisch beschädigt ist. Das meiste realisieren wir jedoch nicht. Leider wird dies Auswirkungen auf unsere Kinder haben.

Wir gehen jeden Tag arbeiten, und direkt vor unserer Nase sehen wir unser Auto und das Auto vor uns schädliche und giftige Gase aussprühen. Es sind kumulative Gifte. Diese Gifte töten uns langsam, auch wenn wir die Auswirkung nicht immer gleich erkennen.

Wie viele von uns hätten vor 20 Jahren geglaubt, dass wir an bestimmten Tagen nicht in der Lage sind, 50 Meter weit zu sehen, dass wir nicht in der Lage sind, einen tiefen Atemzug zu wagen, weil die Luft aus einer Masse von giftigem Gas besteht, das wir nicht in der Lage sind, aus unseren Leitungen zu trinken, dass wir Wasser aus Flaschen kaufen müssen, dass die gebräuchlichsten von Gott gegebenen Rechte aus unserem Leben gestohlen wurden. Leider ist die Realität unseres Lebens so düster, aber niemand will es hören.

Jetzt bin ich gefragt worden, was wir tun können. Ich denke, wir brauchen eine zuständige Körperschaft, die uns aktuell vertreten kann. Diese Körperschaft darf nicht zulassen, was nicht absolut biologisch abbaubar ist oder schon bei der Produktion chemisch neutralisiert werden kann.

Und schließlich, so lange mit der Verseuchung unserer Erde viel Geld verdient werden kann, werden Unternehmen und Privatpersonen auch weiterhin tun, was sie wollen. Wir müssen erzwingen, dass diese Unternehmen sicher und verantwortungsvoll arbeiten, immer unser aller Interesse im Auge. Sollten sie dies nicht tun, so dass sie, wenn sie dies nicht tun, sollten wir unsere Ressourcen zurück halten und unsen Herzen und unserem Geist zu tun befehlen, was ist richtig ist.


Original-Text:

Transcript:

Closing scene: Speech given at Alaska State Capitol building in Steven Seagal movie, "On Deadly Ground."

I'd like to start out by saying 'thank you' to all the brothers and sisters who have come here representing this cause.

I've been asked by Mr. Itaka and the Tribal Counsel to speak to you and the members of the Press about the injustice that has been brought against us by the government and big business.

How many of you out there have heard of 'alternate engines' -- engines that can run on anything from alcohol to garbage or water; or carburetors that can get 100s of miles to the gallon, or electric or magnetic engines that can practically run forever? You haven't heard about them because if they were come into use, they [would] put the oil companies out of business.

The concept of the combustion engine has been obsolete for over 50 years, but because of the oil cartels and corrupt government regulations, we in the rest of the world have been forced to use gasoline for over 100 years.

Big business is primarily responsible for destroying the water we drink, the air we breath, and the food we eat. They have no cure for the world they've destroyed. [They care] only for the money they make in the process.

How many oil spills can we endure? Millions and millions of gallons of oil are now destroying the ocean and the many forms of life they support. Among these is Plankton, which supplies 60-90% of the Earth's oxygen, and supports the entire marine ecosystem which forms the basis of our planet's food supply. But the plankton is dying.

I thought, 'Well, let's go to some remote state or country -- anywhere on earth' -- but in doing a little research, I realized that these people broker toxic waste all over the world. They basically control the legislation; and in fact, they control the law. The law says no company can be fined over $25,000 a day. For companies making 10 million dollars a day by dumping lethal toxic waste into the ocean, it's only 'good business' to continue doing this.

They influence the media so that they can control our minds. They have made it a crime to speak out for ourselves; and if we do so we are called 'conspiracy nuts' or laughed at.

We're angry because we're all being chemically and genetically damaged, and we don't even realize it. And unfortunately, this will effect our children.

We go to work every day, and right under out noses we see our car and the car in front of us spewing noxious and poisonous gasses that are accumulative poisons. These poisons kill us slowly, even when we see no effect.

How many of us would have believed 20 years ago that on a certain day we wouldn't be able to see 50 feet in front of us; that we wouldn't be able to take a deep breath because the air would be a mass of poisonous gas; that we wouldn't be able to drink out of our faucets; that we would have to buy water out of bottles; that the most common and God-given rights have been taken away from us; and unfortunately, the reality of our lives is so grim nobody wants to hear it.

Now I've been asked what we can do. I think we need a responsible body of people that can actually represent us, rather than big business. This body of people must not allow the introduction of anything into our environment that is not absolutely biodegradable or able to be chemically neutralized upon production.

And finally, as long as there is profit to be made from the polluting of our earth, companies and individuals will continue to do what they want. We have to force these companies to work safely and responsibly, and with all our best interest in mind, so that when they don't, we can take back our resources and our hearts and our minds to do what's right.
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Beitragvon micha » Do Mär 05, 2009 14:01:16:

Gepostet: 02 Mrz 2009, 10:59
Letzter Beitrag:

Verfasst am: 01 März 2009 09:50
Piet Klocke: Satire mit geballtem wahrem Kern. Er erklärt die Finanz-Krise so:

"Freiheit des Menschen, sich selbst zu entwerfen" - "die Freiheit des Geldes, sich selbst zu entwerten". Selbst?? In Medien höre man: "Niemand hat mit keinem Geld dieses Nichts hervor..." "Und das überwiegend durch Immobilien". "Die Frage muss doch da erlaubt sein, wenn jemand nicht existent ist, muss der auch noch wohnen?" In seinem Brevier (gekürzte Stunden-Gebete der katholischen Kirche) habe er "betreutes Denken". Und: "Wer schläft denn derartig lange?" Sodass die Matratzen-Geschäfte an fast jeder Kreuzung boomen. Klocke empfahl sich ein Wasser-Bett, aber der Verkäufer ertrank darin.

Ich versuche nun, diese Aussagen in einen Nachrichten-Text umzuschreiben:

Die USA entwarfen einen neuen Menschen-Typus der totalen Freiheit auf dem Finanz-Sektor, um Geld aus dem Nichts mit Immobilien zu schöpfen, deren angebliche Käufer zum großen Teil gar nicht existieren. Europa hat sich durch gekaufte Rating-Agenturen mit Kurz-Gebeten immaginärer Erfolge, vergleichbar mit der katholischen Kirche, täuschen lassen, weil sie dem "betreuten Denken", unendlich lange auf Wasserbetten schlafend, vertrauten, bis sie darin untergingen.

Einige Banken wie die Citi-Bank hatten ihre Wurzeln in den USA und setzten die Multiplikation falscher Papiere in ihren Europäischen Filialen fort. Diese Praxis fand Nachahmung bei anderen Banken, weil Head-Hunter Spitzen-Manager zu Höchstpreisen abworben. Sie füllten den neuen Menschen-Typus mit Eigen-Leben. Die Bestäubung des Banken-Netzwerkes mit einer Inflation falscher Devirate setzte sich fort, bis es zu Rückzahlungs-Problemen kam. Nun dienten die falschen Papiere dazu, den Staat zu erpressen. Das Druckmittel: keine Kredite mehr an Staaten und Firmen. Die so ergaunerten Bürgschaften in Billionen-Höhe, und die direkten verlangten Liquiditäts-Mittel an Banken, belasten nun den Steuer-Zahler, die Menschen in den Staaten.

Ihre Regierungen sind bis heute nicht auf den Gedanken gekommen, die Devirate zählen zu lassen und mit den reellen Immobilien zu vergleichen. Der Grund: die Staaten beharken sich gegenseitig, können sich nicht einigen, um eine solche Aktion gemeinsam durchzuführen. Stattdessen wird der bequeme Weg gewählt, der über den Steuer-Zahler. Wir haben es nicht mit "System-Banken" zu tun, sondern mit einem maroden Gesamt-System, an dem die betreffenden Staaten indirekt beteiligt sind.

Über Landes- und System-Banken haben sie ihr Partei-Personal mit Luxus-Pöstchen auf diesem Sektor versorgt, so dass ein Spinnen-Netz entstand, hart wie Stahl, in das sich ganz allgemein die gesamte Bürgerschaft verfängt. Sie war es Jahrhunderte lang gewohnt, dass ihnen das Denken abgenommen wird, weil sie eher glauben als wissen sollten. Rosenkranz-Gebete bis Paradies-Gläubigkeit haben sich in die Gene geschlichen. Bei Wahlen lassen sie sich mit Propaganda abfüttern, nun auch im Internet dank Obama.

Rechtliche Schritte gegen den Mammut-Betrug werden vermieden, weil dies mit Arbeit verbunden wäre, die Stellen schafft. Solche Arbeit wollen die Staaten nicht. Dann wird ihnen selbst auf die Finger geschaut. Solche Stellen werden erst gar nicht ausgeschrieben. Die entsprechenden Gesetze werden erst gar nicht entworfen.

Ich bitte um Nachsicht, dass die gute Vermutung von Piet Klocke noch ein wenig ausgeschmückt wurde. Dies war möglich, weil seine Kern-Aussagen richtig sind. Ich vermute, dass er selbst Gelder verloren hat. Erst dann erlebt man die Wahrheit am eigenen Leib.

http://michavrhein.blogspot.com/2008/12 ... -0456.html Nachtrag2 mit Klocke-Video

Gepostet: 05 Mrz 2009, 19:42
Je diffuser, verpackter, vernebelter Devirate und sonstige Finanz-Pakete sind, desto leichter lassen sie sich kopieren, vervielfältigen, desto größer ist auch die Versuchung, Banken-Liquiditäts-Probleme auf diese Weise zu lösen. Trotzdem ist dieser folgenschwere Bereich nur ein relativ eingeschränktes Problem, denn das Leben geht weiter, wie Klocke vermerkte.

Kanzlerin Merkel möchte den Ungarn Hilfe anbieten, wie man Konjunktur-Hilfs-Pakete schnüre, so drückte sie sich aus, direkt helfen will sie nicht, dazu fehlen die Mittel auch in Deutschland inzwischen. Der Schulden-Dienst frisst alles. So werden die Ungarn in ihrer Not allein gelassen, schade eigentlich, denn sie hatten den Deutschen bei ihrer Wieder-Vereinigung am allermeisten geholfen. Sie sollen doch Schulden mit virtuellem Geld machen, mag die Empfehlung der Kanzlerin gelautet haben, denn sie weiß ja inzwischen, wie man es macht. Alle sollen rein ins Boot, damit am Ende gemeinsam Euro-Geld gedruckt werden kann. Dann wird es in die andere Richtung gehen: Inflation.

Die Parteien haben solange gewerkelt, wenn sie an der Macht waren, auf kommunaler oder auf Bundes-Ebene, bis die Hälfte Deutschlands an amerikanische Firmen und Banken verpfändet wurde. Von ihnen werden Einrichtungen in Deutschland nun beliehen, sehr teuer, versteht sich. Insgesamt haben wir Deutschland nicht mehr. Auch ist seine Identität immer unklarer geworden. Klar ist nur noch eines: Raffgier nach Macht und schnellem Geld, abgesichert durch Advokaten, war überall. Wo steht in diesem Chaos die Solidar-Partei?

Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität, eine ähnliche Partei, die technisch schon viel weiter ist, kommt der Intention der Solidar-Partei nahe, will jedoch die DM wieder einführen. Die Deutsche Partei DP mag ganz ordentlich sein, Satzungen und Programm sind juristisch abgesichert bis zum Gähnen, und die anderen? Sie repräsentieren alle irgendein Segment, einschließlich der CDU mit ihrer "Wir sind die Mitte" Bohrung genau in der "Mitte", die nicht definiert wird. Das C im Namen jedenfalls dürfte die Mitte nicht mehr sein. Die FDP schützt sich mit einem idealistischen Feigenblatt Westerwelle, dahinter bleibt sie Eigentums-Wächter von Konzernen und Unternehmen, auch wenn diesen das Wirtschafts-Verbrechen schon aus der Nase wächst. Aber ich will nicht lästern. Alle Parteien haben etwas gemeinsam: sie wollen an die Macht oder wollen Macht erhalten. Sie bemänteln es mit Menschen-Rechten, Grundgesetz, Bürger-Freiheiten, Verfassung und hübschen Versprechungen.

Die Solidar-Partei, die theoretisch in langen Jahren von mir umrissen wurde, ist völlig anders als sie alle, denn sie kümmert sich zuerst um die etwas schwierige deutsche Identität, geht also zuerst in sich hinein, bevor sie an die Öffentlichkeit tritt.

Sie hat sich u.a. auch der abstrakten, verkorksten und verfälschend reduzierten National-Hymne angenommen, um an ihr die Identität Deutschland zu erkennen. Dabei kamen überraschende Ergebnisse heraus. Sicherlich, eine Partei zu gründen, ist relativ einfach. Das zeigen die vielen Versuche: http://www.parteien-online.de/ Diese Versuche stützen sich auf Senioren, auf Vertriebene, auf Religion, auf Ideologie. Keine schiebt diese Segmente einmal beiseite und schreibt Deutschland etwas Neues, etwas Visionäres ins Programm, das gute Ansätze anderer Parteien zu würdigen weiß, aber darüber hinaus einen wirklich umfassenden Rahmen anbietet, der der deutschen Realität entspricht und Zukunfts-Lösungen aus einem reichen Fundus bisheriger Denk-Arbeit konkretisieren kann.

http://forum.myspace.com/index.cfm?fuse ... B235104055

http://www.myspace.com/michavrhein
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Beitragvon micha » So Mär 22, 2009 06:17:09:

Bezug:



Ohnehin werden nun Linke wie Rechte die Strasse benutzen, um mit Gewalt gegen die Misere anzugehen, obwohl klar ist, dass damit die Situation noch schlimmer wird. Der Internet-Schreibtisch zieht das logische Argument vor und entwirft stattdessen Bollwerke für Restdeutschland: Solidarpartei mit konkreten Punkten, Solidar-Loge für eine bessere Solidar-Gesellschaft, Nation-Hymne für zukünftige Gesinnung auf dem Fundament bester deutscher Kultur und Geschichte, Kolumnen an den neuralgischen Punkten politischer Fehlentscheidungen.

Aber bleiben wir beim Geld-Drucken. Neues Geld kann zweierlei bedeuten: Papier-Müll für Finanz-Systeme, wie Obama so schön sagte, oder Investition für Mehrwert dieses Geldes, das bedeutet: Ausbildung, Gesundheit statt Verfettung, Chancen-Verteilung durch Qualitäts-Selektion, Freiheit und Aktions-Radien für entmutigte Bürger, Rücknahme des aufgeblähten Staats-Apparates, Umschwenken auf neue Ziele, die die Jugend vorgibt, nämlich Aktion im Internet statt Konsum vor der Glotze, Förderung der Selbständigkeit, Sprengung der Doppel-Steuer-Fesseln, Lifestyle-Coaching für Leben ohne Verschuldung, Gewicht auf Familien, kulturelle und geistige Inhalte, Förderung der Eigenitiativen und Selbstverwaltung der Bürger durch digitale technische Möglichkeiten, Bürger-Banken und staatliche Bürger-Anwaltschaft als Gegengewicht zur Staats-Anwaltschaft, Mitsprache durch einen Bürger-Rat statt Konsum von Talkshows, digitales Staatsprogramm wie ein Schach-Computer mit Voraussicht und Fehler-Korrekturen (ein Zukunfts-Programm mit Hilfe der Universitäten), staatlich geförderte Instrumente für eine bessere Verteilung des Geldes auf Arbeit und Qualität, Programme für würdigeres Zusammenleben, Schulung weg von Publicity hin zu objektiver Qualität auch im Verborgenen und so weiter.

Vielen Dank, ehrenwerter Gast, diesen Absatz ohne Murren vielleicht sogar gelesen zu haben. .
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Beitragvon micha » So Mär 22, 2009 15:30:34:

Fortsetzung:

Nicht Banken sind systemerhaltend, sondern das Leben selbst ist das System, das es zu erhalten gilt. In ihm hat alles Geld seine Gegenwerte - wenn es nicht der Zerstörung des Menschlichen dient. Nun Beispiele zu nennen, wäre eigentlich überflüssig, Kriege, Drogen, internationale Kriminalität, Terrorismus, Korruption, Umwelt-Vergiftung und Zerstörung, Massenmord an Mensch und Tier, Respektlosigkeit gegenüber übergeordneter Intelligenz des Lebens sind einige Stichworte, andere ließen sich finden. Deren diabolische Kräfte gegen Zukunft, Leben und Chancen heizen die Inflation an, werden dagegen die Kräfte des Lebens gestützt, wird Hoffnung und Zuversicht in kommende Generationen getragen, statt sie jetzt schon egoistisch auszurauben, dann steigt der Geldwert, bis er eine Balance zu seinen Gegenwerten erreicht. Diese Balance zu erreichen, ist die Aufgabe der großen Nationen.

Allein das Geld-Drucken verändert noch nichts im Kampf der schlechten und guten Kräfte. Im Gegenteil, die schlechten werden gefüttert. Warum ist das so. Warum bin ich mir so sicher, dass zuerst die schlechten Kräfte obsiegen werden? Zur Erinnerung: die Geldmenge blieb die gleiche, auch wenn in den letzten Jahren Billionen aus den Lebens-Adern in die Fluchtwege des Geldes gerieten, in Steueroasen, Geldwasch-Meilern und in die beschriebenen schlechten Komponenten. Es ist nicht weg, ist nur geparkt, kommt wieder zurück. Diese Logik wurde bisher, soweit ich die Presse überblicke, außer Acht gelassen. Staatliche Geld-Druck-Maschinen, wenn sie angeworfen werden, locken die geparkten herausgezogenen schlechten Geldmengen wieder zurück, bevor es zu einer Inflation kommt.

So sieht die Zukunft aus, wenn Inflation eine bequeme Rettung zu sein scheint. Sie wird unnatürlich angeheizt werden. Und wie immer sind die Kriminellen schneller. Dem Geld an sich wieder Sinn zu geben, dauert länger.

http://online-schreibtisch-micha-vrhein ... en-wo.html
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Beitragvon micha » Sa Apr 04, 2009 10:06:24:

Herr Steinbrück, der Fahnder nach Doppel-, Dreifach-, Sonder- und Nebensteuern für einen verfressenen Staats- und Parteien-Apparat posiert zwischen den Freiheits-Kämpfern Hofer und Tell.

Übernimmt sich der globale Finanz-Kontroller? Hat er das Format? Welche Motivation hat er? Was hat er gemacht? Er hat den Schulden-Berg Deutschlands zig-fach erhöht. Er deckt die moralische, tatsächliche und schon kriminelle Schuld von Staats-Angestellten, Parteileuten und Politikern Anmerkung1 in System-Banken wie der Hypo-Real-Estate, überhäuft solche Banken mit "Schweige-Geld" trotz ihrer Zocker-Verfehlungen, vertuscht den drohenden Staatsbankrott einer grenzenlosen staatlichen Misswirtschaft und zapft immer mehr an den kleinen Leuten durch noch mehr Neben- und Zusatz-Steuern, die jede Phantasie normaler Menschen übersteigt. Wie sieht sein Denkmal aus?

http://solidarpartei.blogspot.com/2009/ ... onder.html mit Bild
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Beitragvon micha » Fr Mai 29, 2009 10:05:56:

Insolvenz, Treuhandmodell oder Übernahme durch einen Investor - das sind die Optionen für Opel. Insolvenz scheint angesichts der weltweiten Überproduktion von Autos gleich welcher Umwelt-Verträglichkeit die beste Lösung zu sein, da qualifizierte Fachkräfte während der drei Monate Weiterbezahlung genügend Angebote anderer Autohersteller erhalten werden, die übrige deutsche Autoindustrie, die ihre Wurzeln auch tatsächlich in Deutschland hat, eher gestützt wird, wenn konkurrierende Überproduktion entfällt.

Die Regierung-Mannschaft in Berlin übt zugleich ein Insolvenz-Verfahren anderer Art, den Staats-Bankrott. Der Staat befindet sich in einer Zwang-Stellung mit allen drei Modellen. Eigentlich insolvent wird er nur noch durch ein Treuhand-Modell der "System-Banken" gestützt, die wiederum einen Ausverkauf Deutschlands im Ausland betreiben.

_______________________

Nachtrag am 30/Mai/09 3:45 +1

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,627781,00.html

Die jetzt beschlossene Schuldenbegrenzung im Grundgesetz hatte ich vor Jahren im Internet-Schreibtisch gefordert, nun wirkt sie wie ein Damokles-Schwert. Die Verarmung der unteren Schichten wird dramatisch. Der Zeitpunkt des Gesetzes ist falsch, ist wieder eine Fehlleistung. Was geschieht eigentlich? Der Felsbrocken wird vom Berg gestoßen, so dass er den Staudamm zerstört. Er war dafür vorgesehen, den Staudamm zu retten. So falsch ist der Zeitpunkt. Bis das Gesetz greifen wird, werden erst noch die Verschuldung-Schleusen geöffnet, die Situation verschlimmert.

Die heute gefundene oder sich anbahnende Lösung Magna/GM basiert auf einem Joint-Venture USA/Russland, um Märkte zu erschließen, vor allem im Osten. Dagegen ist nichts zu sagen. Man hat sich der Werte erinnert, die deutsche Opel-Werke haben. Man blickt in die Zukunft und sieht spätere Absatz- und Gewinn-Chancen. Das könnte die Rettung für viele Arbeitsplätze sein.
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Beitragvon micha » Mi Jun 24, 2009 08:33:29:

Die Momenterfolge mit Neuschulden-Rettungspaketen haben nun ein Nachspiel, wie im Internet-Schreibtisch vorhergesagt, Zitat Spiegel Online:
Der Staat in der Schuldenfalle: Bis 2013 muss der Bund 310 Milliarden Euro Kredite aufnehmen, ein Defizitverfahren der EU droht. Finanzminister Steinbrück sieht die deutsche Politik vor einer "Mammutaufgabe" - die Regierung werde sich auf Jahre hinaus voll auf die Haushaltskrise konzentrieren müssen.


Weiteres Zitat, spätere Ergänzung in Spiegel Online:
Berlin - Das Bundeskabinett hat den Entwurf für den größten Schuldenhaushalt in der bundesdeutschen Geschichte beschlossen. Die Regierung verabschiedete am Mittwoch nach Angaben aus Regierungskreisen den Entwurf von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) für den Bundeshaushalt 2010, der mit 86,1 Milliarden Euro an neuen Krediten den bisherigen Schuldenrekord aus dem Jahr 1996 von rund 40 Milliarden Euro um mehr als das Doppelte übertrifft. Die endgültige Summe ist aber offen: So könnte die Kreditaufnahme am Ende auch bei mehr als hundert Milliarden Euro liegen, wenn Kosten aus dem Konjunkturpaket und dem Bankenrettungsfonds Soffin zu Buche schlagen. Grund für die Rekordschulden ist die tiefste Rezession in Deutschland seit mehr als 60 Jahren.


Finanzminister kommen und gehen. Herr Steinbrück erlangte eine traurige Bedeutung, andere Minister müssen später damit fertig werden. Das Verhindern von Neuverschuldungen wäre relativ leicht gewesen - wenn nicht die Gier nach Geld in der Hand alle Vernunft beseitigt hätte. Das Konsolidieren und Zurückzahlen wird hundertmal schwerer. Wenn Herr Steinbrück das Leichte nicht stemmen konnte, wie will er dann das Schwere stemmen? Das Gewicht wird ihn zerquetschen, vorher geht er. Dann trifft es die Bürger.

Schrumpfende Reallöhne, Ausverkauf von deutschen Werten auf allen Ebenen, mehr indirekte Steuern, höhere Gebühren, verschärfte Abzocke bei kleinen Verkehrsdelikten, Erhöhung der Mehrwert-Steuer, der Genussmittel-Steuern, sonstiger Steuern, Kürzungen am Existenzminimum, Verschlechterung staatlicher Kontrollen im Lebenmittel-Bereich, Überlastung der Gerichte, Strassenmob mit mutwilliger Zerstörung, Überlastung der Polizei, Radikalisierung politischer Extrem-Parteien, Kürzungen im Bildungs- und Hochschulbereich, Verschlechterung der Schulsituation, weitere höhere Verschuldungen von Privathaushalten, Anstieg der Insolvenzen, Abbröckeln der Mittelschicht nach unten, Anstieg von Korruption und Mafia-ähnlichen Strukturen in Versorgungs- und Entsorgungs-Bereichen mehr Frust in bedrängten Familien, mehr Jugendliche ohne Ausbildung, höhere Arbeitslosigkeit, mehr Degradierung und Unmenschlichkeit in Sozial-Ämtern, viel mehr Bespitzelung der Bürger nach dem Vorbild der rabiaten GEZ, höherer Krankheits-Pegel, höhere nervliche Belastungen der Menschen mit viel mehr Psycho-Krankheiten, höhere Krankenkassen-Gebühren, dynamisches Auseinanderklaffen von Arm und Reich, Handlungsunfähigkeit von Regierungen und Parlamenten - das alles sind die logischen Folgen. Sicherlich habe ich noch eine ganze Latte von Folgen vergessen, die hinzukommen.

Nur eines bleibt gleich: der aufgeblähte Staats-Apparat und die "Bekommer"-Mentalität bevorzugter Parteigänger auf lukrativen Posten, die auf ihren überhöhten Apanagen, Pensionen und Renten bestehen und jitzt in schweren Zeiten nicht einen einzigen Cent abzugeben bereit sind.
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Beitragvon micha » Do Jun 25, 2009 07:44:29:

micha hat geschrieben:Verfasst am: 24 Jun 2009 09:33
Schrumpfende Reallöhne, Ausverkauf von deutschen Werten auf allen Ebenen, mehr indirekte Steuern, höhere Gebühren, verschärfte Abzocke bei kleinen Verkehrsdelikten, Erhöhung der Mehrwert-Steuer, der Genussmittel-Steuern, sonstiger Steuern, Kürzungen am Existenzminimum, Verschlechterung staatlicher Kontrollen im Lebenmittel-Bereich, Überlastung der Gerichte, Strassenmob mit mutwilliger Zerstörung, Überlastung der Polizei, Radikalisierung politischer Extrem-Parteien, Kürzungen im Bildungs- und Hochschulbereich, Verschlechterung der Schulsituation, weitere höhere Verschuldungen von Privathaushalten, Anstieg der Insolvenzen, Abbröckeln der Mittelschicht nach unten, Anstieg von Korruption und Mafia-ähnlichen Strukturen in Versorgungs- und Entsorgungs-Bereichen mehr Frust in bedrängten Familien, mehr Jugendliche ohne Ausbildung, höhere Arbeitslosigkeit, mehr Degradierung und Unmenschlichkeit in Sozial-Ämtern, viel mehr Bespitzelung der Bürger nach dem Vorbild der rabiaten GEZ, höherer Krankheits-Pegel, höhere nervliche Belastungen der Menschen mit viel mehr Psycho-Krankheiten, höhere Krankenkassen-Gebühren, dynamisches Auseinanderklaffen von Arm und Reich, Handlungsunfähigkeit von Regierungen und Parlamenten - das alles sind die logischen Folgen. Sicherlich habe ich noch eine ganze Latte von Folgen vergessen, die hinzukommen.


Und bereits heute kommt die Meldung (Spiegel Online, Bild):
Die Union erwägt nach Informationen der "Bild"-Zeitung eine Mehrwertsteuer-Erhöhung nach der Wahl. Der ermäßigte Satz, der vor allem für Lebensmittel gilt, könnte demnach von 7 auf 19 Prozent steigen. - Viele Krankenkassen werden 2010 Zusatzprämien verlangen, weil ihnen sonst das Geld ausgeht, warnt jetzt deren Spitzenverband.


Deswegen bin ich kein Hellseher. Nur sind die Meldungen noch nicht vollzählig, denn alles von oben wird eintreffen.

Konzentrieren wir uns jedoch auf eine andere Meldung des gestrigen Tages, die Spiegel Online weitergab:
MILLIARDENSPRITZE - Europäische Zentralbank flutet den Geldmarkt. - Billiggeld für die Banken: Die Europäische Zentralbank pumpt mehr als 440 Milliarden Euro in den Markt - für gerade mal ein Prozent Zinsen. Die Offerte fand reißenden Absatz. 1121 Banken aus der Euro-Zone nahmen das Angebot an. Die Notenbank konnte auf diese Weise 442,241 Milliarden Euro verteilen. Laut Goldman Sachs sind das etwa 1300 Euro je Euro-Zonen-Bürger.


Im Klartext agiert die Bank EZB für Banken, nicht für Bürger in Europa. Europäische Staaten machen Horror-Schulden und leihen sich Geld über Staatsanleihen von Banken, erhöhen damit ihrer teuren Schuldendienst zu lasten der Bürger. Dieses lukrative Geschäft der Banken, die sich trotz Casino-Spekulationen daran gesund stoßen, unterstützt die EZB. Damit zieht sie die Daumenschrauben an, unter der bedrängte und erpresste Regierungen leiden und erhöht den Schulden-Druck, der letztlich auf den Bürgern lastet, so dass er mit katastrophalen Entwicklungen zu rechnen hat, mit Daumen-Schrauben, die wiederum die Regierungen den Bürgern verpassen, um nicht bankrott zu gehen und ihre Luxus-Staats-Apparate weiterhin von anderen, nämlich den Geschröpften, finanzieren lassen zu können.

Was fällt diesem Europa eigentlich ein? Diese provokative Frage ist berechtigt. Das Europa der europäischen Länder ist eigentlich verpflichtet, den Bürger zu entlasten, Bürger-freundliche und Umwelt-freundliche Politik durchzusetzen, wenn einzelne Regierungen zu Lasten der Bürger zu raffgierig sind und korrumpieren. Die logische Konsequent dieser europäischen Verpflichtung wäre eine Bürger-Politik und keine Banken-Politik. Daraus ergibt sich wiederum eine Konsequenz.

Diese Konsequent wäre, dass die EZB ganz anders handelt und sich nicht zu einem Lobbyisten-Verein der Banken herabstuft. Sie hat viel höhere Aufgaben, nämlich die Banken, die schuldig sind, aufgeblähten und menschenfeindlichen Kapitalismus praktiziert haben, zu umgehen und den Staaten selbst zu helfen.

Wenn die EZB wie die USA an die Druck-Pressen geht, dann sollte das inflationäre Mehrgeld wenigstens zur Entlastung der Mitglied-Staaten und deren Bürger beitragen, denn die letzten müssen die verfehlte Geldpolitik am Ende sowieso bezahlen.

Ich will auf einen teilweisen Schuldenerlass für die bedrängten Staaten durch dieses Mehrgeld hinaus. Außerdem will ich darauf hinaus, dass ein Teil des Billiggeldes nicht den Banken, sondern den Staaten zur Verfügung gestellt wird, um deren Schulden-Dienste zu entlasten.

Da dies nicht gemacht wird, sehe ich ein Komplott gegen den Bürger, an dem sehr viele Leute wieder, wie vorher, wieder nach Kapital-Markt-Gesetzen, leichtes Geld leicht verdienen, während eine arbeitende Bevölkerung dafür und für diese Leute schuften muss.

Merkwürdig! Banken bedienen sich und nehmen das Billigzins-Geld, geben es aber trotzdem nicht weiter und knausern weiterhin mit Krediten für Firmen. Die Insolvenzen explodieren, wie gerade gemeldet wird. Nun wird den Banken gedroht: man könne das Geld auch direkt an Hilfe-suchende Firmen vergeben. Geht es nun auf einmal? Das hatte ich schon längst, vor der Staats-Schulden-Überflutung, vorgeschlagen, nämlich mit Hilfe der Finanz-Ämter als Banken-Ersatz. Ebenfalls müsste es möglich sein, nach einem Schlüssel Staats-Schulden zu reduzieren, um den Fast-Bankrott-Ländern wieder Spielraum für ihre eigentlichen Aufgaben zu geben. Zurzeit bedienen sie vorwiegend den Schuldendienst an Banken. Banken verlieren ihre Bedeutung, wenn Schulden abgebaut werden und dadurch Freiheit gewonnen wird.

Sollte der Aktions-Radius der EZB vertraglich auf den Banken-Sektor beschränkt sein und diese Beschränkung nicht gezielt aufgehoben werden, würde ich mich freuen, wenn mehr europäische Länder ihre geplante oder vollzogene Mitgliedschaft in der EU aufkündigen würden.
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Beitragvon micha » Fr Jun 26, 2009 11:56:19:

Wenn ich nicht alles vorher schon geschrieben hätte! Zwei Aussagen stelle ich nun einem Spiegel Online Kommentar von Gabor Steingart anlässlich des Merkel-Besuches bei Obama gegenüber.

    Verfasst am: 15 Dez 2008 03:18 Titel: Titel: Konjunktur Druck Maschine
    http://www.rheins.de/forum/viewtopic.php?p=2022#2022

    Hitler machte es so: Er holte sich die Liquidität neben der Annulierung von Reparations Verpflichtungen aus Kriegs Beute, von Zwangsarbeitern, durch Land Raub mit Bodenschätzen, Konfiszierung von Vermögen, Herausbrechen von Zahlgold, Lohn und Preis Diktatur, Ermordung lästiger potentieller Hilfsempfänger, kranker und behinderter Menschen, Euthanasie als Fürsorge Ersparnis, tödlichen Verschleiß von Kriegsgefangenen in der Rüstungs Industrie, Erpressung von Frauen Arbeit etc. Mit Gewalt nutzte er eine überhitzte Kriegs Konjunktur für Missbrauch aller Menschen und Völker Rechte und letztlich Zerstörung fast aller Güter und Werte der kommenden Generationen.

    Wie will es Obama denn nun machen? Statt Reparations Verpflichtungen hat er ein Vielfaches an Staats Schulden bereits jetzt, Verpflichtungen gegenüber auch ausländischen Geldgebern. Geldscheine drucken? Schon jetzt zieht sich die Welt aus dem Dollar zurück. Mit Inflations Verteilung ist kaum noch ein Blumen-Topf zu gewinnen. Nach den Finanzmarkt Betrügereien, getoppt vom kriminellen Schneeball System des unaufhaltsam aufgestiegenen Azuro Hui Madoff, scheint nun der nächste Coup der USA zu drohen.

Ich habe mir erlaubt, einen Teil in fett hervorzuheben, da sich Präsident Obama als Konjunktur-Hasardeur erwiesen hat, so sehr, dass dieser Begriff hier von meiner Zunge direkt in die Tastatur gerutscht ist.

    Verfasst am: 28 Jan 2009 21:04 Titel: Globale Banken und Kredit Krise
    http://www.rheins.de/forum/viewtopic.php?p=2055#2055

    Bis Mitte Februar will Barack Obama sein gigantisches Konjunktur Programm durch den Kongress bringen. Dort warb der US-Präsident nun für den 825-Milliarden-Dollar-Plan.

    Diese Richtung, alles mit Bürgerschulden zu finanzieren, das angeblich faul ist, steuert auf düstere Zeiten zu. Signalisiert wird: Schulden müssen nicht unbedingt zurück gezahlt werden, dafür gibt es dann eine Bad-Bank. Gleichzeitig sollen Wirtschaft wie Bürger neue Kredite aufnehmen, um den Geld-Umlauf durch riskante Investitionen zu beschleunigen. Ungesünder geht es nicht mehr. Wie bei Süßigkeiten und Genuss-Mitteln fördern nun westliche Staaten das süße "Geld-in-die-Hand-Nehmen" ohne große Verpflichtung. Sie geben folgendes Signal: Schulden sind gut, an die Folgen wird einfach nicht gedacht.

    Die weltweite Wirtschafts-Krise dagegen signalisiert gerade das Gegenteil: übermäßiger Schulden-Umlauf macht krank mit Fieber, der Patient, die Weltwirtschaft, muss ins Bett, um die Selbstheilungs-Kräfte zu unterstützen und das innere Abwehr-System wirken zu lassen. Die westlichen Staaten lassen den Patienten nicht zur Ruhe kommen, ignorieren das Fieber, weil ihre Handlungs-Freiheit gefährdet ist. Kriegskassen müssen gefüllt werden, Sozial-Systeme unterhalten werden, Staatapparate gefüttert werden, Ansprüche von Vorzugs-Personalien erfüllt werden.


Geradewegs wurden in den USA genau die falschen Schlüsse gezogen, die nun, fast auf den Tag fünf Monate später, indirekt vom kommentierenden Online Spiegel bestätigt werden:

Spiegel Online 26/Juni/2009

Die fünf Irrtümer der Obama-Regierung

Irrtum Nummer eins: Alles sei halb so wild, die USA hätten während des Zweiten Weltkrieges viel mehr Schulden angehäuft, heißt es oft. Das aber stimmt nicht. Laut vorsichtigen Prognosen dürfte die Obama-Politik dreimal so teuer werden wie die US-Ausgaben für den Zweiten Weltkrieg. Gerechnet in heutigen Preisen gaben die Amerikaner damals drei Billionen Dollar aus. Obamas Budget rechnet von 2010 bis 2020 mit neun Billionen zusätzlichen Schulden.

Zweitens: Das Geld fließt in die Wiederbelebung der kriselnden Volkswirtschaft und diene damit einem guten Zweck, wird gemeinhin angenommen. Richtig ist: Der größte Teil des Leihgeldes wird in den USA für die normale Haushaltsfinanzierung benötigt. Die amerikanische Schuldenaufnahme 2009 entspricht in etwa der Hälfte des Obama-Budgets. Das Land lebt über seine Verhältnisse, auch ohne Finanzkrise.

Dritter Irrtum: Ist die Krise erst beendet, reduziert sich die Schuldenaufnahme wie von selbst, glauben viele. In Wahrheit dürfte sie sich danach noch steigern. Die Alterung der US-Gesellschaft stellt das Land vor eine finanzpolitische Herausforderung, die in keinem Budgetplan bisher in vollem Umfang berücksichtigt ist.
Nur zur Bedienung der bisher schon ausgereichten Rentenansprüche und der kostenlosen staatlichen Gesundheitsversorgung für Rentner ist nach IWF-Berechnungen ein Mehrfaches dessen nötig, was derzeit für die Bekämpfung der Finanzkrise ausgegeben wird. Zusätzlich hat Obama die Einführung einer Gesundheitsversicherung für die bisher rund 46 Millionen Unversicherten versprochen. Das ist so, als käme ein Land von der Größe Spaniens zu den USA dazu.

Viertens: Die Welt glaubt, die USA leihen sich auf den Kapitalmärkten Geld. Vor allem Chinesen und Japaner würden die Staatsanleihen kaufen, heißt es oft. Richtig ist: Das Vertrauen in die Seriosität der USA hat derart gelitten, dass immer weniger Ausländer die neuen US-Staatsanleihen kaufen. Die Notenbank der USA kauft sich daher selbst die Papiere ab, mit Geld, das sie vorher selbst gedruckt hat. Die Bilanz der Fed hat sich seit 2007 mehr als verdoppelt. Die US-Notenbank ist damit eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Welt. Ihr Geschäftszweck ist die wundersame Geldvermehrung.

Irrtum Nummer fünf: Das zusätzliche Geld sei unschädlich, weil sich die Wirtschaft gerade zusammenziehe. Inflationsgefahr bestehe nicht. Richtig ist: Diese Ruhe an der Inflationsfront trügt. Das heiße Geld staut sich derzeit auf den Sparkonten der Bürger und in den Bilanzen der Banken, die derzeit nicht gern Geld verleihen. Die durch keine Warenproduktion gedeckte Ausweitung der Geldmenge (plus 45 Prozent in den vergangenen drei Jahren) wird sich früher oder später entladen.


http://internet-schreibtisch.blogspot.c ... rdeur.html mit Bild-Persiflage
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Beitragvon micha » Di Jul 28, 2009 11:57:42:

Bürger in Schulden und Handschellen. Die Banker-Verschwörung: keine Inflation, Schulden 1:1 zurückzahlen, über Generationen!

Wie komme ich da raus, wie komme ich da raus! Wir dachten:
"Der Staat macht es doch auch!" Bild dazu hier: http://online-schreibtisch-micha-vrhein ... n-die.html

Mit rund 2500 Milliarden Dollar stehen die europäischen Verbraucher derzeit bei ihren Kreditkarteninstituten in der Kreide... Immer mehr Verbraucher sorgten sich, dass sie ihre Kreditkartenschulden und Hypotheken nicht mehr zurückzahlen könnten...Verluste im Kreditkartengeschäft gehen gewöhnlich mit dem Anstieg der Arbeitslosigkeit und privaten Insolvenzen einher. Und diese gelten im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise als sicher... In den USA kletterten die Ausfälle bei den Finanzhäusern nach dem jüngst veröffentlichten Moody's-Index im Juni auf 10,76 nach 10,62 Prozent im Mai - ein Höchststand. Zugleich waren im Juni 9,5 Prozent der arbeitsfähigen US-Bürger ohne bezahlte Beschäftigung - ebenfalls ein Höchststand. In Großbritannien stiegen die Kreditkartenausfälle laut Moody's im Mai auf 9,37 Prozent nach 6,4 Prozent im Mai 2008 (Nachrichten vom 28/Juli/2008, u.a. Spiegel Online)

Der Bürger in Schulden, an Banken gekettet, hat nur die Wahl, entweder abzahlen oder Offenbarungs-Eid leisten. Dann kommt er nie wieder hoch, kann höchstwahrscheinlich nie wieder frei sein, reisen, gut leben. Er kann keine Familie unterhalten, keine Freunde mehr einladen, keine Museen mehr besuchen, keine Konzerte, alles zu teuer für ihn. Er tauscht die Banken-Handschellen mit den Ketten der Sozial-Dienste des Staates. Ihm wird täglich und nächtlich vor Augen geführt: Ab nun bist du ein Untermensch!

Der Staats-Apparat hat noch viel mehr Schulden gemacht, heimlich und stetig aus den Taschen der Bürger. Minister, Regierung, Parlamente, Abgeordnete und Parteimitglieder an den Geld-Zapf-Hähnen des Steuer-Aufkommens geben sich hingegen als Übermenschen.

Die Fachleute in der Politik, die etwas von Finanzen verstehen wollen, der Bundes-Präsident zum Beispiel oder der Herr Steinbrück, sie alle erledigen die rasende Staats-Schulden-Uhr mental nur noch virtuell: das, was sich da auftürmt, sei ja gar kein Geld, sei noch nicht einmal auf dem Papier. Sie alle hoffen auf eine spätere breite Verteilung der Schulden durch letztendliche Inflation. Vorher haben sie noch in Sachwerte umgeschichtet, das was der verschuldete Bürger nicht kann. Sie alle leben weiter aus dem Vollen, dem Neuverschuldungs-Eimer, denn die erhoffte Inflation werde alles wieder in Ordnung bringen.

Weit gefehlt! Diese Herren machen wieder einen ihrer logischen Gedanken-Fehler. Sie loben: zur Zeit keine Inflation. Noch nicht einmal die Gelddruck-Maschinen scheinen dem Geld-Wert etwas von seinem Gold-Wert nehmen zu können. Es sei noch Luft da. Noch mehr Geld kann gedruckt werden. Wo liegt der Gedanken-Fehler?

Ihnen ist nicht aufgefallen, dass es inzwischen eine Machtkonzentration der Banken gibt. Diese haben ihre Gläubiger-Staaten in Ketten gelegt. Sie bestimmen, ob es eine Inflation geben wird oder nicht. Sie bestimmen: keine Inflation. Sie lenken das Geld virtuell an den wirklichen Schaltstellen der Weltherrschaft, wie es ihnen beliebt. Ihnen beliebt: keine Inflation.

Warum denn nicht? Inflation wäre doch die Lösung, meinen die Herren über die Steuer-Einnahmen. Dann muss endlich nicht mehr dieser lästige Schulden-Dienst geleistet werden. Dann werden die Umschuldungs-Akrobaten endlich ohne Druck sein. Dann werden wir alle befreit. Und wir unter uns haben ja die Sachwerte.

Die neue Weltherrschaft gewisser Groß- und Zentral-Banken nutzt aus, dass es kaum noch nationale Währung gibt. Nationalstaaten können somit nicht mehr aus der Reihe tanzen. Also wird ihnen aufgedrückt: keine Inflation! Das bedeutet, dass alle Staaten, die in der Hoffnung auf inflationäre "Befreiung" immer tiefer in die Neuverschuldungen gegriffen haben, sich von Banken immer abhängiger gemacht haben, jeden einzelnen Cent in unveränderter Stabilität zurückzahlen müssen, sie und die folgenden Generationen. Betroffen sind die Schulden-Staaten, zu denen auch Deutschland gehört.

Keine Inflation bedeutet: der Schuldenberg bleibt Realität. Die Träume der nationalen Finanz-Fachleute in der Politik sind Schäume. Sie richten ein Land zugrunde und treiben es in die Sklaverei. Sie schadeten ihrem Land. Parteien, die daran beteiligt sind, sollten nie wieder gewählt werden.
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Beitragvon micha » Mi Jul 29, 2009 07:29:59:

Immer wieder ist von sogenannten "Verwerfungen" im Banken-System die Rede. Zuletzt gebrauchte dieses Wort DB-Chef-Angesteller Ackermann. Er war vor dem Untersuchungs-Ausschuss des Bundestages zum Thema "Rettung der HRE auf Staatskosten" geladen worden, um auszusagen.

Ein Banker wie Ackermann wirkt stets für das Banken-System, nicht für Bürger. Die Staatshilfen basieren auf der Furcht vor "Verwerfungen", die keiner erklärt, dem Bürger schon gar nicht.

Wenn eine Bank pleite geht, wie die LB in den USA, dann kommt es zu Verlusten verbandelter Banken, aber nicht zu "Verwerfungen". Vor Verlusten haben alle Angst, da sprechen sie dann von "Verwerfungen", nur nicht von Verlusten, weil Verluste am Management kratzen und Boni verderben. Die "Verwerfungen" bedeuten auf gar keinen Fall eines: Banken-Pleiten, denn sie nützen den übrigen starken, weil unliebsame Konkurrenz weg fällt.

Die "Verwerfung", die ich erkennen kann, sind zunächst einmal Hindernisse, um in die Taschen der Steuerzahler zu greifen, damit Verluste von Banken ausgeglichen werden. Astronomische Verluste gab es bei der HRE, die eine Missgeburt aufgrund der Schulden-Politik des Staates und aufgrund der Parteien-Finger im Pöstchen-Geschäft dastellt. Wieviele Strohmänner mit Pensions-Anspüchen laufen da ohne eigentliche Aufgaben herum? Hat man dazu Herrn Ackermann vernommen? Ein paar Privat-Investoren fallen dabei kaum ins Gewicht.

Im Falle der HRE geht es um die Schulden-Dienste des Staates, weniger um Privat-Kunden. Die Zockerei mit Steuergeldern in Form verwerteter Staatsanleihen auf Bürgerkosten hat nun die Milliarden-Verluste zulasten der Bürger zur Folge. Möchtegern-Banker aus der Politik wollten sprudelnde Steuern durch Spekulationen verdoppeln. Sie haben sich als Laien erwiesen. Sie haben die Angebote aus den USA nicht genau geprüft. Gewinn wurde ihnen versprochen. Das reichte schon. Opfer eines Schneeball-Systems wurden sie dann. Der Steuerzahler muss also zweimal oder dreimal für die Zockerei derjenigen bezahlen, die in "Systembanken" hohe Posten bekleiden.

Die "Verwerfungen" lassen sich noch aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Staat und Bürger sollen als Melk-Kuh der Banken "intakt" bleiben. Eine berechnete Insolvenz des Staates und Pleiten von "Systembanken", wie die HRE zum Beispiel, würden das Melk-Kuh-System gefährden. Solche Gefährdungen heißen "Verwerfungen".

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 03,00.html
http://online-schreibtisch-micha-vrhein ... n-die.html
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Beitragvon micha » Do Aug 06, 2009 01:06:28:

Bezug oben viewtopic.php?p=2180#2180
Bezug in meinen Blogs: http://online-schreibtisch-micha-vrhein ... n-die.html

Keine Inflation, das war meine Analyse, keine auf absehbare Zeit. Vor einem eventuellen Dammbruch in vielleicht 20 Jahren, oder doch viel früher?, werden immer mehr Sandsäcke gegen die Inflations-Flut auf den Damm getragen. Heute, am 6/Aug/2009 folgte eine erste Reaktion Barak Obamas, die leichtfüßig klingt, aber den Bürger schwer belastet. Sie nämlich müssen die "Sandsäcke" gegen den Dammbruch am Ende tragen.

    19.23 Uhr 5/Aug/09 Manager Magazin: Die USA wollen ihr steigendes Staatsdefizit verstärkt mit inflationsgeschützten Anleihen finanzieren. Diese seien ein wichtiger Teil der Strategie für das Schuldenmanagement, teilte das US-Finanzministerium am Mittwoch mit. Bei inflationsgeschützten Anleihen oder "Treasury inflation-protected securities" ("Tips") richtet sich die Zinszahlung nach der Teuerungsrate. Damit liegt das Inflationsrisiko beim Emittenten und nicht wie bei anderen Anleihen beim Käufer. Immer mehr Anleger fürchten derzeit, dass bei einer Konjunkturerholung die Inflationsrate steigen wird. China und andere Länder mit einer großen Menge US-Staatsanleihen haben sich unlängst besorgt über den Wert ihrer Anlagen geäußert, wenn die Inflationsrate steigen und der Dollar sinken sollte.


Die staatliche Garantien-Ralley beginnt. Nach den Konjunktur- und Wirtschafts-Garantien folgen nun die Schuldungs-Garantien. Staatsanleihen können nämlich genauso "toxisch" werden wie Immobilien-Devirate. Geschwind wird dem Bürger das Risiko aufgeladen. So werden die Investoren bereits gekaufter Staatsanleihen beruhigt und neue Investitionen schmackhaft gemacht. Die neuen Käufe sind Bestandteil des Schulden-Managements. Wenn sie ausbleiben, bricht das Schulden-Management des US-Finanz-Ministeriums zusammen. Eine ähnliche Entwicklung ist in Deutschland absehbar. Minister von Guttenberg versucht "Sandsäcke" vorerst noch mit anderen Mitteln auf den Damm zu bringen, nämlich zum Beispiel mit Zwangsverwaltung für Krisen-Banken, wie gerade berichtet wird ( http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,640737,00.html )

Der Kampf der Staaten gegen Banken geht verloren. Staaten sind Lakaien geworden. Barak Obama hat die US-Zentralbank bereits unverhältnismäßig stärken müssen. Sie können sich nicht wehren, weil das Banken-System international agiert. Die Staaten dagegen können sich international nicht zusammenschließen, weil sie sich grundlegend unterscheiden. Es gibt Schuldner- und Gläubiger-Staaten. Die Balance ist das Kalkül des internationalen Banken-Systems. Die Schere zwischen armen und reichen Staaten wird weiter auseinander gehen. Die Schuldner-Staaten verarmen, zehren vom ehemaligen Reichtum, verspielen alles.

Die Gläubiger-Staaten kommen hoch. Die Kluft zwischen Arm und Reich innerhalb der Staaten kennen wir. Sie wird immer größer. Die Kluft zwischen Schuldner- und Gläubiger-Staaten kennen wir noch nicht so genau. Auch sie wird immer größer. Das ist eine mathematische Gewissheit. Deutschland verarmt schon längst. Die USA verarmen ebenso. Trotzdem gibt es einen Unterschied: das Militär-Potential. Es wird sich eines Tages vor die Dominanz des Banken-Systems schieben.

Kleinstaaten machen es vor. Burma und Nordkorea wollen Atombomben. In Dikataturen wird die Verarmung der Bevölkerung unterdrückt. In Demokratien gibt es dann General-Streiks, Aufstände, Straßenkämpfe, Unstabilität. Schon die kommende Generation, mal ganz abgesehen von der Wut wegen Überfremdung (Film "Wut im Bauch" siehe http://www.kino.to/ ), wird die Verarmungs-Last nicht mehr tragen wollen. Extreme Parteien kommen hoch. Die Menschheit steht dann wieder vor Gewalt-Lösungen, die Zerstörung, Hunger, Verlust von Werten jeglicher Art bedeuten.

Vor dieser Politik hatte der Internet-Schreibtisch micha vRhein ( http://internet-schreibtisch.de ) rechtzeitig gewarnt.
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Beitragvon micha » Fr Sep 11, 2009 01:21:33:

Zitat von sysop im Spiegel Online Forum:
Google hat US-Zeitungsverlegern ein System vorgeschlagen, mit dem man für Journalismus im Internet Geld einziehen könnte. Solche Systeme gibt es längst, durchgesetzt haben sie sich aber nie. Reicht die Macht der Suchmaschinisten, auch das Bezahlen im Netz zu revolutionieren?

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...648220,00.html

Gesucht wird ein Zahlsystem, das Margen für Zwischen-Finanzierer wie Paypal umgeht. Das wäre möglich, wenn das Konten-System von Banken revolutioniert werden würde. Oder Bürger-Banken könnten entstehen, die "Kammern-Konten" haben Anmerkung1, mit deren Hilfe sich Bürger zum Teil selbst verwalten, in denen Kranken-Selbstversicherung, Renten-Selbstversicherung, vereinfachtes Steuer-System etc automatisiert und mit freiwilligen Sperrklauseln versehen wird. Bis zu diesem Punkt hatte ich die Idee in meinem http://internet-schreibtisch.de sogar weitgehend ausgearbeitet, denn dort steht der Bürger selbst ganz oben und nicht die Manipulation des Bürgers an den Früchten seiner Arbeit. Dazu auch: http://solidarpartei.blogspot.com/20...-die-bank.html

Der Clou an dieser Idee war ein Detail, das ich vorenthalten möchte. Ich hatte es der Deutschen Bank angeboten, wollte aber nicht ohne vertragliche Absicherung damit herausrücken. Nach wie vor ist diese Idee akut. Leider wollte es die Deutsche Bank umgekehrt: erst das Geheimnis erfahren, dann mal weitersehen. Das lehnte ich ab.

Meine bisherige nun zehnjährige unentgeltliche Online-Arbeit mit Instant-Kommentaren zu relevanten Tages-Ereignissen, mit Blick auf die neuralgischen Punkte politischer und gesellschaftlicher Fehlentwicklungen, lag völlig abseits jeder monitären Spekulation und Erwartung. Sie wurde aus freien Stücken geleistet und aus eigener Tasche finanziert. Sie hatte kultur-patriotische Gründe. Damit war ich unabhängig, konnte kraftvoll argumentieren, war aber auch verletzlich: Mein Copyright konnte ich praktisch in den Wind schreiben. Internet-Diebe bis in höchste staatliche Stellen obsiegen. Und nun sollte ich der Deutschen Bank eine wertvolle Idee umsonst liefern? Sie betraf genau den Punkt. Online-Bezahlung bis zum Mikro-Payment ohne Zeitverzug, ohne Sicherheits-Risiko, direkt zwischen Kunde und Anbieter, unmittelbar vor Lieferung der Ware.

________________

Anmerkung1

Der Begriff wurde von mir erfunden. Auf das Copyright micha vRhein/Rheinsverlag wird hier nochmal ausdrücklich verwiesen. Es betrifft hier auch alle um das Kammernkonto rankenden Überlegungen auf dem Internet-Schreibtisch vRhein.
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Beitragvon micha » Di Sep 22, 2009 17:09:07:

Die erste tief greifende Finanz- und Wirtschaft-Krise war in Argentinien. Deutschland schlittert allmählich in eine ähnliche Situation hinein. Die Verarmung großer Bevölkerung-Teile ist schon auf halben Wege.

    Crash in Argentinien - Die erste Schuldenkrise des 21. Jahrhunderts

    Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Claudio Lozano (Professor für Ökonomie an der Universidad de Buenos Aires und Vorstandsmitglied des argentinischen Gewerkschaftsdachverband CTA)

    Argentinien, einst das reichste Land Südamerikas, steckt seit Jahren in der Krise. Nur noch durch die Aufnahme neuer Kredite konnten die ständig steigenden Zins- und Tilgungszahlungen für die mehr als 150 Milliarden US-Dollar Auslandsschulden bezahlt werden. Insbesondere die Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) waren dabei an die Umsetzung rigoroser Sparmaßnahmen zur Sanierung des Staatshaushaltes gekoppelt. Als der IWF im Dezember letzten Jahres die Auszahlung eines Unterstützungskredits verweigerte, brach dieses System endgültig zusammen. Argentinien war pleite und konnte die Schulden nicht mehr bedienen.

    Dabei galt Argentinien lange Zeit als Musterschüler des IWF. Kaum ein Land der Welt war so dem Neoliberalismus verfallen wie Argentinien. Nun zeigt sich, dass sämtliche Strukturanpassungsmaßnahmen nach neoliberalem Muster gescheitert sind. Nach über zehn Jahren der Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung leben heute über 40 Prozent der ArgentinierInnen unter der Armutsgrenze. Die Arbeitslosigkeit stieg auf über 25 Prozent. Die soziale Verelendung hat längst auch den Mittelstand erreicht.

    Während der IWF von der argentinische Regierung verlangt, die Anstrengungen zur Haushaltskonsolidierung zu erhöhen, hat die Bevölkerung eine andere Antwort: "¡Qué se vayan todos!", ist die Forderung, der die anhaltenden Massenproteste und den Widerstand begleitet. "Sie sollen alle gehen – die Politiker, die Banken, der IWF... Das Vertrauen der ArgentinierInnen in die politische Klasse des Landes ist völlig zerstört.

    Auf lokaler Ebene versucht die Bevölkerung der Krise mit Selbstorganisation und neuen Überlebensstrategien zu begegnen. Nachbarschaftsinitiativen organisieren Spendensammlungen und Gemeinschaftsküchen. Solidarische Ökonomie und Tauschringe entstehen, und die Bevölkerung wird zur Mülltrennung aufgefordert, um den Müllsammlern die Arbeit zu erleichtern. Auch politische Initiativen zur Überwindung der Krise gibt es. Die kleine Parlamentsfraktion ARI (Argentinia Republica de Iguales) hat einen Gesetzesvorschlag erarbeitet, nach dem das Land die Schuldendienstzahlungen gegenüber allen Gläubigern zunächst einstellt und das Angebot zu einem Schiedsverfahren zu Regelung der Schulden durch eine neutrale Instanz macht.

    Mit dem argentinischen Schuldenexperte Claudio Lozano wollen wir der Frage nach Ursachen und sozialen Auswirkungen der Finanzkrise in Argentinien nachgehen und uns über die Debatte um Lösungsansätze und Perspektiven für das Land informieren.

    Claudio Lozano ist Professor für Ökonomie an der Universidad de Buenos Aires sowie Mitglied des Vorstands des argentinischen Gewerkschaftsdachverbandes CTA (Central de Trabajadores de Argentina) mit mehr als 800.000 Mitgliedern. Er leitet das Forschungsinstituts des CTA und ist freier Mitarbeiter des lateinamerikanischen Wissenschaftsnetzwerks FLASCO. Ein Arbeitsschwerpunkt Lozanos ist das Thema Auslandsverschuldung, daneben beschäftigt er sich mit den Auswirkungen
    makroökonomischer Anpassungsprozesse in Argentinien.

    Zeit:
    Montag, 11. November 2002, 19.00 Uhr

    Ort:
    Mehringhof (Versammlungsraum)
    Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U-Bhf. Mehringdamm)

    Die Veranstaltung wird spanisch-deutsch/deutsch-spanisch übersetzt.

    Veranstalter:
    Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL)
    INKOTA-Netzwerk
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Beitragvon micha » Fr Okt 02, 2009 04:54:27:

Bereits verschuldete Staaten legen Konjunktur-Programme auf. Gläubiger-Staaten mit gigantischen Mengen an hochwertigen Devisen-Papieren und enormer, unvorstellbarer Liquidität und hohem Wirtschaft-Wachstum von 9%, wie China, legen ebenfalls Konjunktur-Programme auf. Zwischen beiden Typen muss ein fundamentaler Unterschied bestehen.

Beide Staaten-Typen, auf der einen Seite die Schuldner-Staaten und auf der anderen Seite die Gläubiger-Staaten, haben einen gewissen Prozent-Satz Bevölkerung, die leichtfertig ist, Kredite als persönlichen Energie-Ersatz sieht, krank und lasch ist und überzogene Ansprüche hat, die sich um Rückzahlungen nicht kümmert und sich sagt: Jetzt lebe ich, jetzt will ich genießen, dafür arbeiten kann ich später, ich nutze das Kreditangebot, das mir vom Staat und von Banken aufgeschwatzt wird, einfach, koste es was es wolle. Fettleibigkeit verstärkt Faulheit, Trägheit und Leichtsinn noch.

Beide Staaten-Typen haben mit der Fehlernährung und der Bewegung-Armut in Industrie-Ländern zu tun. Sie müssen Drogen-, Alkohol- und Zigaretten-Konsum einkalkulieren. Sie sehen einer steigenden Kommerzialisierung primitiver menschlicher Bedürfnisse zu. Sie sehen auch zu, wie von allen Seiten Werbung für Bequemlichkeit, Partnerschaft-feindlichen Sexkonsum auf die Schnelle, Gesellschaft-feindliche Befriedigungen des Individuums auf dem Ego-Trip gemacht wird. Werbung, Politik und aus beiden zusammen prasselt Manipulation auf die Menschen herab. Die Staaten sehen, dass es abwärts geht mit Motivation und Selbständigkeit, mit sozialen Aktivitäten, mit ehrenvollen, idealistischen und kulturellen Aufgaben, mit gesellschaftlich relevanter Leben-Qualität. Sie beobachten ein Rückgang der Geburten-Raten. Eine Gesellschaft wird zum Teil regelrecht impotent. Alle diese realen Fakten betreffen beide, die Gläubiger- und Schuldner-Staaten, weil ihre Industrialisierung zu hitzig verläuft und die Leute ganz verrückt werden.

Wo liegt aber nun der fundamentale Unterschied, wenn doch beide Typen der Industrienationen ähnliche oder gleiche Probleme haben? Ganz einfach, die satt betuchten Staaten können sich Schwächen in der Bevölkerung leisten, die anderen nicht. Die reichen Staaten können durch Geschäfte und Aufkäufe von Werten in den Schuldner-Staaten Schwächen kompensieren, die anderen werden noch tiefer in den Abwärts-Sog gezogen und verarmen umso schneller.

Die Konjunktur-Pakete von reichen Staaten erweisen sich als sinnvoll, diejenigen der Schuldner-Staaten als eine Art Massen- und Werte-Vernichtung mit Augenwischereien für den Augenblick, mit Blick auf Wahlen. Nach uns die Sintflut, eine kommende Inflation wird es schon richten, die nächsten Generationen zahlen das, wir müssen letztendlich gar nichts zurück zahlen, es ist ja sowieso das meiste bloß virtuelles Geld, sagen sich die Regierung-Parteien in den verschuldeten Staaten und leben munter weiter über ihre Verhältnisse.

Sie haben sich in den Finger geschnitten. Es gibt keine Inflation. Sie wird von den Gläubiger-Staaten nicht zugelassen. Diese haben auch das internationale Banken-System in der Hand. Sie bestimmen, weil sie die Mittel haben, während die Schuldner-Staaten immer fester in den Würge-Griff der global relevanten Banken geraten. Inflation gibt es nicht, alle Schulden müssen auf Heller und Pfennig zurück gezahlt werden. Die Machtverschiebung Richtung Gläubiger-Staaten bewirkt es. Auch die Geld-Druck-Maschine der verschuldeten USA kann keine weltweite Inflation hervorrufen. Die Kreditwürdigkeit der USA leidet. Die Eignung des Dollars als Weltwährung wird hinterfragt.

Die Presse vermittelt eher den Eindruck, als gäbe es den fundamentalen Unterschied nicht, als hätten die Gläuber-Staaten ebenfalls existenzielle Probleme, als sei es praktisch egal, ob ein Staat verschuldet oder reich ist. Sind die Redakteure in seriösen Medien zu dumm oder manipulieren sie im Sinne von Regierungen, die viel zu verstecken haben? Das ist die Frage.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 25,00.html China droht eine Kreditblase heißt es in Spiegel Online soeben.

Positiv sieht es zumindest der Internationale Währungsfonds (IWF), der China in seinem aktuellen Weltwirtschaftsausblick eine herausragende Rolle für die kommenden Jahre voraussagt - dank gigantischer finanzieller Reserven und einem Wirtschaftswachstum, von dem Deutschland und andere Länder nur träumen können. So erwartet der Währungsfonds für 2010 in China ein Plus von himmlischen neun Prozent, nach 8,5 Prozent in diesem Jahr. . .

Doch das ist nur die eine Seite. Denn zugleich entwickelt sich China zur ernsthaften Gefahr für die weltweite Wirtschaft. Auch das sagt der IWF - in seinem ebenfalls gerade vorgelegten Finanzstabilitätsbericht. Darin warnt der Währungsfonds vor einer zweiten Kreditblase, die ausgerechnet von den Chinesen ausgelöst wird.

Besorgt äußert sich der IWF über die massive finanzielle Einflussnahme Pekings, die unter anderem zu einer rasanten Zunahme von Krediten geführt habe. "Vermögenswerte in vielen Bereichen des Marktes steigen stark an und lösen Ängste dahingehend aus, dass Kredite exzessiv ausgeweitet und Immobilienblasen ausgelöst werden könnten", formuliert es der Währungsfonds etwas verklausuliert in dem Bericht. Doch die Botschaft ist klar: Wenn die chinesische Regierung ihre ungezügelte Geldpolitik nicht rasch aufgibt, könnte es bald eine Finanzkrise Teil Zwei geben.

Die Vorboten einer Finanzkrise mehren sich

China als internationales Zugpferd der Wirtschaft und zugleich Gefahr für die Stabilität auf den Finanzmärkten - ein Widerspruch? Nein. Denn tatsächlich ist das Wachstum in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt massiv aufgeblasen. Im Zuge der Finanzkrise will der Staat mehr als 400 Milliarden Euro ausgeben, allein um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Hinter dem der USA dürfte dies das größte Konjunkturpaket weltweit sein. Ziel der staatlichen Intervention ist es, den Binnenkonsum in Gang zu bringen - als Ausgleich zum extrem geschrumpften Exportgeschäft.

Diese Einflussnahme Pekings auf die inländische Wirtschaft geht sogar so weit, dass die Verantwortlichen zusätzlich massiv Druck auf die meist staatseigenen Banken ausgeübt haben, ihre Kreditvergabe zu lockern. So stellte der Staat den Bürgern und Unternehmen zusätzlich rund 750 Milliarden Euro zur Verfügung, um eine Kreditklemme auszuschließen.

Das allerdings könnte zum Bumerang werden, wie der IWF bereits vor einer Woche warnte, ohne China explizit zu erwähnen. Ein starker Anstieg des Kreditwachstums sowie das Aufbauschen von Vermögenswerten seien oft Vorboten von Finanzkrisen.

Denn wenn das Geld in unrentable Investitionsprojekte gesteckt oder Kredite leichtfertig für den Konsum ausgegeben werden, den sich Bürger im Normalfall gar nicht leisten können, kann das fatale Folgen haben. So wie in den USA, wo sich vor Beginn der Finanzkrise Hunderttausende Häuser und Autos auf Pump zugelegt hatten, deren Raten sie später bei weitem nicht zurückzahlen konnten. Viele Banken blieben schließlich auf einem beträchtlichen Teil ihrer Kredite sitzen und mussten Milliarden abschreiben.


China droht gar nichts. Der Pleite-Geier schwebt über Deutschland, Europa, den USA.
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Beitragvon micha » Sa Mär 06, 2010 23:36:09:

Auch die Wachstumsnation Nummer eins stemmt sich mit Staatsmilliarden gegen die Krise. Die chinesische Regierung legt dem Volkskongress den Etat mit der höchsten Neuverschuldung der Geschichte vor - immer noch weniger als 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.


Wer das glaubt, wird selig. In Europa und den USA laufen lauter Selige herum. Was ist die Wahrheit? China fürchtet inflationäre Entwicklungen der anderen Industrie-Nationen, die hoch verschuldet sind und nun auf Abwertung hoffen, auf eine kontrollierte Inflation von sieben bis elf Prozent. Damit fände auch eine Enteignung Chinas als Investor solcher Staatsanleihen statt. Die Papiere würden genauso "faul" werden wie Immobilien-Devirate der letzten Jahre. China sitzt auf einem riesigen Hort ausländischer Devisen.

Der zweite Teil der Wahrheit ist, dass China nun selbst Schulden simuliert, chinesische Staats-Papiere ausgibt und sie in riesigen Mengen im Westen anbietet. Sie sind AA-Papiere mit der höchsten Rating-Stufe. Die westlichen Spekulanten greifen zu. China plant ein Gleichgewicht zwischen den beiden Kategorien, dem Import von Staatsanleihen und Export eigener.

Sollte der Westen Inflations-Schübe planen, dirigiert China künstliche Inflation seiner exportierten Papiere und holt sich Verluste auf diese Weise wieder zurück.

Unsere "naiven" Politiker, allen voran "Schulden-Mutti Merkel", fühlen sich geschmeichelt, da nun lt. Spiegel-Bericht China ebenfalls "in Schwierigkeiten" steckt. Flugs wird eine Spezial-Sau durch das Land getrieben: das deutsche Reich, vorläufig Bundes-Republik genannt, habe die 3-Prozent-Grenze des Brutto-Inland-Produktes BIP knapp überschritten. In Wirklichkeit, das sei hier vermerkt, wurden ca. 7 bis 9 Prozent überschritten, in England sind es gut 12. Den Bürgern im Land wird suggeriert: alles nicht so schlimm. Die von der EU vorgeschriebene Grenze würde mit - gelogenen - 3,4 % nur ein klein wenig überschritten, verständlich angesichts der Weltwirtschafts-Krise, und überhaupt, China läge nur knapp im grünen Bereich unter 3 Prozent mit seiner Verschuldung. Deutschland sei fast gleichauf mit China, so ungefähr wie beim Waren-Export.

Der deutsche Dumm-Michel, vorher noch "denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht" (Heinrich Heine), kann nun wieder beruhigt schlafen und zieht nachts die Kissen-Zipfel entspannt über die Ohren.

Leider ist alles getürkt, sowohl die Spezial-Sau der Bundesregierung als auch die angeglichene "Schulden-Situation" Chinas Anmerkung1.


______________________

Anmerkung1.

Altkanzler Kettenraucher Schmidt spach unlängst in einer Talkshow davon, dass überall auf der Erde die Wirtschaftskrise mit den gleichen Mitteln bekämpft worden sei. Also müsse es folglich richtig gewesen sein, wie in Deutschland reagiert wurde. Er machte einen entscheidenden Denkfehler. Zwischen Ländern, die sich teure Konjunkturpakete auch leisten konnten und solchen Ländern, die es sich nicht leisten konnten, und dazu gehörte Deutschland, unterschied er nicht. So beruhigt man die Leute, so stützt man die eigene Partei. Und tatsächlich: "Deutschland wünscht sich die Große Koalition zurück", kaum zu glauben.
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Beitragvon micha » Mo Mai 03, 2010 05:04:09:

Allein eine Zusammenstellung der Griechen-Pleite-Themen in Spiegel Online zeigt, dass im Augenblick alle durcheinander reden, zur richtigen Zeit, als Prävention noch moeglich war, den Mund nicht aufgemacht haben.

Afghanistan ist zurzeit voellig vergessen, die Solaten wurschteln da weiter, ohne zu wissen weshalb. Dieses mediale Vergessen zeigt, dass das Problem Afghanistan erst dann existiert, wenn die Leute medial emotionalisiert werden und politisch damit etwas bezweckt wird.

Die Links aus Spiegel Online zur Griechenland- und Euro-Krise:



http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 58,00.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 48,00.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 58,00.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 50,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 92,00.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 51,00.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 62,00.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 72,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 30,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 99,00.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 01,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 59,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 14,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 41,00.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69065815.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69407359.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 62,00.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 80,00.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68425686.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69174815.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 23,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 48,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 92,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,691841,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 17,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 47,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 70,00.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70131108.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 00,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 83,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 49,00.html



________________


Selbst geäußert hatte ich mich schon lange vorher, als Prävention noch moeglich war. Die wichtigsten Komponenten, die zur Krise geführt haben, wurden von mir angesprochen, immer besonders Deutschland im Auge. Meine Kritik bezog sich zuerst auf EUROPA selbst. Marode Parteien fanden ihre europäische Fortsetzungs-Geschichte, wurden zu Interessen-Gruppen in Europa. Das war der falsche Ansatz.

Zu Deutschland:

    Das Sparpaket der Regierung richtet sich in der Tat vor allem gegen die Beamten. Sie haben in Griechenland im Schnitt 40 Prozent höhere Gehälter als die Angestellten in der Privatwirtschaft. Und der öffentliche Dienst wurde in den vergangenen Jahrzehnten aufgebläht - begonnen hat damit schon die 1981 gewählte Regierung von Papandreous Vater Andreas. Im Dezember 1984 wurden an einem einzigen Tag 50.000 sogenannte außerordentliche Beamte eingestellt. Parteifreunde wurden immer mit gutdotierten Staatsjobs versorgt - egal ob unter Sozialisten oder Konservativen. Heute arbeitet jeder vierte Berufstätige für den Staat. In Deutschland ist es jeder achte Anmerkung1. Gewöhnliche griechische Angestellte dagegen haben schon lange das Gefühl, unverhältnismäßig belastet zu werden.
    Viele Griechen schaffen es gar nicht erst, einen Angestelltenjob mit festem Vertrag zu finden. So wie Thanassis M. Der 27-Jährige arbeitet seit sieben Jahren als Tontechniker, "immer schwarz, ich habe gar keine andere Wahl". Einen Job mit festem Vertrag und Sozialversicherungsleistungen des Arbeitgebers hat ihm noch niemand angeboten. In die Rentenkasse kann er nur durch einen Trick einzahlen - ein Freund von ihm ist selbständig und führt Thanassis auf dem Papier als seinen Angestellten. So zahlt Thanassis M. einen geringen Beitrag auf sein Rentenkonto, ohne Arbeitgeberzuschuss.

    Um im Alter wenigstens einen minimalen Anspruch zu haben.


Der Text betraf Griechenland, er betrifft Deutschland noch nicht, da unsere liebe Regierung bis zum Staats-Bankrott-Rand so weiter wurschteln will wie bisher. Griechenland lenkt ab. Wie willkommen!!!


________________

Anmerkung1

Das bezweifle ich. Nach meiner Rechnung sind es ebenso jeder vierte der Beschäftigten und sind die Vorteilnahmen der Parteien genau so hoch.
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Beitragvon micha » Di Mai 04, 2010 02:59:59:

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Beitragvon micha » Mo Mai 10, 2010 18:36:09:

Nun zeichnet sich ab, dass Europa handlungsfähig wird. Dazu wieder Links vorweg:



Wenn ein Staat wie Griechenland Vertrauen am Kapitalmarkt verliert, hat dies auch einen Grund: das Land hat besonders krass über seine Verhältnisse gelebt, hat einfache Bürger gegängelt und die elitären Schichten maßlos gefüttert. Der Staat selbst ist eher mit diesen elitären Schichten identisch.

Wenn das Vertrauen so rapide sinkt, dass Käufer für Staats-Anleihen kaum noch zu finden sind, sind die bisherigen Käufer natürlich alarmiert. Die Zone lohnender Verzinsung hat Banken zur Spekulation angetrieben. Nun müssen sie fürchten, dass diese Spekulations-Staats-Anleihen zu faulen Papieren werden. Man schaut im gleichen Moment auf seine Kreditausfall-Versicherungen. Sie sollen den Schaden auffangen. Da diese selbst Papiere ihrer Rückversicherungs-Werte in den Handel werfen, sogenannte CDS, entstehen Turbulenzen an den Kapitalmärkten.

Rückversicherungen werden eine Zeitlang attraktiver, weil sie immer dringender gebraucht werden, was die Preise für die CDS in die Höhe treibt. Die Gewinne aus diesem Risiko schlagen auf das Land in Form von Verlusten zurück, um das es geht, in diesem Fall Griechenland. Das Land muss nun seine Staatsanleihen zu noch höheren Verzinsungen anbieten, um sie überhaupt noch verkaufen zu können. Umso dringender braucht das Land neues Geld, die Verschuldung steigt überproportional. Schließlich will niemand mehr in Griechenland investieren. Gekauft wird gar nichts mehr, Staatsbankrott.

Dem hat die EU, die EZB und in konzertierter Aktion auch der Internationale Währungs-Fond einen Riegel vorgeschoben. Ein Spekulations-Mechanismus wurde gestoppt. Klamme Länder bekommen zukünftig Kredite zu wesentlich günstigeren Konditionen - an den Banken vorbei, am Markt vorbei.

So hätten auch die Konjunktur-Pakete der einzelnen Länder aussehen müssen: Hilfen für bedrohte an sich gesunde Wirtschafts-Zweige - an den Banken vorbei, direkt aus Anleihen des Bundes über die Finanz-Ämter. Das hatte ich damals vorgeschlagen und logisch abgehandelt. Nun macht die EU vor, dass der direkte Weg geht und gibt mir recht.

Aber es besteht ein Unterschied: die Länder hatten die Möglichkeit, gesunden Firmen zu helfen, die in den Sog der Finanz-Krise gerieten, weil Banken-Kredite nicht mehr zu bekommen waren. Die EU hat diese Möglichkeit nicht. Griechenland ist nicht "gesund", ist keine solide Firma, die unschuldig in einen Sog geriet.

Die Länder hatten es damals besser, die EU hat keine Wahl, sie muss Unfähige aufpäppeln, das ist ungleich schwerer.

Darin besteht das Risiko. Das Billig-Geld aus der EU für ihrer Wackel-Kandidaten verwöhnt, verführt dazu, Reformen nur halbherzig durchzustehen. Die bisherigen Maßnahmen der griechischen Regierung sind gelobt worden. Sie sind aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Reformen der Haushalts-Konsolidierung reichen bei weitem nicht aus. Das Potenzial wäre da. Das Klammern an Pfründe und Bürgerkrieg-ähnliche Turbulenzen auf der Strasse, der Mob, der hochkommt, werden eine echte Konsolidierung verhindern.

Die USA und Europa belehren die Menschen mit einer Überbewertung des Geldes an sich. Moralische, ethische und gesellschaftliche Abstufungen hängen am Geld. Nun will die EU beweisen, dass sich Staatskrisen mit Geld lösen lassen und verstärkt die Sucht nach dem Geld. Diese Sucht verhindert Konsolidierung. Sie führt zu einem Zusammenbruch des ökonomischen Immunsystems. Die EU hilft daher nicht wirklich, sondern macht die Patienten nur noch kränker, abhängiger und süchtiger.

Das bequeme Geld-Pumpen der EZB ist an kein Regelwerk geknüpft. Darüber wird erst nachgedacht, nachdem die hektischen Befreihungs-Schläge aus dem Bauch aus der Not der Situation heraus beschlossen worden sind. Das Regelwerk muss nachgeholt werden. Darum muss eine Haushalts-Beaufsichtigung solcher Länder und am besten aller Länder durch Experten der EU geschaffen werden. Mit anderen Worten: Politiker von EU-Ländern, die, einmal gewählt, eine Art Monopolstellung oder tierisch ausgedrückt eine Art Reservat-Immunität besitzen, Affen-Freiheit im Umgang mit Steuermitteln, dürfen ihre Bürger nicht mehr betrügen. Ihnen wird auf die Finger geschaut, sie dürfen sich nicht mehr so schamlos bedienen wie bisher.

Nur so erstarkt Europa. Leider besteht Europa aber aus den Ablegern von Parteien. Das Bürger-Betrügen wurde in die EU-Administration exportiert. Andererseits können kluge Köpfe aus ganz Europa das Niveau heben. Wer wird am Ende obsiegen? Die Partei-Lobbyisten oder die beste Auswahl von Experten aus ganz Europa?

Hätten sie "hart" entschieden, sähe sich Griechenland für absehbare Zeit in seiner eigenen Landes-Währung wieder und könnte sich erst einmal selbst erkennen. Sie haben "weich" entschieden, weil das Helfen-Syndrom einer Merkel Stil-bildend war. Merkel führt Deutschland jedoch Stück für Stück in die Abstiegs-Liga, zu der Griechenland gehört, anstatt die Voraussetzungen zu schaffen, Anreize für den Klassen-Erhalt zu geben. Sie ruiniert Deutschland mit ihrer kirchlich-missionarischen und Welt-verbesserischen Haltung, Gift für erfolgreiche Politik; ihr Handlungs-Spielraum beschränkt sich auf Neuverschuldungen und dann dummes Gerede.

Richtig ist nun, die Banken und deren Kapital-Versicherungen zu umgehen. Falsch ist, dass eine oder mehrere Nieten profitieren, die keine gesunde Volkswirtschaft haben. Griechenland ist eine Niete. Die EU setzt voraus, dass sich die Niete wandelt. Das ist nur möglich, wenn das Land von der EU dirigiert wird. Hoffen wir das Beste. Meine Voraussage: Europa hat sich übernommen und wird die Finanz-Aufsicht nicht hinbekommen. Nach einer Atempause verschlimmert sich die Lage.
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Beitragvon micha » Di Mai 11, 2010 07:51:28:

"Inflationsunion" (vRhein-Grammatik: Inflations-Union), "Multi-Milliarden-Rettungs-Paket", die "Milliardenschwemme" wird früher oder später in Inflation enden, 750-Milliarden-Programm zur "Rettung" des Euro - so lauten in etwa Auszüge aus Artikeln von heute. Die von mir angemeldete Skepsis von gestern explodiert förmlich in Artikeln von heute.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 25,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 14,00.html

Inflation wird es allerdings deshalb nicht geben, weil das Banken-Netzwerk sie nicht zulassen wird, die Daumenschrauben der Schulden-Rückzahlungen nicht lockern wird, da sind sich alle einig von New York über London bis Tokio, und eine Balance zwischen verschuldeten Staaten und mächtigen Gläubiger-Staaten wie China besteht. Weder das Banken-Netz noch die Gläubiger-Staaten, beide inzwischen übermächtig, viel mächtiger als zum Beispiel die EZB, werden sich bequeme Inflation gefallen lassen. Sie werden verhindern, dass ihnen die Felle davon schwimmen. Sie werden die EU und ihre EZB an ein Versprechen erinnern, nämlich Gelder in riesigen Mengen später wieder aus dem Markt zu nehmen. Ein Haufen Maßnahmen stehen zur Verfügung, um die leichtfertigen Stabilitäts-Verschleuderer im Euroland zur Räson zu bringen.

Euroland hat keinen Stabilitäts-Pakt mehr. Den Verlockungen der Geld-Presse wurde nachgegeben. Ein paar Alt-Herren waren dabei, die fahl und krank aussehen. Sie sangen ein Lied zum Rhythmus von Geld-Druck-Maschinen, Techno also, aber nicht die Ode an die Freude, angeblich Europas Hymne.
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Beitragvon micha » Mi Mai 12, 2010 01:28:30:

http://vrhein.blogspot.com/2010/05/das- ... t-der.html

Ein Klick auf den Link führt zum Blog mit einer Bild-Idee dazu. Thema: Euroland und das liebe Geld, EZB, 750 Milliarden Druck ...

Meine Blog-Kolumnen entstehen oft zunächst hier, in der Schreibwerkstatt. In der Themen-Übersicht finde ich in der Regel die passende Rubrik, wenn nicht, lasse ich ein neues Thema entstehen.

Während des Schreibens entsteht aus dem Text heraus, aus bildhaften Formulierungen, oft eine Bild-Idee, so dass daraus eine Blog-Kolumne geformt wird.

Und weiter geht es:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/servic ... 35,00.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 06,00.html
(Liest sich gut, ist aber eine völlig falsche Überbewertung der Politik an Europa)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 43,00.html

Gestern hatte ich mir die Mühe gemacht, die Zusammenhänge rund um das 750-Milliarden-Hilfs-Paket der EU konzentriert zu schildern und die Texte von hier oben in Details zu ergänzen. Skepsis und wesentliche analytische Ansätze bestimmen die Kolumne. Heute früh nun die Nachricht: "Euro-Euphorie verpufft an den Märkten". Der Erfolg wird nicht an der technischen Fähigkeit der Geld-Druck-Maschinen, sondern am Regelwerk gemessen, das EU-Wackel-Länder zur Konsolidierung ihrer Einnahmen und Ausgaben zwingt.
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Beitragvon micha » Do Mai 13, 2010 07:23:06:

Die USA und Europa behämmern die Menschen aber auch mit einer Überbewertung des lieben Geldes an sich. Moralische, ethische und gesellschaftliche Abstufungen hängen am Geld. Weil dies falsch ist, habe ich die Kolumne in mein Blog zu gesellschaftlichen Fragen hineingestellt. Europa kann dort weiter unten betrachtet werden. Falsche Prioritäten haben zu allmählich sehr unappetitlichen Staaten geführt, in denen zuviel reglementiert wird, bürgerliche Freiheiten verloren gegangen sind, Schulden über Schulden von den Schultern unserer Kinder und Kindeskinder abgekratzt werden, typischerweise daraus Kinderlosigkeit resultiert. Falsche Prioritäten haben Advokaten-Staaten mit Verwaltungs-Wasserköpfen aus den Parteien entstehen lassen. Freie Wirtschaft, die freien Märkte ächzen unter der Belastung dieser Wasserköpfe, die sich unter dem Vorwand demokratischer Legitimation luxuriös durchfüttern lassen. Die Logik steht auf dem Kopf. Sobald beispielsweise der Außenhandel Wachstum vermeldet, schreiben ihn sich die Parasiten aus den Wasserköpfen an die Hüte, als sei es ihr Erfolg.
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Beitragvon micha » Do Mai 13, 2010 10:54:46:

micha hat geschrieben:
Verfasst am: 07 März 2010 00:36 China fürchtet inflationäre Entwicklungen der anderen Industrie-Nationen, die hoch verschuldet sind und nun auf Abwertung hoffen, auf eine kontrollierte Inflation von sieben bis elf Prozent. Damit fände auch eine Enteignung Chinas als Investor solcher Staatsanleihen statt. Die Papiere würden genauso "faul" werden wie Immobilien-Devirate der letzten Jahre. China sitzt auf einem riesigen Hort ausländischer Devisen.

Der zweite Teil der Wahrheit ist, dass China nun selbst Schulden simuliert, chinesische Staats-Papiere (in Form staatlich gelenkter Firmen-Emissionen) ausgibt und sie in riesigen Mengen im Westen anbietet. Sie sind AA-Papiere mit der höchsten Rating-Stufe. Die westlichen Spekulanten greifen zu. China plant ein Gleichgewicht zwischen den beiden Kategorien, dem Import von Staatsanleihen und Export eigener.

Sollte der Westen Inflations-Schübe planen, dirigiert China künstliche Inflation seiner exportierten Papiere und holt sich Verluste auf diese Weise wieder zurück.


Zum Schmunzeln, da ich mich zitieren muss. Wie Berichte und die nackten Tatsachen nun bestätigen, hatte ich die Lage, entgegen Presse und PR der Bundes-Regierung, richtig eingeschätzt.
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Beitragvon micha » Fr Mai 14, 2010 14:54:14:

Investmentguru Jim Rogers empfiehlt, Griechenland pleite gehen zu lassen, um den Euro zu retten. So etwa hatte auch ich argumentiert. Den Griechen kann danach trotzdem, in anderem Rahmen, geholfen werden. Sie haben Sonne, Meer, wunderbare Inseln und unvergleichliche Menschen - sie werden nicht untergehen, auch wenn nach einer Pleite viele Gläubiger eine lange Nase machen müssen. Die derzeitige Verkrampfung Europas sollte sich lösen. Aber Merkel und Köhler, die eine seitens der USA gefügig gelobt, der andere unbedeutend und auswärts meist unbekannt, beide zusammen wohl etwas geisteskränklich mit Selbstüberschätzungs-Schüben, wollen die Deutschen sicherlich lieber verrecken und von Pleite-Geiern zerhacken lassen, Bild oben, ehe sie etwas für Deutschland tun. "Ich wünsche mir ..." Köhlers Rede auf dem Ökumene-Kongress in München - als sei er Kaiser und der Papst Laufbursche, fast schon wie in der Klapsmühle. Ich wünsche mir "Einfluss durch meine Reden" lege ich ihm jetzt gerne einmal in den Mund. Der Spiegel meinte "Keine seiner Reden blieb hängen".

Den ganzen Artikel, und dazu ein "grauenhaftes" Bild, das durch Klick auch noch vergrößert werden kann, finden sie in meinen Blogs. Bitte links klicken.
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Beitragvon micha » Sa Mai 15, 2010 15:24:52:

Spiegel Online soeben: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 67,00.html
Karl Otto Pöhl leitete elf Jahre lang die deutsche Bundesbank, war Spitzenbanker und Wirtschaftsforscher - jetzt attackiert er die Regierungen der Euro-Zone und die Europäische Zentralbank (EZB). Die beschlossenen Rettungspakete für hochverschuldete Staaten seien ein "Verstoß gegen alle Regeln", sagt Pöhl dem SPIEGEL. "Es steht ausdrücklich im Vertrag über die Arbeitsweise der EU, dass kein Staat für die Schulden eines anderen haftet. Was wir jetzt tun, ist genau das."

Pöhl hätte es bevorzugt, wenn Griechenlands Gläubiger teilweise auf Forderungen hätten verzichten müssen. Er glaube nicht, dass dieser Schritt zu Dominoeffekten gegen andere Staaten geführt hätte - in Wahrheit sei es stattdessen darum gegangen, "die deutschen, aber vor allem die französischen Banken vor Abschreibungen zu bewahren". Im Übrigen hätten die EU-Kommission und die EZB viel früher einschreiten müssen: "Es hätte ihnen auffallen müssen, dass ein kleines, ein winziges Land wie Griechenland noch dazu ohne industrielle Basis niemals in der Lage sein wird, 300 Milliarden Euro an Schulden zurückzuzahlen."


Klarer kann man es nicht ausdrücken. Klar wird nun, dass sich ein amerikanischer Fehler von Clinton auf der Ebene der Eurostaaten wiederholt. Clinton wollte ärmeren Schichten ebenfalls zu Häusern verhelfen. Kredite wurden leicht gemacht. Bei der nächsten Gelegenheit konnten sie nicht zurück gezahlt werden, zumal die Hypotheken verschachert wurden und die Zinsen von nunmehr fremden Firmen kontinuierlich erhöht wurden, um schwache Papiere künstlich attraktiver zu machen.

Griechenland ist so eine ärmere Familie, die zuerst auf aufgedrängte Kreditverträge herein fiel, dann von Banken stranguliert wurde und nun angeblich den EURO gefährdet. Die Kreditgeber sind schuld. Nicht Griechenland. Jeder Ärmere würde ebenfalls in Versuchung kommen, zumal ein höherer Lebens-Standard in Aussicht gestellt wurde. In den USA passierte die Schulden-Falle millionenfach. Es gab also Millionen Beispiele für diesen Vorgang. Trotzdem haben gewisse Euro-Länder nicht daraus gelernt, obwohl Millionen Schulungs-Beispiele vorlagen. Sie haben Griechenland absichtlich verführen und benutzen wollen, solange es ging und sie haben den griechischen Staats-Papieren einen virtuellen Wert gegeben, um die Attraktivität zugunsten von Bank-Geschäften zu erhöhen. Nach dem reellen Wert wurde nicht gefragt.

Diese Taktik hat Methode. Am Ende wollen die gleichen Manager, nachdem sie die Papiere ausgelutscht haben, an der voraussehbaren Katastrophe verdienen, da sich dann wieder dumme Regierungen finden, die in ihrer Abhängigkeit so reagieren wie die Merkel und den Bürger erneut aussaugen, indem die Banken-Geschäfte abgesichert werden.

Nun sollen Europäische Bürger für den egoistischen Automatismus von Banken gerade stehen, nachdem dicke Boni an die entsprechenden Manager ausgezahlt wurden. Merkel und Köhler wollen sie weiterhin peppeln.
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Beitragvon micha » So Mai 16, 2010 08:43:12:

Privat-Personen, Regierungen, Staaten und Staatengemeinschaften sind den gewieften Tricks der Banken nicht gewachsen, weil diese sich einfach besser auskennen. Der Wissens-Vorsprung ist ihr perfides Kerngeschäft. Sie verleiten zu Verträgen, die ihre eigenen Rechts-Abteilungen zu ihrem Vorteil ausgearbeitet haben. Sie greifen zu, wenn die genannten etwas ahnungslosen Kunden etwas wollen und dafür Geld brauchen.

Dieses Wollen in Demokratien hat mehrere Haken. Zum einen möchten Parteien und deren hohe Vertreter dem Wahlvolk gefallen. Sparen ist unpopulär. Aber mit einem Aufwand an Aufklärung wäre auch Sparen möglich. Das aber ist der schwierigere Weg. Abwahl droht. Also werden Schulden gemacht. Ferner gibt es ein Korruptions-Geschiebe von Staats-Beamten, die sich einen Dreck darum scheren, ob sie der Allgemeinheit schaden, sondern nur ihre eigenen Vorteile und die ihrer Begünstigten im Sinn haben. Solche Verfehlungen sollen in Griechenland besonders schlimm gewesen sein. In Deutschland sind sie ebenso schlimm, nur besser verdeckt. Weiterhin gibt es eine Verklebung von Parteien und Banken-Personal, insbesondere solcher Banken, die direkt oder indirekt staatlich gelenkt werden. Deutschland und wohl auch Frankreich schießen hier den Vogel ab.

Wer hat nun die Schuld an der Griechenland-Pleite? Das klevere Banken-Netz oder die diffus verteilten Verantwortlichkeiten in den einzelnen Staaten, denen ein übergeordnetes Regelwerk, etwa geschaffen von der EU, fehlt. Eher die Banken, würde ich meinen, denn ihre Absichten sind letztlich kriminell. Es kann aber auch sein, dass es weitere Schuldige gibt.

Diese weiteren Schuldigen befinden sind auf der obersten Administrations-Ebene eines Staates. Es sind die Staats-Spitzen, die die Richtlinien der Politik zu bestimmen haben, in Deutschland mithin Frau Merkel. Ein solches Amt, das einem Amtseid unterliegt, muss die Schuldigen an kommenden Miseren erkennen können. Es muss zwischen den Verantwortlichen der Schuldner- und Gläubiger-Seite abwägen können. Im Fall Deutschland fand diese Abwägung nicht statt. Die Schuldner-Seite wurde verteufelt, die Gläubiger-Seite verteidigt und begünstigt. Daher die enormen Neuschulden, die Merkel angehäuft hat. Sie hatte nicht die Kraft, die Fakten so zu schildern, wie ich es soeben getan habe. Sie war zu schwach, um sich den hinterhältigen Taktiken des Banken-Netzwerkes entgegen zu stellen, egal, was nun ein Obama dazu zu sagen hätte, der in erster Linie den Nutzen des eigenen Landes im Auge hat, egal, was ein Herr Ackermann dazu zu sagen hätte, der in erster Linie den Nutzen der Deutschen Bank im Auge hat. Sie musste sich diesen Kräften entgegen stemmen, um den Nutzen der eigenen Bürger nicht völlig zu vergessen.

Leider hat Merkel falsch entschieden, als es darauf ankam. Sie hat die Stellung an den Weichen missachtet, die der Internet-Schreibtisch vRhein vorgab und beschrieb, obwohl jede einzelne Zeile hier von einem Presse-Verwertungs-Büro in Berlin genauestens gelesen wird, um eventuelle Verwertungen durch sachbezogene Verteilung einzuleiten. Nun folgt die Strafe. Merkel landet im Chaos und zieht ganz Europa mit hinein. Die erbetene Führungs-Rolle Deutschlands führt nun leider geradewegs ins Verderben. Darum hatte ich diese Frau Merkel, die immer so guten Willens ist, sich sogar aufzuopfern scheint, der Hochstapelei bezichtigt. Sie fährt Deutschland gegen die Wand und hat auf ihrem Posten nichts zu suchen, da sie ihre Wahl aufgrund von Unfähigkeit ad absurdum führt. Der langsame Untergang Deutschlands ist von den Wählern nun keineswegs gewollt. Sie wollen das Gegenteil.

Nachtrag im Blog!
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Beitragvon micha » Do Mai 20, 2010 02:19:01:

Verbot von Leerverkäufen durch die Bundesregierung.

Das Verbot kam etwas hektisch im Alleingang, kennzeichnet die Laienhaftigkeit der Merkel, die den Kanzlerin-Posten nicht ausfüllt. Ohne innere Kraft oder gar Vision, pütschert sie an der Oberfläche herum und lässt sich auf jeden hergezerrten Berater ein, der ihrem sonderbaren Missions-Auftrag entspricht, den ihr niemand gegeben hat - sie hat dagegen ein Regierungs-Auftrag per Eid besiegelt. Ihn erfüllt sie nicht.

Im Prinzip ist das Verbot richtig, Zeitpunkt und Alleingang ohne Abstimmung mit EU-Partnern lassen jedoch eine völlige Hilflosigkeit erkennen angesichts der sensiblen Vorgänge, die an den Börsen das Tages-Geschehen ausmachen.
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Beitragvon micha » Do Mai 20, 2010 17:18:22:

Der Schutz-Schirm für Pleite-Griechenland, dessen deutscher Anteil im Bundestag nun wohl leider beschlossen wird, scheint Deutschland in einen Strudel der Geld-Vernichtung zu werfen. Herr Sinn von ifo-Institut sieht äußerst schwarz. Die Zustimmung sei der größte Fehler seit Bestehen der BRD.

Der größte Fehler der BRD scheint mir eine Jahrzehnte lange Schluder-Wirtschaft von deutschen Regierungen über die Verhältnisse und eine kritiklose Glück-Seligkeit-Mentalität zu sein, die sich besonders auf Europa bezieht. Frau Merkel, die beim G8-Gipfel "auf den Putz hauen" will, um Banken- und Börsen-Kontrollen zu erreichen, will anderen die Schuld an der deutschen Schluderei geben, die darauf eigentlich nur reagieren. Sie führt ein Teil DDR ein, und gebärdet sich authistisch selbstverlliebt und wie ein Flinten-Weib mit FDJ-Uniform im Schrank.

Die Bundesregierung einschließlich des alternden Schäuble machen es wieder falsch. Schäuble hatte noch unlängst zu Käufen der griechischen Faul-Papiere angestiftet. Die Börsen hoffen dagegen, dass Griechenland seinen Ausstieg aus dem Euro findet und eine Zahlungs-Unfähigkeit einleitet. Nur dann könnte der Euro gerettet werden. Aber so, wie es Merkel will, geht er den Bach runter.

Griechenland kann seine Schulden nie und nimmer zurückzahlen. Das Problem ist nur aufgeschoben. Italien lebt weiter in Saus und Braus, leistet sich weltweit die größte Staats-Karossen-Flotte, die auch deshalb so groß ist, weil subversive Mafia in der Politik ihren Tribut fordert. Auch diese Leute wollen leben wie Lebemann Berlusconi. Die Staatsverschuldung liegt dort noch etwas höher, 1.8 Billionen, Deutschland liegt scheinbar noch knapp darunter, aber entgegen verheimlichter wirklicher Zahlen, weil die Zügelung, Beaufsichtigung und Fremdbestimmung der Finanz-Märkte, die DDR-Merkel vorhat, in der deutschen Medien-Landschaft schon Wirklichkeit geworden ist. Die wahren Schulden, die wesentlich höher liegen, werden gedeckelt, darf der Bürger nicht wissen.

Die Staaten und allen voran Deutschland zeigen mit dem Finger auf kleine Börsen-Zocker, die auf Verluste setzen. Sie haben die Misere aber selbst verursacht. Wer ständig nach dem Vorbild südländischer europäischer Staaten über seine Verhältnisse lebt, sollte eigentlich Banken oder Börsen aus dem Spiel lassen und zu einer soliden Ausgabe-Politik zurückfinden. Das bißchen Sparen in der Runde in Berlin, alle in die Kamera schauten wie auf einem lustigen Klassentreffen, kann jahrelange Sünden nicht wettmachen. Politbüro-Aktionismus hilft da nicht.

Schuld und Schulden liegen bei den Staaten selbst, bei ihren aufgeblähten Verwaltungs-Apparaten und ihrer Verschwendungs-Mentalität, die zu viele Löcher in den Steuer-Sack reißen, legal oder durch Korruption, egal. Jetzt kam heraus, dass das Afghanistan-Abenteuer der BRD jährlich nicht nur eine Milliarde, sondern das Dreifache bis Sechsfache kostet. Der Wähler/Bürger/Steuerzahler wurde regelrecht betrogen, um sein Geld gebracht, das nun immer wertloser wird.

Die gleichen Politiker, die mit Milliarden um sich geschmissen haben und ihren Eid zum Wohle des Volkes verletzt haben, sind jetzt dabei, anderen die Schuld dafür zu geben. Rating-Agenturen sollen möglichst verstaatlicht werden, damit schön-dirigiert werden kann. Börsen sollen unter Aufsicht, damit das Spiegel-Bild der Staaten ansehnlich bleibt, obwohl sie fratzenhaft verschuldet sind.

Wenn ein Kontinent marode ist, so wie Euroland, dann werden Spekulanten die besonders kranken Teile heraussuchen und wie Viren agieren. Das Immunsystem wird geprüft, wenn es nicht mehr funktioniert, dann werden die Aass-Geier den Rest machen. Was fallen will, soll dann schnell fallen. So ist die Natur. Das Kranke wird befallen. So ist es mit Griechenland.

Merkel will die Realität nicht sehen. Sie träumt von einem Europa gegenseitiger Hilfen. Die Mentalität gewisser südländischer Staaten kann aber nicht geändert werden. Sie sind so, wie sie sind. Merkel will nun mit der Rute kommen, die Haushalte dort europäisch an die Kandare nehmen. Sie will Griechenland verdeutschen, das geht nicht. Dem Land hätte nicht so viel Geld in die Hand gedrückt werden dürfen. Griechenland ist keine Industrie-Nation. Das Verdeutschen hat zunehmend den Stallgeruch der Ex-DDR.

Die Schuld liegt an Ländern wie Deutschland, an Brüssel, an den Träumereien und Banken-Spekulationen mit Hilfe, Anleitungen und Taten von Politikern, die in die Landes-Bank-Spekulationen munter jahrelang eingegriffen haben. Da sind die Schuldigen. Der griechische Weinbauer oder Fischer hat keine Schuld. Und die oben schwimmende Schmarotzer-Schicht macht es so wie diejenige in Italien.

Merkel betreibt einen unrealistischen Sozialismus und will die Welt mit "Rabatz" belehren. Schon ziemlich weit zurük liegt auch die Skepsis den Internet-Schreibtisch vRhein. Die Welt zieht nach und erkennt die Merkel allmählich, nichts dahinter, aber Deutschland wird durch sie immer tiefer herunter gerissen.

Nicht nur Kanada und Indien kontern. Ihr Banken-System sei in Ordnung, kein Bedarf an staatlichen Regulierungen. An diesem Stutzen der Merkel zeigt sich, was ich die ganze Zeit sage: Global haben wir eine Balance von Schuldner- und Gläubigerstaaten. Bequeme Inflation wird es in den Schuldner-Regionen der Erde nicht geben. Die verprassten Milliarden oder Billionen müssen hübsch artig auf Heller und Pfennig zurück gezahlt werden. Aber etwas anderes verändert sich. Der Lebensstandard in den Verprass-Ländern sinkt rapide, auf der Seite der Bürger zuerst. Kleine Revolutionen und der Mob auf der Straße kündigen sich schon an. In Griechenland, das Vorbild war, wird geübt. Deutschland ist später dran.

Derweil hüpfen weltweit immer mehr kleine Teufelchen aus ihren Schachteln: Nordkorea schießt Kriegs-Schiff von Südkorea ab, in Afghanistan üben Studenten nur noch Muhammed, Brandherde überall, Korruption überall, Tellerminen nach wie vor, Ölpest beautiful, Naturkatastrophen hier und da, wer weiß vielleicht wegen unterirdischer Atomversuche mit langer Zeitverzögerung, Polar-Schmelze und Hiobs-Botschaften Thema Meeres-Spiegel, Verrückte wie der Staatsmacht-Betrüger Taksin, der in Thailand seine Privat-Revolution schürt und dafür Kader bezahlt, eine Million Baht für die Rädelführer, die weiter schüren sollen, kleine Zuckerbrötchen für die Armen als Stimm-Reserve für gefälschte Wahlen.

Die Welt "braucht" scheinbar noch Verrückte, die schmutzige Bomben einsetzen. Verrückt-fanatische Glaubens-Konfrontationen als Basis sind schon da. Dann kommt zwischendurch noch die Missbrauch-Schachtel aus dem Vatikan und dazu diverse fachliche Hochstapler-Politiker, an die Macht gespült, allen voran Frau Merkel, die durch gezieltes Lob in US-Magazinen gefügig gelobt wurde. Wir haben somit auch noch eine "dumme" Kanzlerin, die Eigenschaft der "Hochstapelei" wurde von der Presse im Zusammenhang mit Umwelt-Konferenzen für die Merkel vorher schon erfunden, wie ich gestern sah, da bin ich mit meiner zutreffenden Titulierung nicht der einzige gewesen. Selbstüberschätzung und Dummheit liegen in der Regel beieinander. Wer das Spitzenamt einer Nation innehaben will, muss auch die Voraussetzungen haben. Merkel schubst Land und Leute ins Schlammassel und will dafür noch Hochachtung genießen.

Gelegentlich hüpft dann und wann unser Tropf, der Bundespräsident, ebenfalls hoch und schmeißt alle seine früheren Aussagen zum Euro-Pakt über den Haufen, um sich in die Medien zu bringen und irgendeinen Einfluss als Griechenland-Retter zu stimulieren, den er nicht hat. Überflüssiger kann jemand nicht sein. Auch er verbraucht stattliche Summen. Besonders dann, das sei hier am Ende am 22/Mai/10 hinzugefügt, wenn er mit seinem Tross Kurz-Stipvisiten veranstaltet, wie nun zu den deutschen Truppen in Afghanistan, um sie zu belehren. Aber Deutschland wurde von Afghanistan nicht angegriffen. Die Soldaten wissen daher nicht, was sie da sollen, äußerten sich entsprechend, auch zu den Null-Erfolgen. Schon war Köhler wieder weg.
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Beitragvon micha » Sa Mai 22, 2010 05:53:47:

Die komplexen Vorgänge an den Finanzmärkten seien schwer durchschaubar, sagt CDU-Kanzlerin Merkel dem Publikum auf der Berliner Konferenz zur Finanzmarktregulierung (am 20. Mai 10) unverblümt - auch für Politiker. Doch uneigennützige Berater seien in der Finanzbranche nur schwer zu finden, "der Platz für den ehrlichen Ratgeber ist noch relativ unbesetzt", witzelt Merkel unbeholfen.Das Geständnis einer Kanzlerin, die sich ziemlich hilflos fühlen muss.


Das Geständnis der Merkel, auf uneigennützige "Berater" hereingefallen zu sein, hat den deutschen Steuerzahler um Milliarden gebracht und das Land um seine Zukunft. Die anderen haben also Schuld, nun die Berater. Camerun, der neue britische Premier, hält nicht viel von Finanzmarkt-Regulierung, stellte er bei seinem Antritts-Besuch in Berlin trocken fest, nicht die Märkte hätten die Krisen verursacht, sondern die Regierungen mit ihrer falschen Schulden-Politik. Ich freue mich, mein oben Geschriebenes von falscher Schuld-Zuweisung bestätigt zu finden.

Der Merkel fehlt das Gefühl für einfache Logik, die auch in der Finanzwelt weiterhilft. Sie bringt Ursachen und Wirkungen durcheinander. Wie kann eine solche Frau ein Land führen? Sie gehört in ein Kaffee-Kränzchen ohne Macht, meinetwegen im kirchlichen Rahmen.

Wenn Frau Merkel uneigennützige Berater suchen wollte, warum hat sie sie nicht in deutschen Universitäten und den entsprechenden Fächern gesucht? Warum ist sie auf diejenigen hereingefallen, die auf sie zu gekommen sind? Auch hier fehlt das Gefühl für einfachste Logik. Der Grund? Sie ist eitel, lässt sich gerne hofieren und glaubt, wenn sie berechnend gelobt wird, dann alles. So kennzeichnet man Laien und Hochstapler. Auch ist das Quantum Dummheit zu erkennen, das ich oben angesprochen hatte, schlau genug allerdings, um Hochstaplerin zu sein. Hochstapler finden genau die Schiene, die ihr Lügen-Waggon voranbringt. Bei der Merkel ist es ein eingebildeter moralischer Vorsprung, den sie als Pfarrers-Tochter wohl eingeatmet haben muss. Mit diesem autistischen Vorsprung fiel sie ihrem Förderer Helmut Kohl in den Rücken und kam so an die Macht. Daher auch ihre Umwelt-Phobie mit Verlangen nach sauberer Luft für die reine Seele, nach so einer evangelischen Jesus-Luft, rate ich mal. Zum Beispiel in Heiligendamm, wo Expräsident Bush und seine Frau fast vergiftet worden wären, denn Bush war dort Gast, und ich glaube ihm und seiner Frau, wenn sie schildern, wie ihnen übel und schlecht wurde. Sie hätten besser micha vRhein als Gastgeber aufsuchen sollen, ohne solche Folgen, uneigennützige, logische und tiefgreifende Finanz-Beratung gratis.

Interessant ist, dass BP Köhler als Berater überhaupt nicht auf der Liste stand, obwohl er doch angeblich so viel von Finanzen versteht, und warum? Man kennt ihn als Medien-eitle Niete, denke ich mal. Seine Reden waren so, bis auf die erste "Berliner Rede", da hatte er die Linie aus der Nation-Hymne abgekupfert.
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Falsche Berater aus den USA

Beitragvon micha » Mi Jun 23, 2010 12:20:32:

Falscher Berater aus den USA:
Düstere Prognosen eines Börsenstars: Der US-Investor Soros hält einen Kollaps des Euro für möglich - und sieht die Schuld dafür bei Deutschland. Sollte die Bundesregierung ihre Sparpolitik fortführen, drohten Europa soziale Unruhen, warnt er in einem Interview.


Schon richtig, es muss ausgewogen gespart werden. Die Schulden-Akteure dürfen sich nicht ausschließen. Sie müssen endlich einmal gute Beispiele geben. Ein Konjunktur-Programm muss nach dem Prinzip einer Schwerkkraft-Politik erfolgen. Verschwendungs-Löcher müssen abgedichtet werden. Verschwendung durch monopolisierende Lobby-Wirtschaft muss durch Konkurrenz ausgeglichen werden.

Die Schwerkraft verlangt nach der Harmonie durch eine Gegenkraft. Im Weltall und in der Natur dominieren Ausgleich und Balance. Wenn sich Balancen über lange Zeit halten, entsteht Harmonie und in ihr das Leben. Davon dürfen sich Politiker leiten lassen. Sie dürfen dieses Vorbild niemals aus den Augen verlieren. Es sei denn, sie sind gar keine Politiker, Vorteilnehmer oder so etwas, zum Lügen geboren, zum Arbeiten zu faul.

Wer sich dafür interessiert, was ich mit "Schwerkraft-Politik" meine, der führe sich doch bitte meinen Artikel über die Ölkatatrophe im Golf von Mexiko zu Gemüte. Er enthält aufgrund der Gesetze der Balance auch zugleich eine Lösung: viewtopic.php?t=464

Entsprechende Lösungen verlangt auch die Wirtschafts-Politik eines Landes, wenn eine dynamische Schulden-Verschmutzung aufgrund allgemeiner und von Egoismen bestimmter Verschwendung Eruptions-Charakter annimmt.

Plötzlich fangen nun Staaten damit an, Schulden-Stop-Programme aufzulegen. Sie betreten Neuland. Meist fehlt noch die Ausgewogenheit. Sie haben nach drohenden Staatsbankrotten gewisser Länder, die sorglos über ihre Verhältnisse gewirtschaftet haben, kein Industrie-Potential entgegen zu setzen hatten, ausgeliefert waren, mit einem Mal verstanden, dass auf Heller und Pfennig alle Schulden zurückgezahlt werden müssen, weil es eine globale Balance des Geldes gibt, Schuldner- und Gläubiger-Staaten halten sich die Waage. Schwerkraft und ihr Ausgleich existieren schon, weil das "Globale", globale Kommunikation, globaler Handel, global agierende Banken und Finanz-Netze, fast eine kosmische Dimension einnehmen, die Kraft-Ausgleich sucht.

Diese Tatsache wurde nicht beachtet. Politische Laien und Hochstapler an Schaltstellen (aufgrund erschlichener Stimmen nach Wahl-Versprechungen), die über den Tisch gezogen wurden, dachten an virtuelles Geld, das real eigentlich gar nicht existiere, an Inflation, die am Ende alle bezahlen lassen sollte. Nein, so ist es nicht, wegen der globalen Balance.

Darauf hatte ich rechtzeitig aufmerksam gemacht. Danach ging die Neuverschuldung aber erst so richtig los. Die Schulden-Berge hätten vermieden werden können. Dafür stand der Internet-Schreibtisch vRhein. Die Anweisungen wurden nicht befolgt, wohl weil sie Zitat-pflichtig, doch sonst kostenlos waren, im Gegensatz zu der Legion an Beratern und Firmen, die teuer eingekauft wurden. Nun die Strafe. Das Rückwärts-Kurbeln ist viel, sehr viel schwerer geworden. Und weil dabei der soziale Ausgleich fehlt, könnte es tatsächlich zu schweren Unruhen kommen.

Diese Politiker am Steuer-Zapfhahn und an den Schleusen für Neuverschuldungen dachten "europäisch" oder in Kategorien der USA, nicht global. Das war ein Fehler. Laienhafte, hochstaplerische Leer-Köpfe haben diese schwere Fehler gemacht, Geschäftsleute und andere Länder haben professionell davon profitiert, haben abgesahnt. In Deutschland können nun nicht einmal mehr Kinder helfend unterstützt werden. Kinderarmut nimmt dramatisch zu. Wenn Merkel und Westerwelle über ihr Spar-Paket feixen, dazu lachende Gesichter zeigen, fragt man sich, ob diese Leute noch normal sind.

Der zwingende globale Ausgleich der Kräfte, das sich selbst regulierende "kosmische" Gesetz in Richtung Harmonie und Leben, wirkt wie eine übermächtige Ordnung gegen Unlogik im Kleinen, sprich im Nationalen. Erbarmungslos verursacht diese übergeordnete globale Kraft Wirbel und Turbulenzen in einzelnen Staaten, die sich nicht rechtzeitig umgestellt haben und deren Politiker, rettungslos hinter der Zeit zurück, Fehler gemacht haben - in Richtung Chancen-Verhinderung und damit in Richtung Tod und Verderben Anmerkung1. Die Kinder bekommen es zu spüren.

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Dieser Artikel wurde in Teilen am 25/Juni/10 von mir ergänzt/präzisiert

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Anmerkung1 am 26/Juni/2010

Inzucht im weiteren Sinne hatte im österreichischen Braunau einen Adolf Hitler hervorgebracht. Deutschland befand sich nach den Pariser Vorort-Verträgen in einer gefährlichen Unwucht-Phase Anmerkung2 , als Hitler 20/Dez/1924 aus der Haft in Landberg entlassen wurde. Sein kopierter, zusammengeklaubter und fanatisch überdrehter Nationalismus, dem anfangs viel Sympathie sehr vieler Deutscher entgegen strömte, erzeugte eine kranke, unnatürliche, künstlich selektierende Zeugungs-Maschinerie. Unbewusst so eng gesteckt wie seine Herkunft befahl er eine Herren-Rasse, ein Inzucht-Tal des National-Sozialismus. Gegen jede Entscheidungs-Freiheit weiblicher Natur entstanden ideologische Inzucht-Bordelle. Globale Natur-Gesetze, Entscheidungs-Freiheit, Liebe, Unbekümmertheit, weiblische Toleranz, freier Handel und globales Lernen wurden künstlich ersetzt und mit nationalistischen Vorzeichen versehen. Global waren hinterher jedoch Krieg, Massen-Mord, Tod, Zerstörung und Verderben.

Verbrauchte Demokratien mit Gewohnheits-Wahl-Riten werden in anderer Weise schädlich: Parteien an der Macht verhalten sich wie Josef Fritzl aus der niederösterreichischen Bezirksstadt Amstetten und zeugen mit dem bewegungsunfähigen Bürger ein Schulden-Kind nach dem anderen. Das Inzucht-Gebaren solcher Parteien, die Macht in ihrem nationalen Betätigungs-Feld missbrauchen, hat die Monopol-Stellung eines Familien-Vaters Fritzl. Dieser fand schließlich seine übergeordneten Richter. Für gewählte Parteien gibt es keine. Der kleinkarierte Inzucht-Missbrauch funktioniert aufgrund fehlender Verantwortlichkeit. Amts-Schwüre sind leere Lippenbekenntnisse geworden.

In diesem geistigen nationalen Dunstkreis wurden Banken- und Wirtschafts-Krise "bewältigt". Die Finanzen eines Landes geordnet zusammen zu halten, Rücklagen zu bilden, verlangt ein regelrechtes Kraft-Training. Die altersschwachen Parteien der BRD leiden aber an Osteoporose. Sie bewegen sich nicht, trainieren sich nicht, suchen stets den leichten Weg aus Krisen: Neuverschuldung. Die eigentlichen Aufgaben einer modernen Gesellschaft wären ganz andere, siehe den nächsten Beitrag.

Länder wie Brasilien oder Kalifornien mit einem überdurchschnittlichen Gehalt an globalen Genen erreichen auf natürliche Weise das Gegenteil: neue Harmonie der Körper-Formen, geistige Inspiration und lebendige Perspektiven. Das Fischen im Reichtum des Globalen erhöht Chancen in Richtung Harmonie und Leben, die Verengung in nationalen oder gesammelt nationalen Kategorien ist ein Blickwinkel zurück, Richtung Adolf, würde ich sagen. Ergänzung am 27/Juni/10: Präsident-Kandidat Christian Wulff möchte im Falle einer Fußball-WM-2010-Endspiel-Teilnahme der deutschen Mannschaft als Bundes-Präsident neben Merkel auf der Tribüne sitzen und sich dort "huldigen" lassen, wurde gestern berichtet. Er ist noch nicht einmal gewählt.

Man lese bitte die letzte = siebte Strophe der Nation-Hymne, ein "kategorischer Imperativ", da die Resonanz bisher erbärmlich war. Und man vermeide bitteschön Herrn Wulff als Präsident!


________________

Anmerkung2 am 27/Juni/2010

Unwucht einer Gesellschaft umschreibt die unvorstellbar große negative Kraft nach einer falschen Politik, die auf natürlichen Ausgleich verzichtet hat, Kräfte gegen die Schwerkraft nicht entwickelt hat, sondern vielmehr die Schwerkraft eines Damokles-Schwertes noch verstärkt hat. Schwerkraft-Politik würde bedeuten, den natürlichen Ausgleich zu suchen, sich Vorbilder aus der Natur anzuschauen. Wie langsam und stetig muss eine Eiche wachsen, wie stark muss ihr Stamm sein, wie stark ihre Wurzeln, damit sie schließlich den Ausgleich der Schwerkraft geschafft hat und in voller Schönheit, Würde und Stärke allen Widrigkeiten der Natur trotzen kann? Die deutsche Eiche der National-Sozialisten war von Anbeginn morsch, ein Trugbild, weil der Kräfte-Ausgleich durch Kriegs-Beute und Massenmord eingeplant war.
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Beitragvon micha » So Jun 27, 2010 14:39:57:

Die eigentlichen Aufgaben einer modernen Gesellschaft, hatte ich oben geschrieben, welche wären es?

Ich will deswegen keinen langen Roman schreiben, mich kurz fassen. Der Schulden-Dienst, der System- und Privat-Banken füttert, den sich unser Staat aufgrund falscher Politik leistet, gehört in eben diesen anderen Aufgaben-Bereich.

Früher hatte es Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gegeben - ein scheußliches Wort, das mit ABM abgekürzt wurde. Sagen wir stattdessen Teilhabe-Programm. Menschen ohne Arbeit soll die Möglichkeit gegeben werden, an der Gesellschaft teilzunehmen. Sie dürfen nicht abgestoßen, ausgegliedert werden. Für jeden dürfte sich eine Arbeit, ein Aufgabe finden, die seinen Möglichkeiten, seinem Selbstverständnis, seiner Ausbildung und seinen Hoffnungen und Träumen entspricht.

Der Aufgaben-Bereich Arbeit durch entsprechende Verteilung des Steueraufkommens sollte in einer modernen Industrie-Gesellschaft eine wesentlich größere Bedeutung haben, er sollte den gesamten heutigen Schuldendienst-Etat nutzen können. Die eigentliche Aufgabe des Staates wäre gewesen, einen entsprechenden Etat zu schaffen, statt Schulden zu machen und einen unwuchtigen Kapitalismus zu züchten. Die Idee des Kapitalismus sollte in Vermögensbildung aller Bürger münden. Der Wille zur Selbständigkeit sollte durch das beschriebene staatliche Förderprogramm gefördert werden, da Selbständigkeit und Besitz tragende Säulen sein müssen.

Noch weitere Gedanken dazu muss ich mir aufsparen, da gleich das Achtelfinal-Spiel England gegen Deutschland beginnt.

Ach ja, der G20 Gipfel zeigt, dass meine Positionen allesamt richtig waren, viel Schaden verhindert hätten, wenn man in Berlin darauf gehört hätte. Auch meine Einschätzung Obamas, der Schulden-Hasardeur, war richtig. Mit sehr deutlicher Verspätung setzt sich diese Einschätzung nun durch. Kanzlerin Merkel wurde erst durch Schaden klug, ein Kriterium für laienhafte Politik. Der Schaden durch Fehlentscheidungen in der Vergangenheit und der plötzliche Umschwung, doch das Richtige zu tun, sprechen dafür, dass nun wieder, jedenfalls in diesem Punkt, der Linie des Internet-Schreibtisches vRhein gefolgt werden soll. Allerdings ist es fast zu spät. Der Schaden wurde zu groß.

Witzig: der Internet-Schreibtisch vRhein stellt die einzige außerparlamentarische Opposition dar, die selbstlos logische Lösungen herausgearbeitet hat. Sie hat Kontinuität und Standfestigkeit bewiesen. Es gibt keinen Schlingerkurs. Es gibt stattdessen klare logische Konzepte. Auf sie wird nun zurückgegriffen. Das ist der "Erfolg" der Kanzlerin in Toronto.

Es kommt jetzt darauf an, die Entschuldungs-Politik mit Anreizen für Wirtschafts-Wachstum zu verbinden. Auch hierfür gibt es Anleitungen im Internet-Schreibtisch vRhein, die sehr konkret sind und nicht beachtet wurden. Wer sucht, der findet. Sie wurden vor der jüngsten Neuverschuldungs-Wut konzipiert. Damals dachte ich, meine Hoffnungen auf sachlich richtige Entscheidungen aufgeben zu müssen.
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Beitragvon micha » Mi Jun 30, 2010 14:04:38:

Kanzlerin Merkels internationale Banken und Wirtschafts-Initiativen liegen mir schon auf der Zunge. Sie sind eine einzige Katastrophe. Eine Kanzlerin! will das Banken-System "disziplinieren", nachdem sie sich und ihr anvertrautes Land bei denen gerade hoch verschuldet hat.

Bank-Angestellte kennen solche Schuldner, die penetrant vorsprechen, weil sie Kredite beanspruchen, die Folgen aber nicht wahrhaben wollen. Europäische Spitzen-Politiker haben dieser Kanzlerin zu Unrecht vertraut, machen nun ihren katastrophalen Schlinger-Kurs mit, weil ihre eigentliche Qualifikation unter aller Kritik nicht abgefragt wurde, der Internet-Schreibtisch vRhein aus sprachlichen Gründen wohl nicht durchdrang.

Meine Seiten lassen sich in Googles Chrome jedoch bequem übersetzen, wie andere Internet-Seiten auch. Fährt man mit der Maus über einen übersetzten Satz, wird der Satz darüber im Original gezeigt. So kann eventuell eine holperige Übersetzung erkannt werden. Dieser Service von Google ist einfach großartig! Nun sollte er auch genutzt werden.
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Beitragvon micha » Mo Aug 02, 2010 14:27:24:

Deutschland lässt Europa boomen, betitelt Spiegel Online, da der Export wieder rund läuft. Deutschland ist das falsche Wort, da mit ihm Merkel und Konsorten in den Erfolg geschwemmt werden, den sie beständig und fleißig hintertrieben haben, um die eigene Partei zu zuckern. Merkel hat vieles verdorben, die Wirtschaft boomt nun trotzdem.

Was ist denn nun mit der Wirtschaft-Krise, die Merkel und Berater zu den ganzen hecktischen Fehlentscheidungen zugunsten beispielsweise der HRE getrieben haben, weil sie keine Geduld hatten. Hätten sie im Internet-Schreibtisch vRhein gestöbert, wäre mehr Weisheit in der Politik zu sehen gewesen, denn die Kehrtwende wurde hier vorausgesagt, da die Schwellen-Länder wie China und Indien ihren Konsum nicht stoppen würden, nur weil im Westen stinkend-faule Banken und ihre hochpolitischen Hintermänner Casino gespielt haben.
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Thema Geld

Beitragvon micha » Di Jan 25, 2011 06:59:53:

Die Wallstreet will mehr Geldumlauf. Sie steckt in einer Sinn-Krise, wie heute zu lesen ist.

Dem Geld stehen längst keine Gold-Reserven in ausreichender Menge mehr gegenüber. Die Welt-Bevölkerung wuchs schneller als die Gold-Schöpfung. Auf Sicherheit-Reserven kann nicht mehr gewartet werden. Die Sicherheit des Geldes muss aus anderen Überlegungen kommen. Zum Beispiel muss eine Balance zwischen Gläubiger- und Schuldner-Ländern bestehen. Die Gläubiger-Länder, unter ihnen China, wachen über den Wert, um ihre Währungs-Reserven zu schützen. Notfalls kaufen sie Staatsanleihen dazu und unterstützen schwächelnde Wirtschaften, wie zuletzt die USA anläßlich des Staatsbesuches.

Dadurch wächst der Einfluss der Gläubiger-Länder. Die Balance ist aber nicht alles. Geld muss auch zur Verfügung gestellt werden, aber wie?

Für diese Frage gilt eine Regel, die hier im Internet-Schreibtisch vRhein aufgestellt wird, ob woanders in der gleichen einfachen Form, weiß ich jetzt nicht. Die Regel lautet:

    1. Geld darf gedruckt werden. Die Menge richtet sich danach, Inflation oder Deflation zu vermeiden und der wachsenden Weltbevölkerung Rechnung zu tragen.
    2. Geld muss Sachwerte und Arbeit schaffen. Das bedeutet, dass Geld "gekauft" werden muss, auch in Form von Krediten, damit Wachstum verwirklicht werden kann.
    3. Überschuldungen von Schuldner-Ländern müssen am Maßstab des BIP noch tragbar sein. Die ständige Rückzahlung nach Schaffung von Werten und Arbeit muss genügend Spielraum für staatliche Investitionen lassen.
    4. Wie ein Staat leben will, muss ihm selbst überlassen bleiben. Entweder er lebt mit ständiger Schulden-Tilgung oder er schafft Reserven, so dass er zusätzlich noch an Zinsen verdient. Das Sagen haben schließlich die Länder mit Reserven. Sie müssen allerdings ihre Macht mit ungeheuren Rüstungs-Ausgaben konsolidieren, bis auch ihnen die Verschuldung droht. Die globale Welt "atmet", wenige Zukunft-weisende Erfindungen und Patente können ein ehemaliges Schuldner-Land wieder in die Plus-Zone katapultieren, denn der Welt-Markt ist riesig.
    5. Wünschenswert wäre eine geringe "Alterung" des Geldes, ein geringer zeitabhängiger Wertverlust, weil es dann an Dynamik gewinnt und das globale Atmen, der Welthandel, zusätzlich angeregt wird.
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Beitragvon micha » Fr Feb 18, 2011 06:27:52:

Inzwischen gab es die "Fusion" der New Yorker und Frankfurter Börse. Die oben beschriebene Sinnkrise führte nun zu einem Einhaken der großen Finanz-Gauner. Sie stützen sich und fühlen sich sicherer. Die Sinn-Krise wird verteilt und soll sogar noch auf Asien ausgeweitet werden. Der Deviraten-Handel mit Schummel-Inhalten konzentriert sich nun in Frankfurt. Deutschland war ja auf die Immobilien-Devirate hereingefallen, hat also Erfahrung im Nehmen. Man ist nun ganz nahe dran an den geil triefenden deutschen Politikern, denen auch alles angedreht werden kann, Hauptsache sie schütten Kauflaune mit fremden Geld - Steuergeld - aus. Sie sind augenblicklich in der sehr günstigen Misslage, die alten Fehler durch genau die gleichen neuen ausbügeln zu wollen. Sie rennen also dem Derivaten-Handel hinterher wie läufige Hunde. Das Aufjaulen überlassen sie später dem geschröpftem Bürger.

Sie versuchen gleichzeitig, die West-LB zu zerhacken. Dadurch meinen Sie, werde das Sitz-Problem auf Finanz-Reinfällen kleiner. Aus dem W wird Wurst, aus dem L Leucht-Diode und aus dem B Busen. So meinen sie, die Wurst auf dem Busen leuchten zu lassen. Letztlich bleibt in der Wurst die Zutat "Geld-Drucken", der die Leuchten zugetan sind. Irgendwie werden die Probleme zu Papier, das zusammen mit den Papier-Deviraten immer noch als Klo-Papier verarbeitet werden kann, meinen sie. Sollen sich doch die anderen, die in der Masse leben, damit abwischen! Sie selbst sind sich zu fein für Papier. Sie nehmen lieber die bloße Hand, damit diese dem Bürger ganz offen aufgehalten werden kann.

_____________

Nachtrag 22/Februar/2011

Eine heute zum dritten Mal kurz hintereinander wiederholte Sendung in der Deutschen Welle: "Zocken auf Bayerisch - Das Desaster einer Landesbank" (Focus) zeigt die Notwendigkeit, die Macher respektlos und satirisch aufs Korn zu nehmen, wie oben im Text. Die Landesbanken sind sich alle ähnlich.
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Beitragvon micha » Do Mär 03, 2011 00:53:14:

Leitwährung USA oder China? Die Zukunft der USA und ihr gravierendes Schulden-Problem belasten und rufen neue globale Entwicklungen hervor. Ich verweise auf meine Ergänzung von heute in meinem Obama-Hasardeur Blog.
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Beitragvon micha » Do Mai 19, 2011 15:00:35:

Die USA haben die Welt inzwischen mit Dollar überschwemmt. Der Geldmenge steht kein entsprechendes durchschnittliches Brutto-Sozial-Produkt gegenüber. Auf längere Sicht bedeutet dies Inflation und eine Verwerfung der Märkte, weil die Überschuss-Menge zu erhitzten Finanzmärkten führt. Eine weitere Wirtschafts- und Bankenkrise ist schon vorprogrammiert.

Unterhalb dieser Dollar-Schwemme agiert die EZB ähnlich, indem sie faule Staatsanleihen verschuldeter Euro-Länder aufkauft und somit Geld schwemmt, dem ebenfalls kein gesundes mittleres Bruttosozial-Produkt gegenüber steht.

Angefangen hat alles mit der Aufweichung des Euro. Bedingungen, die an ihn geknüpft waren, und Versprechungen der Stabilität wurden nicht eingehalten. In einer merkwürdigen "konzertierten Aktion" tolerierten Euro-Länder den gegenseitigen und allseitigen Schlendrian, weil es rund um das Parteien-Gewusel aller dieser Länder Profiteure am Schlendrian gab. Eine seriöse politische Kraft, die sich dem entgegenstemmen würde, gab es nicht.

Wir umreißen also zunächst einmal die globalen Fehler großer Gemeinschaften wie die USA und Europa. Die allseitige Disziplin-Losigkeit, vermischt mit Gier nach kranken Geld, mit Macht-Ansprüchen und Parteien-Politik, mit Versuchen, durch Zockerei aus der Misere zu kommen und dafür Landes-Banken einzusetzen, führte in eine Sackgasse, die nichts Gutes verheißt.

Unter diesem Dach der Misswirtschaft in den USA und Europa geht es nun um die einzelnen Unterschiede der Schlendriane. Deutschland fühlt sich zurzeit bemüßigt, andere Länder zu tadeln, bevor immer neue Hilfspakete geschnürt werden. Dabei sieht es mit den Schulden Deutschlands kein bischen besser aus.

Die kleinen Unterschiede der Gesamt-Misere bestimmen die Politik, das Mobbing einzelner Länder gegeneinander und das Bestreben, die Unschuldigen, die Bürger, möglichst unauffällig zur Kasse zu bitten. Sie haben die Misere nicht verursacht und müssen nun zahlen.

Ich zitiere aus Siegel-Online:
Die Aufnahme Griechenlands in die Euro-Zone habe den Geldanlegern international das Gefühl gegeben, die Anlagen seien sicher - und gute Zinskonditionen hätten die Banken dazu bewegt, Unsummen nach Griechenland fließen zu lassen.

Sprich: Offensichtlich hat der Finanzsektor in den Boom-Jahren mit Griechenland gute Geschäfte gemacht und Zinsen kassiert. Dass sich die Kredite nun als faul erweisen, hat eine drastische Gegenbewegung ausgelöst - und auch daran haben manche Anleger übrigens gut verdient. Damit aus den vielen Fehlspekulationen keine allgemeine Kredit- und Bankenkrise wird, spannt die EU unter maßgeblicher Beteiligung Deutschlands einen Rettungsschirm auf: Die Wirkung der faulen Kredite soll durch Bürgschaften und staatliche Kredite neutralisiert werden. Das ist, na klar, eine Vergesellschaftung der Verluste aus privatwirtschaftlichen Fehlspekulationen, die Anleger in Griechenland gemacht haben.


Immer deutlicher wird gesehen, dass es die Banken sind und waren, die an den Verschuldungen der Länder profitieren. Sie müssen nur dafür sorgen, dass die staatlichen Kunden nun auch fleißig abzahlen und die Zinsen einschließen, die erst Sinn ergeben, wenn es keine Pleiten, Insolvenzen und radikale Umschuldungen gibt. Immer wieder wird auf die kleinen Sparer verwiesen, die betroffen seien. Sie sind es nicht. Nur wenige Privat-Personen kauften wacklige Staatsanleihen. Es waren die Banken und ihre Verzweigungen, immer mit dem Hintergedanken, dass es "Hilfs-Pakete" für die Länder in der Kreide geben muss und dass letztlich die Steuerzahler der Geber-Länder aufkommen werden, sei es über Bürgschaften oder neue Pakete. Das ganze hat den Charakter eines betrügerischen Schneeball-Systems.

Was wäre zu tun, wenn doch alle Gebote der Vernunft in den Wind geschlagen wurden (und auch die nicht beachteten "roadmaps" des Internet-Schreibtisches vRhein)?
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Beitragvon micha » So Jun 19, 2011 15:18:30:

micha hat geschrieben:Das ganze hat den Charakter eines betrügerischen Schneeball-Systems. Was wäre zu tun, wenn doch alle Gebote der Vernunft in den Wind geschlagen wurden (und auch die nicht beachteten "roadmaps" des Internet-Schreibtisches vRhein)?


Merkel und Schäuble wissen nicht, was zu tun ist. Sie schwimmen und können nicht schwimmen. Die zappelnden Beine haben keinen Grund-Kontakt. Darum mischen sich Hektik, Widersprüche und täglicher Horror beim Anblick der Griechen. Die Angst um den Euro und Befürchtungen einer Ansteckungs-Gefahr an latente weitere europäische Pleite-Kandidaten hat ein europäisches Chaos geschaffen.

Ursprung der Schulden-Blasen europäischer Länder ist die Unfähigkeit von Regierungen zu haushalten. Billiges Schulden-Geld floss in dunkle Kanäle. Die normalen Bürger hatten nichts davon. Die Staatsapparate blähten auf. Korrupte Selbstbedienung, Sozialbetrug und Nach-uns-die-Sintflut-Mentalität nahmen bizarre Formen an. In Griechenland hatten es einst griechische Fischer vorgemacht: Bomben wurden für Fischfang eingesetzt. Der Fischbestand reduzierte sich dramatisch. Genau so verantwortungslos waren die Haushalt-Betrügereien. Nach uns die Sintflut lautete die Divise. Nun sollen Bürger dafür zahlen, die an allem unschuldig sind.

Nach der Deviraten-Schwemme ohne Inhalte, dem Kauf und Verkauf von Wertpapieren mit nichts drin, den Betrügereien von Rating-Agenturen, solche Papiere hoch zu stufen, kommt nun die Schwemme an Staatsanleihen mit nichts drin, nur mit einem Unterschied: Ratingagenturen stufen diesmal gnadenlos herab, um die breite Masse der Steuerzahler zur Kasse zu bitten, wieder im Bandel mit Banken. Staatsanleihen sollen nachträglich Rückhalt bekommen. Die Verursacher der Schulden aber dürfen weiter machen, werden sogar noch getätschelt. Sie dürfen sich hinter Chaos verstecken, wie in Griechenland.

Was also wäre zu tun? Zunächst eine Art Unternehmens-Beratung für das Land. Zeit muss gewonnen werden. Und das Hauptproblem, das "Euro-Gefälle" muss gelöst werden.

Zwei Arten des Euro wurden vorgeschlagen, ein Süd-, ein Nord-Euro. Der Ansatz ist richtig, die Praxis unmöglich. Stattdessen schlage ich einen anderen Weg vor.

Der tatsächliche Wert des Euro in Schulden-Ländern, die die 3-Prozent-Hürde eklatant verletzen, muss ermittelt werden. Das ist möglich durch eine virtuelle Landeswährung. Wenn es gelingt, eine Supernova in irdischen Labors genau zu rekonstruieren, um die Vorgänge zu analysieren (die Mutter allen Lebens sind die sterbenden großen Sterne, die zu Supernovae und zur Erzeugung der Bausteine von Sonnensystemen und des Lebens fähig sind), dann müsste das gleiche auch auf dem Sektor der Währungen möglich sein. Benötigt wird eine Simulation, wie wenn zum Beispiel Griechenland seine alte Währung wieder hätte.

Das Ergebnis muss dann in Euro umgerechnet werden. Das Umrechnen kann sich beschränken. Wichtig ist lediglich der Schulden- und Subventions-Sektor, sind die Hilfsmittel aus der Europäischen Union. Werden neue Schulden aufgenommen, muss deutlich werden, wie viel Schulden, Hilfen, Subventionen und Zuschüsse von außen im Falle einer eigenen Landeswährung, die abwerten kann, wert sein dürfen und wert sind.
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Beitragvon micha » Mo Jun 20, 2011 00:56:57:

Die Vorteile einer simulierten und bindenden Umrechnung von Teilen des Aufkommens in die alte Landeswährung, im Fall Griechenlands in die Drachme:

Welche Folgen hätte also eine solche Bewertung für Griechenland und andere Kandidaten und für Europa? Die Hilfen würden wesentlich geringer ausfallen. Staats-Ausgaben für den Staatsapparat, Renten, Gehälter usw müssten an den Drachmen-Modus angepasst werden, wären geringer als heute. Es gäbe nur begrenzte Mittel, um sie zu verteilen. Aber, nun der Vorteil dieser Bewertung: Jeder Euro, der durch Export eingenommen wird, wäre so hart und wertvoll wie in anderen Euro-Ländern, die die 3-Prozent-Hürde nicht überschreiten.

Die weitere Folge wäre: die Volkswirtschaft würde sich anstrengen und sich nach den harten Euros aus dem Export strecken, die nicht umgerechnet werden. Gut wäre, nun auch die Steuern aus Export-Geschäften nach dem Eigenwährung-Modus zu berechnen. Auch hier ergäbe sich ein stimulierender Faktor. Selbständigkeit und Firmen-Gründungen würden aus dem Boden schießen, weil es im Export richtig viel Geld zu verdienen gibt. Ausländische Firmen würden in Griechenland investieren, da auch die Löhne niedriger sind.

Das Land wäre in relativ kurzer Zeit saniert. Nun muss noch ausgerechnet werden, welche Modi für die Rückzahlung bisheriger Schulden gelten dürfen. Bodenloser Leichtsinn der EZB, Privatbanken und sonstiger Investoren darf nicht zu 100 Prozent belohnt werden. Es war von Anfang an klar, dass beispielsweise Griechenland gar nicht in der Lage sein würde, alles zurück zu zahlen.

Mit dem simulierten Umrechnungs-Modus dürfen diese Geldgeber jedoch mit einem begrenzten Schaden rechnen. Und: Europa würde ebenfalls den Export des Schulden-Landes fördern. Europa würde die Hilfe-Pakete besser kontrollieren können. Das erläutere ich im nächsten Posting dieses Threads.

Nun muss noch ein Name für die unterschiedlich berechnete Währung gefunden werden. Da es sich um einen hier und originär entwickelten Vorschlag handelt, darf der Name "vRhein`sche Währung-Berechnung" lauten.
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Beitragvon micha » Mo Jun 20, 2011 02:30:48:

Alle Minister an den Erpressung-Hebel, so lautet die geheime Strategie der Griechen. Sanierung wird vorgeschoben

Denken wir doch bitte logisch. Wer will was, wer gibt was? Nicht ganz klar ist, wie sehr beispielsweise Griechenland etwas will und wie die Berechnung der Geberländer angesichts ihrer belasteten Steuerzahler ausfällt. Zur Zeit scheint die Genauigkeit auf der Strecke zu bleiben und das Wischi-Waschi-Gekungel scheint entscheidend zu werden. Der neue fettleibige Finanz-Minister Griechenlands kommt mit Versprechungen, festen Hände-Drucks (igitt) und mit gespielter Vertrauen-Würdigkeit seiner Person. Er gehört aber zur Riege, die das Desaster angerichtet haben. "Alter Wein in neuen Schläuchen", meinte eine Griechin, "vom Regen in die Traufe" meinte eine andere, beide Interviews wurden von der DW ausgestrahlt. Logik an der Basis scheint es zu geben, Logik auf der Junker-Merkel-Ebene dagegen nicht.

Spannen wir doch einen Bogen zu den Banken. Wer will was von Banken und wie kontrollieren diese, um Verluste zu vermeiden, wenn sie selbst entscheiden können und nicht, wie beispielsweise in Deutschen Landesbanken, von Politikern beeinflusst werden? Und wie intensiv wollen zukünftige Schuldner etwas? Antwort: sehr intensiv, oft existentiell intensiv, oft ist der Wille, Schulden aufzunehmen, geradezu krankhaft manisch süchtig gierig.

Griechenland versucht zurzeit, eine ähnliche Intensität seiner Schulden-Gier hinter einem diplomatisch-kumpelhaften Vorhang zu verstecken. Man will an das Gesamt-Paket in Milliarden-Höhe auf Biegen und Brechen heran kommen, um dann mehr oder weniger frei darüber verfügen zu können. Die Staat-Sanierung bleibt dann auf der Strecke. Ein neues Hilfs-Paket in naher Zukunft wird schon jetzt anvisiert. Man ist sich in Griechenland bewusst, Mittel für eine Erpressung dieser Hilfe-Milliarden zu besitzen. Die "Sanierung" Griechenlands wird sich darauf konzentrieren, den Erpressung-Hebel zu hegen und zu pflegen. Alle Mann an den Hebel, so lautet die geheime Strategie der Griechen, die von Anfang an, schon um in die EU zu kommen, betrogen haben.
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Beitragvon micha » Mo Jun 20, 2011 03:42:43:

Die Pflicht der EU, seine Hilfe-Pakete an Griechenland und andere Pleite-EU-Länder zu kontrollieren.

Ohne eine simulierte Umrechnung des Euro in die Leistung einer abgewerteten Landes-Währung, in Griechenland in die Drachme, ist eine solche verpflichtende Kontrolle unmöglich. Man kennt die Kluft zwischen Leistung und Hilfe-Paket nicht. Dazu dient die Simulation, die bindende Folgen haben muss.

    1. Die Richtung der Verantwortung muss umgedreht werden. Griechenland muss den Bedarf im Detail nachweisen, erst dann der Zuschlag. Detail bedeutet, dass jede Rente, jedes Gehalt im Staats-Apparat, jede sonstige Verpflichtung des Staates in einem Antrag nachgewiesen werden muss. Es darf gebündelt werden. Eine Kontrolle der Bündel im Einzelnen muss jederzeit möglich sein. Dafür müssen Nachweise erstellt werden. Ein etwas gehobenes Existenz-Minimum muss ausgerechnet werden. Wenn also Griechenland Geld haben will, muss es genau angeben, genau im Detail, wofür. Andernfalls die Staats-Pleite, ohne Wenn und Aber.

    2. Dieser existentielle Bedarf muss nun anhand der Drachme-Simulation herunter gerechnet werden. Ein Minister erhält somit ein Gehalt, das er bekäme, wenn Griechenland aus dem Euro aussteigen würde und nur noch die Drachme hätte. So alle anderen Gehälter, Zulagen und Selbstverwaltung-Kosten. Der griechische Staat darf nur solche Gelder erhalten, die seiner Leistung-Kraft entsprechen. "Erhalten" bedeutet Kredite zu sehr günstigen Konditionen für vorzeigbaren Bedarf, nicht für Korruption-Bedarf. Die Umkehrung der Nachweis-Pflicht, nun ausgehend vom Schuldner-Land, verhindert, dass Bedarf an "dunklen Kanälen" festgemacht wird.

    3. Die wirtschaftliche Erholung Griechenlands verläuft dynamisch, weil der simulierte Umrechnung-Kurs dynamisch ist. Die Drachme wird sich nach reeller Erholung immer mehr an den Euro annähern. An der 3-Prozent-Hürde darf die simulierte Umrechnung dann unterbleiben. Griechenland hat ein Ziel, sähe Morgen-Röte am Horizont. Das System ist transparent und wahrhaftig, so dass soziale Unruhen in Griechenland die innere Berechtigung verlieren und unterbleiben.

    4. Der "Sparkurs" Griechenlands wird also von der EU ausgerechnet, nachdem Griechenland seinen Bedarf detailiert vorgetragen hat. Das komplette Ausscheren aus dem Euro unterbleibt. Der Export der Griechen wird stimuliert. Er ist entscheidend für die Sanierung des Landes. Der Euro bleibt stabil, gewinnt sogar sehr an Stabilität.

    5. Europa entwickelt Modelle der Unternehmens-Beratung, übertragen auf das "Unternehmen" Staat, die auch anderen Pleite-Ländern Hoffnung machen.
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Beitragvon micha » Di Jun 21, 2011 04:16:40:

Niemand kann verlangen, dass gute, sinnvolle und logische Konzepte, die im Internet geäußert werden, wie oben zu lesen, von einem Tag auf den anderen auch wirken. Vor längerer Zeit hatte ich das Konzept der "Schwerkraft-Politik" entworfen. Es hat sich immer noch nicht herumgesprochen. Dabei ist Schwerkraft die entscheidende Energie in unserem Universum, aus dessen Sternen-Staub nach Supernovae wir bestehen, wie neuere Forschung bewiesen hat. Die Sternen-Kinder, die wir also sind, haben nicht gelernt, die entscheidende Energie, abhängig von Masse, in die Politik zu integrieren.

Griechenland ist bitteschön ein Land. Masse ist da. Ungeheure Komponenten der Schwerkraft sind da, nämlich Energien, um zu überleben, um zu täuschen, um einen gewohnten Lebens-Standard zu halten, um an leichtes Geld zu kommen, um Macht und Gier zu befriedigen. Mit allen diesen Energien kann die Europäische Union kaum etwas anfangen. Sie kann daraus kein neues Leben generieren. Sie kann keine Konzepte entwerfen, die das Energie-Potential nutzt und lenkt.

Minister Schäuble schaut auf und verkündet: "Wenn die Griechen gewisse Bedingungen erfüllen, dann wird die nächste Tranche ausbezahlt." (1) Diese Bedingungen aber können vorgetäuscht werden. Genau die falschen Energien werden dann frei gesetzt. Nach einiger Zeit verschlimmert sich die Lage für Europa und den Euro.

Spiegel Online betitelt soeben: "Euro-Retter gehen volles Risiko". Obendrauf: Banken können/dürfen vor ihren Aktionären keinen freiwilligen Verzicht auf Milliarden Euro leisten.

Ja sind die verantwortlichen Europäer in Geberlaune denn verrückt geworden? Sie sind gewählt worden, um kein Risiko einzugehen, wenn es irgendwie möglich ist. Sie wiederholen aber das Vabanque-Siel der Wirtschafts-Krise, also ob sie überhaupt nichts gelernt hätten.

Die Energien aus Griechenland, an neues Geld heran zu kommen, müssen genutzt werden, um Griechenland zu sanieren und nicht, um zerstörerische Energien zu befriedigen. Der drohende Staats-Bankrott muss genutzt werden, um Griechenland zu seiner Sanierung zu verhelfen. Ein Minister Evangelos Venizelos, mit einer Drachme hinter dem Ohr, will das Euro-Geld, und zwar auf Biegen und Brechen zur möglichst freien Verfügung. Die EU aber darf kein Risiko eingehen.

Das bedeutet, dass sie akribisch genau die Verpflichtungen der griechischen Staates an sich selbst erfahren muss. Sie kann sie in einem Antrag-Verfahren dann sehen. Antrag oder Staats-Pleite muss die Alternative lauten. Die Gelder müssen vorher auf eine virtuelle Drachmen-Währung herunter gerechnet werden, wahrscheinlich auf rund die Hälfte des Wertes. Die Hilfe-Pakete dürfen also nur rund die Hälfte an Euro betragen. Damit wäre das betrügerische Griechenland, das weit über seine Verhältnisse jahrelang geprasst hat, bestens bedient.

Es gibt dann einfach weniger. Die EU muss dafür sorgen, dass weniger Geld zu verteilen ist, die Verteilung dann aber auch selbst übernehmen. Auf diese Weise kann die Neuverschuldung Griechenlands auf ein erträgliches Maß reduziert werden, und die Korruption, die "dunklen Kanäle" dicht an den Milliarden, können vermieden werden. Was machen aber unsere EU- und Landes-Politiker an den Macht-Hebeln? Sie heben das Umlauf-Geld auf astronomische Höhen, weil sie mit den Banken verbandelt sind, selbst nämlich als ihre Schuldner in Abhängigkeit geraten sind. Sie lassen die Banken erneut profitieren und Risiko minimieren. Dafür rollen die geopferten Köpfe der Bürger die pyramidale Treppe herab, wie es einst die Majas gemacht haben. Grausig!

Ich will mich nicht wiederholen und verweise auf das Konzept von oben in diesem sachlichen Thread. Die Griechen dürfen kein Fass ohne Boden sein, die erfolgreiche Rettung aus der Krise im Hinblick auf andere Schulden-Länder der EU muss im Vordergrund stehen. Auch zu bedenken ist die Schulden-Geschichte Deutschlands, siehe die Anmerkung 1

________________

(1)
"Deutschland ist der größte Schuldensünder des 20. Jahrhunderts"

Griechenlands Pleitekarriere lässt sich nicht überbieten? Doch - von Deutschland, sagt der Wirtschaftshistoriker Albrecht Ritschl im Interview. Er warnt: Die Bundesrepublik muss sich in der Euro-Krise zügeln, sonst könnte sich die Stimmung gegen das Land drehen.


SPIEGEL ONLINE: Herr Ritschl, Deutschland tritt in der Debatte über weitere finanzielle Hilfen für Griechenland wie ein Besserwisser auf. Die Bundesregierung handelt mit ihrer Unnachgiebigkeit nach dem Motto "Geld für Euch gibt es nur, wenn ihr das macht, was wir verlangen." Ist diese Haltung gerechtfertigt?

Ritschl: Nein, dafür gibt es keine Grundlage.
SPIEGEL ONLINE: Das dürften die meisten Deutschen anders sehen.

Ritschl: Das mag sein, aber Deutschland hat im 20. Jahrhundert die wohl größten Staatspleiten der jüngeren Geschichte hingelegt. Ihre heutige finanzielle Stabilität und ihren Status als Oberlehrer Europas verdankt die Bundesrepublik allein den USA, die sowohl nach dem Ersten als auch nach dem Zweiten Weltkrieg auf sehr viel Geld verzichtet haben. Das wird leider immer wieder vergessen.

SPIEGEL ONLINE: Was genau ist damals passiert?

Ritschl: Die Weimarer Republik hat von 1924 bis 1929 auf Pump gelebt und sich das Geld für ihre Reparationsleistungen des Ersten Weltkriegs von Amerika geborgt. Diese Kreditpyramide krachte in der Wirtschaftskrise 1931 zusammen. Das Geld war weg, der Schaden für die USA gigantisch, der Effekt auf die Weltwirtschaft verheerend.

SPIEGEL ONLINE: Ähnlich war es nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ritschl: Da hat Amerika gleich dafür gesorgt, dass nicht wieder hohe Reparationsansprüche an Deutschland gestellt wurden. Bis auf wenige Ausnahmen wurden alle solchen Forderungen auf die lange Bank geschoben, bis zu einer künftigen Wiedervereinigung. Für Deutschland ist das lebenswichtig gewesen, es war die eigentliche finanzielle Grundlage für das Wirtschaftswunder. Zugleich mussten aber die Opfer der deutschen Besetzung in Europa verzichten, darunter auch die Griechen.

SPIEGEL ONLINE: In der jetzigen Krise sollte Griechenland zunächst 110 Milliarden Euro von den Euro-Staaten und dem Internationalen Währungsfonds bekommen. Jetzt soll ein weiteres Rettungspaket verabschiedet werden, das ähnliche Dimensionen haben dürfte. Es geht also um sehr viel Geld. Wie groß waren denn die deutschen Staatspleiten?

Ritschl: Gemessen jeweils an der Wirtschaftsleistung der USA war allein der deutsche Schuldenausfall in den dreißiger Jahren so bedeutsam wie die Kosten der Finanzkrise von 2008. Im Vergleich dazu ist das griechische Zahlungsproblem eigentlich unbedeutend.

SPIEGEL ONLINE: Mal angenommen, es gäbe ein globales Ranking der Pleitekönige. Auf welchem Platz würde Deutschland landen?

Ritschl: Deutschland ist Schuldenkaiser: Nach der Schadenshöhe im Vergleich zur Wirtschaftsleistung gerechnet ist Deutschland der größte Schuldensünder des 20. Jahrhunderts - wenn nicht überhaupt der jüngeren Finanzgeschichte.

SPIEGEL ONLINE: Selbst Griechenland kann nicht mit uns mithalten?

Ritschl: Nein, das Land spielt an sich eine nebensächliche Rolle. Nur die Ansteckungsgefahren auf andere Euro-Länder sind das Problem.

SPIEGEL ONLINE: Die Bundesrepublik gilt als Inbegriff der Stabilität. Wie oft war Deutschland denn insgesamt pleite?

Ritschl: Das kommt darauf an, wie man rechnet. Allein im vergangenen Jahrhundert mindestens drei Mal. Nach dem ersten Zahlungsausfall in den dreißiger Jahren wurde der Bundesrepublik 1953 von den USA ein Schuldenschnitt - im Englischen "Haircut" - verpasst, der das Schuldenproblem von einem voluminösen Afro-Look auf eine Vollglatze reduzierte. Seitdem stand Deutschland glänzend da, während sich die anderen Europäer mit den Lasten des Weltkriegs und den Folgen der der deutschen Besetzung abrackerten. Und selbst 1990 kam es noch zu einem Schuldenausfall.

SPIEGEL ONLINE: Wie bitte?

Ritschl: Ja, der damalige Kanzler Helmut Kohl weigerte sich damals, das Londoner Abkommen von 1953 umzusetzen. Darin war festgeschrieben, dass die deutschen Reparationszahlungen aus dem Zweiten Weltkrieg im Falle einer Wiedervereinigung neu geregelt werden. Man hat nur die Bedienung kleiner Restbeträge abgewickelt. Dabei ging es aber um minimale Summen. Reparationen hat Deutschland nach 1990 nicht gezahlt - von den Zwangsarbeiterentschädigungen mal abgesehen - und auch die im Zweiten Weltkrieg aus den besetzten Ländern herausgepressten Kredite und Besatzungskosten nicht getilgt. Auch gegenüber Griechenland nicht.

SPIEGEL ONLINE: Anders als 1953 in Deutschland geht es bei der aktuellen Diskussion über die Rettung Griechenlands ja weniger um einen "Haircut" als vielmehr um eine Verlängerung der Laufzeiten der Staatsanleihen, also eine "weiche Umschuldung". Kann man dann überhaupt von einer drohenden Pleite sprechen?

Ritschl: Auf jeden Fall. Selbst wenn ein Land nicht zu hundert Prozent blank ist, kann es pleite sein. Genau wie in den fünfziger Jahren im Falle Deutschlands ist es illusorisch zu glauben, die Griechen könnten ihre Schulden jemals alleine abtragen. Und wer das nicht schafft, ist eben pleite. Nun muss festgelegt werden, wie hoch die Ausfallquote der Staatsanleihen ist, auf wie viel Geld die Gläubiger des Landes also verzichten müssen. Es geht dabei vor allem darum, den Zahlmeister zu finden.

SPIEGEL ONLINE: Der größte Zahlmeister dürfte Deutschland sein.

Ritschl: Darauf läuft es wohl hinaus, aber wir waren auch reichlich sorglos - und unsere Exportindustrie hat von den Aufträgen gut gelebt. Die Anti-Griechenland-Stimmung, die in vielen deutschen Medien verbreitet wird, ist hochgefährlich. Und wir sitzen im Glashaus: Nur durch den weitgehenden Schulden- und Reparationsverzicht seiner Kriegsopfer aus dem Zweiten Weltkrieg ist Deutschlands Wiederaufstieg möglich geworden.

SPIEGEL ONLINE: Deutschland sollte sich also mehr zurückhalten?

Ritschl: Deutschland hat im 20. Jahrhundert zwei Weltkriege begonnen, den zweiten davon als Vernichtungs- und Ausrottungskrieg geführt - und anschließend haben die Feinde die Reparationszahlungen ganz oder in beträchtlichem Umfang erlassen. Dass die Bundesrepublik ihre wirtschaftliche Blüte der Gnade anderer Völker verdankt, hat auch in Griechenland niemand vergessen.

SPIEGEL ONLINE: Wie meinen Sie das?

Ritschl: Die Griechen kennen die feindlichen Artikel aus deutschen Medien sehr gut. Wenn die Stimmung im Land umschlägt, alte Forderungen nach Reparationszahlungen laut und auch von anderen europäischen Staaten erhoben werden und Deutschland diese je einlösen muss, werden wir alle bis aufs Hemd ausgezogen. Da könnten wir im Vergleich dankbar sein, Griechenland auf unsere Kosten luxuszusanieren. Wenn wir hier der Stimmungsmache folgen und den dicken Emil geben, der die Zigarre pafft und nicht zahlen will, dann werden irgendwann die alten Rechnungen wieder präsentiert.
SPIEGEL ONLINE: Wenigstens zum Schluss noch ein paar versöhnliche Töne: Wenn Sie eine Lehre aus der Geschichte ziehen, welche Lösung wäre derzeit die beste für Griechenland - und Deutschland?

Ritschl: Die Pleiten Deutschlands im vergangenen Jahrhundert zeigen: Das Vernünftigste ist, jetzt einen echten Schuldenschnitt zu machen. Wer Griechenland Geld geliehen hat, müsste dann auf einen beträchtlichen Teil seiner Forderungen verzichten. Das würden einige Banken nicht verkraften, also müsste es neue Hilfsprogramme geben. Für Deutschland könnte das teuer werden, aber zahlen müssen wir so oder so. Und immerhin hätte Griechenland dann die Chance auf einen Neuanfang.

Das Interview führte Yasmin El-Sharif


Mein Kommentar zu diesem Interview:

Auch Ritschl will für Griechenland einen Radikal-Schnitt. Ihn halte ich für falsch. Bislang ist noch niemand auf die virtuelle Umrechnung bezüglich der internen staatlichen Verpflichtungen gekommen, wie ich immer wieder sehe. Mein Konzept vermeidet den Radikalschnitt, schafft einen weichen Übergang, weil der Export nicht umgerechnet wird. Er orientiert sich am Markt. Ebenso die Inland-Privat-Wirtschaft. Die Löhne im öffentlichen Dienst allerdings sind an die virtuelle Drachmen-Währung dann gebunden. Untere Einkommen des öffentlichen Dienstes müssten sich an einem etwas angehobenen Satz des Existenz-Minimums orientieren, so dass niemand wirklich zu Schaden kommt. Die Wert-Steigerung der virtuellen Drachme fließt kontinuierlich in die Umrechnung. Irgendwann wird es eine natürliche Angleichung an den Euro geben. Diese Angleichung ist das Ziel. Nur der Anfang ist schwer.

Eines darf nicht passieren: den Griechen erneut Milliarden in die Hände zu drücken. Die EU muss die Zügel in der Hand behalten, wie ich oben ausgeführt habe.

Auch verspätete Reparations-Zahlungen mit nachträglicher Aufrechnung der Hitler-Diktatur werden wenig helfen, da sie den Spar-Willen der Griechen unterlaufen würden. Leichtes Geld führt zu nichts. Das Interview gibt somit falsche Signale. Dazu möchte ich kurz eine Begebenheit erzählen.

Meine Mutter pflegte für polnische Häftlinge in der Meesen-Kaserne in Lübeck Suppe zu kochen und diese an die Gefangenen durch die Gitter-Stäbe der Umgrenzung durch zu reichen. Als der Krieg zu Ende war, weigerte sie sich, als "Trümmer-Frau" zu arbeiten mit der Begründung: "den Dreck dieser Verbrecher (gemeint waren die Nazis) mache ich nicht weg, das müssen sie selbst tun." Bravo! Bin stolz auf meine Mutter. Wie ich nun einen Bogen zu nachträglichen und verspäteten Reparations-Zahlungen spannen soll, weiß ich selbst nicht so genau.

Siehe auch: http://online-schreibtisch.blogspot.com ... k-hat.html
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micha
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Beitragvon micha » Mi Jun 22, 2011 04:21:57:

micha hat geschrieben: Verfasst am: 09 Jun 2011 06:04 -
Eine ganz andere Politik wäre richtig. Griechenland braucht flankierende Hilfen, um die Rezession zu bremsen, den Export anzukurbeln und die Binnen-Nachfrage wieder zu stärken. Aber wie könnten diese Hilfen aussehen?

Wo liegen die Stärken Griechenlands? Wo kann investiert werden? Kann Griechenland womöglich einmal als Energie-Lieferant für Europa dienen, ähnlich Marokko, das seine Wüsten-Solar-Anlagen ausbaut, um später auch zu exportieren.

Dumme Frage: Gibt es zwischen griechischen Inseln permanente Strömungen, die zur Energie-Gewinnung nutzbar wären?

Gibt es andere Möglichkeiten, um die Produktions-Potenz Griechenlands zu stärken? Kann hier die EU helfen. Können einzelne EU-Länder helfen? Für was, das dringend gebraucht wird, könnte Griechenland Produktions-Standort sein?

Diese Fragen sind wohl wichtiger als Angst- und Schreckens-Reaktionen europäischer und vor allem deutscher Politiker, die entmutigen und die Sache noch schlimmer machen. Griechenland braucht positive Signale und konkrete Unterstützung jenseits der Forderungen und Erwartungen von Banken.


Das schrieb ich am 9/Juni/2011. Gestern hatten wir den 21/Juni/2011. Dazwischen liegen 10/11 Tage. Dies ist der Zeitabstand, in dem Vorschläge von mir erfahrungsgemäß bis ganz nach oben dringen und verwertet werden. Diesmal hat Minister Schäuble verwertet und behauptet, das Verwertete sei seine eigene Idee gewesen. Ich erinnere an ein Presse-Büro in Berlin, das meinen Internet-Schreibtisch kontinuierlich durchsucht, um vielleicht brauchbare Ideen an die Ministerien weiter zu leiten, die es angeht. Von diesem Büro weiß ich durch private Kontakte, auch wie es funktioniert. Nur handelt es sich um einen plagiativen geistigen Diebstahl, da die Urheberschaft unter den Tisch fällt und vergessen wird, dass eine Presse-Verwertung deshalb illegal ist, weil mein Internet-Schreibtisch keine kommerziellen und kaufbaren Inhalte hat und trotzdem gefüllt ist mit geistigem Eigentum eines "Think-Tanks". Ein Recht für Verwertung konnte also nicht gekauft werden. Dieses geistige Eigentum ist ausschließlich darauf angewiesen, dass der Urheber nach dem Copy-Right um Erlaubnis einer Verwertung gefragt oder schlicht zitiert wird. Der plagiative Diebstahl ist wesentlich schlimmer als die Dissertations-Plagiate der letzten Zeit, da hier eine kriminelle Gewohnheit besteht, den Internet-Schreibtisch vRhein ungefragt und unvergütet auszuschlachten, als wäre der Urheber und Autor Dreck, den man vom Fuß abstreift.

Spiegel-Online zitiert Schäuble am 21/Juni/2011: "Strategie gegen die Krise -
Schäuble will Solarstrom aus Griechenland. Nach Ansicht von Wolfgang Schäuble könnten die Griechen ihre Wirtschaft wieder flott bekommen, wenn sie große Mengen Solarstrom in die Bundesrepublik exportieren würden. - Griechenland brauche nicht nur Druck - sondern auch Wachstumsperspektiven, sagte der CDU-Politiker. Und da hat er eine Idee: Der Wochenzeitung sagte er, man könne die Mittelmeerländer in die frisch beschlossene deutsche Energiewende integrieren.

Noch vor drei Tagen musste ich schreiben:
Merkel und Schäuble wissen nicht, was zu tun ist. Sie schwimmen und können nicht schwimmen. Die zappelnden Beine haben keinen Grund-Kontakt. Darum mischen sich Hektik, Widersprüche und täglicher Horror beim Anblick der Griechen. Die Angst um den Euro und Befürchtungen einer Ansteckungs-Gefahr an latente weitere europäische Pleite-Kandidaten hat ein europäisches Chaos geschaffen.

Und nun plötzlich das Stehauf-Männchen Schäuble mit einer "eigenen neuen Idee". Schäuble operierte selbstbezogen, weil er wusste, dass im allgemeinen Chaos und in den Medien diese Idee noch nicht kursierte, eben nur im Internet-Schreibtisch vRhein zu finden war. Ein weiteres Indiz für die plagiative Verwertung ist, für mich, der untrügliche Zeitabstand, den ich schon so oft in ähnlichen Fällen feststellte.

Am 07 Dez 2010 12:05 schrieb ich über Minister Schäuble:
Außerdem ist er in seinem Rollstuhl ohnehin ein Held, vielleicht der tapferste Politiker, den Deutschland je hatte.


Und nun? Was sage ich jetzt?

Lese auch hier: ein Portrait des neuen griechischen Finanz-Ministers Evangelos Venizelos.
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Beitragvon micha » Sa Jun 25, 2011 01:08:50:

Mein Thread zur Griechenland-Krise ab dem 19 Jun 2011 16:18 viewtopic.php?p=2448#2448 - enthält einen logischen Plan. Die EU gibt die Zügel nicht aus der Hand und zwingt Griechenland zu Ausgaben-Einschnitten der staatlichen internen Verpflichtungen um etwa 50 Prozent. Eine Umverteilung der Belastungen von oben nach unten wird vermieden. Die eigentlichen Schuldigen in Griechenland, die den Apparat aufgebläht, sich bedient haben, werden belastet und viel weniger der unschuldige Normal-Bürger. Der Plan enthält, neben der Umkehr der Nachweis-Last durch Anträge, auch eine dynamische Komponente zur Entlastung. Das Ziel ist die allmähliche Konsolidierung und eine Förderung des Exports und der Privat-Wirtschaft.

Leider gehen fast alle Sparmaßnahmen der Griechen in die falsche Richtung und leider will sich die EU des Problems mit Gießkannen-Hilfs-Paketen entledigen. So geht es nicht. Trotz aller Kontroll-Absichten der EU hinsichtlich der Spar-Pläne der Griechen wird dann am Ende die Insolvenz stehen.

Die Unfähigkeit der EU, mit dem Problem fertig zu werden, zeigt sich an ihren Hoffnungen, die privaten Banken werden sich an Konzessionen beteiligen und ihre Gewinn-Erwartungen aus griechischen Staatsanleihen erheblich reduzieren. Einige Banken haben bereits signalisiert, so zu handeln. Dieses Zuckerbrot an die europäische Gemeinschaft ist aber eine Finte. Sie wollen die Bürgschaften erreichen, die winken, nicht aber Einschnitte ihrer Gewinnerwartungen. Ziel sind die Bürgschaften, nicht die "Rettung" Griechenlands. Sobald neue Hilfs-Pakete für Griechenland mit diesen nationalen Bürgschaften verknüpft werden, werden die gleichen Banken ihre Konzessions-Bereitschaft wieder relativieren. Das Zuckerbrot ist eine Finte. Sowohl Griechenland als auch die Privatbanken spielen mit gezinkten Karten.

Wenn die EU die logischen Schritte des Threads nicht zustande bringt, schalte ich um und setze mich für eine saftige Insolvenz Griechenlands ein. Verdächtig erscheinen mir die Mahnungen des Fed-Chefs Ben Bernanke und die fast hysterischen Warnungen des ehemaligen Außenministers Fischer und Exkanzlers Schmidt. Sie sind auf die Linie der USA hereingefallen und bauen ein Katastrophen-Szenario auf, sollte Griechenland nicht schnell und zügig mit neuen Milliarden geholfen werden.

Im Falle einer Insolvenz zu 100 Prozent und einer Rückkehr der Griechen zur Drachme, verbunden eventuell mit einem vorübergehenden Austritt aus der EU, erhalten die gierigen Kreditgeber und Gläubiger Griechenlands, die die Schuldenblase erzeugt haben, nur den längst fälligen Schuss vor den Bug. Weiter wird nichts Dramatisches passieren. Griechenland kann von vorne anfangen und ist die Schulden los, sofern es die Schulden-Fallen ohne großes eigenen Verschulden anprangert. Sie sollten es radikal durchziehen. Es gibt bislang noch keine rechtlich bindende Insolvenz-Verwaltung für Staaten. Das sollte Griechenland ausnutzen und vortragen: kein Geld, basta. Wir fangen neu an und nehmen in Kauf, keine Kredite mehr zu bekommen. Keine Kredite zu bekommen, ist ein Ideal-Zustand und beileibe keine Katastrophe. Dann nämlich kann gar nicht über die Verhältnisse gelebt werden.

Man gibt Griechenland die Schuld an allem. Das ist fast gänzlich falsch. Sie waren einfach noch nicht reif für einen EU-Beitritt, da sie nicht über die staatlichen Instrumentarien verfügten, die notwendig gewesen wären. So entstand Chaos, entstanden menschlich verständliche Begehrlichkeiten auf breiter Basis nach "leichtem" Geld, das förmlich auf der (Euro)-Strasse lag. Europa hatte es damals versäumt, vor dem Beitritt erst Hilfestellungen zu geben.

Griechenland sollte sich befreien. Die große Katastrophe im internationalen Banken-System wird ausbleiben. Privatpersonen, die griechische Anleihen riskiert hatten, gibt es nur wenige, ganz anders, als es der FED-Chef glauben machen will. Die Ohrfeige für Fehlkalkulationen erhalten die jetzigen Gläubiger, die an der Realität vorbei gewirtschaftet und eine Blase erzeugt haben. Ansonsten wird der Euro gestärkt, denn die Fehlkalkulation hört endlich auf. Und das Banken-Spiel mit Bürgschaften platzt, denke ich, jedenfalls was die geplanten neuen unverantwortlichen Bürgschaften betrifft, die vor allem Deutschland eingehen will. Schluss damit! Oder konsequente Agenda nach dem logischen Plan des Threads. Die schlappen Lösungen auf Vertrauen funktionieren alle nicht.

Es geht um nicht mehr oder weniger als um die Selbständigkeit Griechenlands. Aus ihr heraus lassen sich goldene Eier legen. Beispiele: eine Ozean-Flotte internationaler Handels-Schiffe unter günstigeren Konditionen als die Liberianische. Eine der Stärken Griechenlands in Gestalt des legendären Aristotle Onassis (1906-75) könnte auferstehen. Eigene Steuerhoheiten einiger Inseln, besonders günstige Konditionen für Industrie-Ansiedlungen. Sonnen- und Strömungs-Kraftwerke für Energie-Export. Export der gesunden griechischen Küche und der damit verbundenen Lebensart. Günstige Konditionen für den Tourismus und vieles mehr. Griechenland könnte, sofern es sich für Selbständigkeit ohne Kreditwürdigkeit entschließt, zu einem Aufbruch-Land für die Jugend werden. Freiheit steht Griechenland besser als Versklavung am Kapitalmarkt. Freiheit zieht die Jugend an und hält sie im Land. Stolz heißt dann Griechenland, proklamiere ich einmal.
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Beitragvon micha » Mo Jun 27, 2011 04:13:54:

micha hat geschrieben:Die große Katastrophe im internationalen Banken-System wird ausbleiben.

Privatbanken haben die faulen Griechenland-Anleihen bereits an die EZB und staatliche Banken abgestoßen und machen das gleiche bereits mit denen von Portugal, Irland, Spanien, Italien und Holland.

Wie Lemminge finden diese Papiere ihren Weg von den abgetönt gläsernen Hochhäusern und Wolkenkratzern der Privatbanken am Horizont zum großen Wasserfall, der ins Meer der Steuerzahler stürzt. Sie kommen praktisch von allen Seiten am Horizont, in Gruppen, in Massen und Scharen. Sie alle stürzen ins Meer, das brodelt und schäumt. Wer sich umdreht und auf dieses Meer und den ganzen Schaum schaut, den Kopf etwas hebt und eventuell ein Fernglas in die Hand nimmt, entdeckt ganz weit entfernt Helgoland, das zweigeteilte Euroland, das sich weigert, seine Land-Flutung wieder aufschütten zu lassen. So wird es bei der Zweiteilung bleiben. Es gibt nun zwei kleine Inseln, auf die alle Lemminge zuschwimmen. Nur einer von 100000 kann aufgenommen werden. Die anderen Lemminge müssen ertrinken. Helgoland, das rettende Ziel der staatlichen Ramsch-Papiere aus ganz Europa, ist die politische Bühne, das Meer ist die Weite der Steuerzahler, das zum See-Grab wird. Auf den Klippen auf Helgoland stehen sie alle und gestikulieren: Herr Junkers, Frau Merkel, Herr Schäuble und viele andere mehr. Manche diskutieren in Talkshows, manche in Ausschüssen. Sie alle sind nicht in der Lage, die Ramsch-Papiere aus dem brodelnden Meer auf die beiden kleinen Inseln zu ziehen. Ausreichend Platz ist nur für sie selbst da. Sie sagen es nicht. Aber sie empfinden die "Lemminge" als Bedrohung.

Die große Katastrophe im Banken-System wird deshalb ausbleiben, weil das Meer der Steuerzahler der eigentliche Rettungs-Schirm ist, um die Fehlkalkulationen von Politikern und staatlichen Geld-Instituten zu entsorgen.

Deutschland muss sich um die Entsorgung von Atom-Müll, schlechten Papieren in stattlichen Banken und Ramsch aus den Wolken-Kratzern großer Privat-Banken sorgen. Bad Banks als Versteck sind wieder im Gespräch. Aus Angst vor der dreifachen Bedrohung singen die deutschen Mandats-Träger in seltener Einigkeit auf Helgoland gemeinsam die National-Hymne, weil diese dort gedichtet wurde, weil die Einigkeit vom Glück als Unterpfand 1841 ebenda wortgewaltige Gestalt annahm - und verhaspeln sich, einig wie sie sich sind. Nur Brüderle schert aus und singt ganz aus Versehen: "Brüderle mit Herz und Hand!"

    Einigkeit und Recht und Freiheit
    Für das Deutsche Vaterland!
    Danach lasst uns alle streben
    Brüderlich mit Herz und Hand!
    Steuerzahler, Recht und Freiheit
    Sind des Glückes Unterpfand;
    Blüh' im Glanze dieses Glückes,
    Zahle, Deutsches Vaterland.
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Beitragvon micha » So Aug 07, 2011 14:59:10:

Sagen wir, es gab eine Wirtschafts-Krise I und nun haben wir aufgrund der eingeschränkten Kredit-Würdigkeit der USA die Wirtschafts-Krise II. Die Gefahren-Komponenten richten ihre spröden eisernen Spitzen gegen Volkswirtschaften gleich von mehreren Seiten.

Was lief falsch in der Wirtschafts-Krise I, so dass nun Volkswirtschaften ungeschützt sind? Die USA: Obama hätte die Ausgaben-Politik drastisch ändern müssen. Dazu hatte ich Persiflagen entworfen: Obama als Schulden-Hasardeur. Die Regierung in Deutschland schickte ich samt Parlament auf die Seychellen, um lieber Urlaub zu machen als falsche Entscheidungen zu treffen. Die falschen Entscheidungen wurden getroffen. Seitdem mogelt sich Deutschland hinter dem Schutz-Schild der Export-Wirtschaft um seinen Schulden-Abbau herum und wird mit immer mehr Bürgschaften belastet, die bedrohlich wie ein Damokles-Schwert auf ihre Fall-Schwere warten.

Damals riet ich dringend dazu, in Not geratene Firmen, die keine Kredite von Banken bekommen konnten und unschuldig in diese Situation gerieten, direkt zu helfen und die Banken zu umgehen. Die Finanzämter sollten nach meinem Modell ein wenig "Bank" spielen. Der direkte Weg schien mir schlanker zu sein als das behäbig-dicke Retten von Landesbanken und insbesondere der Hypo Real Estate Holding AG.

Diese letztgenannte "Bank" hielt ich für pure Wirtschafts-Kriminalität. Sie wurde gegründet, um durch diffuse Verzweigungen Geld aus dem Nichts zu machen, so undurchsichtig, dass selbst Bankenaufsicht und Staat hinters Licht geführt werden konnten. Man scheute in der ersten Wirtschafts-Krise, dieses Konstrukt über die Klinge springen zu lassen, weil die Lehman Brothers Inc. pleite gingen und eine Lawine auslösten. Man vergaß, dass eine solche deutsche Bank gegenüber der USA-Bank geradezu unbedeutend war. Eine Lawine zu befürchten war falsch.

Dieses Zeichen zu setzen wurde versäumt. Aus dem kleinen Haut-Krebs der Finanzwirtschaft wurde ein großer.

Nun sprach ich mit einem inzwischen pensionierten Mitarbeiter der Bundesbank. Das Ergebnis gebe ich hier wieder. Er meinte nämlich, dass gewaltsame Eingriffe unkalkulierbare Risiken nach sich gezogen hätten. Statt der Banken die Finanzämter zu bemühen und Direkt-Hilfen zu verteilen, hielt er für nicht oder kaum machbar, weil ganz allgemein Finanz-Ämter damit total überfordert gewesen wären. Ich wiederum meinte, dass eine Firma in Not dann einen Antrag hätte stellen müssen, so dass von einer konkreten Situation ausgegangen worden wäre.

Wir kamen ungefähr in der Mitte zusammen. Mit Hilfe der Bundesbank wäre es möglich gewesen, einen solchen Antrag in vielleicht in einem Monat zu bearbeiten. Formulare hätten entworfen werden müssen. Die Finanzämter hätten die Hilfe der Bundesbank benötigt. Nun gut, ich war froh, dass mein Modell nicht ganz so abwegig war.

Nun zur Wirtschafts-Krise II, der jetzigen. Sie wird aus den Schulden-Ländern des Westens gespreist, das Schmatzen der Krise ist zu hören, unangenehm. Was war also zu tun im Fall Griechenland. Auch hier breitete ich mein Modell aus, dass nämlich eine offizielle Abwertungs-Simulation, Anträge des Landes im einzelnen und Direkt-Überweisungen an die unterschiedlichen Notstände helfen würde, eine Zwangs-Gesundung mit viel mehr Kontrolle durch die EU.

Wir trafen uns wieder in der Mitte. Die Bedingungen für die Rettungs-Pakete seien viel zu lasch. Die "Abwertungs-Simulation" gibt es insgeheim schon und heißt "interne Abwertung". Wird diese offiziell, dann hätte man mein Modell und die fehlende Flexibilität wäre da, durchaus hilfreich, weil ein unterschiedlicher Euro, ein Süd- und ein Nord-Euro, wie ihn Herr Henkel vorschlägt einfach nicht machbar ist. Ich will hier nicht mehr ins einzelne gehen. Die Vorteile kamen ans Licht.
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